Manche Diskussionen innerhalb der Blogosphäre laufen einfach an einem vorbei und man verpasst so einiges. Das mag auch daran liegen, daß ich bestimmte Blogs einfach nicht mehr lese, weil es keinen Sinn macht sich über jeden gelassenen Furz irgendwelcher Loonies Gedanken zu machen. Besonders dann, wenn für bestimmte Personen das Bloggen eine Art von Ersatztherapie darstellt oder sie nur deshalb einen Blog betreiben, um Aufmerksamkeit zu erlangen und damit das geringe Selbstbewusstsein zu stärken. Letztere bezeichne ich gerne als Trafficnutten (Hoffentlich bringe ich jetzt nicht Hydra gegen mich auf. Ein paar liberale Schwule sind ja neuerdings schlecht auf mich zu sprechen, weil sie mich für einen homophoben Libertären halten und meinen harten Angriff auf einen rechts-rechts-konservativen Hassblogger verurteilen. Jedenfalls die Art und Weise der gerittenen Attacke. Es sei ihnen gegönnt und wenn sie die Eier dazu haben, dann werden sie auch die Verantwortung für ihr Geschreibsel übernehmen.), die alles dafür tun, um im fragwürdigen Zwielicht einer virtuellen Scheinöffentlichkeit zu stehen. So ein Fall ist der grenzdebile Neuköllner Marcel Bartels, von dem hier aber nicht die Rede sein soll, obwohl sein neuester Coup (“Ich höre auf zu Bloggen, weil es hier Zensur wie in China gibt und mache unter .com/.org den selben hirnlosen Schwachsinn weiter.) einmal wieder deutlich macht, daß ein sehr großer Teil der deutschen Blogger einen an der Waffel hat und unter Verfolgungswahn leidet. So. Jetzt habe ich mich genug aufgewärmt und wende mich dem eigentlichen Thema zu:
Monatsarchiv: Januar 2007
Bin ich ein Philosemit?
Das ist eigentlich eine rhetorische Frage, aber seit ich in einem Blog, der den Namen eines Massenmörders trägt, (obwohl der Blogger dort, sich angeblich nicht wirklich nach dem Massenmörder benannt haben will, sondern der betreffende Blogger, ein alternder Ex-Revoluzzer, der gerne mal zur Sabotage aufruft und dabei sicherlich selber keine solche Sabotage betreibt, hat den Namen des Massenmörders mal als Spitzname von seinen “Genossen” verpasst bekommen.) von einem Kommentator als “philosemitischer Schleim” beschimpft wurde, der seine “mutmasslich arische Klappe” halten soll, lässt mich diese Frage nicht mehr los. Ich werde mich diesem Thema mit gewohnter Sachlichkeit widmen.
Selbstmordanschlag in Eilat
In der süd-israelischen Hafenstadt Eilat hat ein palästinensischer Selbstmordattentäter drei Menschen in einer Bäckerei ermordet. Das ist das erste Selbstmordattentat seit April 2006. Gleich drei palästinensische Terrorgruppen reklamieren für sich stolz die grausame Tat. Der “Islamische Dschihad”, die “Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden”, die ein Teil der Fatah Bewegung von “Präsident” Abbas sind und eine bisher unbekannte Gruppe mit dem Namen “Armee der Gläubigen”. Bei dem Selbstmordattentäter soll es sich um einen 21-jährigen Palästinenser aus Gaza-Stadt handeln.
In Gaza tobt derweil der palästinensische Bürgerkrieg zwischen Hamas und Fatah weiter. Bei innerpalästinensischen Kämpfen sind seit Freitag mindestens 25 Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Dazu wurden zahlreiche Kämpfer und Funktionäre beider Seiten entführt und werden als Geiseln festgehalten. Ist das die Art von Frieden, die den palästinensischen Fanatikern vorschwebt? Krieg im Inneren und Krieg nach Aussen.
Ein Satz mit X
Das war wohl nix.
In meinen Augen fiel die heutige Demo regelrecht ins Wasser und wurde vom Sturm weggeweht. Optimistisch geschätzt hatten sich etwa 1000 bis maximal 1200 Menschen eingefunden. Erwartet wurden 5000. Was ich von dieser Demo mitnehme? Durchweichte Klamotten, eine geflutete Digi-Cam, einen MP3-Player der zwar noch als Diktiergerät funzt, aber aus irgend einem Grund das Abspielen von Musik verweigert.
Ob nun das Wetter oder der “Widerspruch” der bahamitischen Ex-Mitverschwörer verantwortlich ist, kann und will ich jetzt, wo sich gerade die Erkältung durch meinen Körper frisst, nicht sagen. Von den Rednern konnte eigentlich auch nur Matthias Küntzel überzeugen und das auch nur mit einem ausreichend. Schieben wir es einfach auf das Wetter.
