Totalitäre Systeme können keinerlei Kritik vertragen und reagieren deshalb stets mit großer Härte und sinnloser Brutalität gegen jedewede Ausformungen oppositionellen Aufbegehrens und diffamieren jede Form von Protest gegen die Diktatur als faschistisch oder konterrevolutionär, je nach der politischen Ausrichtung. Mit großer Härte und sinnloser Brutalität reagierten in Venezuela auch die Sturmtruppen des chavistischen Regime auf eine Demonstration von Studenten, die gegen die Durchführung eines Referendums am 2.Dezember über eine „Verfassungsreform“, die dem Präsidenten Hugo Chavez umfangreiche Machtbefugnisse ermöglichen soll, gerichtet war. Die Studenten fordern eine Verschiebung um 2 Monate, um eine breite Diskusion über die Änderungen zu ermöglichen. Durch die Verfassungsänderungen soll eine unbegrenzte Wiederwahl des Präsidenten ermöglicht werden, die Autonomie der Zentralbank soll abgeschafft werden, was ebenso einem ökonomischen Selbstmord auf Raten gleichkommt, wie die Erleichterung von Enteignungen und um die Machtfülle von Hugo Chavez noch weiter zu steigern, was eigentlich kaum möglich erscheint, sollen während eines „Notstandes“ Menschen ohne Anschuldigung in Haft genommen werden können und auch die Informationsfreiheit soll während eines „Notstandes“ eingeschränkt werden dürfen.
Selbstverständlich wurde die konterrevolutionäre Demonstration vor dem Gebäude des Nationalen Wahlrats von chavistischen Sturmtruppen von Verteidigern der bolivarischen Revolution, mittels Wasserwerfen, Tränengases und Gummisgeschossen aufgelöst. Zuvor wurde die Demonstration von fanatisierten Chavisten angegriffen. Dabei langten die paramilitärisch organisierten Zivilisten, die wohl im Auftrag, aber zumindest im Sinne der Regierung handelten, ordentlich hin und verletzten mindestens vier Demonstranten schwer. Innenminister Pedro Carreño verteidigte natürlich das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte und diffamierte die Studenten als „Faschisten“, die angeblich die venezolanische „Demokratie“ destabilisieren wollten. Diese diffamierende Taktik sollte nicht sonderlich verwundern, denn diese wird auch in der Blogosphäre von manchen selbsternannten Befreiern der Unterdrückten und Verfechtern von mehr Staat verwendet. Jene Streiter des Lichts, die einen Obdachlosen vor der Handelskammer entdeckt haben wollen (Wenn es sich dabei mal nicht um eine wohldurchdachte Schwurbelphantasie handelt.) und deshalb nach mehr staatlicher Kontrolle der Wirtschaft rufen, anstatt dem armen Obdachlosen einmal Selbst zu helfen rufen sie: „Kann da nicht jemand anders helfen!“ Dafür sind sie ohne weiteres bereit einen massiven Einschnitt in die hart erkämpften Freiheiten hinzunehmen. Diese bürgerlichen Scheinrevoluzzer, alte und neue Antiimperialisten, Globalisierungskritiker und ähnlich Gestörte, die mit einem konstanten antifreiheitlichen Reflex ausgestattet sind und sich in ihrer Hesperophobie suhlen, wie die Schweine, sind Wegbereiter für einen alten Totalitarismus, der in einem neuen Gewand gekleidet ist: Dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts.
Ob in Venezuela, Europa oder sonstwo. Gegen diese Linksnationalisten, die faktisch eine Diktatur anstreben, auch wenn diese teils kindlichen Träumer vielleicht gar keine wollen, muss die Freiheit verteidigt werden. Mit allen Mitteln.














