Am 5. März berichtete ich schon über den antiamerikanischen Oberstleutnant der Bundeswehr, Jürgen Rose, der ein Herz für afghanische Widerstandkämpfer Taliban-Terroristen hat. Nun verweigerte eben jener Jürgen Rose, medienwirksam in der ARD-Sendung Panorama (RealVideo des Panorama-Beitrags), die Arbeit an seinen Schreibtisch im Wehrbereichskommando IV des Streitkräfteunterstützungskommandos in München, das unter anderem für die logistische Unterstützung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr zuständig ist. Ab der nächsten Woche wird Jürgen Rose in einer anderen Dienststelle arbeiten.
Jürgen Rose spricht wohl vielen seiner Volksgenossen aus der Seele, wenn er sich gegen den „von US-Präsident Bush proklamierten Kreuzzugs gegen den Terror“ ausspricht, den Kampf gegen die islamofaschistischen Taliban als Kolonialkrieg ansieht oder den Einsatz der deutschen Tornados in Afghanistan als Beteiligung der Bundeswehr „an einem globalen Krieg an der Seite der US-Truppen zur ökonomischen Kolonialisierung des Planeten mit militärischen Gewaltmitteln“ bezeichnet. Solche Töne kennt man sonst nur von linksextremistischen Sektierern oder neofaschistischen Volksverhetzern. So sollte es auch nicht verwundern, wenn sich die SED-Fraktion in der Volkskammer in einer Presseerklärung hinter Jürgen Rose stellt.
Jürgen Rose ist auch Vorstandsmitglied des „Arbeitskreis Darmstädter Signal“, einer Vereinigung aktiver und ehemaliger Bundeswehroffiziere, die mit der sog. „Friedensbewegung“ verbandelt sind. Dieser Arbeitskreis verfasste im August 2006 eine Erklärung zum Libanon-Einsatz deutscher Soldaten und die „Signaler“ wollen in der UNSR-Resolution 1701 einige schwerwiegende Defizite entdeckt haben:
Punkt 1 spiegelt den nahtlos aus den 80er Jahren übernommenen Antiamerikanismus wider, der u.a. durch Verschwörungstheorien gespeist wird. Bei Punkt 2 fehlt nur noch der Hinweis, daß die Israelis im Libanon wie Hitler gehandelt hätten. Ein Vergleich der in antiamerikanischen Kreisen nicht unüblich ist und dort mittlerweile zum ideologischen Rüstzeug gehört. Punkt 3 macht wieder einmal deutlich, daß viele doitsche Volksgenossen Israel nicht einmal das Recht auf defensive militärische Handlungen zugestehen wollen. Das Israel sich gegen seine Ausradierung verteidigt, ist für doitsche „Friedensfreunde“ ist noch das größte Unrecht. Punkt 4 macht die Denkweise der „Signaler“ deutlich, denn die drei entführten israelischen Soldaten sind keine Kriegsgefangenen, sondern Geiseln von Terroristen und das die Hamas-Regierung demokratisch gewählt wurde, ändert ja nichts an deren faschistischer Gesinnung, mit der Rose offensichtlich mehr anfangen kann, als mit „westlichen Werten“ wie Freiheit und Selbstbestimmung. Sollte so jemand in der Bundeswehr sein?
Bei Jürgen Rose handelt es sich um einen ideologisierten Schreibtischsoldaten, der aus seiner antiamerikanischen und antiisraelischen Haltung keinen Hehl macht und sich trotzdem der Zustimmung eines großen Teils des doitschen Volkes sicher sein kann und so konnte er auch die ARD-Sendung Panorama gezielt für seine Propaganda nutzen und gab es nicht erst im Februar massive Kritik an dem Polit-Magazin des NDR?















Was für ein Vollhonk!!! Der sollte kündigen wenn ihm der Job bei der Bundeswehr nicht passt und nich so rumheulen, wie böse der Ami ist. Wenn es nach Rose geht, dann regieren bald wieder seine Taliban-Freunde.
Naja, der Oberstleutnant ist ja nicht erst seit gestern in der deutschen Medienlandschaft unterwegs und anscheinend konnte er bisher ungestört seine Sache durchziehen. Warum da keine Maßnahmen getroffen wurden, weiß ich nicht.
Guter Artikel. Das wusste ich nicht.
Ohne seine ideologischen Geschwüre hätte ich gesagt, es ist ok, dass er das nicht will.
Aber nun..