Ed Koch von Paper Press fordert Sippenhaft
Ich bin generell gegen Orden und ähnliche Ehrungen und wenn man mir das Bundesverdienstkreuz oder ähnlichen wertlosen Tand anbieten würde, dann wäre meine Antwort ein Zitat a la Götz von Berlichingen. Auch schon deshalb, weil das eine oder andere Arschloch so ein Stück Blech um den Hals gehängt bekommt und man dann in schlechte Gesellschaft gerät. Das will ich nicht.
Freud lässt grüßen
Mal wieder offener Rassismus bei politicallyincorrect.de – Teil 1
Gestern berichtete ich über den Vorfall in Lichtenrade, bei dem ein Polizist außer Dienst von einer Jugendgruppe übel zusammengeschlagen wurde und ich hatte versprochen mich den Reaktionen innerhalb der Blogosphäre zu widmen, denn da kochen einige wieder ihr rassistisches Süppchen auf sehr hoher Flamme. Wenn sich da mal nicht ein paar sog. “Konservative” die braunen Finger verbrennen. Dabei werde ich den größten Teil hier den politisch inkorrekten Vollidioten und ihren Kommentar-Sturmtruppen widmen. Ich habe tief in der braunen Scheiße wühlen müssen, aber ich habe weder meine geistige, noch meine körperliche Gesundheit geschont. Fangen wir Chronologisch an:
Neo-Linker Totalitarismus a la Chavez
Venezuela wird am morgigen Donnerstag einen wichtigen Schritt in Richtung sozialistischer Diktatur machen, denn die Nationalversammlung will in zweiter Lesung ein von Hugo Chavez erst Mitte Januar eingebrachtes Ermächtigungsgesetz verabschieden. Dieses Gesetz räumt Chavez “Sondervollmachten” für 18 Monate ein. Die ausschließlich mit Chavisten besetzte Nationalversammlung stimmte in erster Lesung einstimmig für das Gesetz. Des weiteren strebt der Caudillo eine Verfassungsänderung, um sich über 2013 hinaus unbegrenzt wiederwählen zu lassen.
Die Wahrheit über das Telegehirn
Via Obiter Dictum habe ich diesen Test bei Liberty.li gefunden und hier ist das Ergebnis:
Damit möchte ich auch einmal wieder meinen “Freunden” vom rot-braunen Rand und auch dem einen oder anderen ÖiKo-Faschisten die Gelegenheit geben, die eine oder andere Denunziation vom Stapel zu lassen.
Dutschke kommt! Vielleicht
Am Sonntag fand der von der CDU in Kreuzberg-Friedrichshain forcierte Bürgerentscheid zur Zurücknahme der Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße statt. Der Bürgerentscheid hat insgesant 200.000 € gekostet. Den WählerInnen in Kreuzberg-Friedrichshain wurde folgende Frage vorgelegt:
„Das Bezirksamt wird aufgefordert, die Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße zurück zu nehmen.“
Von den 184.827 Abstimmungsberechtigten gaben nur 30.695 oder 16,6 % ihre Stimme ab. 13.142 oder 42,9 % stimmten mit Ja und 17.478 oder 57,1 % stimmten mit Nein ab. Der Versuch der CDU die Umbenennung zu verhindern ist gescheitert. Das erforderliche Beteiligungsquorum lag bei 15 %. Damit sind auch die bahamitischen Insulaner mit ihrem Anliegen gescheitert, die Rudi-Dutschke-Straße zu verhindern. Mir persönlich ist das eher egal, denn wenn es z.b. eine Kaiser-Wilhelm-Str. in Berlin gibt, eine Bismarkstraße oder eine Karl-Marx-Straße, dann kann es auch ruhig eine Straße nach Rudi Dutschke benannt werden. Schließlich gibt es auch eine Axel-Springer-Straße, die ironischerweise an die Rudi-Dutschke-Straße grenzen würde. Es handelt sich bei der ganzen Auseinandersetzung um eine politische Spiegelfechterei im Vorfeld des 40. Jahrestages der 68er Bewegung. Beide Seiten haben sich hoffnungslos verrannt und beharren aus rein ideologischen Gründen auf ihrer Position. Geschenkt.
