Am Samstag ist wieder Großkampftag im Lager der Gutmenschen, Pseudo-Pazifisten, Friedensbewegten, Terroristenversteher und rinks-lechter Sektierer. In Berlin wird für den Frieden demonstriert. Es geht vom roten Rathaus zum Potsdamer Platz. Das Motto der Demo lässt übles erahnen, denn es ist doppeldeutig:
Für einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand – gegen den Krieg in Libanon und Palästina
Mit an Bord ist ein sehr breiter Kreis von Unterstützern u.a. Linksruck, DKP Berlin, WASG-Berlin (Bundesvorstand), Linkspartei.PDS, ver.di Bezirksvorstand Berlin, Achse des Friedens, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF), Ostermarsch Ruhr Komitee, Anti-G8-Bündnis, Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V.
Der Demo-Aufruf enthält 7 Forderungen, die mehr als einseitig wirken:
1. einen sofortigen, bedingungslosen Waffenstillstand, der den vollständigen Rückzug der israelischen Truppen aus Libanon und dem Gaza-Streifen sowie die sofortige Einstellung jeglicher Kampfhandlungen aller Seiten beinhalten muss
Das hört sich eigentlich ganz toll an, aber jeder Waffenstillstand muss die Umsetzung der UNSR-Resolution 1559 umfassen, also die Entwaffnung der Hisbollah und die Freilassung der beiden israelischen Geiseln.
2. umfassende humanitäre Hilfe einschließlich der Aufnahme von Verletzten und Kranken in Deutschland
Werden auch Verletze im Iran behandelt?
3. die unverzügliche Einleitung eines politischen Verhandlungsprozesses zwischen allen Beteiligten für einen gerechten, dauerhaften und umfassenden Frieden auf der Grundlage aller diesbezüglichen UNO-Resolutionen
Dazu müssten Hisbollah und Hamas entwaffnet werden und die Hamas und der Iran müssen Israel anerkennen. Aber wie soll man mit Gruppen und Staaten verhandeln, die einem anderen Land das Existenzrecht absprechen?
4. den unverzüglichen Stopp aller Waffenlieferungen in die Region des Nahen Osten einschließlich der deutschen Waffenlieferungen an Israel
Deutschlands militärische Hilfsleistungen für einen bedrohten demokratischen Freund werden explizit erwähnt, während die umfangreichen Waffenlieferungen des iranischen Mullah-Regimes und der syrischen Baath-Diktatur an die Hisbollah nicht erwähnt werden.
5. die Gewährleistung der friedlichen Koexistenz eines unabhängigen und lebensfähigen Staates Palästina an der Seite des Staates Israel in sicheren Grenzen und ohne Bedrohung durch andere
Ist es nicht eher so, daß Israel seit dem Rückzug aus dem Süd-Libanon und Gaza mit täglichen Raketenangriffen der Hamas und Hisbollah leben muss? Israel ist zum Frieden bereit, doch jedesmal wenn besetzte Gebiete von Israel geräumt wurden, war die Antwort Terror.
6. die Rückkehr aller Flüchtlinge in ihre angestammten Orte im Südlibanon und ihre Entschädigung.
Volle Zustimmung. Die mind. 250.000 Israelis, die ihre Häuser und Wohnungen, auf Grund der Hisbollah-Terrorangriffe, fluchtartig verlassen mussten, haben das uneingeschränkte Recht zurückzukehren und haben Anrecht auf eine Entschädigung, die seitens der Hisbollah, des Libanon, Syriens und des Irans zu bezahlen ist. Auch die Libanesen sollten durch das iranische Mullah-Regime entschädigt werden.
7. keine NATO-Truppen in den Libanon.
Warum sollen Nato-Soldaten nicht im Libanon für Frieden sorgen? Diese sind sehr wohl in der Lage die Hisbollah zu entwaffnen und weiteren Terror durch die Hisbollah zu verhindern. Auch kann sie die Inhaftierung des Hisbollah-Terroristen Nasrallah ermöglichen. Das könnten natürlich Gründe dafür sein, daß der Aufruf diese Forderung enthält.