Übrigens: solange es gegen die Taliban geht, können die Amis ruhig ordentlich einheizen, dummerweise machen sie praktisch immer viele Kollateralschäden. Auch wenn vieles erst später rauskommt. In dieser Hinsicht bin ich definitiv für deutsche Zurückhaltung. (Ich hoffe, unsere Jungs klären besser auf als die Amis.. Kein FF, wenn Ihr versteht, was ich meine
)
In der Berichterstattung der Medien wird ja jetzt so getan, als ob ein Pilot den Einsatz verweigern würde oder ob das ganz spontan passiert wäre. Mitnichten: hier handelt es sich um ein gut vorbereitetes Medienmanöver eines Etappenhengstes.
Viele haben anscheinend schon das Terrorregime der Taliban vergessen.
Die anderen Idioten beim Bund, die Landser-Heftchen lesen und sich Wehrmachtsbilder in die Stube hängen, sind zumindest als Soldaten einsetzbar. Aber dieser Typ taugt ja nicht mal als Minenräumgerät oder Panzersperre. o_O
Wie jetzt ein Schreibtischhengst zum heldenhaften Widerstandskämpfer gegen die Weltherrschaftspläne der Amis aufgebaut wird, ist einfach nur noch grotesk. Rose ist ja nur indirekt am Einsatz in Afghanistan beteiligt und seit langem als Agitator bekannt.
Schade das viele Medien den Hintergrund von Rose, seine Vergangenheit, nicht berücksichtigt haben. Wer dem Muslim-Markt ein Interiew gibt, sollte mit Vorsicht betrachtet werden. Wer ständig gegen die „Amis“ und Israel hetzt, der hat in der Bundeswehr eigentlich nichts zu suchen. Kann man so einem nahelegen den Heldentod zu sterben?
Ich weiss jetzt nicht, wie man sich aus „antideutscher“ oder Telegehirn-Sicht ein „Nie wieder…“ vorstellt, aber gerade das Konzept des „Staatbürgers in Uniform“, mit der Möglichkeit Gewissensentscheidungen über das Befehlsprinzip zu stellen, erscheint mir da sehr geeignet. Nichts anderes hat der Herr Rose gemacht. Das ist offensichtlich alles andere als treudeutscher Kadavergehorsam . Dass dem Telegehirn die Gewissensentscheidung nicht passt… zwar wird der Herr Rose ein paar Nächte lang in sein Kissen weinen, wenn er das erfährt (wer würde das nicht?), aber zum „Volksgenossen“ mit „faschistischer Gesinnung“ oder auch „linksextremistischen Sektierer“ der sich der „Zustimmung eines großen Teils des doitschen Volkes sicher sein kann“ macht ihn das noch lange nicht.
Wir haben es hier ja nicht mit einem Wehrpflichtigen zu tun, sondern mit einem Berufsschreibtischsoldaten, der ja schon länger seinen Standpunkt in diversen Medien deutlich gemacht hatte. Nicht erst seit dieser Woche. Rose ist ein politischer Offizier. Hast Du eigentlich mal gelesen, was der so in den letzten Jahren alles geschrieben hat? Wenn ihm das alles nicht passt, dann sollte er doch lieber kündigen, oder? Das Darmstädter Signal hat ja eine eindeutige Haltung und wenn ich den Blödsinn lese, die die z.b. zum Libanonkrieg geschrieben haben, dann wird doch deren Weltbild deutlich.
Her Rose hat doch nicht über Nacht diese „Gewissensentscheidung“ getroffen und ich frage mich, wo sein Gewissen bleibt, wenn er von den Taliban als „afghanischen Widerstand“ redet. So etwas finde ich gewissenlos. Rose ist ein politischer Offizier.
Im „junge welt“ Interview sagte Rose am Ende:
Seine Haltung dazu:
Keine Zustimmung im Volk?
Ich stimme Dir zu, dass die Sicht der Taliban als „afghanische Widerstandskämpfer“ Nonsens ist. Das würde ja implizieren, dass sie irgendeine Art von Legitimation des afghanischen Volkes haben, für sie zu kämpfen – aber es sind ja „nur“ geschlagene Vertreter eines repressiven Regimes.
