Wo sind eigentlich meine pazifistischen Freunde abgeblieben, die in der Vergangenheit energisch gegen amerikanische Atomwaffen in Europa demonstrierten? Sie sitzen zu Hause und freuen sich wohl insgeheim über das iranische Atomwaffenprogramm. Es geht eben nicht gegen die USA oder ein anderes westliches Land und so sind die europäischen Pazifisten von einer akuten und wohl chronischen hesperophoben Lähmung befallen, die sie daran hindert gegen die iranische Atombombe zu demonstrieren. Gründe gegen das islamofaschistisches Regime in Teheran zu demonstrieren und die Stimme zu erheben, gibt es genug, denn nun prahlt der Irre aus Teheran wieder einmal damit, wie viele Gaszentrifugen zur Anreicherung von Uran der Iran nun in Betrieb genommen hat. 3000 sollen es jetzt sein und das würde ausreichen, um innerhalb eines Jahres genug angereichertes Uran zu produzieren, um eine Atombombe herzustellen. Damit aber nicht genug. 54000 Gaszentrifugen sollen es am Ende werden. Das sehen jedenfalls die hochfliegenden Pläne des iranischen Regime vor. Auch wenn es meine pazifistischen Freunde nicht wahr haben wollen, aber ihr eigentlicher Feind, George W. Bush setzt weiter auf eine Verhandlungslösung und lässt mitnichten Bomber gegen Ziele im Iran aufsteigen.
Anscheinend stören sich meine pazifistischen Freunde mehr daran, daß ein amerikanischer Präsident mörderische und menschenverachtende Tyranneien, wie jene im Irak oder in Afghanistan, beseitigt, als an der Tatsache, daß ein faschistisches Regime, das Israel von der Landkarte ausradieren will, mehr oder weniger heimlich an der ultimativen Massenvernichtungswaffe bastelt und dabei die Weltgemeinschaft verhöhnt und sich einen Dreck um Resolutionen des UNSR schert. Lässt diese Entwicklung die europäischen Pazifisten ruhig schlafen? Wann wachen sie denn endlich auf, die Verteidiger des Friedens? Stört es sie denn gar nicht, wenn der iranische Präsident die “Kultur des Märtyrertums und der Selbstopferung” in den höchsten Tönen preist und Verhandlungen mit den USA über das iranische Atomprogramm brüsk ablehnt?
Können die Pazifisten denn nicht eins und eins zusammen zählen? Sie können es nicht und sie konnten es noch nie, denn ansonsten würden sie heute auf die Straße gehen und gegen das iranische Atomwaffenprogramm demonstrieren und sie wären Anfang der 80er Jahre nicht gegen amerikanische Atomwaffen auf die Straße gegangen, die letztendlich den Frieden in Europa sicherten und erhielten. Für diese sog. Friedensfreunde gibt es nur den Hass gegen Amerika und den Westen, mit seinen universellen Werten und Freiheiten, die sie anscheinend mehr hassen, als die iranische Atombombe. Diese sog. Pazifisten sind längst moralisch am Ende und die Geschichte wird ein vernichtendes, aber zutreffendes Urteil über diese politischen Irrläufer fällen. Diesen “hoffungslosen Idioten der Geschichte”, die in der berechtigten, militärischen Drohung gegen den Iran, eines fanatischen und faschistischen Regimes, daß die Shoa, den Massenmord an den Juden, wiederholen möchte, diesmal eben nicht in den Gaskammern, sondern durch Atomwaffen, den Grund für die Instabilität des Nahen Ostens erkannt haben wollen, ist wohl nicht mehr zu helfen.
Geschichte wiederholt sich nicht, aber es werden wieder einmal die selben Fehler wie in den 30 er Jahren gemacht und wieder sind die Gründe recht ähnlich. Angst vor einem Aggressor, den man glaubt mit diplomatischen Mitteln beschwichtigen zu können und natürlich spielen auch wirtschaftliche Interessen wieder eine bedeutende Rolle. Am Ende kann man nur hoffen, wenn sich alle pazifistischen Träumereien und beschwichtigungspolitischen Narreteien in Luft aufgelöst haben, es noch Menschen wie Paul Tibbets geben wird. Wer möchte, daß die Erben von Paul Tibbets am Boden bleiben können, sollte sich bewusst sein, daß man nur durch rechtzeitiges und energisches Handeln, ohne sentimentale Anfälle, eine nukleare Katastrophe verhindern kann.












