Telegehirn

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Erneute Pro-Hisbollah-Hassdemonstration in Berlin: “Tod Israel” und “Hisbollah bis zum Sieg”

Am Samstag hat in Berlin erneut eine Hassdemonstration von Pro-Hisbollah Aktivisten  stattgefunden. Schon Freitag vor einer Woche fand eine, vom Judenhass geprägte, Demonstration statt, auf der Pro-Hisbollah Parolen skandiert wurden. Doch diesmal hat der Judenhass und Antisemitismus ein Maß erreicht, daß jegliche Vorstellungskraft zu sprengen droht. Wir haben das 2006 und nicht das 1936. Doch die antisemitische Hetze und der Judenhass erinnern stark an jene finstere Zeit.
Die Demonstration zog vom Roten Rathaus zum Potsdamer Platz. Aufgerufen zu der Demonstration hatten diverse arabisch-palästinensische Gruppen. Etwa 700 antisemitische Hisbollah-Sympathisanten zogen durch die Hauptstadt und die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf. War das wirklich eine friedliche Demonstration? Nein! Der Terrorchef Hassan Nasrallah wurde als “Führer einer Befreiungsarmee” gefeiert und es wurden Parolen wie “Hisbollah bis zum Sieg” und “Tod Israel” skandiert. Hat die Polizei das nicht mitbekommen oder hat sie bewußt weggehört? Wie kann es sein, daß in Berlin, wo der Mord an 6 Millionen Juden geplant wurde, erneut zum Mord an 6 Millionen Juden aufgerufen wird und die Polizei schaut tatenlos zu?

Hier ein Link zum Tagesschau-Video

Berliner Kurier: Sie marschieren für den Terror


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Ein Stöckchen kam geflogen…

Als ich gerade den Artikel über die Israel-Solidaritätsdemo schrieb, trudelte eine Mail mit einem Stöckchen von stefanolix bei mir ein. Da ich noch nie ein virtuelles Stöckchen zugeworfen bekommen habe, nehme ich es gerne auf. Besonders wenn es eines mit Peilsender ist.

Warum bloggst du?

Eine interessante Frage. Warum tut man sich das an? Viele Anfeindungen, aber auch etwas Lob und Zuspruch. Eigentlich blogge ich nur für mich, um meiner Stimme ein Forum zu bieten. Ohne Zensur, wie sie leider in einigen Foren vorkommt. Blogs sind ein wichtiger Bestandteil der Meinungsfreiheit und vor allem haben sie ein Graswurzelelement. Wichtig finde ich auch die Kommentarfunktion, denn so bekommt man ein interessantes Feedback. Das mag ich. Sicherlich ist auch eine Portion Selbstdarstellung dabei.
Seit wann bloggst du?

Seit August 2005. Aber wirklich ernsthaft erst seit Januar 2006.
Selbstportrait?

Vulkanier, der manchmal zum Klingonen wird. Ok. Im Ernst: Selbstbewußter Individualist mit der Neigung die Dinge gerne auszudiskutieren. Ein echter (West) Berliner. Mit großer Schnauze und einem Hang zu Ironie, Sarkasmus und dergleichen. Geschichtsnerd und Bücherfreund. So ein Selbstportrait ist immer schwer und wird von der subjektiven Wahrnehmung verzerrt. Ich bin ein Spaghetti-Monster und mache bessere Bolognese als meine italienischstämmige Freundin. Gerechtigkeitsfanatiker und doch manchmal selbst ungerecht. Irgendwelche Schwächen muss der Mensch ja haben.

Warum lesen deine Leser dein Blog?

Gute Frage. Weil mein Blog so toll ist? Da müßte man die LeserInnen fragen. Es gibt doch Frauen die Blogs lesen? Entweder ist es wie bei einem Verkehrsunfall (man muss einfach hinsehen) oder weil ich eine klare Position beziehe, eine deutliche und direkte Sprache benutze und polarisiere.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

“israel demo berlin 29. Juli 2006 rbb”

Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Schwer zu sagen. Zu wenig Hits hatte der Artikel: “Der Muslim-Markt spricht Israel das Existenzrecht ab

Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Letters from Rungholt

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Null. Ich mag Feeds nicht. Ich schaue mir lieber die Blogs an. Da bin ich etwas altmodisch.

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Auch das noch. Ist ja wie ein Kettenbrief. ;-)

Ok. Da wäre der Juso-Unterbezirksvorsitzende. Wie oft haben wir uns in einem bestimmten Forum gefetzt. Er soll auch mal etwas mehr im Mittelpunkt stehen. Ist nur lieb gemeint “Stänkie”. Nach ihm habe ich sogar einen Forum-Award benannt. Dann der hochverehrte Fellow Passenger, der zu den berüchtigten “Blogging Five” gehört und bald eine Lustreise nach Berlin unternimmt. Dazu Princo, der “Die Memoiren des Josh K. Phisher” bloggt und trotz eines leicht besseren Pageranks meist Zweiter beim WordPress-Schwanzvergleich bleibt. Der vierte Blog ist der StrausbergBlog. Sven ist ebenfalls Mitglied der “Blogging Five” und erhebt “Nutzungsgebühren für öffentlich-rechtliche Institutionen.” Nicht nur das macht seinen Blog, der vor allem einen regionalen Bezug hat, recht interessant.


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Solidarität mit Israel: “Die Hisbollah ist das Krebsgeschwür des Libanon”

Ich war heute auf der Solidaritätsdemonstration für Israel. Trotz enormer Hitze und einer fast unerträglichen Schwüle fanden sich etwa 1000 bis 1500 Menschen am Steinplatz in Charlottenburg ein. Ich war etwa eine Viertelstunde vor Start der Demonstration am Ort.
Ich weiß nicht warum, aber mir passiert es immer wieder: wenn ich zu einer Demonstration gehe, dann werde ich von der Polizei einer Vorkontrolle unterzogen. So auch diesmal und ich möchte der Berliner Polizei danken. Sie setzt Beamte ein, die sich mit Geschichte auskennen.

Ich gebe hier aus dem Gedächtnis folgenden Dialog mit dem etwa 25 jährigen Polizeibeamten wieder:

Telegehirn: “Werden eigentlich alle Teilnehmer durchsucht?”

Polizist: “Nö”

Telegehirn: “Welchen Kriterien haben Sie dabei?”