Es mag auch sein, dass es von Herrn Rose persönlich etwas schizophren ist, als ein „der Friedensbewegung nahestehender“ ausgerechnet Berufsoffizier zu sein. Sollte er deshalb kündigen (müssen)? Nein, nein, und tausendmal nein! Genau das ist nämlich der Punkt: Die Bundeswehrsoldaten als „Staatsbürger in Uniform“ sollen das demokratische Meinungsspektrum der Gesellschaft abbilden. (Ist sicher nicht der Fall, aber es MUSS zumindest theoretisch möglich sein) Das sind Lehren aus der Weimarer Republik, wo sich in Reichswehr, Freikorps, diversen paramilitärischen Verbänden „Staaten im Staate“ herausbildeten.
Wenn es im übrigen zutreffen sollte, was Herr Rose im „Junge Welt“-Interview äußert und Du es indirekt auch sagst, dass eine Mehrheit im deutschen Volk gegen den Afghanistan-Einsatz ist – was macht dann die Armee eines demokratischen Staates in Afghanistan?
P.S. Nein, ich habe nicht gelesen, was Rose in den letzten Jahren so geschrieben hat. Es geht mir gar nicht um Rose, sondern um darum, wie Du den hier angreifst. Das musst Du ja begründen – nicht ich.
Mir ist das Konzept des Staatsbürgers in Uniform sehr wohl bewußt, aber dieses Prinzip ist ja irgendwie an die Wehrpflicht gekoppelt. Wie Du schon richtig geschrieben hast: theoretisch möglich sein. Mir gefällt dieser Gedanke natürlich auch, aber die Realität sieht ja anders aus. Rose ist auch Berufssoldat und ich glaube nicht, daß man dieses Konzept bei Berufssoldaten auch nur annähernd ermöglichen kann. Gerade bei Berufssoldaten muss es da sehr enge Grenzen geben, denn sonst gibt es nur noch politische Soldaten und wohin das führt ist doch bekannt. Ich halte Rose für einen Radikalen/Extremisten, wenn auch nur verbal.
Habe ich das deiner Ansicht nach nicht ausreichend getan? Ich habe schon im Artikel von März ein paar Zitate von Jürgen Rose zusammengestellt. Was er im „Freitag“ geschrieben hatte, war recht deutlich und das Interview in der jw auch. Möchtest Du gerne noch mehr?
Rose meinte den Einsatz der Tornados, der angeblich von fast drei Viertel der Deutschen abglehnt wird. Ob das auch auf den Afghanisteneinsatz insgesamt zutrifft, weiß ich nicht. Wobei solche Werte durch Umfragen ermittelt werden und daher mit Vorsicht zu geniessen sind.
Ich brauch nicht zu sagen was ich von dem Mann halte…. oder?
Mir schon klar, dass Du über das Staatsbürger-in-Uniform-Konzept Bescheid weisst. Ich schrieb das oben nur hin, damit das Argument nicht nur halb da steht. Das mit der Wehrpflicht ist ein interessanter Punkt, aber m. E: nur ein Scheinargument. Wir haben ja formal keine Berufsarmee in Deutschland und ergo auch formal keine Berufs-, sondern nur Zeitsoldaten (und Wehrpflichtige). Das ist ja auch etwa der Kern der Debatte um die Wehrpflicht, die immer mal wieder aufkommt. Kontra: Militärisch überflüssig, weil hohe Anzahl an Soldaten in moderner Kriegsführung nicht notwendig; teuer; „Wehrgerechtigkeit“ kaum noch zu gewährleisten; viele (junge Männer) dagegen… Pro: Bundeswehrsoldaten als Staatsbürger in Uniform-Konzept ist (wie Du auch anmerkst) an Wehrpflicht gekoppelt.
Warum die Möglichkeit der Gewissensentscheidung zu einer zwangsweisen Politisierung der Soldaten führt, hast Du nicht begründet. Soweit ich weiss, müssen Gründe für Befehlsverweigerung de jure plausibel vor einer Art Militärgericht dargestellt werden. Das hat Herr Rose unter Hinweis auf das GG und das Völkerrecht getan. Mit ein paar platten linksextremistischen Aussagen kann man so eine Jury aus hochrangigen Militärjuristen bestimmt nicht beeindrucken.
Wenn es so wäre, wie Du sagst, müssten ja etwa alle Wehrdienstverweigerer auch politisiert sein.
