Heute gegen 14 Uhr entdeckte eine Streife des polizeilichen Objektschutzes an der jüdischen Kindertagesstätte Gan Israel am Spandauer Damm in Berlin-Charlottenburg antisemitische Schmierereien. Unbekannte Hassverbrecher hatten die Fahrbahn vor der Kita, den Zaun und die Wände mit antisemitischen Parolen wie “Juden raus“, “Auschwitz”, “Weg hier”, “SS” und mit Hakenkreuzen beschmiert. Die darauf alarmierte Polizei entdeckte bei der Absuche des Tatorts ein eingeschlagenes Fenster und innerhalb der Kita einen verdächtigen Gegenstand, der durch Spezialisten des LKA als Rauchbombe indentifiziert wurde, die aber nicht zündete.
Dieser feige Anschlag macht leider erneut deutlich, daß das jüdische Leben in Berlin nicht genug geschützt wird. Stephan Kramer, von der jüdischen Gemeinde Berlin, kritisierte im RBB die mangelnden Sicherheitsmaßnahmen der Berliner Polizei. Der Träger der Kita hätte die Sicherheitsbehörden in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, daß man mehr für die Sicherheit machen müsse. Doch der Senat reagierte nicht und erst jetzt, nach dem Anschlag, bequemt sich sich der Innensenator zu einem lauen Statement:
“Wir tun alles, um das Gebäude zu schützen und um der Täter habhaft zu werden.”
RBB-Video zu dem Anschlag. (Real Player)
Berliner Morgenpost: Anschlag auf jüdischen Kindergarten














