Die Postille “junge welt” bietet ja einer Reihe von merkwürdigen Gestalten ein Forum. Sei es nun Jürgen Elsässer, Rainer Rupp oder eben Jürgen “Citizen” Cain Külbel. Zu diesem Trio Infernale gesellt sich neuerdings auch Ludwig König.
Wie auch Jürgen “Karate Kid” Cain Külbel, zeigt Ludwig König seine totalitäre Gesinnung ganz offen. Jürgen “Hisbollahfreund” Cain Külbel einerseits hat jede Menge persönliche Freunde, die Mitglieder der Hisbollah sind und Ludwig König nimmt andererseits marxistische Antisemiten aus Deutschland in Schutz.
In der gestrigen Ausgabe der “junge welt” zeigt sich Ludwig König empört über das Hausverbot gegen die antisemitisch auftretende “Marxistische Initiative”. Diese hat jetzt in der Mensa der Ludwig-Maximilians-Universität ein Hausverbot verpasst bekommen, weil sie dort ein antisemitisches Hetzflugblatt verteilte. In dem Flugblatt mit dem Titel “Vom israelischen Angriff zum imperialistischen Protektorat?” heisst es:
33 Tage nach Beginn der zionistischen Aggression gegen den Libanon schweigen die Waffen vorerst. Der von US-Pentagon-strategen von langer Hand geplante und von Israel ausgeführte Angriff sollte die erste Phase eines Krieges gegen Iran einleiten. Ziel war die Zerschlagung des libanesischen Widerstands und die Vertiefung der Spaltung des Libanon entlang ethnischer und religiöser Linien, um längerfristig eine proisraelische Regierung aus libanesischen Rechtsextremen zu installieren.
Gibt es eigentlich keine Tabletten gegen den grassierenden Verschwörungswahnsinn?
Die Gefangennahme zweier israelischer Soldaten durch die Hisbollah lieferte lediglich den benötigten Vorwand für den Überfall. Dies erklärt auch, warum die USA wochenlang einen Waffenstillstand ablehnten und statt dessen Bomben lieferten.
Gefangennahme? Noch deutlicher kann man seine Sympathie für Geiselgangster und Terroristen nicht äussern.
Doch die Pläne der Aggressoren in Tel Aviv und Washington scheiterten am libanesischen Widerstand. Über alle religiösen und weltanschaulichen Grenzen hinweg schloß sich das libanesische Volk gegen die Angreifer zusammen. Die stärkste Armee des Mittleren Ostens brauchte fast einen Monat, um unter unerwartet großen Verlusten einige libanesische Bauerndörfer im Grenzgebiet zu erobern. Noch nie konnte eine arabische Streitmacht den Schlägen der israelischen Armee solange standhalten, wie die libanesische Guerilla! Die israelische Armee, die nach 18 Jahren Besatzung bereits im Jahr 2000 dem hartnäckigen Volkswiderstand im Südlibanon weichen mußte, zieht auch diesmal erfolglos ab. Dieser Sieg wird den um Befreiung kämpfenden Menschen in Palästina, den anderen arabischen Ländern und weltweit neuen Mut und neues Selbstbewußtsein geben. Auch ein baldiger Krieg gegen Iran oder Syrien wurde so vorerst abgewehrt.
Die palästinensischen Terroristen werden also aus den Untaten der libanesischen Terroristen neuen Mut schöpfen. Die Marxisten freuen sich schon auf den nächsten Krieg gegen Israel und feuern die Kinderzerfetzer noch an. Widerlich.
Die UN-Friedensmission im Libanon wird als imperialistisches Protektorat diffamiert und dabei wird die antisemitische Stoßrichtung der Marxisten deutlich:
Um das schmutzige Werk, an dem die Zionisten bereits zweimal gescheitert sind, zum Abschluß zu bringen, soll jetzt eine UN-Besatzungstruppe in den Südlibanon einmarschieren. Während sich Israel auch durch die neue UNO-Resolution jederzeit das Recht herausnimmt, seine als Verteidigung ausgege-benen Angriffe gegen Ziele im Libanon fortzusetzen, sollen die neuen Besatzer den libanesischen Widerstand zurückdrängen und entwaffnen. Nach dem Irak und Afghanistan soll ein drittes imperialistisches Protektorat im Nahen und Mittleren Osten errichtet werden.
