Telegehirn

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Der Täter muss immer ein Jude sein

Der vorgebliche “Friedensaktivist” Shraga Elam hat angeblich eine Mordrohung erhalten und viele seiner Gesinnungsgenossen erklären sich nur Minuten nach einem Anruf bei Elam solidarisch mit ihm und wissen auch längst wer hinter der ominösen und “anonymen” Drohung steckt: Henryk M. Broder!

Schauen wir uns doch mal das “Opfer” an: Elam, ein Duzfreund des berüchtigten Antisemiten Jemal Karsli, hatte auch keinerlei Berührungsängste gegenüber dem verurteilten Holocaustleugner David Irving und trat mit ihm in Kontakt. In einem Interview mit dem berüchtigten Muslim-Markt erklärte der Antizionist Elam, “dass Vergleiche Israels mit NS-Deutschland absolut zulässig sind” und auch ansonsten fällt der in der Schweiz lebende Shraga Elam eher durch allerlei Peinlichkeiten und Narreteien auf.

Am 18. November sprach ein (angeblich) Unbekannter, der mit einem “russischen Akzent” Deutsch sprach, eine Nachricht auf Elams Mailbox:

“Hallo Shraga, warum nimmst du den Hörer nicht ab bei deinem Mobilfunktelefon? Henryk-M-Broder-Brigaden haben dich zum Tod verurteilt. In deinem Hauseingang Konradstraße 14, wirst du erschossen, wie Politkowskaja, Scheißkerl, Verräter.”

Henryk-M-Broder-Brigaden! Ich lache mich schlapp! So einen Blödsinn kann nur einer aus der israelkritischen Szene verfasst haben. Denn nun können einige der Gesinnungsgenossen Elams, allesamt Israelkritiker erster Kajüte, eine Verleumdungs- und Propagandakampagne starten, auf die Herr G. aus Rheydt stolz sein würde. Am selben Tag noch war Arne Hoffmann zur Stelle und empörte sich. Empörend ist auch sein Interview mit dem Muslim-Markt und er verteidigte im Jahr 2005 den CDU-Bundestagsabgeordneten Hohmann.

Am 19.11. kamen dann noch Anis Hamadeh und das Krienen (hier unbedingt die Kommentare lesen!) dazu. Bei Hamadeh heisst es:

Zwar ist Broder nicht dafür verantwortlich, wenn jemand vorgibt, in seinem Namen oder in Verbindung mit seinem Namen zu sprechen, jedoch schüren Broders aggressive Äußerungen ein Klima, in dem Vorfälle wie der oben dokumentierte wie eine Konsequenz wirken können, wird doch von Broder das gezielte Töten von Menschen in Palästina, im Libanon und anderswo immer wieder öffentlich gerechtfertigt.

Dümmer geht es kaum noch. Da ruft ein Agent Provokateur bei Elam an und spricht praktischerweise auf die Mailbox. Damit es auch ja Beweise für die gefakte Morddrohung gibt und man mit einer Aufzeichnung hausieren gehen kann. “Plötzlich” werden die kommunisten-online ebenfalls aktiv und diese haben eine blumige Headline verfasst:

Helft den Mordbanditen gegen Shraga Elam zu fassen!

Da bekam ich einen Schreck: Wurde Elam schon längst ermordet? Weiter heisst dort: “Der Anrufer ist wahrscheinlich ein russischer Jude.” Welch ein Fortschritt! Früher konnten die Nazis Juden am Aussehen erkennen. Heute können Kommunisten Juden schon an der Stimme erkennen! Und wie in alten Sowjetzeiten wird das treue Volk gefragt: “Vielleicht ist er Euch schon aufgefallen. ” Der unbekannte russische Jude kommt angeblich aus dem Raum Stuttgart. Jedenfalls laut dem Schreiben der Telefongesellschaft. Volk sei wachsam: der unbekannte russische Jude treibt im Raum Stuttgart sein Unwesen!

Hier werden billigste Vorurteile und Judenhass geschürt. Der Anrufer kann ja auch nur ein osteuropäischer Kaftan-Jude im Dienste der Illuminaten gewesen sein. Hatten nicht schon unsere Großeltern da ein paar Probleme mit diesen Leuten und gab es nicht eine (End)Lösung?

Ebenfalls am 19.11 kommentiert dann Arne Hoffmann den Kommentar von Anis Hamadeh und einen Tag später legt Arne Hoffmann noch einmal ordentlich nach: er veröffentlicht einen angeblichen “Leserbrief“. Der Absender “möchte aber aus Gründen, die aus seiner Mail hervorgehen, nicht, dass sein Name öffentlich gemacht wird.” Schon klar! Informantenschutz!