du verallgemeinerst hier zu sehr. ich kenne genug Pazifisten_innen, die auch gegen ein Atomwaffenprogramm im Iran sind.
Pazifismus ist, wie fast alle-ismen, eine verlogene Ideologie, welche zur Verschleierung der eigenen (Gruppen)Interessen dient. Der Pazifismusvertreter ist immer auf der “guten”, “edlen” Seite, der Nichtpazifist ist “böse”, “menschenverachtend”. Einmal an der Macht, ist sofort Schluss mit lustig. Dann müssen nämlich die eigenen Errungenschaften verteidigt werden, koste es, was es wolle.
Es gibt einige (wenige) Pazifisten. die meist auf der religiösen Seite angesiedelt sind. Für diese ist das Leiden, Dulden ein Teil des göttlichen Plans. Nur, diese Pazifisten krakeelen meist nicht in den Medien, Parteiversammlungen, Blogs rum.
Politischer Pazifismus ist die Verallgemeinerung des bekannten Jesus-Zitats, die er als persönliche Handlungsanweisung formulierte. So cool und seiner Zeit voraus Jesus auch war, sein gesellschaftliches Verständnis war ein hippieskes, später von dem stark überschätzten Kant auf einen Imperativ gebracht. http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ
Wie der liebe Hr.Baron schon ganz richtig anmerkte, tendieren Lehrsysteme recht stark dazu falsch zu sein. Pazifismus ist – wie jeder an Hand eines kleines Gedankenexperiments jederzeit nachvollziehen kann – eine zutiefst unethische Haltung, richtig dagegen ist: Der Zweck heiligt die Mittel.
Ein Dank an dieser Stelle an Telegehirn für einen weiteren grossartigen Vortrag. (El Hamster plädiert an dieser Stelle nachdrücklich darauf bspw. solche ahnungslosen Kommentatoren – http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E734FCD36A7FC4B39B1022D981C96A9D4~ATpl~Ecommon~Scontent.html – durch Kräfte wie Telegehirn zu ersetzen.)
Es sitzen jede Menge Leute zu Hause, aber unter denen, die sich über ein (bislang nicht erwiesenes) iranisches Atomwaffenprogramm freuen, werden sich sicherlich keine Pazifisten befinden.
*gähn*
Wie langweilig doch diese Technik des haltlosen Unterstellens ist. Aber, Teleirgendwassi, wenn Du es hier kaum aushältst, weil Dich die fehlende Kriegsbegeisterung der Deutschen bedrückt, dann wandere doch einfach aus.
USA? Keine gute Idee. Die werden in rund einem Jahr wieder demokratisch regiert. Egal. Irgendwohin auswandern, wo man es schätzt, wenn für ein Krieg geworben wird.
Das wäre das Beste.
A aus I strebt den Besitz von Atomwaffen an, bestehen daran wirklich ernsthafte Zweifel?
Der scheinliberale Nicht-Doktor lebt also auch noch. Haben Dich deine Genossen hier als Störtrupp hingeschickt oder wolltest Du einfach mal was vernünftiges lesen, was ich voll verstehen kann.
Nicht bewiesen also… Vielleicht hilft dir Paul13 weiter:
http://nbfs.wordpress.com/2007/11/11/10-fragen-fur-nichtuberzeugte/
Da werden alle deine Fragen beantwortet. Musst halt nur die Ideologiebrille abnehmen.
Wo liest Du denn heraus, daß ich die Kriegsbegeisterung bei den Deutschen vermisse? Natürlich sollte Doitschland da eher nicht mitmachen, aber aus einem ganz anderen Grund. Bezahlen usw: ja, aber nachher laufen die doitschen junx noch zu den Pasdaran über. Wäre nicht so schick, oder.
Warum sollte ich auswandern und werden die USA jetzt von einem Diktator beherrscht? Warum gibt der denn seine Macht dann wieder ab? Der Scheindoktor weiß bestimmt die Antwort. Aber täusche dich nicht. Selbst wenn Obama oder Hillary gewinnen sollten, so sicher ist das nicht, daß die dann den Schwanz einziehen werden. Erinnerst du dich noch, wie viele Militärschläge es unter Clinton gab? Nein? Dann ist das deine Hausgabe, Dean.
Es geht auch gar nicht darum, für einen Krieg zu werben, sondern zu verhindern, daß ein faschistisches Regime Atomwaffen besitzt. Wie würdest Du das denn verhindern wollen?