Das die “Marxistische Initiative” eine Bande von antisemitischen Terrorunterstützern ist, wird aus dem Kleingedruckten am Ende des Flugblatts deutlich. Dort steht:
Nachdem schon die palästinensischen Widerstandsorganisationen Volksfront für die Befreiung Palästinas PFLP, Hamas und Al-Aksa-Brigaden als “Terrororganisationen” verfolgt werden, droht nun auch ein Verbot der libanesische Hisbollah. Bei allen weltanschaulichen Differenzen, die wir als Marxisten mit der islamischen Hisbollah haben, sehen wir dies als Teil einer Repressionsstrategie, die sich gegen jede Solidarisierung mit jeder Art von Widerstand gegen imperialistische Aggression und Ausbeutung richtet.
Die “linken” Marxisten wenden also gegen ein Verbot der knuto-islamischen Hisbollah, obwohl deren faschistische Ideologie deutlich sichtbar wird. Eindeutiger kann man seine Hesperophobie nicht beweisen. Die weltanschaulichen Differenzen dürften aber nicht allzu groß sein, denn beide Ideologien proklamieren die Diktatur als Idealzustand.
Deshalb ist das Hausverbot gegen die marxistischen Hetzer auch vollkommen berechtigt. Ludwig König vermutet hinter dem Hausverbot aber eine Verschwörung, denn der Asta der Uni hatte sich an das Münchener Studentenwerk gewandt und dieses über das Hassflugblatt informiert. Kenner der Materie werden schon längst erahnt haben, welche Verschwörer hinter dem Hausverbot stehen: Die Antideutschen!
So schreibt Ludwig König:
Der Münchner AStA und insbesondere sein Antifa-Referat stehen seit Jahren unter dem Einfluß sogenannter Antideutscher. So veranstaltete der AStA 2003 den Kongreß »Spiel ohne Grenzen«, auf denen Autoren der antideutschen Presse von Bahamas über Jungle World bis Konkret über die ihrer Meinung nach antisemitische Antiglobalisierungsbewegung referierten. Auf Antikriegsdemonstrationen provozieren ASTA-Aktivisten regelmäßig mit einem Transparent, das sich nicht nur zu Recht gegen Antisemitismus richtet, sondern auch gegen »Antizionismus«. Auf der Website des AStA findet sich eine Broschüre zur Geschichte Israels, die Israels Angriffskriege gegen seine Nachbarn rechtfertigt. Zum israelischen Einmarsch in den Libanon 1982 heißt es da: »Eine Alternative zum Krieg gab es aber nicht. Israel konnte nicht zulassen, daß die Bevölkerung im Norden täglich von Raketen getroffen wurde.«
Da braucht man sich nicht zu wundern, denn die Antideutschen sind die Illuminaten des 21. Jahrhunderts. Das hatte Jürgen Elsässer ja unlängst enthüllt und diese Haltung scheint zur offiziellen Linie der bolschewistischen Postille “junge welt” geworden zu sein.












Boah, solche Marxisten…
Was haben die für nen Daseinszweck? Ich meine, die glauben doch selber nicht, was da geschrieben steht?
Wenn Israel(s Führung) wollte, wäre Libanon entvölkert und am Rande der Steinzeit!
Ich sage nur Irak, so siehts aus, wenn man ohne Rücksicht ballert. Und die Terroristen machen ja vor, wie es auch mit LowTech ganz gut geht..
Tsass
Ignorante Dummheit müßte wehtun.. die Pharmakons würde es zu einem immerwährenden Boom führen…
Hallo Marlin,
da könntest Du auch fragen, welchen Daseinszweck denn Neo-Nazis haben. So traurig das auch ist: mit Argumenten oder Logik kommt man da nicht weiter. Die haben nur ihre zionistische Weltverschwörung im luftleeren Hinterkopf. Dazu noch den Wahn, daß die Neocons die eigentlichen Hintermänner der Verschwörung zur Errichtung des globalen Faschismus sind.
Wobei die Antideutschen die hiesige Zelle der Verschwörung darstellen.
Betonköpfe eben. Aber wie kann man ernsthaft für dieses Flugblatt Partei ergreifen? Man fasst es nicht…
Hier können wohl wirklich nur noch Medikamente helfen. Aber nur die ganz starken Psychopharmaka.
Naja.. Marxisten sind doch ähnlich weit entfernt wie Nazis, oder?
Ich betrachte natürlich beide als in den meisten Fällen deckungsgleich..
Kann man sicher nachweisen.
Beide wollen das System stürzen, aber wenn sie erstmal dran sind, entlarven sie sich schnell..
Siehe NPD in Landtagen etc.
Ich meine, es gibt doch sicher auch recht weit linke, die etwas mehr im Kopf haben, oder?