Am 22.11 veröffentlicht Arne Hoffmann einen weiteren “Leserbrief“. Dieser ist mit “Uwe Bieser” unterzeichnet. In dem “Leserbrief” heisst es:

Allerdings, so ganz ungeschoren kommt er mir nicht davon, der Herr Broder. Einige Tage sind ja nun vergangen, seit Shraga Elam eine bizarre Morddrohung von einer vermeintlichen Henryk-Broder Brigade erhielt.

Mal sehen was passiert, wenn Morddrohungen einer angeblichen Arne-Hoffmann-Brigade auftauchen. Jetzt wird es richtig lächerlich und der Kampagnencharakter der ganzen Affäre wird deutlich:

Nun ergeht eine Morddrohung im Namen Broders. Und Broder, der, sofern an den selbsternannten Broder-Brigaden etwas dran sein sollte, sicherlich einen Einfluss auf diese verwirrten Geister haben dürfte, schweigt. [...] Nein, ich unterstelle dem Broder nicht, dass er wirklich erfreut wäre, wenn Shraga Elam getötet würde. Schon gar nicht in seinem Namen. Aber er sollte sich mal daran erinnern, was er den friedlichen Muslimen ins Pflichtenheft schrieb. Was zögert er also?

Herr Arendt ist natürlich auch mit dabei und veröffentlicht auf seinem “Palästina-Portal” eine Chronologie der Verleumdungskampagne gegen Henryk M. Broder angeblichen Drohungen des Anrufers. Eine schlechte “Fälschung” ist auch die angebliche Mail des “Central Command Henryk M. Broder Brigades”. Gestern ist dann der Pöbelblogger artur auf den Zug aufgesprungen:

Es wundert mich überhaupt nicht, dass sowas aus den Fankreisen des Herrn B. kommt.

Da artur in den seltensten Fällen mit realem Wissen brillieren kann, bleibt ihm auch hier nur wilde Spekulation und Verleumdung. Er hält es zwar für abwegig (also nicht unmöglich!), daß Broder ( laut artur “zu intelligent“. Klar: HMB ist ja Jude!) der Subcommandante der HMB-Brigaden ist, aber das jüdische Brodersche Gift wirke laut artur ja “hervorragend in so mancher Weichbirne.

Es ist an der Zeit, daß diese Leute ihr billiges Schmierentheater beenden und wieder einen Bezug zur Realität bekommen. Ihnen sind die Argumente ausgegangen und da bleibt diesen Leuten jetzt, wo jeden Tag Lügengebilde der “Israelkritiker” zusammenfallen, nur der Weg der Verleumdung und des Rufmords. Auslöser der ganzen Kampagne ist die versuchte Ausladung von Henryk M. Broder. Dieser sollte nach dem Willen gewisser Kreise nicht an einer Veranstaltung in Zürich teilnehmen dürfen. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören u.a.: Erhard Arendt, Shraga Elam, Anis Hamadeh und Tanja Krienen. Das sollte eigentlich deutlich machen wer hier welches Spiel spielt. Das auch alte Bekannte wie Norman Paech, Rupert Neudeck und Heike Hänsel die Ausladung Broders forderten ist wenig verwunderlich.


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Blatter entsperrt Iran

In der letzten Woche hatte der Weltverband Fifa den Iran für unbestimmte Zeit von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Die Fifa reagierte damit auf die Einmischung der Regierung. Diese hatte den Verbandspräsidenten des nationalen Fussballverbandes (IRIFF), Mohammad Dadgan, entlassen. Durch die Suspendierung durfte die iranische U23 Nationalmannschaft nicht an den am Freitag beginnenden Asienspiele in Doha, Katar, teilnehmen.

Durch eine überraschende Teileinigung darf die iranische U23 Nationalmannschaft nun doch an den Asienspielen teilnehmen. Die Fifa erteilte gestern eine Ausnahmengenehmigung. Die Suspendierung bleibt aber weiter bestehen und der Iran darf keine internationalen Fussballspiele austragen. Das iranische Sportministerium hatte sich an die Fifa gewandt und mitgeteilt, daß der Iran die von der Fifa gestellten Anforderungen erfüllen wird.

Seine Heiligkeit Joseph S. Blatter gab eine wolkige Erklärung ab:

Das Dringlichkeitskomitee der FIFA suspendierte den Iranischen Fussballverband wegen politischer Einflussnahme. Wir haben jedoch mit Iran vereinbart, dass inzwischen ein provisorisches Komitee eingerichtet werden kann, um mehrere Punkte der Richtlinien zu erfüllen.

Gemeinsam mit dem Präsidenten der AFC kamen wir zur Übereinkunft, dass Iran an den Asien-Spielen teilnehmen darf und die Suspendierung vorläufig aufgehoben wird, sofern Iran diese Richtlinien zur Gänze einhält und die Situation sich normalisiert.