[...] OTL Rose hat die Tradition der Freikorps in der Weimarer Republik, die sich der gesetzgebenden Gewalt nicht beugten, wiederbelebt. Rose glaubt also mit seiner höchstpersönlichen Auslegung des Völkerrechts könne er sich über die unmissverständliche Entscheidung des Bundestages hinwegsetzen. Wenn nicht einmal mehr das Parlament einem Soldaten befehlen kann, an einem Einsatz teilzunehmen den es für richtig erachtet, ist der Primat der Politik hinfällig. Sollte die Mannstärke des Freikorps Rose in Zukunft mehr Soldaten als nur einen Oberstleutnant umfassen, wären die bescheidenen Erfolge der Bundeswehr in friedenssichernden Einsätzen in Gefahr. Entweder wird die Bundeswehr endgültig zum Flecktarn-THW die Soldaten werden gezwungen ihren Diensteid auch gegen ihre persönlichen Affekte zu erfüllen. In beiden Fällen würden der Bundeswehr bemerkenswert gute Charakteristika verloren gehen. [...]
Ist es Zufall, dass dieser ominöse „Arbeitskreis Darmstädter Signal“ die Abkürzung ADS mit der ehemaligen DKP-Vorfeldorganisation „Arbeitskreis Demokratischer Soldaten“ teilt?
Ja, das ist Zufall.
Das Konzept des Staatsbürgers in Uniform scheint momentan das Hauptargument der Politik für den Erhalt der Wehrpflicht zu sein. Die Wehrpflicht ist aber längst nicht mehr zeitgemäß, auch und gerade weil sie ein Zwangsdienst ist. Wehrpflichtige dürfen ja nicht gegen ihren Willen im Ausland eingesetzt werden und müssen, wenn sie es freiwillig machen wollen, länger dienen. Von daher hat das Konzept kaum eine Wirkung auf Auslandseinsätze der Bundeswehr, wenn auch mittlerweile ein großer Teil der Zeitsoldaten aus den Reihen der Wehrpflichtigen heraus rekrutiert wird. Das ist für die Bundeswehr ein Hauptargument für den Erhalt der Wehrpflicht.
Ein wichtiger Aspekt wurde noch gar nicht erwähnt: der Zivildienst. Eine Abschaffung der Wehrpflicht bedeutet ja auch das Ende für den Kriegsdienst ohne Waffe und die Folgen für den sozialen Bereich wären enorm und in meinen Augen ist das einer der Gründe, warum es die Wehrpflicht immer noch gibt. Sicherlich könnte man eine Art soziales Zwangsarbeitsjahr für alle einführen, aber dann wären m. E. aus verfassungsrechtlichen Gründen auch die Frauen betroffen. Die Regierung möchte ich mal sehen, die das auf den Weg bringt und den Bundestag und vor allem den Bundesrat, der das verabschieden soll. Not in our lifetime.
Das dachte ich bis eben eigentlich auch, aber laut der Bundeswehr gibt es längst Berufssoldaten:
Es geht hier ja nicht um die Gewissensentscheidung eines zur Musterung einbestellten jungen Mannes, sondern es handelt sich um einen Soldaten, der seit etwa 20 Jahren bei der Bundeswehr ist. Sicherlich beruft sich Rose jetzt auf eine neue Situation:
Nun wird Rose ab heute in einer anderen Dienststelle Verwendung finden. Zur Wahrung der gewissenschonenden Handlungsalternative wurde er versetzt. Damit hat er allerdings nicht in der Sache Recht bekommen und ob es jetzt noch ein Verfahren gegen ihn gibt, kann ich nicht beurteilen.
In der Sache ist er meiner Meinung nach nicht im Recht, denn der Einsatz ist sehr wohl legal. Erst einmal muss der Bundestag einem Auslandseinsatz der Bundeswehr zustimmen (Parlamentsvorbehalt). In diesem Beschluß muss genau der Umfang, die Art und die Dauer des Einsatzes festgelegt sein. Das ist am 9. März geschehen. Wobei es nach einem Urteil des BVG bei „Gefahr im Verzug“ auch ein Einsatz ohne vorherige Billigung möglich wäre, wenn der Bundestag dem Einsatz nachträglich zustimmt.
Das BVG hat ja den Antrag von Gauweiler und Wimmer eine einstweilige Anordnung gegen den Einsatz der Tornados zu erlassen abgelehnt.
Das BVG hat schon in früheren Urteilen deutlich festgelegt, unter welchen Bedingungen Auslandseinsätze erlaubt sind.
Hier eines der Urteile, was ich kurzfristig finden konnte:
BVerfG, 2 BvE 6/99 vom 22. November 2001, Absatz-Nr. 156. Hervorhebungen von mir.
BVerfG, 2 BvE 6/99 vom 22. November 2001, Absatz-Nr. 159-163. Hervorhebungen von mir.