Zu den den Unterstützern der Demo gehört auch der Dachverband Arabischer Vereine. Dessen Vorsitzender Nabil Rachid gab der linken Tageszeitung “junge Welt” am 4.8. ein Interview. Dort beklagt er sich bitter über das, von Innensenator Körting, erlassene Verbot, mit Fahnen der Hisbollah oder Portraits des Terrorchefs Nasrallah durch Berlin zu ziehen und verklärt Nasrallah zum arabischen Widerstandskämpfer:
Nasrallah ist für viele Menschen arabischer Abstammung ein Symbol des Widerstands geworden, deswegen tragen sie sein Bild.
Auch wenn die Solidarität mit Nasrallah und der Hisbollah hier eher versteckt bekundet wird und das Vehikel des einfachen arabischstämmigen Menschen benutzt wird, so wird doch die Intention von Nabil Rachid deutlich:
Die Unbeweglichkeit [Anmerkung des Autors: der Friedensbewegung] kommt daher, daß Israel der Aggressor ist.
Hier wird, wenn auch verklausuliert, fast eins zu eins die Hisbollah-Propaganda übernommen. Die Polizei sollte am Samstag genau hinsehen und bei jeglicher Propaganda für die Hisbollah einschreiten und auch Parolen wie “TOD ISRAEL” unterbinden.












[...] Gutmenschen, Terroristenversteher und Pseudo-Pazifisten. Bevor Ihr Euch morgen zur geplanten Demonstration begebt, solltet Ihr noch bei Telegehirn vorbeischauen und Euch mit den Gegenargumenten zu Euren Forderungen auseinandersetzen. Man muss dem Kollegen ja nicht in allen Punkten folgen – mach ich auch nicht – aber zumindest der Forderung nachUmsetzung der UNSR Resolution 1559 sollte man Beachtung zollen. Das Nichtbeachten der UNSR Resolutionen muss ein Ende haben. Nicht beachtete wurden zum Beispiel: [...]
Die ersten beiden Punkte der Resolution 1559, die Israel zur Zeit verletzt, lauten übrigens:
1. bekräftigt seine Forderung nach strikter Achtung der Souveränität, territorialen Unversehrtheit, Einheit und politischen Unabhängigkeit Libanons unter der alleinigen und ausschließlichen Hoheitsgewalt der Regierung Libanons im gesamten Land;
2. fordert alle noch verbleibenden ausländischen bewaffneten Kräfte zum Abzug aus Libanon auf;
Willst Du damit sagen, daß die Angriffe der Hisbollah Verbrecher und islamistischen Kinderzerfetzer auf Israel gerechtfertigt sind?
btw: die sheeba farms gehören zu Syrien…und nicht zum Libanon!
Syrien hat aber bestätigt das Shebaa Farms Libanon gehöert.
http://en.wikipedia.org/wiki/Shebaa_Farms
Ja natürlich sind die Angriffe der Hizbullah auf Israel gerechtfertigt, denn sie sind vor allem eine Selbstverteidigung gegenüber den permanenten Angriffen Israels auf den Libanon und dessen rechtswidrigen Versuch im Süden Libanons eine sogenannte “Sicherheitszone” zu schaffen. Sei es 1978 oder 1982 mit 22.000 Toten. Es war Israel, das im Libanon gemeinsam mit den faschistischen Phalangisten der Christen versuchte im Libanon politischen Einfluss auszuüben.
Es grenzt ja wohl an beinahe kompletten Realitätsverkust zu behaupten, dass Raketen der Hizbullah Menschen zerfetzten würden, denn es ist doch selbst für jeden Ignoranten offensichtlich, dass es doch Israels Bomben sind, die Frauen und Kinder töten. Aber scheinbar sind manche so voreingenommen, dass sie sich die Realität zurecht biegen müssen.