Sowohl die Bundeskanzlerin Angela Merkel, als auch der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine, befinden sich momentan auf Auslandsreise. Angela Merkel beendete am Dienstag ihre Reise nach China und flog weiter nach Japan und Oskar Lafontaine ist seit Dienstag in Kuba.
Monatsarchiv: August 2007
Südkoreanisches Appeasement
Die südkoreanische Regierung hat sich auf einen Deal mit den islamofaschistischen Taliban in Afghanistan eingelassen. 19 südkoreanische Geiseln, die im Juli von den Taliban entführt wurden, sollen nach Angaben eines Sprechers des südkoreanischen Präsidenten freigelassen werden. Im Gegenzug wollen die Südkoreaner ihre Truppen (200 Soldaten) bis zum Jahresende aus Afghanistan abziehen und jegliche Arbeit der christlichen Missionare in dem Land einstellen. Ursprünglich wurden 23 Südkoreaner entführt, von denen zwei Geiseln ermordet wurden. Zwei weibliche Geiseln, die krank waren, wurden in der Zwischenzeit freigelassen. Südkorea sendet damit ein fatales Signal aus. Einerseits wird dadurch die Allianz gegen die Taliban aufgeweicht und ermuntert damit Appeaser aus anderen Ländern, die sich der an Allianz gegen die Taliban beteiligen, zu Verhandlungen mit den Islamofaschisten in Afghanistan. So forderte u.a. der SPD-Vorsitzende Kurt Beck unlängst Friedensverhandlungen mit „moderaten Taliban“ über die Zukunft von Afghanistan. Andererseits werden die Taliban durch das schändliche Einknicken der südkoreanischen Regierung gestärkt und in der Folge greifen die Faschisten wahrscheinlich vermehrt zu dem Mittel der Entführung von ausländischen Zivilisten, um damit den Druck auf die Länder der Anti-Taliban Allianz zu verstärken. Der Umstand, daß man Verhandlungen mit den Taliban führt, die dann auch noch in einer kapitulationsähnlichen Vereinbarung gipfeln, setzen einen bisher unbekannten Meilenstein in der Geschichte des modernen Appeasement.
Ich bin ein Etikettenschwindler
Dass ich ein Etikettenschwindler bin, fiel bisher eigentlich nur meiner Geschichtslehrerin in der Grundschule auf. Mir gelang es nämlich ein ganzes Halbjahr keinen Ordner zu führen und um das wieder auszugleichen musste ich einen ellenlangen Aufsatz über Mykene verfassen, der mir dann doch noch meine gewohnte Eins sicherte. Aber ich war entarnt. Ein Bloggerkollege, wenn man ihn denn einen Kollegen nennen kann, hat das jetzt auch festgestellt und enthüllt das jetzt gnadenlos vor aller Welt. Der Doppeldoktor hatte schon in der Vergangenheit, dank seiner schier übermenschlichen Fähigkeiten, ganz locker, per Ferndiagnose, wozu hat man schliesslich zwei Doktortitel, festgestellt, daß ich geistig nicht normal bin. Seine, wie immer, messerscharfe und unfehlbare Analyse trug er ausgerechnet an einem virtuellen Ort vor, der dafür bekannt ist, daß dort entschieden für die Menschenrechte, gerade in Kuba, gestritten und gerungen wird.
Politicallyincorrect.de goes Antikapitalismus
Wo ich gerade dabei bin, die eine oder andere “Säuberungsaktion” zu leiten, können wir uns auch gleich einmal einem weiteren doitschen Saustall zuwenden. Meine “Freunde” bei PI scheinen jetzt endgültig den Weg zur dunklen Seite der Macht beendet zu haben und sind da angekommen, wo sie hingehören. Nach dem dumpfen und doitsch tönenden Hass auf alles was nach Ausländer, Schwul oder Islamisch aussieht, sind die aufrechten, doitschen Recken endlich bei der deutschnationalen Kapitalismuskritik angekommen. Der PI-Autor Jens, ein aufrechter Kämpfer für eine ungerechte Sache, stört sich, mit einiger Verspätung, wie es für Ewiggestrige üblich ist, an der Änderung der Programmstruktur bei SAT.1, dem “Qualitätssender”. Nach dem Schrottsendungen wie “Sat.1 am Mittag” und “Sat.1 am Abend”, die mehr Werbesendungen, als Informationssendungen waren, abgesetzt wurden, soll nun auch die Sendung für Dumpfbacken und solche die es werden wollen, “Blitz”, abgesetzt werden. Das kann der aufrechte Jens von PI natürlich nicht unkommentiert lassen und wettert gegen die Heuschrecken:
Mal wieder Veränderungen in der Blogroll
Aufmerksame Leser und Leserinnen werden es vielleicht schon bemerkt haben. Es hat sich etwas in der Blogroll verändert. So gibt es ein paar Neuzugänge und auch einen Abgang. So wurde NUB hinzugefügt, dem ich noch einen Artikel schulde, in dem es um die Frage geht, ob Berliner pampig sind. Ich habe das nicht vergessen und werde zu gegebener Zeit eine vortreffliche Antwort verfassen. Dann wurde noch der South Park Republican hinzugefügt, von dem ich eigentlich dachte, daß er sich schon längst auf meiner Blogroll befindet. Das habe ich nun, besser spät als nie, nachgeholt. Dann gab es zwei Änderungen. Einmal haben die Freunde der offenen Gesellschaft ein neues Heim und zum anderen gelang es jo@achim und Co. in einem genialen Coup Statler&Waldorf zu einer Fusion unter einem neuen Dach zu bewegen. Wer nun wen übernommen hat, wird sich noch zeigen müssen.