Wenn dieser Rose wirklich konsequent wäre und es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, sollte er die Armee verlassen… aber dann würde er ja seine Bezüge verlieren und damit auch auf das Geld verzichten müssen.
@Telegehirn: kommentiert der Maniac bei Dir auch unter falscher Flagge oder nur unter seinem bekannten Pseudonym?
Ich bin ja auch sehr verwundert, daß der Dean, unter seinem bekannten Pseudonym, hier im März schon den zweiten Kommentar verfasst hat. Vielleicht macht er das, weilvon den ernstzunehmenden bloggern niemand bei mir kommentiert und er somit endlich erkannt hat, daß er nicht ernstzunehmen ist.
Gib zu, er (oder seine Krankenkasse) bezahlen Dich dafür – sonst lässt ihn ja keiner mehr
Daran ist nur die Gesundheitsreform schuld. Ich habe auch überlegt, ob ich es erlaube hier zu kommentieren, aber da sich hier noch nicht daneben benommen hat, lasse ich ihn erst mal zu. Ich glaube ja an das Gute im Menschen. Sogar bei Dean. Ich will auch seinen Resozialisierungsversuchen nicht im Weg stehen.
Hmm. Diese ungewöhnliche Tatsache lässt einen Verdacht aufkommen: bist Du sicher, dass er’s und nicht jemand anders ist? Aber diesbezüglich ist er sich wohl nicht mal selbst sicher
Herrn Rose kenne ich persönlich einigermaßen gut – mir noch bekannt aus Studienzeiten an der Bundeswehr-Universität in Neubiberg/München, wo er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim (eher konservativ-bräsigen) Prof. Schwarz (Außenpolitik/Int. Beziehungen) gewesen ist. Ich mag zwar die Begriffe der Arschbacken-Politik nicht, aber Rose ist nunmal waschechter Linker, dazu Etatist durch und durch, und mir scheint, einer von der doch etwas verwirrten Sorte. Das zeigte sich schon damals. Korrektur einer politikwissenschaftlichen Seminararbeit hieß schon damals, korrekt in röslichem Sinne zu schreiben. Sonst nix Schein.
Darmstädter Signal: Man ist sich in diesem Zirkel, entstanden zu Zeiten der 70er Anti-Amerika-Hysterie, aber heute mehr als nur ein Friedensbewegungs-Ableger in Tarnfleck-Umgebung, nie zu schade, seinem „Dienstherrn“ ans Bein zu pinkeln, wo es nur geht, natürlich unter weidlicher Ausnutzung aller Wege, die eben jener Dienstherr so bietet (etwa nach WDO mit ihrem Beschwerderecht für Soldaten), und zwar einfach, weil er der „Dienstherr“ ist (für Nicht-Behörden-Jargon-Kenner: Dienstherr ist die Bezeichnung für alles, dem ich qua Verpflichtung zu gehorchen habe – soweit zum „Primat der Politik“, denn diese Verpflichtungen sind nunmal gesetzliche und also politisch bestimmt). Man entblödet sich nicht, sofern man beim DS und aktiver Soldat ist, Monat für Monat, ausbezahlt im Voraus (!), aber recht kritiklos gutes bis bestes Soldatengehalt zu empfangen, nicht zu vergessen, ein Geld, das allen Wertschöpfenden im Lande qua Steuer-Enteignung zuvor aus der Tasche gezogen worden ist.
Eine linke bis „friedensbewegte“ Soldaten-Organisation („DS“ ist als e.V. eine private Veranstaltung) zu haben, ist weltweit wohl einmalig. Fast ist man geneigt, der Bundeswehr den Umstand ihre Existenz hoch anzurechnen, dass es so was gibt und „der Dienstherr“ es zulässt. Aber glaubt mir, DS-Leuten wird ans Bein gepisst, wo’s nur geht
)
Dass sich Herr Wünsch übers Pissen bzw. Ansbeinpissen von kritischen Soldaten sehr freut, ist keine Überraschung. Nur, und auch das ist keine Überraschung: Liberal ist seine Haltung nicht.
@ Bodo Wünsch:
Danke für die ausführlichen Hintergrundinfos. Das Darmstädter Signal, mit seinen rund 100 Mitgliedern, wirkt ja fast wie eine bedrohliche Massenbewegung.
Neues Deutschland
Focus
SED
Berliner Umschau
LinksZeitung
Vielleicht könnte Dean einmal ausführen, wer für ihn den wirklich liberal ist und wer sich nur liberal nennt. Es scheint ja jede Mege Scheinliberale zu geben.