Der iranische Fussballverband (IRIFF) muss aber bis zur nächsten Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am 5. Dezember 2006 den Forderungen der Fifa zustimmen:

Wir würden uns ein Normalisierungskomitee wünschen, um sicherzustellen, dass die Anforderungen der FIFA bezüglich der Statuten zur Gänze eingehalten werden. Wenn diese Anforderungen nicht bis 6. Dezember umgesetzt werden, wird die Suspendierung auch die Auslosung des Asien-Pokals betreffen.

Das iranische Sportministerium hatte sich also an die Fifa gewandt und darum gebeten das die U23 an den Asienspielen teilnehmen darf und dabei zugesichert die Anforderungen der Fifa zu erfüllen. Die Politik hat im Fussball nichts zu suchen und das ist auch richtig so. Doch die Muslim-Markt-Hetzer sehen wieder eine Verschwörung des Westens, nicht nur gegen die islamische Welt, sondern gegen die restliche ganze Welt:

Jetzt sah der Internationale Fußball-Verband (FIFA) endlich seine Chance gekommen, in dem weltweiten Kampf gegen den Islam und die Muslime seine wichtige Rolle als Vorreiter westlicher Menschheit zu übernehmen und der sich besonders für demokratische Freiheiten einsetzende FIFA-König Sepp Blatter verkündete voller Freude persönlich die Suspendierung der iranischen Nationalmannschaft von allen internationalen Spielen!

Bei PI stehen sie jetzt auf den Stühlen und skandieren in Sprechchören: “Sepp! Sepp! Sepp! Ist kein Dhimmi-Depp!” Oder?


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Von Amöben und Hausfrauen

Gestern hatte ich mich der Trafficnutte im Konfirmandenanzug angenommen und heute wende ich mich einem Hinterzimmerphilosophen zu. Im Blog Metalust & Subdiskurse befasst sich MomoRules im Beitrag Amöben oder: Beschimpfungskultur mal wieder in sehr wolkiger Weise mit diversen Themen. Wie der Titel des Beitrages schon erahnen lässt, befasst sich der verhinderte Halbtags-Hinterzimmerphilosoph mit der Kultur der Beschimpfung. Als Einleitung wählt der Hamburger Blogger eine leicht wolkige Geschichte über Fussball um dann bei der Schmähkritik zu landen. Es folgt eine fast weinerliche Klage, darüber das angemessene Emotionshaushaltsführung in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sei. MomoRules kommt dann zu der Gewaltfrage und zieht zwei Beispiele heran:

Es gab einen Fall – nicht hier im Blog -, wo einer dem Anderen Schläge androhte und das damit begründete, daß er das, was der Andere schreibt, ja auch als verbale Gewalt empfände, das würde er doch durch die Entgegnung nur explizit machen. So lange er nicht wirklich zuschlage … fand ich dann auch völlig in Ordnung.

Das findet die Zustimmung des Hamburgers. Da ist er ganz und gar Kuschelpädagoge und hat Verständnis. Doch das zweite Beispiel trägt MomoRules angewidert vor:

In einem anderen Fall schrub jemand, er würde hier außerordentlich gerne gemochten Kommentatoren am liebsten die Fresse eintreten, wenn er sich dabei nicht die Füße schmutzig machen würde. Abgesehen davon, daß ich das Bild der schmutzigen Füße irgendwelcher durchgeknallten, islamophoben Neuköllner gar nicht mehr los wurde, hat mich das angewidert, und ich habe es gelöscht.

Hier wird, auch aus ideologischen Gründen, die Wahrheit einmal mehr verdreht und vielleicht fühlt sich MomoRules auch deshalb angepisst, weil er mich nach diesem Artikel in seine Blogroll aufnahm und mich dann später wohl wegen meiner Islamkritik, sowie meiner Ablehnung des Kulturrelativismus und der vorherrschenden Appeasementpolitik wieder von seiner Blogroll nahm. Auch verwahre ich mich gegen die von MomoRules in verleumderischer Weise vorgetragende Schmähkritik. Weder bin ich “durchgeknallt” oder “islamophob” und ob meine Füsse gewaschen sind oder nicht kann MomoRules nicht beurteilen und es geht ihn auch nichts an. Auch war das “Fresse eintreten” non-verbal gemeint und war eine “legitime” Antwort auf das Blogmobbing gegen mich, daß von diversen linksextremen Marxisten vorgetragen wurde. Das blendet MomoRules dabei leider aus und steht stattdessen zu seinen mobbenden Gesinnungsgenossen.