Während der Beamte meinen Rucksack durchsuchte, sagte er:

Polizist: “Selektive.” (!!!)
Jeder kann sich wahrscheinlich meinen Geschichtsausdruck vorstellen.

Telegehirn: ” Sie wissen schon, was das für eine Demonstration ist? Solch ein Begriff ist auf einer Israel-Soli-Demo mehr als unangebracht.”

Polizist: “???”

Telegehirn: ” Ich weiß ja nicht, ob Sie im Geschichtsunterricht aus dem Fenster geschaut haben?

Polizist: “???”

Er hat es einfach nicht verstanden. Das die Berliner Polizei 2006 noch selektiert…

Telegehirn: “Wäre mir das mit Kippa und Israelfahne auch passiert?”

Polizist: “Ja.”

Darum mag ich die Polizei so. Immer kompetent und geschichtsbewußt. Normalerweise hätte ich das nicht so stehen lassen und mich ordentlich beschwert, aber das war mir dieser tolle Vertreter der Ordnungsmacht nicht wert und ich hatte ja ein Anliegen. Zu demonstrieren und darüber berichten.

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In losen Reihen ging es los Richtung Bahnhof ZOO. Mit dabei waren auch ein paar Politiker. Darunter Karsten Voigt und Eckhard von Klaeden. Michel Friedman war auch dabei, sowie Dr. Gideon Joffe, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Berlin.

Was wir wollen ist nicht viel. Solidarität mit Israel.” Mit dieser Parole erreichten wir den Zoo und bewegten uns unter den neugierigen Blicken der Passanten zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Dort kam es zu einem kleinen Zwischenfall, als eine Gruppe, offensichtlich arabischer Jugendlicher, mit den Rufen “Viva! Viva! Palästina” die TeilnehmerInnen provozieren wollte. Dafür ernteten sie “Nazis Raus” Rufe. Ein Teil der Demonstranten wollte sich den Provokateuren nähern. Jedoch waren die Herren in grün schneller und drängten die Pöbler ab. Übrig blieb diese Dame:

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Dann sollte auf dem Breitscheidplatz eine Zwischenkundgebung stattfinden, was jedoch von der Polizei, aus mir unbekannten Gründen, abgelehnt wurde. Es gab einige Diskussionen und der Zug blieb erstmal auf dem Platz. So konnte ich Karsten Voigt fragen, warum denn nicht mehr Politiker anwesend sind. Er machte die Urlaubszeit dafür verantwortlich und das er von dem Aufruf erst am Dienstag erfahren hätte. Es wurde von allen anwesenden Politikern betont, daß es notwendig sei die Hisbollah zu entwaffnen.

Dann ging es über den Tauentzien Richtung Wittenbergplatz. Dort wurde dann die Abschlußkundgebung abgehalten. Die erste Rede hielt Dr. Gideon Joffe und er begann seine Rede mit: “Es ist gut zu sehen, wieviele Freunde Israel [in Berlin] hat.” Er bedauerte alle Opfer des Krieges, stellte jedoch klar, daß alleine die Hisbollah die Verantwortung trägt. Er hielt eine sehr ansprechende Rede, in der er sich für die Solidarität bedankte und deutlich machte, daß Israel einen Verteidigungskrieg führt.

Die Rede von Eckhard von Klaeden war nicht besonders mitreissend, was aber Kenner nicht verwundern sollte: “Heute ist kein Tag für Sonntagsreden. Heute ist ja auch Freitag.” Auch er betonte, daß Israel einen Krieg ums Überleben führt und forderte die Umsetzung der UNSR-Resolution 1559.

Dann kam der Auftritt von Michel Friedman. Wortgewaltig wie immer, betonte Friedman, daß seit dem Rückzug aus dem Süd-Libanon kein Tag vergangen sei, am dem nicht Raketen auf Israel abgefeuert wurden. Er machte deutlich, daß hinter der Hisbollah Syrien und der Iran stehen, denn diese Länder haben die 12.000 Raketen geliefert, über die die Hisbollah verfügt und fragte warum die internationale Staatengemeinschaft davon nichts mitbekommen haben will. Er mahnte die Welt, nicht schon wieder Appeasementpolitik zu betreiben und warf den westlichen Staaten Untätigkeit vor. Es sei ein “Kampf zwischen der westlichen Welt und dem Islamismus.” Er forderte die arabische Bevölkerung auf, jenen “moderaten” arabischen Führern aus Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien zu folgen, die gegen die Hisbollah Stellung bezogen haben. Er erinnerte die Teilnehmer an die Shoa und das jemand wie Ahmadinedschad die Ausradierung Israels fordere und deshalb nicht noch einmal die selben Fehler wie in den 30 Jahren gemacht werden dürften. Er fragte, ob die westliche Welt nichts aus der Geschichte gelernt habe und forderte Sanktionen gegen den Iran und das der Westen das Öl nicht über die Freiheit stellen dürfe.

im001034.JPG im001032.JPGim001036.JPGim001037.JPGMit diesem Gegendemonstranten am Wittenbergplatz gab es einige Diskussionen

Alle Fotos von Telegehirn. Nicht kommerzielle Verwendung ist gestattet, wenn die Quelle und der Urheber angegeben werden.

Nachtrag:

Auf Grund der vorgezogenen Stunde fehlte die Erwähnung des letzten Redners. Dieser war Thomas von der Osten-Sacken. Er wurde sofort aus dem daneben liegenden Cafe als “Kriegstreiber und Heuchler” beschimpft. Ein etwa 45 jähriger Mann, Typ Ex-Stasimitarbeiter, wurde von der Polizei abgedrängt. Am Rande der Demo versuchte er dann mit den Beamten und den Teilnehmern zu diskutieren. Was die Polizei jedoch gerade nicht wollte. Ich habe nicht alles mitbekommen, aber dieser Provokateur sagte, daß er wegen “dem Hass der dort [von Thomas von der Osten-Sacken] verbreitet würde” nicht schweigen könne. Die umstehenden Menschen mussten laut lachen, ob solcher Dummheit. Am Wittenbergplatz kam es vor der Abschlußkundgebung noch zu ein paar kleinen Diskussionen. Neben dem Mann mit dem Schild (Sternumfrage, siehe oben) stand ein deutscher Jung-Pazifist. Einer von der radikalen Sorte. Er wandte sich gegen den Krieg im Allgemeinen und meinte, daß Bomben keine Lösung seien. Auf meine Frage, was denn Israel gegen die Angriffe der Hisbollah machen sollte, sagte er doch tatsächlich: “Dann sollen sie eine Mauer bauen.” Ich entgegnete:” Wie hoch soll die Mauer denn sein, damit die Raketen der Hisbollah nicht drüber fliegen?” (Ich weiß, im Gegensatz zu diesem Radikal-Pazifisten sehr genau, daß keine Mauer der Welt eine Rakete abhalten kann) Worauf er sagte: “Ich weiß nicht. Hoch genug.” Dann trollte er sich. Ob er sich dann gleich freiwillig zum Bau diese Mauer meldete, ist nicht bekannt.

