Der Vorzeigedemokrat
Dezember 5, 2006 von telegehirn
Venezuela hat gewählt und anscheinend konnte der bisherige Amtsinhaber “demokratisch” siegen. Lassen wir einmal alle Diskussionen um einen eventuellen Wahlbetrug und die mögliche massive Einschüchterung der Opposition beiseite.
Zahlreiche angebliche “Linke” ( auch Blogger) legen ja besonderen Wert darauf, daß Hugo Chavez “demokratisch” gewählt worden sei. Das sagt jedoch absolut nichts aus, denn auch Adolf Hitler wurde “demokratisch” gewählt und man sieht also, daß das Adjektiv “demokratisch” keine wirkliche Aussage über den Gewählten treffen kann. Eine Person kann “demokratisch” gewählt worden sein und trotzdem nach Innen und Aussen ein schrecklicher Despot sein.
Da ist es doch schon besser, wenn man sich mal näher mit der Person Hugo Chavez und seinen (Un)Taten beschäftigt. Dann wird es nämlich sehr interessant und die Sympathisanten des Hugo Chavez müssen sich wirklich Fragen gefallen, wie sie sich mit so einem Schwein im Dreck suhlen können. Dafür gibt es zwei Erklärungen: Sie sind selber Schweine oder sie sind naiv. Zwischen beiden Deutungen ist recht wenig Platz. Aber kommen wir wieder zu Hugo Chavez.
Dank der milliardenschweren Einahmen aus dem Ölexport ging Hugo Chavez 2006 auf eine Welteinkaufstour. Er kaufte aber keine medizinischen Geräte oder andere nützliche und nachhaltige Dinge für sein Land. Hugo Chavez reiste u. a. in den Iran und nach Weißrussland und tätigte dort massive Waffenkäufe. Weißrussland ist eine der letzen stalinistischen Diktaturen und auch dort gibt es einen “demokratisch” gewählten Präsidenten. Auch herzte Chavez den “demokratisch” gewählten Präsidenten des Iran, der unlängst damit gedroht hatte Israel von der Landkarte zu tilgen.
Auch mit dem etwas weniger “demokratisch” gewählten “Präsidenten” Kubas verbindet Hugo Chavez eine persönliche Freundschaft. Die Petrodollar aus Venezuela halten die kubanische Wirtschaft am Leben und dabei interessiert es Hugo Chavez auch nicht sonderlich, ob durch die “freiwillige” Entsendung von Ärzten nach Venezuela das Gesundheitssytem auf Kuba zusammenbricht.
Im September reiste Hugo Chavez dann nach Syrien und wurde auch dort sehr herzlich begrüßt. Dort bezeichnete Hugo Chavez Iran, Kuba, Syrien und Venezuela als “eine quadratische Einheit“. Wie kann man dann noch so etwas schreiben:
Dennoch denke ich, dass er für die Venezolaner der beste Präsident ist, den sie im Augenblick haben können, und ich halte seine antiimperialistische Politik gegenüber den USA für richtig.
Wie kann man es für richtig halten, wenn sich jemand mit Terroristen, stalinistischen Diktatoren, Möchtegern-Israelauslöschern und Volksunterdrückern einlässt? Was ist an einer solchen Haltung “links”? Damit beweisen jene angeblichen “Linken” wie der Sozialismus des 21. Jahrhunderts, von dem Chavez jetzt spricht, aussehen wird: Ähnlich blutig wie der gerade überwundene Sozialismus. Das sich der Sozialist neuer Prägung gerade an die schlimmsten Islamisten, antiemazipatorischen Elemente und Terrorunterstützern anlehnt, sollte jedem anständigen “Linken” zu einem Kämpfer gegen Hugo Chavez machen. Ok, aber man darf ja noch mal träumen und hofffen.
Kommen wir zu einem weiteren Knackpunkt. Hugo Chavez hat in diesem Jahr deutlich gemacht, daß er ein Judenhasser ist. Jetzt werden die “linken” Sympathisanten der Diktatorenliebchens laut aufschreien: “Kampagne!” Langsam, langsam, liebe “Freunde” der Freiheit. Auf einer Pressekonferenz in Teheran bezeichneten sich beide Präsidenten als “Brüder”. In Bezug auf den Selbstverteidigungsfeldzug der israelischen Armee gegen die, vom Iran und Syrien bezahlten und ausgerüsteten, Terroristen der Hisbollah sagte der “demokratisch” gewählte Präsident Chavez:
Israel verübt an den Libanesen die selben Handlungen, wie sie Hitler an den Juden verübt hat.