Warum kommt mir dieser Absatz angesichts obiger Insulte heuchlerisch vor:

Eigentlich sind es ja zwei Fragen zum Thema Beschimpfung, die zusammen hängen: Warum wird welche Form der Beschimpung gewählt, und welche trifft wirklich. Und, Anschlußfrage: Wann ist es vielleicht sogar gerechtfertigt, jemanden treffen zu wollen. Letztere übersteigt allerdings meine morgendlichen Kapazitäten.

Jemanden per Ferndiagnose als durchgeknallt zu bezeichnen überstieg allerdings nicht die “moralischen Kapazitäten” des MomoRules. Dann folgt in dem Beitrag wieder wolkiges Geschwafel, diesmal über “Schwuchteln” und “finanziell abhängige Hausfrauen”. Endlich kommt MomoRules wieder in einen Bereich der halbwegs interessant ist:

Deshalb ist die in unserer Kultur bis vor kurzem wohl gemeinste Beleidigung der Nazi-Vergleich. Bis vor kurzem deshalb, weil’s ja immer mehr gibt, die’s gar nicht mehr schlimm finden, das zu sein. Als Abstufung kann die Unterstellung, Massenmord oder massenhaftes Sterbenlassen von Menschen, gewollt oder ungewollt, zu befördern, gelten. Analog hierzu der Antisemitismus- und der Totalitarismus-Vorwurf. Und wohl auch der Rassismus-Vorwurf.

Hmmm…Davon waren ja einige seiner Gesinnungsgenossen betroffen. Die einen machten in Israelkritik und andere wiederum sehen sich schon als zukünftige GULAG-Kommandanten. Zumindest benehmen sie sich so.

Endlich scheint die geistige Onanie zu Ende und er schafft jetzt sogar eine fast klare Aussage:

Wer hingegen das Hohelied des Kapitalismus singt, der muß schon damit leben, daß dabei eventuell ganz viele Leichen hinten raus kommen.

Ja, ja…der Kapitalismus ist das Böse schlechthin. Aber wer das hohe Lied auf Marx singt, der weiß genau das da viele Leichen hinten raus kommen werden.

Wer für den Irak-Krieg plädierte, nimmt ganz offensichtlich viele Leichen in Kauf und windet sich dann in Erklärungen über den Unterschied zwischen legitimer und illegitimer Gewalt, weil er etwas Funktionales noch irgendwie in den Bereich der Moral hinüberretten will.

Zu Saddam hätte es danach ja keine Alternative gegeben. Das die Terroristen, nennen wir sie einfach feige Mörder, in Namen einer Ideologie (Baathisten) oder einer Religion (al-kaida), so oder so ihrem blutigen Handwerk nachgehen würden, weil sie einfach den Westen schlechthin hassen. Sie hassen unsere Freiheiten. Sie hassen die Aufklärung und sie hassen die Säkularisation der westlichen Gesellschaft. Sie hassen die Demokratie und die Meinungsfreiheit. Sie hassen das Selbstbestimmungsrecht der Frau und fürchten das die Strahlkraft der westlichen Werte die Menschen in der islamischen Welt “verführt”. Deshalb der Terror.

Ich persönlich erlebe es zudem als drastische Beleidigung, wenn man mir überheblich unterstellt, ich würde nur wolkig daherreden.

Wenn ich das geahnt hätte!

Das macht mich wahnsinnig, weil ich mein So-oder-So-Sein an einen intellektuellen Forscherdrang knüpfe, und finde das dann ungleich gemeiner als z.B. ein “Arschficker”, z.B.. Natürlich auch, weil Arschficken zweifelsohne Spaß machen kann, kann’s nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren – weil es jedoch wahr sein könnte, daß ich wolkig daherrede.

Arschficken kann Spaß machen. Keine Frage. Kommt halt auch immer auf die Frau an. Manchen macht es Spaß und anderen nicht. Mir macht es durchaus Spaß. aber ich bin ja nur eine “Hete”. Und es stimmt: er redet wolkig daher.

Nichtsdestotrotz trifft mich das so dermaßen in meinem Selbstverständnis, daß ich unbändige Lust verspüre, zurück zu beleidigen und dabei möglichst zu verletzen. Und dann selbst immer drastischer werde.