Oder war das mal?
Ich würde mich ja auch eher links einordnen.. wenns sein muß.. aber ich glaub ich bin doch eher indifferent.
Gegen ALLES!! IMMER!!…
Oder so..
Gibbet eigentlich auch eine AntiMenschenPartei? Sollte man gründen. Denn sind erst die Menschen weg, sind auch alle Probleme weg..
Wie denkst Du über anti-Sozies die nich von Israels Zivilistenschlacht im Libanon begeistert sind?
was sind anti Sozies?
??
Da wäre auch ich für eine Erleuterung dankbar. Wahrscheinlich alle die gegen die bitter_twisted Stellung beziehen.
Mich würde ja interessieren: was sagt b_t zu Külbel und Co.?
Esther Bejarano,
Auschwitz-Überlebende und Mitglied der VVN-BdA:
“Antisemitismus hat heute wieder Hochkonjunktur. Zivilcourage ist mehr denn je gefordert, d.h., Leute müssen den Mut aufbringen, sich gegen Antisemitismus und Rassismus zu wehren. Mein Wunsch wäre, daß alle, die antifaschistisch eingestellt sind, zusammenarbeiten und eine antifaschistische Einheit bilden. Dafür brauchen wir auch eine linke Tageszeitung, eine wie die junge Welt, bei der ich als Antifaschistin das Gefühl habe: »Hier bin ich zu Hause«. Ein wichtiges Organ in unserem Kampf gegen den wieder aufkeimenden Antisemitismus und den Neofaschismus. Aber auch gegen die Entsorgung der Geschichte, wie sie nach ’89 in Mode gekommen ist. Für mich ist es unerträglich, daß heute in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald nicht nur der Opfer des Faschismus gedacht wird. Sondern auch der faschistischen Täter, weil diese dort nach ’45 von den Sowjets interniert waren. Eine starke antifaschistische Einheit könnte sich dem entschlossen entgegenstellen und dafür sorgen, daß diese faschistische Kultstätte dort wieder entfernt wird.”
Ich bin auch Marxist, habe aber keine Sympathien für antizionistische Trottel. Die Behauptung, dass der Marxismus “proklamiere die Diktatur als Idealzustand” ist eine polemsiche Unwahrheit, die deshalb von dir aufgestellt werden kann, weil die – nicht näher bekannte – “Marxistische Initiative” halt das Label “marxistisch” im Namen trägt. Nun sind aber Antideutsche (denen ich auch nicht näher stehe) ebenfalls ihrem Verständnis nach Marxisten (zumindest in der Tradition Adornos) und Gute, die ganz sicher keine Dikatatur wollen.
Wenn man den Hintergrund der sich marxistisach nennenden Antiimps besser verstehen will, muss man vor allem ihren – sich von Trotzkisten beeinflussten – Hintergrund ansehen.
Trotzkistische Gruppen und andere Enttäuschte haben sich seit jeher von israel verraten gefühlt, weil die Anerkennung des israelischen Staates durch die Sowjetunion, der ja bekanntermassen der erste Staat gewesen ist, der mit Israel formell dipolmatische Beziehungen aufgenommen hat, natürlich einen Preis hatte. Stalin wollte 1948 um jeden Preis verhindern, dass Trotzkisten, die in der Kibuzzbewegung sehr stark waren, die macht in Isarel übernehmen. heutzutage klingt das absurd, aber damals erschien es der sowjetischen Führung offenbar möglich. Also wurden mit sowjetsicher Unterstützung die trotzkistischen Gewerkschafter aus den Verbänden der israelischen Geselslchaft ausgeschlossen. Weil die Trotzkisten aber am stärksten mit arabischen Mitgliedern durchsetzt waren, kam deren Ausschluss auch einem Ausschluss der Araber aus dem jüdischen Konsens gleich, zumindest sehen Trotzkisten (übrigens vor allem aus Israel ausgewanderet Trotzkisten) das heute so.
Der antiisraelische Impuls der alten Kämpfer hat sich in den nachfolgendne Generationen in einen antisemitischen Hass verwandelt, der von antiimperialistischen Idioten und Freunden des Islamismus mitinstrumenatlisiert wird und mit “marxismus” nicht viel zu tun hat.
Was diese “Marxistische Initiative” unter Marxismus versteht, kann ich mir vorstellen: Völker aller Länder, ermordet die Juden. Das ist offensichtlich und unbestreitbar. Aber das ist nicht marxistisch und das sollte man auch als libertärer unterscheiden können.