Manfred Dutschke, der Bruder von Rudi Dutschke, CDU-Stadtverordneter im brandenburgischen Luckenwalde, hat sich positiv zu dem Ausgang des Bürgerentscheids geäussert. Ob die Kochstraße im Sommer wirklich umbenannt wir, ist vollkommen unklar, denn einige Firmen, die ihren Sitz an der Kochstraße haben, wollen gegen die Umbenennung vor dem Verwaltungsgericht Berlin klagen. Zu den 27 Klägern gehören u.a. die Axel-Springer AG, die Wohnungsbaugesellschaft GSW, die Bundesingenieurkammer, Madra Immobilien und andere Gewerbetreibende. Die GSW hat angekündigt den gesamten Klageweg zu beschreiten, weil sie angeblich Kosten in Millionenhöhe fürchtet. Das ganze Briefpapier….Ähm…müsste geändert werden und die vielen Visitenkarten. Naja…ein etwas merkwürdiges Argument und da frage ich mich, ob die GSW einen Riesenvorrat an altem Briefpapier besitzt.
Am Rande bemerkt: Die Wahlbenachrichtigungen wurden von der PIN AG, einem privaten Postzustelldienst, zugestellt und dieser kassierte dafür 60.000 €. Die PIN AG gehört u.a. der Axel Springer AG. Ein Schelm wer Böses dabei denkt….
Lichtenrade: Ein paar persönliche Anmerkungen
Als ich am Samstag diese Meldung las, horchte ich auf, denn ich lebte als Kind und Jugendlicher in Berlin-Lichtenrade. Meine Eltern zogen Ende der 70er Jahre von Kreuzberg 61 nach Lichtenrade. Ich besuchte dort die Grundschule und das Gymnasium. Allerdings war ich nicht auf dem Georg-Büchner-Gymnasium, sondern auf dem anderen Gymnasium in Lichtenrade. Dieses hatte damals einen schlechten Ruf, denn kurz bevor ich dort meine Kreise zog, gab es einen “Drogenskandal” (Es hatte jemand mit Grass gehandelt.) an der Ullrich-von-Hutten und deshalb wollten viele Eltern ihre Kinder lieber nicht dorthin schicken und so erhielt das Georg-Büchner-Gymnasium größeren Zuspruch als es verkraften konnte. Meine Wahl fiel von Anfang an auf die UvH, nicht nur wegen der guten und erfolgreichen Schach-AG, mit der ich den einen oder anderen Erfolg erringen konnte.
Aufruf zur Grossdemonstration am 28. Januar
Am 28. Januar (15 Uhr) findet in Berlin eine Grossdemonstration gegen den Grössenwahnsinn des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad statt. Telegehirn unterstützt diese Demonstration und wird auch daran teilnehmen und darüber berichten.
Weitere Informationen zu der Grossdemonstration gibt hier. Es gibt auch Mitfahrgelegenheiten für auswärtige TeilnehmerInnen.
Spiegel Online, du Opfer!
Spiegel Online übernimmt von perlentaucher.de die Artikelserie “Heute in den Feuilletons” und kontrolliert den übernommenen Inhalt anscheinend nicht. Ok, ich gebe zu, dass es für viele Menschen sehr schwer ist, zwischen “Jungle World” und “junge welt” zu unterscheiden. Die Artikelreihe “Heute in den Feuilletons” befasst sich, wie der Name ja schon erahnen lässt, mit den deutschsprachigen Feuilletons unserer Medienlandschaft. Der Perlentaucher zitiert am 13. Januar aus einem NZZ-Artikel von Joachim Güntner zum Thema “Opferkultur”. Wobei es sich nicht wirklich um ein Zitat handelt.
Bei der NZZ steht im Original:
Beim Perlentaucher und natürlich auch bei Spiegel Online findet sich dagegen die Fälschung:
Wie jetzt? Sind die pöhsen Antideutschen jetzt auch noch zu “DDR”-Nostalgikern mutiert? Dazu treiben sie sich im Umfeld der national-bolschewistischen Postille “junge welt” herum? Wenn das jetzt wirklich so ist, dann hänge ich mal schnell eine “DDR”-Fahne raus und abonniere die “junge welt”. Als antideutscher Stalker muss ich ja mit der Zeit gehen.
Die intellektuelle Unterschicht scheint nicht einmal mehr Copy&Paste zu beherrschen oder es handelt sich um eine wohlkalkulierte Fälschung im Bartelschen Sinne.
Nachtrag:
Der Perlentaucher und auch Spiegel Online haben inzwischen den Unterschied zwischen “junge welt” und “Jungle World” begriffen und das korrigiert, aber weiterhin gelten Antideutsche als “DDR”-Nostalgiker. Es lebe der Antideutsche “DDR”-Nostalgiker!
Dank an SIG für den Hinweis und den screen shot.