Jetzt mache ich mir aber Sorgen. Nicht das MomoRules noch einen, wenn auch nur virtuellen, Amoklauf startet. Dann beklagt er sich bitterlich über “die Debatte mit den Liberalen innerhalb des letzten Jahres” in die er “mit großer Offenheit hineinspaziert” sei und sich dann am Ende doch beleidigt fühlte. Er “konnte es einfach nicht mehr hören, diese ewigen Totalitarismus- und Zwangs-Vorwürfe in varriierter Form” und beklagt sich über die Angriffe gegen seine “persönliche Integrität” und sein “Selbstverständnis”. So ergeht es einem eben wenn man als Blogger tätig ist. Besonders wenn es um politische, soziale oder religiöse Fragen geht. Ich selbst wurde schon Opfer von Morddrohungen und Verleumdungskampagnen. Da hilft nur eines: Den Rotz hochziehen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Am allerfiesesten finde ich, daß auf Argumente nicht eingegangen wird und andere Wahrheiten als die eigene noch nicht einmal mögliche in’s Auge gefaßt werden.Das ist eine Entwertung des Gegenübers. Und das ist dann auch der eigentliche Kern des Beleidigens: Die Entwertung von Personen.

Ja, ja….es gibt nur eine Wahrheit: das es viele Wahrheiten gleichzeitig gibt. Manche entwerten sich auch selbst. Und nun wird MomoRules ernst:

Viele nennen sowas Identität, das, was dann entwertet wird – ich würde es anders nennen, egal. Wenn Mohammed, an den man glaubt, als Kinderficker oder Massenmörder dargestellt wird, klar, dann geht’s um einen selbst, wenn man an ihn glaubt, und das ist schier unerträglich, sich in dieser Form diffamiert zu sehen.

Unerträglich ist etwas anderes: Es geht nicht um die Darstellung von Mohammed als “Kinderficker” oder “Massenmörder”. Es geht doch eher darum, ob Mohammed wirklich ein Kinderficker und Massenmörder gewesen sein könnte. Es geht sogar um noch mehr, denn es ist bestimmten Leuten wichtig, das die Muslime wissen: “Wir würden niemals sagen das Mohammed ein “Kinderficker” und “Massenmörder” war. Selbst wenn es die Wahrheit wäre.” Statt sich die Frage zu stellen und diese für sich endgültig zu beantworten, ob Mohammed wirklich ein Kinderficker und Massenmörder gewesen sein könnte, bemühen sie sich ängstlich darum nicht in den Verdacht zu geraten eine unbequeme Wahrheit auch nur zu denken.

Ein solches Verhalten erinnert mich an eine Doppelfolge South Park (10. Staffel, Cartoon Wars Part I+II) aus dem April diesen Jahres. In der ersten Folge geht es fiktive Zensur, während die zweite Folge wirklich vom ausstrahlenden Sender zensiert wurde. Im South Park Universum sollte eine Folge von Family Guy mit dem Propheten Mohammed gesendet werden. Die Bewohner von South Park weigern sich aktiv für die Meinungsfreiheit einzutreten und führen lieber einen schwachsinnigen Plan aus. Sie schütten Tonnen von Sand auf die Hauptstrasse von South Park und beginnen ihre Köpfe im Sand zu vergraben. Sie wollen damit den Terroristen, die schon mit Vergeltung drohen, zeigen das sie unmöglich die Folge von Family Guy sehen können und hoffen so der Vergeltung zu entgehen. Die Kopf-in-den-Sand Nummer wird in weiten Teilen der (South Park) USA kopiert.

Diese Mentalität finden wir auch hier in Europa. In der Realität.

Kommen wir wieder zurück zu der Frage ob Mohammed ein Kinderficker und/oder Massenmörder gewesen sein könnte. Wenn man sich die Geschichte der Ausrottung der Banu Quraiza betrachtet, dann komme ich unweigerlich zu dem Schluß das Mohammed ein Massenmörder war. Dazu kommen noch weitere Angriffskriege die Mohammed persönlich anordnete und führte. Das sollte eigentlich zur Beweisführung reichen.

Bleibt noch die Frage ob Mohammed ein Kinderficker war. Wenn man Buchārī und Muslim ibn al-Haddschādsch als Quellen heranzieht, dann war Aischa neun als Mohammed Sex mit ihr hatte. Selbst wenn Aischa vierzehn war, dann kann man Mohammed durchaus als Kinderficker/Kinderschänder bezeichnen. Vielleicht muss man das sogar offensiv vertreten und darf über solche Dinge nicht schweigen. Das ist auch eine Frage der Moral.

Bezeichnend somit, daß jene, die aus einem Recht auf Meinungsfreiheit ein Recht auf Beleidigung machen wollen, während sie ein Recht auf soziale Sicherheit bestreiten und sogar ein Problem mit dem Begriff “Grundrechte” haben, es dann wieder mal schaffen, am Widerlichsten loszuschlagen: Amöbe nennen sie ihr Gegenüber. Obwohl, siehe Bild oben, die ja durchaus was von moderner Kunst haben, die Amöben das sei zugestanden.