@Telegehim
Zwei Stichpunkte zu Deiner Frage:
Reaktionäre Libertäre sowie Rechtslibertäre mit belegbarer Nähe zur Neuen Rechten: Scheinliberale.
Wer in Blogs beispielsweise gerne dazu neigt, Vertreter anderer Auffassungen „Trolle“ zu nennen: Scheinliberaler.
Wer nach Frankfurt fährt, um dort einem (ihm) verhassten Linken Morddrohungen in den Briefkasten zu werfen bzw. das Brechen jeden einzelnen Fingers anzukündigen: Scheinliberaler.
Wie gesagt: Mit Liberalismus hat das alles nichts zu tun. Das meine ich völlig ernst.
Uih, uih, Dean…
Macht mich ja schon neugierig, wer damit wohl gemeint sein könnte. Wir sind ja unter uns. Aber eines scheint mir dabei irgendwie unklar, denn seit wann ist ein Libertärer auch ein Liberaler? Ich dachte immer, daß es einen Unterschied zwischen Liberalen und Libertären gibt? Gibt es eigentlich auch Libertäre, die nicht reaktionär oder rechts sind? Bitte, bitte, bitte Dean, sag das ich nicht reaktionär und rechts bin. BITTE!
Also jeder der andere in Blogs als Troll bezeichnet, selbst wenn jemand wirklich trollt, kann kein Liberaler sein? Gilt das nur für Blogs oder auch für Foren? Schwierig, schwierig….
Ach, ja? Wer macht denn sowas? Ein Scheinliberaler? Hier kannst Du ruhig Namen nennen. Natürlich nur wenn Du es beweisen kannst. Einbildungen, Träume, Wunschvorstellungen, Halluzinationen und Wahnzustände zählen aber leider nicht als Beweis. Hat „er“ wieder was angestellt? Den bekommt ihr aber nicht wirklich unter Kontrolle, oder?
Wenn Du jetzt auf Jolly anspielst, dann möchte ich noch einmal deutlich machen, daß ein sexistischer Mobber wie er, nur eines sein kann: Ein Scheinlinker. Das meine ich jetzt völlig ernst. Die ganze Sache wäre aus der Welt, wenn er sich einfach für den Scheiß entschuldigen würde. Nicht mal bei mir, denn darauf lege ich keinen Wert, aber dazu ist er nicht in der Lage und sieht sich noch im Recht, wenn er mobbt und verleumdet. Wenn ich ihn wirklich fertig machen wollen würde, dann hätte ich ihm eine Verleumdungsklage reingewürgt, wegen seiner haltlosen und unbewiesenen Anwürfe, ich hätte balou angeblich enttarnt. Das wäre teuer geworden, aber diesen Wirbel ist mir der Scheinlinke nicht wert. Dachte ich bisher jedenfalls.
@telegehirn
Wer sich „linksliberal“ nennt, besser: glaubt, mit dieser Selbstzuschreibung irgendeinen angebbaren Sinn auszudrücken, von dem werden vernünftige – oder wenigstens ehrlich-offene Antworten auf Deine Fragen kaum zu erwarten sein ^^
Von Dean erwarte ich ehrlich gesagt keine sinnvolle Antwort, denn ich halte ihn für ideologisiert und merkbefreit. Das ist bei den Fragen schon eingepreist, aber ich finde es immer wieder faszinierend, wie er sich aufbläst.
@Telegehirn
Danke für den Artikel – interessant!
@Bobo Wünsch
Interessante Informationen!
P.S. Telegehirn – lasse Dich nicht ärgern – bei manchen ist halt mehr „Schein“ als „Sein“…
@Bodo Wünsch: das bestätigt mich in meiner Meinung die sich im laufe der Zeit aufgebaut hat….
Ich finde es beschähmend, dass anscheinend alle Teilnehmer der Diskussion genau dem entgene steuern, was den liberalen Rechtsstaat ausmacht. Der „Staatsbürger in Uniform“ gilt für alle Soldate nicht nur für Wehrpflichtige. Genau wie das Konzept der Inneren Führung, dass das selbstständige Denken von Soldaten und insbesondere von Offizieren fordert und vorraussetzt. Genau diese Gedanken unterscheiden die Bundeswehr von einem Söldnerheer, dass Menschen bezahlt ihr Gehirn auszuschalten und nicht mehr nachzudenken. Es geht um die Grundfesten der Demokratie. Und wenn der (von Euch, wahrscheinlich bildungsmstandmäßig Unterprivilegierten ohne Ahnung) studierte Stabsoffizier einfach so Extremist genannt wird, so ist das einfach Verleumdung!