Freiheit für He Weihua und Lu Gengsong
Kurz vor der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach China hat das dortige Regime einmal mehr unter Beweis gestellt, daß es von Menschenrechten nicht viel hält und hat zwei Internetdissidenten einsperren lassen. Es besteht leider wenig Hoffnung, daß sich Angela Merkel zu mehr als einem Lippenkenntnis zur Presse- und Meinungsfreiheit in China hinreißen lassen wird. Sonst könnten die Feinde der Freiheit dort noch ihr Gesicht verlieren, fühlen sich dann beleidigt und schicken vielleicht noch mehr Trojaner nach Berlin.
Der härteste Punch im Internet
Hugo Chavez forever?
Der „Sozialismus für das 21. Jahrhundert“ in Venezuela nimmt immer mehr Gestalt an. So billigte das von den chavistischen Parteien kontrollierte Operettenparlament in erster Lesung, die von Hugo Chavez eingebrachte Verfassungsänderung. Wie es sich für ein sozialistisches Land gehört: natürlich ohne Gegenstimmen. Zwar müssen die 33 geänderten Artikel der chavistischen Verfassung von 1999 noch in zweiter und dritter Lesung vom Parlament abgenickt und durch eine „Volksabstimmung“, die wahrscheinlich Anfang 2008 durchgeführt wird, gebilligt werden, aber am Erfolg für Chavez besteht eigentlich kaum ein Zweifel. Durch die Verfassungsänderungen erhält Hugo Chavez, der ohnehin schon über fast unbegrenzte Macht verfügt, nach dem im Januar vom Parlament ein Ermächtigungsgesetz und damit die Demokratie verabschiedet wurde, weitere umfangreiche Machtbefugnisse. So kann sich Chavez unbegrenzt wiederwählen lassen, die Amtszeit des Präsidenten, also von Ugolino, wird von sechs auf sieben Jahre verlängert, Enteignungen werden erleichtert, die Zentralbank verliert ihre Autonomie, Gouverneure und Bürgermeister werden entmachtet und die von Chavez ins Leben gerufenen „Volksmilizen“ erhalten durch die Änderungen einen legalen Anstrich. Auch wird der Staat, also Hugo Chavez, als Lenker der Wirtschaft in der Verfassung festgeschrieben.
Der Deutsche Mob
Am letzten Wochenende war es Mügeln. Vor 15 Jahren war es Rostock-Lichtenhagen. In der Zeit dazwischen sind dem Deutschen Mob mehr Menschen zum Opfer gefallen, als durch die Rote Armee Fraktion. In den 70er Jahren antwortete der Staat ganz massiv auf die Bedrohung durch die Terroristen der RAF. Doch auf die tödliche Bedrohung durch den Deutschen Mob reagiert ein Großteil der deutschen Politik auch heute noch mit Verharmlosung und Verniedlichung. Der Bürgermeister von Mügeln steht in der Tradition der Deutschen Ideologie, wenn er behauptet, daß man dort mit Neo-Nazis gar kein Problem hätte, was auch irgendwie stimmt, denn in Mügeln hat man nur mit Nichtdeutschen ein Problem und nicht mit dem Rechtsextremismus. Die Xenophobie gehört dort zum Mainstream. Parolen wie „Ausländer raus“ und „Hier regiert der nationale Widerstand“ sind natürlich noch längst kein Beleg dafür, daß es dort ein Problem mit dem Rechtsextremismus gibt. Jedenfalls aus der Sicht der Verharmloser. So ein Verhalten ist für viele (Ost) Deutsche vollkommen normal.