Bei Liza gibt es einen interessanten Artikel der Bezug auf die Demonstration nimmt und auch die Verlogenheit eines Teils der “Linken” aufs Korn nimmt. Der Indymedia-Artikel auf den Liza sich bezieht, wurde inzwischen “versteckt”. Bei Planet Hop gibt es auch schöne Fotos von der gestrigen Demo.


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130.000 Knöllchen fallen unter den Tisch

Ein schönes Beispiel für Vetternwirtschaft kreatives Management hat der „Zweckverband für Verkehrssicherheit“ in Bayern an den Tag gelegt. Dieser war für fast 200 Gemeinden zuständig. Nicht nur das reihenweise Strafzettel von Politikern und Prominenten unter den Tisch fielen, sondern es wurden auch noch überhöhte Rechnungen gestellt. Der Zweckverband hatte die Radarkontrollen nämlich an eine private Firma weitergegeben und diese hatte überhöhte Rechnungen gestellt und Strafzettel auf Grund von Interventionen aus der Politik fallengelassen. Jetzt flog die Sache auf und der Zweckverband hat sich am Montag aufgelöst. Im Land von “Law & Order” Beckstein waren auch die Chaffeure von Umweltminister Schnappauf einige Male zu schnell unterwegs. Aber wozu kennt man Amigos, wenn nicht für solche Fälle.

Auch durch die Intervention von CSU-Lokalpolitikern fielen einige Strafzettel unter den Tisch.

Mir san mir.

Alles weitere über den Skandal bei Focus Online


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Stinkmorchel Ann Coulter abgewählt

Die “konservative” Stinkmorchel Ann Coulter verliert immer mehr an Boden. Da kann die vor Hass triefende “Konservative” noch so mit den Manolo Blahnik aufstampfen. In den letzten Wochen ist Ann Coulters Kolumme von einigen Zeitungen aus dem Programm genommen worden.

Wie “Editor & Publisher” berichtet, hat “Yes! Weekly“, ein regionales Blatt aus Greensboro, North Carolina, seine LeserInnen befragt und diese haben sich zu zwei Dritteln gegen die “konservative” Autorin entschieden. Es spielten zwar auch noch andere Gründe eine Rolle, wie “Editor & Publisher” berichtet, aber entscheidend dürfte das Online-Votum gewesen sein.


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Internationale Friedenstruppe für den Libanon?

Schon kurz nach dem Beginn des neuen Nahost-Konflikts kam die Forderung auf, daß internationale Truppen im (Süd) Libanon für Sicherheit sorgen sollen. Dabei gibt es schon längst eine UN-Truppe im Süden des Libanon. Die “United Nation Interim Force in Lebanon” (Unifil) ist seit 1978 im Libanon stationiert. Im Moment umfasst die Truppe etwas 2000 Soldaten. Doch die Unifil ist nur eine Beobachtertruppe. Sie darf keinerlei Gewalt anwenden. Deshalb verbringt sie auch die meiste Zeit mit dem Zählen von Raketen, die die Hisbollah auf Israel abfeuert.

Heute beginnt in Rom eine Konferenz, auf der die Details für einen Waffenstillstand und eine internationale Friedenstruppe geklärt werden sollen. Doch zuviele Fragen sind offen. Zwar sind sowohl Israel, der Libanon und auch die UNO/NATO offen für die Idee einer internationalen Schutztruppe. Der Zentralrat der Juden in Deutschland lehnt deutsche Soldaten im nahen Osten ab, während sich Verteidigungsminister “Kongo”-Jung für eine Beteiligung deutscher Soldaten ausspricht. Ob aber die Bundeswehr überhaupt noch genügend qualifizierte Soldaten für die Aufgabe besitzt, darf bezweifelt werden.

Die Hisbollah signalisiert ja schon eine ablehnende Haltung. Denn die Stationierung einer internationalen Truppe, ausgestattet mit einem robusten Mandat, würde die Entwaffnung der Hisbollah betreiben müssen. So wie es in der UNSR-Resolution 1559 vorgesehen ist. Bisher hatte sich Israel stets gegen eine Internationalisierung des Konflikts im nahen Osten ausgesprochen. Doch Olmert hat erkannt, daß seine Zustimmung zur Stationierung die Hisbollah in Schwierigkeiten bringen wird, denn Nasrallah will auf jeden Fall eine Entwaffnung seiner Terrorgruppe verhindern. Das wäre eine Niederlage und ein Geschichtsverlust von enormen Ausmaß.

Kann eine Stationierung gegen den Willen der Hisbollah durchgesetzt werden?

Wenn ja, dann hätte es keinen Sinn Soldaten aus Indien, Pakistan, Nigeria oder anderen Staaten zu verwenden, die sonst immer die UN-Truppen stellen. Nichts gegen diese Länder, aber es ist zu bezweifeln, daß diese Soldaten über genügend Kampfkraft verfügen, um die Hisbollah zu entwaffnen. Hier ist Europa gefragt. Es ist auch die Rede von Truppen aus Saudi-Arabien und Ägypten. Zwei Staaten, die der Hisbollah alles andere freundlich gesonnen sind, aber durchaus die Sympathie der libanesischen Bevölkerung gewinnen könnten.

Es sind jedoch soviele Fragen offen:

  • Soll die Truppe nur im Libanon stationiert werden oder auch in Nord-Israel?
  • Wieviele Soldaten sind notwendig? Denn man müsste ja auch die Grenze zu Syrien überwachen, um Waffenlieferungen an die Hisbollah zu verhindern.
  • Würde eine gewaltsame Konfrontation deutscher Truppen mit der Hisbollah die Terrorgefahr in Deutschland steigern?
    Sollen überhaupt deutsche Soldaten teilnehmen?
  • Wielange soll die Friedenstruppe stationiert bleiben?
  • Was passiert, wenn die internationale Truppe den Beschuß Nord-Israels nicht verhindern kann und Israel beschliesst zu reagieren? Schiessen dann deutsche Soldaten auf die IDF?
  • Unter welchem Kommando soll die Truppe stehen? EU? UN? NATO?
  • Müsste eine entsprechende Resolution des UNSR nicht auch die Beteilung des Iran an dem Konflikt erwähnen und deutlich machen, daß der Iran die Hisbollah nicht weiter finanzieren und bewaffnen darf?

