In der letzten Woche hatte der Weltverband Fifa den Iran für unbestimmte Zeit von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Die Fifa reagierte damit auf die Einmischung der Regierung. Diese hatte den Verbandspräsidenten des nationalen Fussballverbandes (IRIFF), Mohammad Dadgan, entlassen. Durch die Suspendierung durfte die iranische U23 Nationalmannschaft nicht an den am Freitag beginnenden Asienspiele in Doha, Katar, teilnehmen.
Durch eine überraschende Teileinigung darf die iranische U23 Nationalmannschaft nun doch an den Asienspielen teilnehmen. Die Fifa erteilte gestern eine Ausnahmengenehmigung. Die Suspendierung bleibt aber weiter bestehen und der Iran darf keine internationalen Fussballspiele austragen. Das iranische Sportministerium hatte sich an die Fifa gewandt und mitgeteilt, daß der Iran die von der Fifa gestellten Anforderungen erfüllen wird.
Seine Heiligkeit Joseph S. Blatter gab eine wolkige Erklärung ab:
Das Dringlichkeitskomitee der FIFA suspendierte den Iranischen Fussballverband wegen politischer Einflussnahme. Wir haben jedoch mit Iran vereinbart, dass inzwischen ein provisorisches Komitee eingerichtet werden kann, um mehrere Punkte der Richtlinien zu erfüllen.
Gemeinsam mit dem Präsidenten der AFC kamen wir zur Übereinkunft, dass Iran an den Asien-Spielen teilnehmen darf und die Suspendierung vorläufig aufgehoben wird, sofern Iran diese Richtlinien zur Gänze einhält und die Situation sich normalisiert.
Der iranische Fussballverband (IRIFF) muss aber bis zur nächsten Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am 5. Dezember 2006 den Forderungen der Fifa zustimmen:
Wir würden uns ein Normalisierungskomitee wünschen, um sicherzustellen, dass die Anforderungen der FIFA bezüglich der Statuten zur Gänze eingehalten werden. Wenn diese Anforderungen nicht bis 6. Dezember umgesetzt werden, wird die Suspendierung auch die Auslosung des Asien-Pokals betreffen.
Das iranische Sportministerium hatte sich also an die Fifa gewandt und darum gebeten das die U23 an den Asienspielen teilnehmen darf und dabei zugesichert die Anforderungen der Fifa zu erfüllen. Die Politik hat im Fussball nichts zu suchen und das ist auch richtig so. Doch die Muslim-Markt-Hetzer sehen wieder eine Verschwörung des Westens, nicht nur gegen die islamische Welt, sondern gegen die restliche ganze Welt:
Jetzt sah der Internationale Fußball-Verband (FIFA) endlich seine Chance gekommen, in dem weltweiten Kampf gegen den Islam und die Muslime seine wichtige Rolle als Vorreiter westlicher Menschheit zu übernehmen und der sich besonders für demokratische Freiheiten einsetzende FIFA-König Sepp Blatter verkündete voller Freude persönlich die Suspendierung der iranischen Nationalmannschaft von allen internationalen Spielen!
Bei PI stehen sie jetzt auf den Stühlen und skandieren in Sprechchören: “Sepp! Sepp! Sepp! Ist kein Dhimmi-Depp!” Oder?