Du willst verhindern, dass die USA, als Beispiel für ein teilfaschistisch regiertes Land, Atomwaffen besitzen? Zu spät, mein Freund.
(Gedankenpause)
Und nun zum Ernst der Sache: Natürlich trommelst Du für den Krieg – und zwar einen Krieg gegen den Iran. Wenn der Krieg schon morgen anfängt, Du würdest Dich freuen und voller Begeisterung auf hübsche Sylvesterbilder aus der Glotze hoffen.
(Ops! Eine Unterstellung – und diesmal eine wahre?)
Ich halte Kriegsgetrommel für verwerflich. Immer.
Im Übrigen, das könnte Dir zu denken geben, ist nahezu jeglicher Krieg a-liberal, und zwar in nahezu jeglicher Hinsicht. Wie Du als eifrig bloggender Bellizist also in der Lage sein willst zu entscheiden, wer liberal ist – und wer nicht – das entzieht sich einem Urteil mit Mitteln der Vernunft. Aber vermutlich gehörst Du sowieso zu den “Denkern”, welche jegliche Form von Linksliberalismus für “nicht liberal” halten.
lol
Nunja, sowas gehört halt zur politischen Wahnwelt des neokonservativ eingeprägten Wirtschaftslibertarismus – würde ich sagen. Darüber mag man streiten, aber worüber man kaum streiten kann, ist dies:
Der Iran mag ein recht hässliches, weitgehend sogar demokratisch gewähltes (!) Regime haben, aber er ist als Staat weder sonderlich bedrohend (wenn man mal Hamas/Hisbolla ausblendet…), noch überhaupt in der Lage, Atomwaffen herzustellen.
Das gilt für mindestens die nächsten fünf Jahre. Also gibt es keine Eile im Verzug, unabhängig davon, wie man die Planungen des Irans einschätzt.
Eine Kontrolle des Irans in Bezug auf seine Atomplanungen und -tätigkeiten ist dennoch notwendig, überaus notwendig sogar;- aber kann wohl schwerlich mit Mitteln amerikanischer Gewaltdiplomatie erreicht werden.
(Gedankenpause – speziell für Telegehirn)
Denn es ist kaum möglich, sollte der Iran zur Atombombe streben, dies zu verhindern. Geheime Labors und Kernkraftwerke können der Iran abgesichert vor amerikanischen oder israelischen Luftstreitkräften errichten, wenn er das nur wollte. Es wäre aufwändig (Unterbringung in Bergen u.ä.), aber für den Staat Iran machbar. Gleichzeitig wissen wir, dass die derzeitige US-Administration systematisch Berichte und Berichterstattung über den Iran fälscht, insbesondere in Hinblick auf dessen angebliche Gefährlichkeit (hier also ein teilfaschistischer Aspekt – der sich selbstredend in deutlich stärkerer Ausprägung auch im Iran findet)
Was folgt nun aus der gegebenen außenpolitischen Konstellation?
Sicherlich kein Trommeln für den Krieg, wie Du es so gerne betreiben würdest bzw. in Ansätzen betreibst.
Die Antworten darauf sind deutlich komplexer als jene Antworten, die man erhält, wenn man die Welt in simple bis paranoide Gut-böse-Konstellationen unterteilt und mit einem außenpolitischen “Denken” in Kategorien der Strafe darauf zu reagieren wünscht.
(lies Dir den Satz ruhig ein zweites Mal durch)
Es gibt eine Reihe von Ländern, übrigens von den USA und dem Europa unterstützt, die in Bezug auf ihre reale außenpolitische Gefährlichkeit und ihre Unfreiheit im Innern bedenklicher sind. Zum Beispiel Syrien. Oder zum Beispiel der Großfinancier des islamistischen Terrors, Saudi Arabien. Aber auch an einige asiatische Staaten mit NATO-Basen wäre zu denken, bevor man den Iran zur “Gefahr für den Weltfrieden” oder zum Kampfplatz eines angeblich notwendigen “dritten Weltkrieges” erklärt.
Im Übrigen ist es ziemlich erbärmlich (doch, ist es!), die außenpolitische Einschätzung des Irans vor allem am Wirken und am wirren Reden des persischen Kaspars AmArschisDat zu beurteilen. Die teils sogar überraschend vielschichtige iranische politische Nomenklatura ist nicht halb so verwirrt und irre wie diese Figur.
“Trommeln für den Krieg” ist aber keinesfalls immer schlecht, ich denke Du sitzt da in einer ideologischen Falle.