Ich bin recht skeptisch. Die Hisbollah hat keinerlei Interesse an einer Entwaffnung und besteht weiter auf der Freilassung von libanesischen Terroristen, die in Israel im Gefängnis sitzen. Es ist ja immer die Rede von 10.000 Personen, die Israel freilassen soll. Doch selbst die Hisbollah redet nur von fünf (!) Gefangenen. Eines wird fast immer übersehen: die Angriffe der Hisbollah waren als Unterstützung für die Hamas gedacht, die aus dem Gaza-Streifen heraus ihre Terrorangriffe gegen Israel fortsetzte, obwohl sich Israel aus Gaza zurückgezogen hatte.

Der Ball liegt in der Hälfte der Hisbollah. Sie muss die entführten Soldaten freilassen. Sie muss den Raketenbeschuß Nord-Israels einstellen und sie muss die Waffen abgeben. Aber eine solche Bereitschaft kann ich nicht erkennen. Dann ist ja noch eine wichtige Frage offen: wer verhaftet Hassan Nasrallah wegen Terrorismus, Angriffskrieg und dergleichen? Kann die Weltgemeinschaft es zulassen, daß sich ein Terrorchef diesen Kalibers in Freiheit befindet und schon die nächsten Terrorangriffe plant? Es sei an den Anschlag auf die Unterkunft der US-Marines erinnert. Als 1983 ein LKW mit Sprengstoff 241 Soldaten tötete. Damals war auch die Hisbollah verantwortlich.


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Antisemitische Hassdemonstration in London

Nicht nur in Deutschland gab es in diesen Tagen Demonstrationen auf denen offen die Hisbollah unterstützt und Antisemitismus verbreitet wurde. Auch in London gab es solch eine Veranstaltung. Etwa 7000 Menschen zogen am 22.7.2006 durch die britische Hauptstadt. Darunter nicht nur arabische Hisbollahsympathisanten, sondern auch sog. Friedensaktivisten und linke Splittergruppen. Einer der rund 20 Redner war auch George Galloway. Das auch diese Demonstration keine Friedensdemonstration war, wird deutlich, wenn man sich die Rede von Galloway anschaut.

“What I’m about to say is illegal in this country …

Hezbollah has never been a terrorist organisation. I am here to glorify the Lebanese resistance, Hezbollah, and to glorify the resistance leader, Hassan Nasrallah …

I’ll see you in court, Mr Blair.”

Da wird aus einer Terrororganisation eine “Widerstandbewegung” und der Abgeordnete Galloway lässt den Terrorchef Nasrallah hochleben.
Sehr interessant und mehr als entlarvend sind die Fotos der Demonstration:


Hetzer GallowayHolocaust???Schon die Kinder werden für die antisemitische Propaganda missbrauchtdie Verhetzung von KindernHisbollah-Terrorist lässt seinem Judenhass freien LaufDer Iran braucht die Atombombe!!!Wie dumm kann man sein?Faschisten vergleichen Israel mit den Nazis

Zum vergrössern bitte anklicken. Alle Fotos von moonbatmedia.com

Alle Fotos und ein Video der Rede von George Galloway finden sich hier.

Der Vergleich mit einer Solidaritätsdemonstration für Israel einen Tag später in London ist eindeutig. Dort wurde keine Hasspropaganda verbreitet.

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Nachtrag zur antisemitischen Demo in Berlin

Bei Hagalil findet sich ein sehr aufschlußreicher Artikel über die antisemitische Hassdemonstration die am Freitag durch Berlin zog. Dazu gibt es viele Fotos, die belegen welcher Hass und welche Lügen dort verbreitet wurden. Parolen wie “Israel trinkt das Blut unserer Kinder aus den Gläsern der Vereinten Nationen !!!” sprechen eine deutliche Sprache.

http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/berlin.htm


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Für Israel – und sein Recht auf Selbstverteidigung

Demonstration am Freitag, 28. Juli 2006, 18 Uhr, Steinplatz in Berlin-Charlottenburg

Für Israel – und sein Recht auf Selbstverteidigung

Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder (Paul Spiegel, 2002)

Unbestreitbar: Seit dem 12. Juli 2006 herrscht Krieg im Nahen Osten. Unbestreitbar auch: Wem das Exis­tenzrecht Israels wichtig ist, der muß sich in diesem Krieg ohne Wenn und Aber auf Seiten des jüdischen Staats positionieren.

Die Öffentlichkeit hier und im restlichen Europa legt das Recht Israels auf Selbstverteidigung hingegen wieder einmal ganz anders aus: Diesem Staat wird nur das Recht zugesprochen, den Vorbereitungen zur eigenen Li­qui­die­rung tatenlos zuzusehen und bei der UNO Resolutionen einzureichen. Israels Militäraktionen seien nicht „verhält­nismäßig“ heißt es immerzu; das Verhältnis, das man – wie die Äußerungen von Zapatero bis Steinmeier zeigen –, hergestellt sehen möchte, hätte aber zur Folge, daß sich der israelische Souverän solange dem internatio­nalen Recht beugen muß, bis es ihn nicht mehr gibt.

Kein Völkerrecht für Israel?

Israels Premier Ehud Olmert nennt die Militär­intervention „Operation angemessener Preis“: Und sie ist der angemessene Preis für das, was die Mörderbanden bereits getan haben, sowie für das, was sie noch vorhaben. Die israelische Bevölkerung im Norden muß schon jetzt Tag für Tag in die Bunker flüchten, Haifa wird beschossen, und die Hisbollah soll sogar über Raketen verfügen, die Tel Aviv erreichen. Und doch ist das, was Israel derzeit militärisch unternimmt, das Mindeste, was zu tun um des eigenen Überlebens willen unverzichtbar ist. Es finden keine maßlosen Vergeltungsaktionen statt; die Angriffe auf Ziele im Libanon sind vielmehr mit der kontrollierten Sprengung einer Bombe vergleichbar, die ansonsten demnächst unkontrolliert explodiert wäre, ohne daß die Bevölkerung rechtzeitig die Bunker erreicht hätte. Hinter dem an Israel gerichteten Vorwurf, seine Militäraktionen seien unverhältnismäßig, können sich heutzutage die alten Mordphantasien am Besten verbergen. Die Rettung von Jüdinnen und Juden galt hierzulande eben immer schon als unverhältnismäßig.

