Das war wohl nix.
In meinen Augen fiel die heutige Demo regelrecht ins Wasser und wurde vom Sturm weggeweht. Optimistisch geschätzt hatten sich etwa 1000 bis maximal 1200 Menschen eingefunden. Erwartet wurden 5000. Was ich von dieser Demo mitnehme? Durchweichte Klamotten, eine geflutete Digi-Cam, einen MP3-Player der zwar noch als Diktiergerät funzt, aber aus irgend einem Grund das Abspielen von Musik verweigert.
Ob nun das Wetter oder der “Widerspruch” der bahamitischen Ex-Mitverschwörer verantwortlich ist, kann und will ich jetzt, wo sich gerade die Erkältung durch meinen Körper frisst, nicht sagen. Von den Rednern konnte eigentlich auch nur Matthias Küntzel überzeugen und das auch nur mit einem ausreichend. Schieben wir es einfach auf das Wetter.












[...] Berichte zur Demo auch hier: Anti-Antiamericanism.com, Fuchsbau, Telegehirn, Die Achse des [...]
hallo,
du hast recht, es waren weniger leute bei der demo als erwartet. trotzdem finde ich du beschreibst deine eindruecke etwas sehr negativ. ich komme zu einer etwas anderen einschaetzung
http://grenzgaenge.wordpress.com/2007/01/29/bericht-von-der-ili-demo/
herzliche gruesse,
grenzgaenger
Klar, wenn ich deinen Bericht lese, dann hattest du ja eine lustige Anfahrt mit netten Leuten. Da ist die Wahrnehmung natürlich eine andere und ich war gestern einfach etwas deprimiert. Auch und gerade wegen der relativ geringen Zahl der TeilnehmerInnen. Keine Frage: die Stimmung war gut, trotz des schlechten Wetters.
Bei der langen Vorbereitung und der großen Diskussion vor der Demo hätte ich mir halt mehr Leute erhofft. Gerade weil das Thema den Leuten ja eigentlich auf den Nägeln brennen sollte. Meine “Kritik” galt auch weniger denen, die sich die Mühe gemacht hatten nach Berlin zu kommen, sondern jenen die nicht da waren.
Ich war anfangs auch enttäuscht über die Zahl der TeilnehmerInnen. Ich war allerdings schon recht bald am Alex, so etwa pünktlich um 15 Uhr, und ich war froh, dass dann doch noch ein paar Menschen kamen.
Meine These zum “Widerspruch” der bahamas ist, dass die bahamas einen Reflex gegen Menschenmengen über ca. 500 Teilnehmern hat. Sobald diese kritische Zahl erreicht wird, macht es *klick* in den Köpfen der bahamas-Redakteure und sie werden skeptisch, wie eine Demo FÜR Israel, was ja logische Koinsequenz jeder Vernunft ist, in Deutschland zustande kommen kann. Sie suchen dann schnell ein Haar in der Suppe, und finden es natürlich auch. Gaaaanz unberechtigt ist die Kritik ja nicht, dass der “gegen Appeasement”-Ruf nicht oder nur sehr leise im 5-zeiligen Aufruf herauskommt.
Die Rede des Vertreters zionistischer Studenten (seinen Namen und den des Vereins weiß ich nicht mehr genau), fand ich nicht schlecht: “…vorbildliche Außenpolitik der Vereinigten Staaten…”
Ich argwöhne, dass von Seiten der Red. Bah. gekränkte Eitelkeiten im Zusammenhang mit der letzten Demonstration eine Rolle spielten.
Joar, mir ist zu Ohren gekommen, daß einige Vertreter der jüdischen Gemeinde nach der letzten Demo im Sommer sagten, daß sie nie wieder mit solchen Leuten (Antideutsche/Bahamiten) eine Demo machen wollten. Wahrscheinlich fühlten sich die Bahamiten jetzt an den Rand gedrängt.
Die 500 Teilnehmer-Theorie könnte sogar stimmen. Wobei ich zugeben muss, daß Massen einem manchmal verdächtig sein können.
Der Muslim-Markt hat sich auch mit der Demo beschäftigt. Gewohnt dämlich.