Hinterher wollen alle davon wieder nichts gewusst haben und es konnte ja niemand ahnen, daß eine solche Katastrophe überhaupt vorstellbar war. Deshalb zur Auffrischung der Erinnerung hier noch einmal ein paar Auszüge aus der Charta der Hamas, denn jetzt, da die Hamas in Hamastan im Gaza-Streifen einen Gottesstaat ausgerufen hat und den „Beginn der islamischen Herrschaft“ verkündet, sollte man ruhig einen Blick in die Pläne der Hamas werfen. Die Präambel ist schon recht vielversprechend:
„Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat.“
Die „grünen Engel“ der Hamas halten von Friedensverhandlungen (Artikel 13) auch nicht viel, aber man muss ihre Offenheit bewundern:
„Friedensinitiativen und so genannte Friedensideen oder internationale Konferenzen widersprechen dem Grundsatz der Islamischen Widerstandsbewegung. Die Konferenzen sind nichts anderes als ein Mittel, um Ungläubige als Schlichter in den islamischen Ländern zu bestimmen … Für das Palästina-Problem gibt es keine andere Lösung als den Jihad. Friedensinitiativen sind reine Zeitverschwendung, eine sinnlose Bemühung.“
Nicht nur biersaufende Spinner in der Ostzone halten die Protokolle der Weisen von Zion für echt und auch diesen Mut zur Offenheit muss man erst einmal besitzen, denn in Artikel 2 steht:
„Die zionistischen Intrigen werden kein Ende nehmen. Über Palästina hinaus werden sie sich vom Nil bis zum Euphrat ausbreiten. wenn sie sich das Gebiet einverleibt haben, auf das sie ihre Hand gelegt haben, freuen sie sich auf die nächste Expansion. Ihr Programm ist in den „Protokollen der Weisen von Zion“ niedergelegt.“
Da sollte man lieber nicht verwundert sein, wenn viele die Schuld für die Zustände in Gaza bei den Israelis oder dem Westen suchen. Aber in Damaskus und in Teheran knallen heute die Champagnerkorken oder wahlweise werden in Teheran unkeusche Frauen gesteinigt.
















Ja, die Offenheit der Hamas ist toll, oder?
Aber auch wenn die Zukunft für Gaza ungewiss ist, ich betrachte die Übernahme durch die Hamas, neben den Problemen, die ich nicht voraussehen kann, so: Es müssen Strukturen aufgebaut werden, damit man die Menschen dort unter Kontrolle halten kann. Wenn das passiert, wird die Hamas, die unter Garantie wieder und weiter Aktionen gegen Israel ausführen werden, angreifbar. Die Taliban, in Afghanistan fest im Sattel, wurden auch schnell in die Flucht geschlagen.
Und so kann es auch hier passieren. Vielleicht nur ein kleiner Vorteil, aber mehr fällt mir nicht ein. Natürlich darf ihnen dann nicht die Zeit gegeben werden, sich zu organisieren, wie den Taliban.. *seufz*
[...] verzweifelt. Den Krieg gegen Israel kann man sich gar nicht erlauben, Hamas kann aber nicht anders. Hamas hat keinen anderen Sinn als Israel zu vernichten, um Palästina zu “befreien”, also wieder in ein islamisches Land zu verwandeln. Man [...]
Die Lage ist verfahren, Marlin. Eigentlich wissen fast alle, daß es sich bei der Hamas um eine islamofaschistische Organisation handelt. SS-Reloaded auf arabisch. Da brauchen wir uns nichts vormachen. OK, die jw sieht das natürlich anders: http://www.jungewelt.de/2007/06-14/020.php
Aber selbst die meisten Paläolinken haben verstanden, daß die Hamas ein Feind der Menschheit ist, aber wer will etwas dagegen unternehmen? Wer würde Truppen senden, um die platt zu machen, um es mal simpel auszudrücken? Wer würde Anschläge in seinem Land riskieren? Ägypten oder Saudi-Arabien jedenfalls werden sich da wohl nicht engagieren, denn diese Länder sind selbst sehr instabil, aber man muss sich schon fragen, wie es möglich ist, daß der Polizeistaatt Ägypten seine Grenze zu Gaza nicht sichern kann oder will.
Eines ist sicher: es muss schnell etwas passieren, denn mit jedem Tag wird die Lage schlimmer und der Preis höher.
Muss etwas schnell passieren? Der bisherige Weg deutet ja eher auf eine Teilung der Palästinenser hin. Wenn das Westjordanland endlich mal klarkommt, und es einen wirtschaftlichen Aufschwung gäbe, könnte es so sein, dass die Hamas scheitert, weil die Bevölkerung sieht, dass sie auch besser leben kann, auch MIT und neben Israel.
Aber Gaza? Da, wo die Hamas die Schulbildung übernimmt? WO es Waffen im Überfluss gibt, aber Grundnahrungsmittel auch von Israel hingeschickt werden müssen?
Nein, jeder der da hineingeht, in der nächsten Zeit, wird da nicht unbeschadet wieder herauskommen.
Meine Hoffnung liegt auf WJLand. Wenn die da aber auch von der Hamas überrannt werden, oder anderen Radikalen, dann weiß ich auch nicht.
Was ist eigentlich mit dem Libanon. Keine Meldung mehr von den Lagerkämpfen dort..
Aber ja: die Lage ist verfahren. Nicht nur das, die ist verzweifelt.
Israel sollte auf keinen Fall da rein, nicht solange es nicht zum totalen Kollaps kommt.
(Und der ist noch soweit entfernt, wie Raketen abgefeuert werden und in die Luft geballert werden kann.)
Gegen Reaktionen auf Angriffe will ich dabei nicht viel sagen.
Ich fürchte, das wird wieder kommen, spätestens wenn eine Kassam wieder jemanden tötet.
Unerklärlich ist, warum viele Westler – zumindest in Deutschland und der Schweiz, in der Hamas eine Art gerechte Robin-Hood Bande sehen, die nur Gutes im Sinne hat. Die hier in Erinnerung gerufene Hamas-Charta sollte wirkliche allen die Augen öffnen.