Die Israel Defense Forces (IDF) machen in diesen Tagen nur das, was sie immer schon tun und tun müssen, und was ihr Name schon besagt: Sie verteidigen Israel. Diese Verteidigung hat absolute Priorität, der Souverän des jüdischen Staates muß die Zufluchtsstätte aller vom Antisemitismus Verfolgten vor der Zerstörung bewahren, ob dabei nun das internationale Recht gebrochen werden mag oder nicht. Alle, die Israel vorwerfen, daß es das Völkerrecht breche – und da tun sich neben den ein­schlägigen Nahostexperten wieder einmal insbesondere sozialdemokratische Politiker hervor –, täuschen darüber hinweg, daß die Kräfte, gegen die Israel vorgeht, dieses Recht längst und ungezählte Male gebrochen haben – ungestraft von den internationalen Organisationen und nationalen Regierungen, die soviel vom Völkerrecht reden. Und so stellt die tatsächliche Bedrohung Israels immer nur unter Beweis, daß dieses Recht nicht wirklich existiert.

Im Gazastreifen wie im Südlibanon herrscht nicht das Recht, sondern Unstaat und Chaos. Bei diesen Gebieten handelt es sich um rechtsfreie Räume, in denen die Mörderbanden Hamas und Hisbollah, die beide lange von der EU gehätschelt wurden, ungestört die Vernich­tung Israels vorbereiten konnten: Mehr als 10.000 Mittel­streckenraketen gegen Israel sind im Libanon seit dem Abzug der IDF im Jahr 2000 von der Hisbollah angehäuft worden, und der Gazastreifen verwandelt sich zusehends in ein gigantisches Wehrertüchtigungslager, dessen Teilnehmer die Vernichtung des jüdischen Staates und aller Juden zum Ziel haben. Aus dieser gewollten, geplanten und immer gefährlicher ins Werk gesetzten Vernichtung schöpfen nicht nur die Mitglieder der Hisbollah und Hamas ihre politische Identität, sondern auch all die Hunderttausenden „Zivilisten“, die diesen zujubeln und sie auf jede erdenkliche Weise unterstützen. Es ist eine Identität der Hoffnung auf Erlösung, die sich wie einstmals die der Mörderbanden Hitlers aus der Vernichtung des Judentums speist. Die Auslöschung Israels ist nämlich zugleich eine unabdingbare Voraus­setzung zur endgültigen Durchsetzung des islamischen „Gottesstaates“. So ist das, was die israelische Armee in diesen Tagen tut, objektiv im Interesse all derer im Libanon – und dabei handelt es sich vermutlich um die Hälfte der libanesischen Bevölkerung –, die eine total werdende Herrschaft der Hisbollah nicht wollen, deren Konturen ihnen aber im Südlibanon bereits deutlich vor Augen geführt wurden: Eine Herrschaft, die nicht einmal die Aussicht auf Gleichheit vor dem Gesetz und auf das Minimum an Freiheit zuläßt, wie es von der bürgerlichen Gesellschaft gewährt wird, sondern ein „Gewaltmonopol“ errichtet, das nichts anderes als unmittelbaren Zwang und ungeregelte Gewalt islamischer Banden bedeutet, worin jeder, der abweicht, verfolgt, verstümmelt oder hinge­richtet wird.

Freilassung der Entführten, Zerschlagung der Hisbollah!

Für Israel selbst handelt es sich um einen notwen­digen und unaufschiebbar gewordenen Akt, die NGOs und GOs der Vernichtung zurückzudrängen, ihre Infra­struk­tur zu zerstören, um so etwas Zeit zu gewinnen. Die permanenten Raketenangriffe auf israelisches Terri­torium und die Entführungen israelischer Soldaten konnten nicht unbeantwortet bleiben. Der Militäreinsatz wird keine Lösung des Nahostkonflikts bringen, er ist aber not­wendige Sisyphosarbeit in einer Welt, die den antisemiti­schen Vernichtungswahn überall systematisch hervor­bringt, und deren Avantgarde an den Landesgren­zen Israels auf unmittelbaren Vollzug setzt. Es ist eine lebensnotwendige, gefährliche Sisyphos-Arbeit, ohne die es für Israel keine Atempausen gibt. Ohne sie kann das Schlimmste nicht weiter verhindert werden; dieses Schlimmste zu verhindern, ist aber die Voraussetzung dafür, daß einmal wirkliche Versöhnung möglich wäre.

Israel tut alles, um seine Grenzen defensiv gegen den Terror der Suicide Bombers zu sichern – mit einigem Erfolg. Gegen angeblich irreguläre Formationen einer scheinbar nicht existenten Armee, die auf sein Territorium eindringen und Soldaten entführen, gegen Mittel­streckenraketen, die bald jeden Ort im Land treffen könnten, gibt es jedoch keine defensiven Maßnahmen. Die Raketen müssen dort unschädlich gemacht werden, wo sie abgefeuert werden sollen. Ihr Bedienungspersonal muß dort, wo es seinem Mordhandwerk nachgeht und in der Bevölkerung wie der berühmte Fisch im Wasser sich bewegen kann, versprengt werden. Jeder Waffen­stillstand, der nicht die Freilassung der Entführten und die nachhaltige Schwächung, besser: die vollständige Zerschlagung der Hisbollah beinhaltet, wäre eine Nieder­lage Israels und eine Einladung an die antisemi­tische Internationale zu neuen und noch grausameren Taten.