Wenn sich Muslime durch die Meinungsfreiheit beleidigt fühlen, sich sogar durch die Wahrheit beleidigt fühlen, dann müssen sich die berufsbeleidigten Muslime einmal in Toleranz üben, denn es darf nicht sein, daß man wegen der Drohungen der Infamen der Schere im Kopf freien Lauf lässt. Merkwürdig: Es ist doch bezeichnend, daß jene, die das Recht auf Meinungsfreiheit aus Feigheit und Furcht einschränken wollen und gerne freiwillig darauf verzichten, jene sind, die immer nach sozialer Sicherheit schreien und in dieser das Allheilmittel für alle Probleme der Welt sehen. Das hat Ähnlichkeiten mit jenen Politikern die Grundrechte im Namen der Sicherheit einschränken wollen. Das selbe Spiel, aber auf einem anderen Platz.

Da schalte ich dann innerlich ab und habe unbändige Lust, zurück zu beleidigen, selbst wenn’s mir gar nicht galt.

Der Rächer der Enterbten. Ein moderner Robin Hood. Mit ihm möchte man in die letzte Schlacht ziehen und den pöhsen Kapitalimus besiegen und das Paradies auf Erden errichten. Das Interessante an solchen Salon-Marxisten ist, daß sie oft einem einträglichen Beruf nachgehen und es sich gut gehen lassen, aber während sie sich mit Fair Trade Kaffee das Gewissen beruhigen dreht sich die Erde doch weiter. Es ist schon bemerkenswert das solche Leute nie in einem Supermarkt an der Kasse arbeiten, sondern meistens zu den Besserverdienenden gehören. Das war aber bei solchen angeblichen “Linken” schon immer so. Ich kenne sogar einige dieser armen Gestalten persönlich. Sie nennen bestimmte Menschen die ihre Meinung nicht teilen gerne “Ex-Linke” und machen so deutlich das es sich um Verräter handelt. Das alte Spiel. Da ist die Tradition von Marx bis heute ungebrochen. Es gibt immer Verräter und diese handeln natürlich stets moralisch höchst verwerflich. Bei solchen Mechanismen bekomme ich eine unbändige Lust…Bei Bakunins Dachlatte!


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Verlierer unter sich

Die Ereignisse von Emsdetten führen zu den wildesten Spekulationen. Zahlreiche Politiker sehen böse Computerspiele als die Ursache und wollen damit den Eindruck erwecken das sie ein probates Sofortmittel gegen solche “Amokläufe” kennen würden und wollen mit solch populistischen Forderungen nur ihre eigene Hilflosigkeit verdecken.

Diverse Blogger machen es auch nicht viel besser und sie sehen Bastian B. als Mobbing-Opfer und verbreiten dessen diverse “Abschiedsbotschaften” und glauben damit gegen die Zensur anzukämpfen. Die Medien würden ja eh alles verdrehen und genau dagegen war dieser Bastian B. ja auch.

Auf die Spitze treibt es mal wieder Marcel Bartels. Die Trafficnutte im Konfirmandenanzug veröffentlicht den “Abschiedsbrief” des Amokläufers weil “die Ursachen für die Bluttat und den Selbstmord des Schülers dürfen nicht totgeschwiegen werden.” Immer diese Verschwörungstheorien…

Dieser Bastian B. war durch und durch ein Verlierer. Das wird doch ganz deutlich. Selbst der Amoklauf des Bastian B. war eher “erfolglos”. Es gab, bis auf den Täter, keine Toten. Selbst einen Amoklauf konnte dieser nicht “ordentlich” absolvieren. Das kann jeder US-Postbote besser. Liest man sich nun die “Abschiedsbotschaft” durch, dann stellt man leicht fest das dieser junge Mensch verwirrt war, wenn nicht sogar massiv geistig gestört. Einen Tag später veröffentlicht Bartels einen Artikel mit dem Titel “Mobbingfall Emsdetten – vom Opfer zum Täter” in dem Bartels dem Amokläufer und seinen wirren Gedanken erneut ein Forum bietet. Dann könnte man auch gleich irakische Terroristen als Mobbing-”Opfer” bezeichnen, für ihre Verbrechen Verständnis äussern und ihnen ein Forum bieten. Im Kommentarbereich der beiden Artikel wird es richtig spannend und vor allem der ehemalige Blogger und Rink-Lechts-Nationalist “Daniel W.” zeichnet sich durch eigenartige Ansichten aus. Hier ein paar Kostproben:

In der Tat kommt in dem Abschiedsbrief einiges an zutreffender Gesellschaftskritik zum Vorschein, die natürlich in den Medien nicht thematisiert wird. [...] Kurzum, das System darf nicht kritisiert werden, der Fehler muss immer im Individuum lokalisiert sein. Vieles von dem, was er schrieb, können die meisten selbst denkenden Menschen unterschreiben. [...]