Anfang August hatte Hugo Chavez den Botschafter in Israel abberufen und kündigte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen an. In einer Rede vor der UN-Vollversammlung sagte Hugo Chavez zum Libanon-Konflikt:
Imperialistisches Feuer, faschistisches Feuer, mörderisches Feuer, völkermörderisches Feuer des Imperiums und Israels gegen das unschuldige Volk Palästinas und das Volk des Libanon! Das ist die Wahrheit!
Hugo Chavez meint wohl die sozialistische “Wahrheit”. Also die Tarnung der Lüge und Hetze als einzig gültige Wahrheit. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hatte Äußerungen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez über Juden als Antisemitisch kritisiert. Chavez hatte sich in einer Weihnachtsansprache (Seite 1
zwei antisemitische “Argumente” zu eigen gemacht: die Juden hätten Jesus umgebracht und sie würden die Reichtümer der Welt horten. Dazu hätten die Juden Simon Bolivar verjagt. Dafür wurde Chavez von Intellektuellen in Venezuela heftig kritisiert. Auch verharmlost Chavez gerne Hitler und das dritte Reich:
“Hitler was nothing compared to (former Spanish Prime Minister Jose Maria) Aznar.”
Die linken Sympathisanten des modernen Volkstribun Chavez sehen natürlich eine Verschwörung gegen “ihren Präsidenten” am Werk, denn es darf nicht sein, was nicht sein kann. Da sitzen die ideologischen Scheuklappen noch ganz fest. Denn vergessen wir nicht: Hugo Chavez ist nämlich “demokratisch” gewählt. Das mit dem “demokratisch” gewählt ist zwar so eine Sache, aber da gibt es einen Blogger, der meist durch blinde Ideologieverbreitung auffällt. Dieser Blogger wehrt sich vehement gegen den, von niemandem erhobenen, Vorwurf, daß der Sieg von Chavez durch Wahlbetrug zu Stande gekommen sei.
Doch das gilt nur für jene Kandidaten aus dem “eigenen Lager”. Im Fall von Mexiko hört sich das natürlich ganz anders an, denn in Mexiko war das Volk so “dumm” (wohl eher so schlau) und hat nicht den willigen Pudel von Chavez gewählt. Was natürlich einiges an Ärger hervorruft:
Berichtet wird lediglich über die m.E. eher theatralischen Versuche, die Installation des angeblich, vielleicht demokratisch gewählten Calderon als Nachfolger des Vicente Fox zu verhindern.
Ja, ja. Da fällt es schon recht schwer den “Volkswillen” zu respektieren, wenn einmal kein Sozialist gewählt wird. Letzendlich sollten sich jene Unterstützer und Sympathisanten von Hugo Chavez deutlich machen, daß sie einen rotlackierten Faschisten unterstützen. Aber war das nicht schon immer der Traum vieler “Linker” (Marxisten): Der starke Führer kämpft an der Spitze des tapferen Volkes gegen die jüdisch-zionistische-imperialistische Bedrohung.
















Von Hugo Chaves geht eine schwer kalkulierbare Gefahr aus, denn er hegt so manchen ganz und gar unstaatsmännischen Kontakt. Achmadinedschad ist schon jenseits der Grenze des Erträglichen, aber wie wäre es mit einem internationalen Terroristen der Spitzenklasse?
Wikipedia-Zitat (Artikel zu Ilich Ramirez Sanchez, besser bekannt als “Der Schakal” aka “Carlos”):
In der Haft trat Ramírez Sanchez in einen Briefwechsel mit dem linksnationalistischen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ein und veröffentlichte im Juni 2003 das Buch Revolutionärer Islam, in dem er versucht, Terrorismus als ein Mittel des Klassenkampfes zu erklären und zu verteidigen. Er äußerte auch seine Unterstützung für Osama bin Laden und die Anschläge vom 11. September.