Zu diesem Krieg gibt es keine alternativen dritten Wege, schon gar keine pazifistischen. Wer den von der Regierung Olmert am 12.7. eingeschlagenen Kurs nicht teilt, tut es stets mit schönen Worten und ganz „im Namen der unschuldigen Opfer“ auf beiden Seiten. Denen, die solcher verlogenen Friedensrhetorik aufsitzen sei gesagt: Wenn da einer alles daran setzt, Zivilisten zu schonen, dann ist es Israel; und wenn jemand jede Entmischung der „eigenen“ Zivilbevölkerung von den Kombattanten systematisch verhindert und darüber hinaus in jedem Juden – bewaffnet oder unbewaffnet – sein Target erkennt, dann sind es dessen Gegner in der Region. Wer Israel und seine Bedränger auf eine Stufe stellt, weiß zwischen Zivilisation und totalitärer Herrschaft nicht zu unterscheiden. Wer auf den perversen Gedanken verfällt, Israel zu nötigen, mit der Hamas und der Hisbollah „Frieden“ zu schließen, hat über den einzigen „Friedens­störer“ schon das letzte Wort gesprochen: Erst wenn Israel von der Landkarte getilgt ist, so denkt es in all den Pazifisten weltweit, herrschen Ruhe und Harmonie im Nahen Osten, der dann allerdings der größte jüdische Friedhof der Welt wäre.

Alle,

für die das Existenzrecht Israels keine Floskel in der Sonntagsrede ist, die man am Werktag kalt lächelnd verrät;

die auch dann solidarisch mit dem jüdischen Staat sind, wenn er sich militärisch gegen eine Welt von Feinden wehrt;

die wissen, daß jede Kritik am Antisemitismus sich gerade im Krieg an der Seite Israels und gegen seine Todfeinde bewähren muß;

sind aufgerufen, sich am Freitag dem 28.7. an der Demonstration zu beteiligen.

Freitag, 28. Juli 2006, 18 Uhr, Steinplatz in Berlin-Charlottenburg

(U-Bahnhof Zoologischer Garten/Ernst-Reuther Platz). Von dort werden wir uns in Richtung der Syrischen Botschaft in Bewegung setzen.

Bisherige Unterstützer:

Berliner Bündnis gegen IG-Farben, Café Critique, Redaktion Bahamas, Samuel Laster (www.juedische.de), Freunde der offenen Gesellschaft, Georg-Weerth-Gesellschaft Köln, Anetta Kahane (Amadeu Antonio Stiftung), Anti-Defamation Forum Berlin, Initiative Verteidigt Israel Kiel, Thomas von der Osten-Sacken, typoskript.net, Gruppe 8.Mai Bielefeld
Der Aufruf als PDF: Für Israel


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Die Sicht der Mullahs

Es gibt ja in Deutschland eine Menge Menschen die eine Verhandlungslösung im Libanon-Konflikt fordern. Nicht nur Politiker und Medienvertreter propagieren eine Verhandlungslösung. Auch der Blogger Marcel Bartels von mein-parteibuch.de fordert, daß Israel mit dem Iran verhandelt, um eine (friedliche) Lösung herbeizuführen. Das das eine mehr als weltfremde Einstellung ist, lässt sich an dieser Meldung von IRIB, des staatlichen Hörfunk- und Fernsehsenders im Iran, erkennen. Am Donnerstag wurde diese Meldung verbreitet:

Der islamische Widerstand des Libanon beschoss als Reaktion auf die Aggressionen des zionistischen Regimes gegen dieses Land die Städte Haifa, Kermail, Tabria und Naharia im Norden des okkupierten Palästina mit Raketen.

Damit wird wieder einmal mehr als deutlich, daß der Iran Israel nicht anerkennt und auch nicht anerkennen wird, denn die Städte liegen innerhalb der von der zivilisierten Welt anerkannten Grenzen Israels. Mit solchen Leuten soll Israel verhandeln? Über was? Die Kapitulation? Der Rest der Meldung der staatlich-kontrollierten IRIB strotz auch nur so von Propaganda. Das klerikal-faschistische Regime in Teheran führt einen Stellvertreterkrieg im Libanon der nur ein Ziel hat: die Vernichtung Israels.


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Veränderungen in der Blogroll

Es hat ein paar Änderungen in der Blogroll gegeben und ich hätte es fast vergessen publik zu machen. In dieser Woche kam der deutschsprachige Blog “Letters from Rungholt” neu hinzu. Am besten lassen wir die Autorin und vierfache Mutter aus dem Norden Israels doch selbst zu Wort kommen:

Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und lebe seit vielen Jahren in Israel. Mein Mann stammt aus einer Familie von Yekkes und ist Kibbuznik der dritten Generation. Ich lebe gern in Israel und im Kibbuz. [...] Dies ist ein persönliches Weblog, und wenn die Probleme des Nahen Ostens immer wieder auftauchen, dann aus meiner ganz persönlichen Perspektive. Ich bemühe mich, meine Aussagen zu belegen, aber erhebe keinerlei Anspruch auf Objektivität.

Unbedingte Leseempfehlung!

Die andere Veränderung wurde ja heute schon bekanntgeben und ich finde sie ehrlich gesagt sehr bedauerlich, aber notwendig. Ich will und kann einfach nicht solch offenen Judenhass dulden. Ich weiß nicht was Marcel Bartels von mein-parteibuch.de geritten hat, aber das Maß ist mehr als voll. Wer die Rhetorik von Terroristen und Judenhassern aus allen Jahrhunderten der Geschichte übernimmt, der ist kein Israelkritiker, sondern ein Vollidiot, der sich nicht mal Mühe gibt seinen Judenhass zu verbergen. Aber das ist leider eine scheußliche Mode in Teilen der Linken, der Bartels entstammt.


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Für die Antizionisten

In diesen Zeiten in denen der Neo-Antisemitismus ungeahnte Höhen erreicht und in denen große Teile der Medienlandschaft und noch größere Teile der Bevölkerung die Schuld wieder bei den Juden sehen und ihren Judenhass mit dem Feigenblatt der Israelkritik tarnen, ist es sehr erfrischend sich einmal folgendes Zitat in Ruhe durchzulesen:

Du erklärst, mein Freund, daß Du kein Judenhasser, sondern bloß ‘Antizionist’ bist. Und ich sage, lasse die Wahrheit von hohen Berggipfeln erklingen, lasse sie in allen Tälern der grünen Erde Gottes wiederhallen: Wenn Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – dies ist Gottes eigene Wahrheit.
Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt ein dunkler Fleck auf der Seele der Menschheit. In dieser Hinsicht sind wir einer Meinung. Und Du sollst wissen: Antizionismus ist dem Wesen nach antisemitisch und wird es immer sein.
Warum? Du weißt, daß Zionismus nichts Geringeres als der Traum und das Ideal des in sein eigenes Land zurückkehrenden jüdischen Volkes ist. Das jüdische Volk, lehrt uns die Heilige Schrift, lebte einst glücklich in einem blühenden Staat im Heiligen Land. Von dort ist es von Römischen Tyrannen vertrieben worden, von den gleichen Römern, die Unseren Herrn grausam ermordet haben. Vertrieben aus seiner Heimat, sein Land in Schutt und Asche gelegt, gezwungen, durch die ganze Welt zu wandern, litt das jüdische Volk unter der Knute jedes Tyrannen, der gerade über es herrschte.
Das Volk der Schwarzen, mein Freund, weiß, was es bedeutet, die Qualen der Tyrannei von Herrschern, die wir nicht gewählt haben, zu ertragen. Unsere Brüder in Afrika haben um die Anerkennung und Verwirklichung unseren natürlichen Rechts, in Frieden unter unserer eigenen Souveränität in unserem eigenen Lande zu leben, gefleht, um sie gebeten, sie gefordert – nach ihr VERLANGT.
Wie einfach sollte es doch jedem, der dieses unveräußerliche Recht aller Menschen schätzt, fallen, das Recht des jüdischen Volkes, in seinem alten Land Israel zu leben, zu verstehen und zu unterstützen. Alle wohlwollenden Menschen jubeln über die Verwirklichung des Versprechens Gottes, Sein Volk in Freude zurückkehren zu lassen, um sein geplündertes Land wiederaufzubauen. Dies ist Zionismus, nicht mehr und nicht weniger.
Und was ist Antizionismus? Die Verweigerung dem jüdischen Volke eines Grundrechts, das wir mit Recht für die Völker Afrikas verlangen und allen anderen Völkern der Welt zugestehen. Die Diskriminierung von Juden, mein Freund, weil sie Juden sind. Kurz gesagt, es ist Antisemitismus.
Der Antisemit freut sich über jede Gelegenheit, seiner Bosheit freien Lauf zu lassen. In der westlichen Welt ist es mit der Zeit aus der Mode gekommen, sich zum Hass auf Juden offen zu bekennen. Der Antisemit muss deshalb ständig nach neuen Formen und Zuhörerschaften für sein Gift suchen. Wie sehr er diese neue Maskerade genießt! Er hasst keine Juden, er ist bloß ‘Antizionist’!
Mein Freund, ich beschuldige Dich nicht des absichtlichen Antisemitismus. Ich weiß, daß Du, genauso wie ich, eine aufrichtige Liebe für Wahrheit und Gerechtigkeit und eine Abscheu gegen Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung empfindest. Aber ich weiß, dass Du – wie manche andere – in Deinem Glauben, zugleich ‘Antizionist’ sein und den Grundsätzen, die Du und ich teilen, treu bleiben zu können, fehlgeleitet bist. Lass meine Worte in den Tiefen Deiner Seele wiederhallen: Wenn die Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – Du sollst hier keinen Fehler machen.

(M. L. King Jr., Letter to an Anti-Zionist Friend, Saturday Review XLVII (Aug. 1967), S. 76.)


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Marcel, es reicht!

Marcel Bartels Blog mein-parteibuch.de fliegt aus meiner Blogroll. Seine wiederholten anti-jüdischen Ausfälle kann und will ich nicht hinnehmen. Über einen Anfall von Marcel Bartels hatte ich ja schon berichtet. Jetzt entdeckte ich einen weiteren Insult des Sozi-Bloggers und “Israelkritikers”. Im Kommentarbereich schrieb Bartels folgenden anti-jüdischen Mist:

Die Geschichte mit den Nachrichten, die die Mädchen auf die Raketen schreiben, wird dort, wo ich hinverlinkt habe, genauso dargestellt, wie sie bei Dir dargestellt wird. Von reingefallen kann also keine Rede sein.

Im libanesischen Kampfgebiet sind vermutlich noch Kinder, weil sie da nicht weg können. Zum einen hat Israel die Straßen kaputt gemacht und zum anderen haben diese Kinder ohnehin keinen Platz, wohin sie fliehen könnten.

Aber auch im israelischen Kampfgebiet sind noch Kinder, auch wenn die sich meist Bunker leisten können und deshalb dort recht sicher sitzen und nur ab und zu rauskommen, um mordlüsterne Grüße auf Bomben zu schreiben. Den Kindern vorzuwerfen, da zu sein, vielleicht gar geboren zu sein, ist absurd.

Dass Tobias Kaufmann an die Verbrechen der Russen in Tschetschenien und anderswo erinnert, ist sein gutes Recht, tut aber hier nichts zur Sache und soll wohl wieder mal nur von den Verbrechen der Israelis ablenken.

Immer wieder diese reichen Juden! Können die sich doch glatt Bunker leisten. Und wenn der Jude dann mal aus seinem teuren Bunker rauskriecht, dann nur um “mordlüsterne Grüße auf Bomben zu schreiben.” Du solltest Dich mit Balou und bitter_twisted zusammentun. Nur die sind so schlau, das nicht so offen wie Du zu sagen. Von diesen “Israelkritikern” kannst Du noch was lernen. Zu der Geschichte mit den Fotos, die Dich und die anderen “Israelkritiker” so empören, gibt es inzwischen genug Artikel, die den Hintergrund beleuchten. Einige scheinst Du gelesen zu haben. Nur leider hast Du Sie nicht verstanden.

Alle die sich noch nicht in Vorurteilen und “Israelkritik” sudeln, können sich eine eigene Meinung bilden wie dieses und andere Fotos entstanden sind:

scheiner.jpg

Hintergrundinformationen gibt es hier, hier, hier und hier.


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Pro-Hisbollah-Demo in Berlin: Wir wollen doch nur Frieden. Frieden mit Gewalt.

Die eigentlich für den morgigen Samstag geplante Demonstration von Israelkritikern Pro-Hisbollah-Aktivisten wurde leider einen Tag vorgezogen und fand am heutigen Freitag statt. Deshalb konnte ich auch leider nicht über die Demonstration berichten. Ich wollte schöne Fotos machen und einige Antisemiten Israelkritiker befragen.

Ironischerweise hat die Berliner Polizei den morgigen Termin nicht genehmigt, weil am Samstag der CSD 2006 stattfindet. Die judenfeindlichen Hetzer israelkritischen Demonstranten wollten vom Adenauerplatz zum Wittenbergplatz marschieren. Da jedoch der CSD vom Kudamm über den Tauentzien und den Wittenbergplatz zur Siegesäule paradieren wird, konnte die Polizei nicht anders und hat den Samstagstermin verworfen.