Andere Teile Deines Vortrags sind durchaus konsistent, ein mehr oder weniger brauchbares Sowohlalsauch, gar nicht übel, schön reflektiert und so eine Anregung vielleicht noch: nicht den Terminus “US-Administration” benutzen, dieser ist eigentlich für Antiamerikaner reserviert und so einer bist Du ja nicht.
Im Übrigen ist es ziemlich erbärmlich (doch, ist es!), die außenpolitische Einschätzung des Irans vor allem am Wirken und am wirren Reden des persischen Kaspars AmArschisDat zu beurteilen.
Ist der A. nicht Chef da? Will uns der Kommentator jetzt sagen, dass da ein wirr redender Kasper an der Macht ist? Das macht mir Hoffnung, denn solchen Leute kann man ja im allgemeinen vertrauen.
Kann man jetzt daraus schließen: Es jetzt auch ziemlich erbärmlich die außenpolitische Einschätzung Nazi-Deutschlands am Wirken(!) und den wirren Reden von Adolf H. zu beurteilen?
@ Dr. Dean
“Der Iran mag ein recht hässliches, weitgehend sogar demokratisch gewähltes (!) Regime haben,”
Genau. Der Wächterrat wählt die Kandidaten aus, die Bevölkerung nickt sie ab. Ein hübsches Demokratieverständnis hast du da.
“aber er ist als Staat weder sonderlich bedrohend (wenn man mal Hamas/Hisbolla ausblendet…),”
Meine Güte, die paar Katjuscha-Raketen! Was diese Israelis sich immer aufregen, also nein, die reine Überreaktion.
“noch überhaupt in der Lage, Atomwaffen herzustellen.”
Jau. Das weißt du, mit deinem ungewaschenen Hals. Und wirtschaftlich nicht sinnvolle Schwerwasser-Versuchsreaktoren baut man aus reinem, harmlosem Forscherinteresse. Und hält sie geheim, damit einem nicht andere den Atom-Nobelpreis vor der Nase wegschnappen. Das leuchtet ein. Und wenn du dich geirrt hast – Pech gehabt. Shit happens, so what?
“Das gilt für mindestens die nächsten fünf Jahre. Also gibt es keine Eile im Verzug, unabhängig davon, wie man die Planungen des Irans einschätzt.”
Man merkt, da spricht ein wirklicher Experte. Komisch, dass selbst der proamerikanischen Umtrieben eher unverdächtige El Baradei inzwischen davon redet, dass der Iran innerhalb eines Jahres genug Uran für den Bau einer Atombombe herstellen kann.
http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/doc_page/2/_p/200051/_t/ft/_b/1279928/default.aspx/iran-fehlt-nicht-mehr-viel-fuer-atombombe.html
“Eine Kontrolle des Irans in Bezug auf seine Atomplanungen und -tätigkeiten ist dennoch notwendig, überaus notwendig sogar;- aber kann wohl schwerlich mit Mitteln amerikanischer Gewaltdiplomatie erreicht werden.
(Gedankenpause – speziell für Telegehirn)”
Gedankenpause – speziell für Dr. Dean. Wir warten andachtsvoll auf Dr. Deans geniale Vorschläge, wie ein Regime, das seit Jahren unverfroren bescheißt, zum Einlenken gebracht werden kann – natürlich ohne die “Mittel amerikanischer Gewaltdiplomatie”.
“Denn es ist kaum möglich, sollte der Iran zur Atombombe streben, dies zu verhindern”
Ach, man kann es eh nicht verhindern? Okay, das leuchtet mir ein, dann müssen wir natürlich aufgeben. Werde ich mal zusehen, dass ich meine Ferienwohnung in Tel Aviv so schnell wie möglich loswerde, bevor die da unten am Ende noch was mitkriegen.
“Die Antworten darauf sind deutlich komplexer als jene Antworten, die man erhält, wenn man die Welt in simple bis paranoide Gut-böse-Konstellationen unterteilt und mit einem außenpolitischen “Denken” in Kategorien der Strafe darauf zu reagieren wünscht.
(lies Dir den Satz ruhig ein zweites Mal durch)”
Lies Dir den Satz ruhig ein zweites Mal durch. Er ist ein Musterbeispiel für Leute, die eigentlich gar nichts tun möchten, aber nicht wollen, dass das anderen sofort auffällt. Wie kommt man denn ohne das “Denken” in Kategorien der Strafe weiter? Diese Frage hatten wir oben schon mal.