Bei solchen “Freunden” braucht sich Hugo Chavez nicht zu wundern, daß er Feinde hat. Chavez sucht die Nähe von Räubern, Mördern und Terroristen. Seine Freunde in Syrien, auf Kuba und im Iran sind alle “demokratisch” gewählt.
Wie auch Chavez…
was redest du nur für eine scheiße, telegehirnchen? weder assad noch castro wurden je demokratisch legitimiert.
Hallo artur!
Auch Herr A. aus T. wurde auch nicht gerade demokratisch gewählt. Gibt dir das nicht zu denken? Hugo Chavez pflegt mehr als freundschaftliche Beziehungen zu allerlei Diktatoren und sonstigen Feinden der Freiheit.
Das lässt doch Rückschlüsse auf Chavez und seine Sympathisanten zu, oder?
Ansonsten bin ich immer für “Argumente” offen, aber du hast ja anscheinend keinen weiteren Widerspruch vorzutragen.
Aber du weißt ja: die Quellen müssen seriös sein. Also keine Stalinisten und keine “deansche” Fäkalsprache.
naja für “blognutten”, “trafficnutten” und diverse andre bist du ja exklusiv zuständig. daher: suhle dich weiter in deinem dreck. es scheint dir ja spaß zu machen. adieu.
oh erhabener blogkalif ich falle voller ehrfurcht auf die knie vor dir und bitte um deine gnade… verschone mich vor deinem allumfassenden zorn und schlage lieber andern die birne ab!
Bei einigen Wortbildungen nehme ich mir den Don als Vorbild.
Es war wieder sehr aufschlussreich etwas von dir zu lesen. Wie schon früher kannst du nicht gerade mit Argumenten glänzen. Aber das macht nichts. Es ist ja bald Weihnukka und vielleicht zeigt sich das Heilige Spaghettimonster gnädig.
fick dich.
Ich liebe diese Sachlichkeit. Ich toleriere selbst deine meisten Insulte und sperre dich NICHT aus. Das ist zwar nicht “sozialistisch“, aber gut so.
Ja, der Hugo.
Hier in Berlin an der HU ist es wirklich kaum auszuhalten.
Ich klappere mal zum Spass alle politischen Studentengruppen ab und war auch vor einiger Zeit bei der HU-Linken. Programm unter anderem:
G-8 doof-Chavez gut.
*oh Gott, ich glaube Artur war auch auf dem Treffen ;-)*
Leider saß dort auch ein Venezulaner (und Israeli, klasse Mischung
der in allen sonstigen Punkten zustimmte, aber leider ziemlich laut wurde als er auf Hugo zu sprechen kam.
Er sei ein bisschen am verzweifeln wegen der positiven Stimmung unter der europäischen Linken, die völlig kritiklos diesen Autokraten bejubeln, der seinem Volk kaum Positives bringt und eher gefährlich für die demokratische Zukunft Venezuelas ist.
Mann waren plötzlich alle still und betreten, ein echter Spass.
*Bei den MArxisten (2 Amerikaner lol) verfing das Argument nicht, die haben vorher die Runde 10 Min lang beschimpft dass sie die Konterrevolution gegen die DDR nicht aufgehalten haben (Altersdurchschnitt 24) Ich mag solche Veranstaltungen.
Hört sich so an, als ob die Marx Brothers (alle vier ;-)) ein phantastisches Comeback gefeiert hätten.
[...] Der bolivianische Präsident Evo Morales, ein treuer Gefolgsmann von Hugo Chavez, droht den nach Autonomie strebenden Provinzen Santa Cruz, Pando, Beni und Tarija im Osten des Landes mit dem Einsatz von Militär. Hintergrund des Konflikts ist der Streit um die verfassungsgebende Versammlung. Bei der Wahl Anfang Juli 2006 hatte die Partei von Evo Morales, die “Bewegung zum Sozialismus” (MAS), eine knappe absolute Mehrheit von 137 der insgesamt 255 Sitze errungen. Die Mitglieder sollen innerhalb eines Jahres eine neue Verfassung erarbeiten. [...]