Antideutsch ist nicht inhuman
Bevor ich mich dem Themenfeld „antideutsche Islamkritik“ widme, dessen Fehlen zu Recht von verschiedenen Seiten angemerkt wurde, möchte ich mich der Antwort von Rayson, auf meinen Artikel „Antideutsch ist nur ein Schlagwort“, zuwenden. Nach dem ich den Artikel von rayson einige Male durchgelesen habe, bekomme ich mehr und mehr das Gefühl, daß wir oft aneinander vorbeireden. Gerade, wenn es um die Definition von „Deutsch“ geht. So schreibt Rayson:
„Da soll ich also “deutsch” im Sinne einer Ideologiekritik begreifen, und Telegehirn müht sich reichlich, mir das “Deutsche an sich” nahezubringen. Der Schluss ist sozusagen ein gewendeter Genscher: Deutsch ist im antideutschen Sinne nicht nur deutsch. [...] Mit einer solchen Ausdehnung entzieht sich das “Antideutsche” im Telegehirnschen Sinne natürlich einiger von mir und Boche geäußerter Kritik. Wenn, um die entsprechenden Säulenheiligen mal als Extrembeispiel hervorzukramen, auch Amis und Israelis im antideutschen Sinn deutsch sein können (oder sind die qua Staatsbürgerschaft naturresistent?), können wir den Begriff doch aber eigentlich getrost zur Seite legen und etwas konkreter über das reden, was wir eigentlich meinen, oder?“
Ein Ratschlag an die Kollegen
Ein kranker Blogger, der dringend professionelle Hilfe benötigt, hat in seinem Wahn eine Liste vermeintlicher “pro-Islamblogger” verfasst und phantasiert herum, daß er diese Liste dem Bundesamt für Verfassungsschutz geschickt hätte. Die Liste enthält viele Namen bekannter Kollegen, wie den hier hochverehrten Franklin D. Rosenfeld, der in der Liste gleich über dem Kollegen balou steht, was deutlich macht, welch krankem Hirn diese Liste entsprungen ist. Man sollte diesem kranken Mitmenschen jetzt nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken. Wobei sich ein solcher Ratschlag aus meiner virtuellen Feder etwas merkwürdig liest, denn ich hatte diesem Gestörten in der Vergangenheit durchaus unangemessen viel Aufmerksamkeit zukommen lassen, was vielleicht ein Fehler war. Ignorieren wäre durchaus sinnvoller gewesen, aber das werden ja diejenigen, die sich offen darauf einlassen, noch von ganz alleine feststellen, daß man nicht mit Idioten diskutieren kann, denn sie ziehen einen auf ihr Niveau herab. Da gibt es kein Entkommen. Also ruhig bleiben, was natürlich sehr schwer fallen kann und gegebenenfalls einen Screen Shot fertigen, eintüten und ab an die Justiz, auch wenn diese oft so schwerfällig, wie ein Brontosaurier daher kommt. Irgendwann werden sie diesen kranken Zeitgenossen einmal abholen.
Antideutsch ist nur ein Schlagwort
Boche ist sich nicht sicher, ob er „die antideutsche Kritik“ eher „rassistisch“ oder „nationalistisch“ finden soll. Beides ist natürlich grober Unfug und eine solche Haltung ist sonst meist Ausdruck einer antiimperialistischen Sichtweise. Die „Kritik“ an „den Antideutschen“ aus der linksnationalistischen Schmuddelecke kann man getrost als das abtun, was sie ist: ideologisch motivierter Schwachsinn. Boche ist sicherlich kein Antiimperialist und er stört sich auch viel mehr an der Worthülse „Antideutsch“, die er auf seine ganz eigene, putzige Art und Weise interpretiert. Alleine schon die extremen Reaktionen von Boche, Rayson und anderen rechtfertigt es eigentlich schon, daß man sich das Label Antideutsch an die Stirn klebt, denn es bereitet mir durchaus große Freude, wenn zwei so gestandene B.L.O.G. Recken und ehrenwerte Kollegen, mal eben die Contenance verlieren. Wenn man sonst davon liest, daß Deutsche „Opfer von Rassisten“ werden oder von Rassismus bedroht werden, dann bei den rechts-rechtskonservativen Sportlehrern, Kreuzrittern und Turmfalken, deren Solidarität mit den USA und Israel nur vorgeschoben ist, um im Fahrwasser dieser Scheinsolidarität gegen „die Musels“ hetzen zu können und von der Überlegenheit des heterosexuellen, christlich-weißen Deutschen zu schwärmen, der im eigenen Land aber immer öfter das Opfer von „Rassismus“ wird.