“Es gibt eine Reihe von Ländern, übrigens von den USA und dem Europa unterstützt, die in Bezug auf ihre reale außenpolitische Gefährlichkeit und ihre Unfreiheit im Innern bedenklicher sind. Zum Beispiel Syrien”
Wow, du bist lernfähig und erkennst in Syrien schon mal einen brandgefährlichen Terrorstaat. Ich stimme dir zu. Aber gibt dir das nicht zu denken, wie klasse die Kontrollmechanismen der IAEO gerade in Syrien funktioniert haben? Nein?
“Die teils sogar überraschend vielschichtige iranische politische Nomenklatura ist nicht halb so verwirrt und irre wie diese Figur.”
Die passende Antwort dazu hat S1IG schon gegeben. Und lass uns bitte an deinen hochinteressanten außenpolitischen Erkenntnissen weiter teilhaben. Man lernt ja gerne dazu.
Ich weiß nicht, ob das von den Kommentatoren hier irgendwer kapiert, aber es ist so: Telegehirn sprach von “Doppelmoral” und benutzt haltlose Unterstellungen. Seine paranoide Vorstellung, dass sich Pazifisten über iranische Atomwaffen freuen, ist nun einmal:
[ ] haltlos
[ ] eine Unterstellung im antinken Rausch
[ ] Ausdruck eigener Doppelmoral
Wer mag (bzw.: dazu in der Lage ist), kann sich seine passenden Kreuzchen machen.
Ob ich mit meinen außenpolitischen Einschätzungen nun richtig liege, ist eine andere Frage. Sicher ist jedenfalls, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren keine iranische Atombombe droht. Somit stellt sich die Frage, was man gegen wild herbeiimaginierte “iranische Atombombe” tut, zur Zeit nicht.
(Man darf angesichts eurer ideologischen Voreingenommenheit bezweifeln, ob ihr das jemals gedanklich verarbeitet haben werdet…)
P.S.
Was tut ihr eigentlich gegen die indische Atombombe?
Oder gegen die israelische?
Und gegen die pakistanische?
Das alles juckt euch doch überhaupt nicht. Warum nun glaubt ihr, dass eine nicht vorhandene Atombombe im Vergleich dazu eine größere “Gefahr” ist?
(eine euch überraschende kulturelle Randbemerkung: vor hundert Jahren waren Leute euren Schlags im “deutschen Flottenverein” oder ählichen Kreisen unterwegs)
Also, Dean. Ich bastel gerade an einer ausführlichen Antwort auf all deine Fragen, aber zum Thema pazifistische Doppelmoral habe ich da ein paar Tipps für dich, damit dir in der Zwischenzeit nicht langweilig wird.
http://telegehirn.wordpress.com/2007/03/22/viva-nasrallah-viva-hisbollah/
http://telegehirn.wordpress.com/2006/08/11/samstag-internationaler-tag-des-protestes-und-der-solidaritat/
@ Dr. Dean
“Sicher ist jedenfalls, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren keine iranische Atombombe droht.”
Bist du so nett und sagst El Baradei Bescheid? Er ist da bisher irgendwelchen Falschinformationen aufgesessen und wird sich freuen, dass du ihn kompetent eines Besseren belehren kannst.
“Was tut ihr eigentlich gegen die indische Atombombe? Oder gegen die israelische? Und gegen die pakistanische?”
Und? Wievielen Staaten haben die genannten schon mit Vernichtung gedroht? Da fällt dir nicht der geringste Unterschied zum Iran auf?
Abgesehen davon ist die Tatsache, dass man gegen einen Staat, der die Bombe erstmal hat, nicht mehr viel ausrichten kann, das beste Argument dafür, es beim Iran auf keinen Fall so weit kommen zu lassen.
“(eine euch überraschende kulturelle Randbemerkung: vor hundert Jahren waren Leute euren Schlags im “deutschen Flottenverein” oder ählichen Kreisen unterwegs)”
Gähn. Du sitzt mit deinem pseudomoralischen Pazifismusgepose nur deshalb auf einem hohen Ross, weil du die Folgen für deine “Bewertungen” im Zweifelsfall eh nicht ausbaden musst. Nach deiner Logik wäre die Invasion in der Normandie auch unmoralisch gewesen. Und, war sie es? Trau dich nur.
[...] dann muss das eben auf die große Bühne. Hier nun eine ausführliche Antwort an Dr. Dean, der hier ein paar Fragen aufwarf: Du willst verhindern, dass die USA, als Beispiel für ein teilfaschistisch [...]