In der Taz findet sich ein sehr interessanter Artikel über die heutige Veranstaltung. Dort heisst es:

Eine ältere Dame mit osteuropäischem Akzent hatte schwer zu tragen an selbst gemalten Pappschildern, auf denen die Gleichung “Zionismus ist gleich Faschismus, Tyrannei und Barbarei” stand. Als ihr ein Passant Antisemitismus vorwarf, schalteten sich die umstehenden libanesischen Flaggenträger in den Streit ein. “Wir wollen doch nur Frieden“, sagt ein junger Mann. Ein anderer ergänzte mit geballter Faust: “Frieden mit Gewalt.” Erst das Antikonfliktteam der Polizei konnte die erhitzten Gemüter etwas abkühlen.

Das ist aber erst der Auftakt der Terroristenfreunde “Friedensaktivisten”:

Halbstarke reckten Porträts mit dem Foto des Hisbollah-Führers Nasrallah in die Luft, einige von ihnen hatten die Hisbollah-Flagge dabei. Laut Auskunft der Polizei wurden schon zu Beginn der Demonstration mehrerer dieser gelber Flaggen, die eine grüne Kalaschnikow ziert, beschlagnahmt.

Keiner der “Israelkritiker” hat anscheinend eingegriffen und Propaganda für die Terrororganisation Hisbollah verhindert. Aber warum auch? Denn schauen wir uns doch mal wer zu der Demo aufgerufen hat. Wir finden einen bunten Haufen von Spinnern:

Achse des Friedens Berlin, Dachverband arabischer Vereine, Arabisches Forum, Mütter gegen Krieg, attac AG Globalisierung und Krieg, Gegeninformationsbüro, Deutscher Friedensrat, WASG Neukölln, American Voices Abroad, Linksruck, Montagsmahnwache

Anwesend war auch eine Politikerin der Linkspartei. Heike Hänsel sitzt für die Linken im Bundestag und ist WASG-Mitglied und attac-Aktivistin. Sie forderte auf der Abschlußkundgebung:

Die Forderung nach einem Waffenstillstand darf nicht an die Freigabe der entführten israelischen Soldaten geknüpft sein.

Ist soviel Dummheit noch zu überbieten? Da fehlen einem die Worte. Frau Hänsel scheint die Hitze nicht zu bekommen. Aber es geht noch dümmer und platter. Die Organisatoren der Hass-Demo hatten vor der Veranstaltung einen Aufruf veröffentlicht. Dort findet sich kein Wort zu den jahrelangen Angriffen der Hisbollah auf Nord-Israel. Der fast tägliche Beschuss Israels mit Raketen vor dem Überfall der Hisbollah auf eine israelische Armee-Patrouille vor 10 Tagen wird vollkommen ausgeblendet. Stattdessen wird mehr oder weniger offen gegen Israel gehetzt und Israel hätte die alleinige Schuld. Diese Leute haben nicht nur ein verworrendes Welltbild. Sie sind gefährlich. Solche Veranstaltungen und die dort verbreitete Propaganda steigern und fördern den Judenhass. In welchen Zeiten leben wir eigentlich? Ist es wieder schon so weit?

Die israelische Regierung teilt mit, dass Auslöser der Militärinvasion die Entführung von drei israelischen Soldaten und Raketen-Angriffe der Hisbollah und Hamas auf Israel seien.

Tatsache ist, dass die Raketen der Hisbollah und der Hamas erst nach den massiven israelischen Angriffen auf Gaza und Libanon abgefeuert wurden. Tatsache ist die konstante und intensive Repression der Palästinenser durch die israelische Regierung sowie der Land- und Wasserraub in der Westbank. Tatsache ist, dass die Hamas schon zu Beginn dieses neuen Krieges der israelischen Regierung einen Waffenstillstand und Verhandlungen angeboten hat.

Israel soll also den Überfall von Terroristen auf sein Gebiet einfach tatenlos hinnehmen und dann noch die Terroristen dafür belohnen und mit diesen verhandeln? Das können nur Leute fordern, die entweder keine Ahnung von den Verhältnissen vor Ort haben oder voll einverstanden sind mit den Forderungen und Bestrebungen von Hamas, Fatah, Hisbollah und den anderen Verbrechern Israel auszulöschen. Armes Deutschland.


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Rate mal mit Telegehirn: Finde den “Israelkritiker”

Von wem stammt folgendes Zitat:

Die Verbrechen, die die Soldaten der israelischen Armee im Auftrag ihrer Regierung gerade begehen, haben mit “Wehren” oder “Notwehr” nichts mehr zu tun. Dass, was die Israelis dort tun, ist das Ausleben eines Blutrausches, der keinem anderen Zweck dient, als der Mordlust zu frönen.

[ ] Sayyid Hassan Nasrallah, libanesischer “Israelkritiker”

[ ] Ministerpräsident Fouad Siniora, libanesischer “Israelkritiker”

[ ] Otto Adolf Eichmann, deutscher “Israelkritiker”

[ ] Marcel Bartels, sozialdemokratischer “Israelkritiker”

[ ] Mahmud Ahmadinedschad, iranischer “Israelkritiker”

Die Auflösung gibt es hier


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Zidane und Materazzi milde bestraft

Zinedine Zidane und Marco Materazzi wurden mit lächerlich milden Strafen belegt. Zidane, der nach der WM seine Profikarriere beendet hat, wurde mit drei Spielen Sperre und ca. 4800 € Geldstrafe belegt. Zidane wird zusätzlich freiwillig drei Tage Sozialarbeit mit Kindern ableisten.

Marco Materazzi wurde zu zwei Spielen Sperre und ca. 3200 € Geldstrafe verurteilt. Damit wird er im EM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich Anfang September in Paris fehlen.

Die FIFA wollte den Fall wohl schnell vom Tisch haben und die Spiele auch nicht wirklich bestrafen. Das ist ein schlechtes Signal. Provokationen lohnen sich also.


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One-Step Auto-Manipulator of World Opinion

David Mamet von der Huffington Post hat einen “Handy Dandy “Little Giant” One-Step Auto-Manipulator of World Opinion” gebastelt. Nun müssen auch die Leute vom linken Rand der Blogosphäre nicht mehr die “junge Welt” aufschlagen, um sich in ihrer “israelkritischen” Meinung anti-jüdischen Hetze bestätigt zu fühlen. Auch können sich die “israelkritischen” BürgerInnen jetzt auch ohne deutsche Massenmedien eine “objektive Meinung” bilden.

via Achse des Guten

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