Ein paar Worte an BigBerta
Bigberta ist eine Bloggerkollegin, die ich einmal, in grauer Vorzeit, auf meiner Blogroll verlinkte, und die den unglaublichen Abstieg, den eine Entfernung aus meiner Blogroll mit sich bringt, bis heute vielleicht immer noch nicht verdaut hat. Es könnte auch daran liegen, daß eine politische Grenzen übergreifende Zusammenarbeit, mit denen man den stolzen Islamophoben von PI und Co. etwas entgegensetzen wollte, kläglich scheiterte. Es ist müßig der Frage nachzugehen, wer dafür die Schuld trägt und ich habe BigBerta dort immer als bemühte Aktivistin erlebt.
Bomber Harris did the right thing!
Selten habe ich mich bei einem Artikel so schwer getan, wie bei diesem und nicht nur deshalb, weil ich einen fast fertigen Artikel aus Versehen gelöscht hatte, denn in den letzten Tagen verfasste ich zahlreiche Versionen, die alle nicht wirklich das ausdrücken konnten, was ich eigentlich sagen wollte. Jene, denen ich antworten möchte, machen es einem auch nicht gerade besonders einfach.
Antideutsch. Kaum ertönt dieses Wort, laufen viele Zeitgenossen Amok: „Rassistisch“, „nationalistisch“, „dämlich“, „“Antideutsch” ist eher albern und kommt aus einer verwirrten linken Ecke“, „gewendete Linke“, „Ähnlichkeit zu stalinistischen Methoden liegt geradezu auf der Hand“, „reiner Masochismus und Selbsthass“.
Bär im Brunnen
Wenn man unbefangen die klimapolitische Propaganda des kubanischen Diktators Fidel Castro verbreitet, der keine Gelegenheit auslässt, um die unveräusserlichen Menschenrechte der Kubaner und Kubanerinnen zu verhöhnen und wie jüngst zwei Boxer abstraft, weil sie nicht länger in Unfreiheit leben wollten, dann könnte man auch ganz unbefangen über den tollen deutschen Autobahnbau in den 30er Jahren berichten.
Eine (un)anständige Frage?
Während sich der Schwurbler auf dem Philosophenthron und die zahnlosen Liberalen ein Scheingefecht darum liefern, ob man der Frage nachgehen darf, warum die Erde eine Scheibe sein könnte, gibt es an diesem Tag ganz andere Fragen, die man wohl auch nicht stellen darf, denn sonst könnte sich noch irgendeine verfolgt fühlende Minderheit angepisst zeigen und lautstark nach Denk- und Frageverboten rufen. Heute, am 6. August, stellt sich mir diese Frage: Hätten die USA im August 1945 auf den Einsatz von Nuklearwaffen gegen den Aggressor Japan verzichtet und wären dann, während der notwendig gewordenen Invasion der japanischen Hauptinsel, Hunderttausende amerikanischer Soldaten gestorben, würde es dann auch Gedenkkonzerte und Veranstaltungen, für die dann gefallenen amerikanischen Soldaten, in Berlin geben, an denen sogar der Regierende Bürgermeister von Berlin teilnimmt?
Rückwärts immer, vorwärts nimmer
Für uns besteht die Menschengeschichte nicht bloß aus der Häufung vieler kleiner Massengeschehnisse und Massenunterlassungen, für uns sind die Träger der Geschichte Personen, und für uns gibt es auch Schuldige.
Gustav Landauer
Ich benötige mindestens drei Dinge, abseits von technischen Voraussetzungen, zum Bloggen: Zeit, Lust und etwas Kreativität. Es begann mit einem Mangel an Zeit und Zeit ist der kostbarste Rohstoff unserer Tage. Dazu gesellte sich eine periodisch auftretende Frigidität gegenüber dem Bloggen und oftmals misslang es mir, das notwendige Maß an Kreativität aufzubringen. Ich hatte und habe das Gefühl, daß ich meinen eigenen Maßstäben in der letzten Zeit nicht mehr genügte und dann lasse ich das Bloggen eben ganz sein. Überhaupt wird die Strahlkraft des Bloggens maßlos überschätzt und das nicht durch die Blogger selbst. Bloggen sollte eigentlich Spaß machen und ursprünglich könnte es eine enorme Bereicherung für die Diskussions- und Streitkultur sein. Leider gibt es aber auch eine gewisse Anzahl von „Kulturbarbaren“, die das hohe Gut der Meinungsfreiheit schamlos missbrauchen, um damit jene, die nicht bedingungslos der eigenen Ideologie zustimmen, als Ketzer, Verrückte oder Untermenschen zu brandmarken. Solche Ausfälle gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen und oft genug musste ich diverse Attacken ertragen.