Da ist ein Offizier, der, im Gegensatz zu den meisten anderen offizieren die nur um ihre Karriere besorgt sind, sein Gehirn Einschaltet und erkennt, dass ein Eingriff in die Souveränität des Staates Afghanistan (so schlimm die Menschenrechte da auch mit Füßen getreten werden) einfach Völkerrechts und Grundgesetzwidrig ist, so hab ihr Internetmenschen, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun haben als sich über Dinge totzuquatschen von denen ihr offensichtlich keinerlei Ahnung habt, nicht das Recht euch über diesen Mann zu muckieren.
Nebenbei: Jeder logisch denkende, gebildete Mensch sollte doch erkennen, dass es sich beim Afghanistan Einsatz um einen von den Amerikaner, die im Moment die ganze Welt anzünden, angezettelter Krieg zur innenpolitischen Ablenkung und wirtschaftlichen Machtvergößerung handelt!
Das können Euch MTV, VIVA und vielleicht sogar die tollen Propagandasendungen auf N24 und Phönix nicht vermitteln.
Das Denken überlassen wir dann lieber den Medie, oder den Pferden, die haben nämlich einen größeren Kopf!!!!!
Freie Meinungsäusserung nurnoch für Menschen gleicher Meinung?
Wahre Freiheit ist immer die Freiheit der anderen.
Die Afghanistanlüge
Hatte Adolf Hitler noch gemeint, das Deutsche Reich an der Wolga gegen den „jüdischen Bolschewismus“ verteidigen zu müssen, wird er in territorialer Hinsicht von der jetzigen Bundesregierung noch bei weiten übertroffen. Deutschlands neuer „Ostwall“ verläuft am Hindukusch, eine Region, wo sich Alexander der Große, die kolonialen englischen Ausbeuter und die Sowjetunion schon blutige Nasen holten. „Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt“ so eine Wortschöpfung des ehemaligen Kriegsministers der Rot/Grünen-Regierung Peter Struck (SPD). Der augenblickliche Kriegsminister der BRD, Franz Josef Jung (CDU) – Verteidigungsminister wäre für beide angesichts der Bundeswehreinsätze zu euphemisch – sieht dies genauso, wie er auf einer abgehaltenen Klausurtagung der CDU den anwesenden Teilnehmern einzureden versuchte.
Das sich die deutsche „Sicherheitszone“ heute bis in dieses Gebiet erstreckt, liegt einzig und alleine an den geostrategischen Überlegungen und Bedürfnissen unserer „Verbündeten“, den USA-Imperialisten. Man möchte das ölreiche Gebiet in Zentralasien unter seine Kontrolle bringen und durch Afghanistan über eine Trasse zum indischen Ozean transportiert werden. Nur dafür wird dort ein Krieg gegen das Land und seine Bevölkerung geführt, nur darum sterben dort täglich Menschen. Nachdem man die sowjetischen Okkupanten mit Hilfe der USA vertrieben hatte, entpuppen sich die sogenannten „Befreier“, genau wie in Europa nach dem II. Weltkrieg, als imperialistische Besatzer, Unterdrücker und Ausbeuter.
Da sich die BRD-Regierungen, als Mitverteidiger der westlichen „Wertegemeinschaft“, was immer das auch sein mag, sehen, zu sehen haben, haben sie die Deutsche Bundeswehr zu einer Söldnertruppe der internationalen Hochfinanz und des US- Imperialismus degradiert. Haben die Väter, Großväter und Onkel dieser Soldaten noch in einem unvergleichlichen heldenhaften Kampf bei der Verteidigung ihres Vaterlandes in zwei dem deutschen Volk aufgezwungenen Weltkriegen gegen eben jene Kriegtreiber gekämpft, so dürfen Ihre Söhne und Neffen für eben die gleichen Täter ihr Leben hingeben; im Kampf gegen den sogenannten „Internationalen Terrorismus“.