Oh ja…Bastian B. war ein eben solch großartiger Gesellschaftskritiker wie z.B. Ted Bundy und Jeffrey Dahmer. Natürlich hat ein Individuum seine Taten zu verantworten. Wenn ich los ziehe und Menschen umbringe, dann bin nur ich dafür verantwortlich. Hier zeigt sich mal wieder einmal jene typisch anti-individualistische Grundhaltung der Linksnationalisten marxistischer Prägung. Das Daniel anscheinend eine Art “ca”-Klon von links geworden ist wird hier deutlich:

Ich kenne das durchaus auch mit dem Mobbing in der Schule, das war bei mir zeitweise auch der Fall, als ich zu Schulzeiten etwas übergewichtig war. Dass man da so manchen der Rudelsführer am liebsten schlicht umbringen würde, ist da normal, denn man wird grundlos angegriffen. Das änderte sich erst, als ich anfing massiv Kraft- und Ausdauer-Sport zu treiben. Als dann wieder einer der Kasper anfing rumzunerven, schnappte ich ihn mir leichtfüssig – womit er wohl nicht gerechnet hatte – und drückte ihm so heftig und lange die Kehle zu, bis er blau anlief. Verbunden mit einer “Mitteilung” an die umgebenden Mitläufer dieses Arschlochs, dass ich nicht zögern würde, ihn oder auch sie ohne mit der Wimper zu zucken an die Wand zu klatschen. Bevor der Typ ohnmächtig wurde, stieß ich ihn wie einen Sack Abfall weg, dass er auf den Asphalt klatschte. Von dem Tag an war Ruhe. Leider wird in den Schulen immer vermittelt, dass Gewalt keine Lösung sei und man “reden” müsse. Solche mobbenden Asis sind aber für Reden nicht zugänglich und begreifen erst, wenn es weh tut. So manche Backpfeife oder blutige Nase könnte Mobbing sicher oft genug verhindern.

Was für ein Held! Das ist doch Sozialdarwinismus in Reinkultur! Wenn Daniel in der Schule schon so ein Klugscheisser, Aufschneider und Angeber war, dann wundert es mich nicht das die Leute den nicht gemocht haben. Unerträglich auch dies:

Die einzigen geistig Gestörten sind die, die materielle Dinge und totes Kapital über Menschen setzen. Dazu gehören Leute wie Alexander Schmidt und seiner brauner Dunstkreis rund um Broder und Konsorten. Wie bereits gesagt: man kann ignorieren, dass es gesellschaftliche Fehlentwicklungen sind, die solche Taten produzieren. Aber die Kugeln des nächsten Amokläufers, die einen dann vielleicht selbst treffen, wird man nicht ignorieren können. Insofern wünsche ich Leuten wie A.S. viele amokläufer in der Umgebung, das erhöht die Trefferquote

Broder ist für den Verwirrten das Feindbild Nummer 1. Daniel W. treibt es sogar soweit das Marcel Bartels einen Kommentar des Quartalsirrenaus rechtlichen Gründen” sperrte. Sehr lobend ist die Antwort von eszett zu erwähnen. Das Daniel W. jetzt vollständig einen an der Klatsche hat wird aus solchen Sätzen deutlich:

Man könnte es fast bedauern, dass die Polizei in Emsdetten so schnell da war, denn wie man in diversen Berichten und bei Stern TV an einigen Mitschülern gesehen hat, von denen der eine oder andere wohl zu Sebastians Peinigern gehörte. Die hätte er ruhig noch “mitnehmen” können

So geht es hier, hier und hier weiter. Vielleicht war der Verlierer Bastian B. auch darüber empört.

Warum Horst Mahler bei der NPD gelandet ist und warum einer wie Daniel W. auch in der braunen Ecke landen wird, wenn er da nicht schon längst angekommen ist, kann man an der Diskussion um das Interview zweier Berliner Jugendrichter erkennen. Die beiden Richter erinnern mich irgendwie an Richter Schill und sein Getöse. Marcel Bartels freut sich dagegen, denn “mutig sind die Richter gegen die Deutschenfeindlichkeit an die Öffentlichkeit gegangen“. Deutschenfeindlichkeit? Sind da wieder diese klandestinen Anti-Deutschen am Werk? Zurück zu Daniel. Dieser lässt dort seiner Deutsch-Nationalen Gesinnung freien Lauf:

In der westlichen Welt ist es gemeinhin üblich, dass von Opfer abgelassen wird, wenn diese sich nicht mehr wehren, am Boden liegen oder nur noch vor Schmerz am schreien / wimmern sind. Das ist bei den arabisch- und türkischstämmigen Tätern nicht der Fall. Da stürzt man sich zu 3-10 Leuten auf einen, tritt noch auf am Boden liegende Leute ein oder prügelt bis zur Bewußtlosigkeit des Opfers. Da sind in der Tat alle Standards der Zivilisation und jeglicher Anstand nicht mehr existent. [...] Dass die Eltern, insbesondere der Vater dabei sehr wohl eine Rolle spielt. Oftmals lernen die Kinder von ihm, dass die deutschen Regeln und Gesetze für sie nicht relevant sind, weil sie ja Muslime / Türken seien und die “Scheiss-Deutschen” nur dazu gut seien, hier Geld zu machen für das Häuschen in der Türkei. Den Jugendlichen hingegen ist ihre Religion meist ziemlich egal, so dass sie auch die Gebote der Gewaltfreiheit nicht beachten, aber sie haben gelernt, dass unsere Regeln für sie nicht gültig seien. Diese Grenzenlosigkeit führt auch zu der Grenzenlosigkeit bei der Gewalt, wo 12-14jährige schon Taten in einem Ausmaß begehen, die die meisten von uns selbst im Verteidigungsfall so nicht begingen. Man kann natürlich weiter aus falsch verstandener Ausländerfreundlichkeit die Augen verschließen und unsere Jugend im Stich lassen. Unter der gesellschaftlichen Entwicklung hin nach rechts hätten dann jedoch auch jene Jugendlichen und Ausländer zu leiden, die sich hier anständig benehmen können.

[...]

Schuluniformen wären in der Tat eine Wohltat gegen den Markenwahn.Wahrscheinlich würde auch ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl in den Klassen und Schulen entstehen

Mit solchen Sprüchen wird deutlich das es auch auf der Linken Rassisten gibt:

Allerdings sollte die Frage erlaubt sein, warum bei den teils bestialischen Gewalttaten gerade die arabisch- und türkischstämmigen Gruppen so hervorstechen.

[...]

Interessant ist auch, dass wenn man mit Deutschen spricht, viele davon reden, woanders hinziehen zu wollen. Unter den ersten Sätzen dabei oftmals zu finden: “In irgendeine Stadt oder Gegend, wo nicht so viel Ausländer sind.

Dann sollten doch artur, balou und die anderen Vorzeige-”Linken” diesmal nicht schweigen. Oder gibt jetzt auch keinen Rassismus mehr? Keinen primitiven Ausländerhass? Den Antisemitismus haben diese Leute ja schon abgeschafft. Aber Blogger wie balou/lafargue und artur sind ja über jeden Zweifel erhaben. Sie sind keine Unterstützer von Rassisten, denn der Daniel W. ist ja gar kein Rassist. Das ist “linke” (marxistische) Gesellschaftskritik und die muss doch noch erlaubt sein, wo doch auch der Führer der Linken, Lafontaine, von Fremdarbeitern spricht und keiner der Anti-Faschisten damit ein großes Problem hatte und hat. Als Linker kann man doch ruhig fordern: “Die hätte er ruhig noch “mitnehmen” können…

In der Fortsetzung widme ich mich den Amöben. Genauer gesagt einer marxistisch und wolkig daherredenen Amöbe.


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Telebrain rides again

Der Brainy ist zurück in der virtuellen Welt!

In den letzten Wochen fehlte mir entweder die Zeit oder die Lust hier etwas zu schreiben. Oder auch beides. Auch wurde ich in diesem Herbst schon zwei Mal durch die Schnodderseuche beglückt und wenn meine Nebenhöhlen entzündet sind, dann bin ich so kreativ wie ein Klingone. Überhaupt fehlten mir die Ideen und so zog sich die Blog-Pause stark in die Länge. Das mag auch daran gelegen haben, daß mir das Bloggen nicht sonderlich fehlte und ich daher kaum Entzugserscheinungen verspürte.

Ich will jetzt nicht so “wolkig daherreden” wie manch anderer “Hinterzimmer-Philosoph” und wasche mir lieber meine “schmutzigen Füße“. Dann kann ich mich endlich wieder dem (virtuellen) Fresse eintreten widmen. Und wie das so mit Leuten aus der “Bronx” ist: Als Erster bekommt einer aus meinem Ghetto die Fresse eingetreten. Ich muss ja deutlich machen wer im Ghetto das Sagen hat und wo der Bartel(s) den Most holt.

Oh ja, Freunde der Sonne: Die Klischees haben wieder Ausgang. Was sagt eigentlich Habermas über Klischees? Hatte Adorno Analverkehr und was sagte er darüber? Wie hielt es Sartre mit SM? Wie hält es Marcel Bartels mit dem Arschficken? Kann Analverkehr Schulmassaker verhindern? Fragen über Fragen.

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