Die als Terroristen gebrandmarkten Gruppierungen, eine zutreffende Bezeichnung wäre Partisanen, wehren sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Einvernahmen, da auf Grund der militärischen Überlegenheit der USA und Ihrer Kombattanten, zu denen leider Gottes auch die BRD gehört, sie sich mit den Mitteln eines konventionellen Krieges gegen die US-Aggressoren und Okkupanten nicht zur Wehr setzen können. Gebe es keinen US- und Israelimperialismus, die die eigentlichen Weltterroristen sind, gebe es keine sogenannten „Terroristen“ auf dieser Welt. So einfach ist das. Und gäbe es keine „Terroristen“, so müßten die USA sie erfinden. Denn der angebliche Kampf gegen den internationalen Terrorismus dient als Alibi um die Welteroberungspläne der USA zu kaschieren.
Die Vorgehensmuster der USA sind seit rund hundert Jahren dieselben. Wehrt sich ein Land, eine Regierung gegen die hegemonialen Bestrebungen der USA, so beginnt eine weltweite Kampagne gegen diese Regierung, meist verbunden Boykotmaßnahmen, eine indirekte Kriegserklärung. Die Menschen in diesem Land sind plötzlich unterdrück und es gilt ihnen die „Demokratie und Freiheit“ zu bringen, ihnen die westlichen „Werte“ (Sex & Crime, Fastfood & CocaCola und die amerikanische Subkultur) zu vermitteln. Egal ob diese sie wollen oder nicht. Verbunden mit dieser „Demokratie und Freiheit“ ist die totale Unterwerfung unter die „Ägide“ der USA.
In den Ländern des „Nahen Osten“, in denen sich die Regierungen bereits den US-Imperialisten unterworfen haben, wie z.B. Saudi Arabien und Ägypten ist die Repression der von den USA einsetzten oder kontrollierten Regierungen gegen Regimegegner am größten. Gegen diese Regime gibt es aber keine weltweite Stimmungsmache, anders als gegen Länder, die von den USA erst noch auf Grund Ihrer Ölreserven oder geostrategischer Lage erst noch „befreit“ werden müssen.
Zur Erlangung ihrer Ziele werden die mannigfaltigsten Methoden angewandt. Man unterstützt die den USA wohlgesonnenen Parteien bei Wahlen, inszeniert Bürgerkriege und Wirtschaftskrisen oder subventioniert Gruppe die den USA wohlgesonnen sind. Mal nur mit Geld, mal mit Waffen, läßt Stellvertreterkriege führen oder greift Länder wie Afghanistan und den Irak mit einem konventionellen Krieg selber an, läßt ihnen nicht genehme Politiker ermorden. Länder die diesen Pressionen widerstehen, kommen auf die Liste der „Achse des Bösen“. Doch die wirkliche Achse des Bösen heißt allerdings Washington – London – Tel Aviv.
So dienten die Anschläge auf das „World Tread Center“, wer immer die wirklichen Täter oder Hintermänner auch waren, den US-Imperialisten als Vorwand einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak zu inszenieren. Der wirkliche Grund war, daß man sich in den Besitz des Erdöls bringen wollte und einen vermeintlichen Feind des 51. US-Bundesstaates, nämlich Israel, so auch gleich beseitigen konnte. Bis heute hält dieser Krieg an und niemand ruft die USA zur Rechenschaft oder stellt die Kriegsverbrecher vor Gericht.
Die geplante Okkupation des Iran verläuft zu Zeit nicht ganz nach Wunsch der USA, da der Iran sich als ein anderer Gegner als der Iran darstellt und die Welt durch den dreisten völkerrechtswidrigen imperialistischen Abgriffkrieg gegen den Irak doch sensibilisiert worden ist und sich auch in den USA gegen die Kriegsverbrecher in der eigenen Regierung vermehrt Stimmen zu Wort melden. Afghanistan bekommt man ebenfalls nicht unter Kontrolle, aber da hat man für die „Drecksarbeit“ die Nato und so somit auch die deutsche Bundeswehr.
Und mit diesem Wissen, wissen wir nun, warum die Bundeswehr die „Freiheit“ Deutschlands am Hindukusch gegen die Angriffe des Islams und deren „Terroristen“ verteidigen muß.
Anhang:
Alle deutschen Politiker die den Auslandseinsätze in Pakistan zustimmen oder fordern, verstoßen gegen das Deutsche Grundgesetz (Art. 26)* und machen sich strafbar gemäß Strafgesetzbuch § 80**. Doch wo die Justiz willfähriger Teil des Systems ist, ist auch kein Kläger und wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter. So ist das eben nun einmal.
* § 80 Vorbereitung eines Angriffskrieges
Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.
** Artikel 26 [Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges; Kriegswaffenkontrolle]
(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.
(2) Zur Kriegsführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.