Gestern traf der venezolanische Diktator Hugo Chavez mit seinem “Trench Mate”, dem iranischen Präsidenten und Holocaustleugner Ahmadinejad, zusammen und bezeichnete den Iran, der Israel mit der Ausradierung bedroht, als seine zweite Heimat.
Am Sonntag hatte Ahmadinejad sich, am Rande der OPEC-Konferenz in Saudi-Arabien, mit dem Präsidenten von Ecuador, Rafael Correa, einem treuen Gefolgsmann von Hugo Chavez, getroffen und versicherte, daß die “Islamische Republik Iran”, treu an der Seite jener Kräfte steht, die sich gegen die “Tyrannei” erheben und die Gegner des Imperialismus seien. So schnell wie Hugo Chavez, den viele “Linke”, nicht nur in Deutschland als nachahmenswürdiges Vorbild betrachten, gekommen war, reiste er auch wieder ab. Chavez hat sich wohl von Ahmadinejad eifrig inspirieren lassen und plant nun ein eigenes Atomwaffenprogramm in Venezuela. Natürlich nur zu friedlichen und zivilen Zwecken. Aber auch für dieses Atomprogramm werden die europäischen Chavisten noch eine Rechtfertigung finden, selbst wenn sie Atomkraft eigentlich nicht mögen. Sorgen machen muss einem das geplante venezolanische Atomprogramm aus gleich mehreren Gründen. Lassen wir einmal ausser Acht, daß einer wie Chavez ein gefährlicher Diktator und enger Freund eines Antisemiten ist, der Israel auslöschen will. Sollte Venezuala wirklich in die Atomkraft einsteigen, dann kann man davon ausgehen, daß mit großer Wahrscheinlichkeit der nächste Supergau in Venezuela stattfinden wird, denn geht das Regime mit den Atomkraftwerken genauso sorgsam um, wie mit den Erdölförderanlagen, dann hat Südamerika eine strahlende Zukunft.
Wie lange darf dieser südamerikanische Despot eigentlich noch auf die Unterstützung sog. Linker hoffen?













“Wie lange darf dieser südamerikanische Despot eigentlich noch auf die Unterstützung sog. Linker hoffen?”
Noch ziemlich lange. Schließlich geriert sich Chavez ja als Vorbild im “Umverteilen” und das ist das Urcredo der Linken. Solange man nicht im Namen eines “Volkes” oder besser “Rasse” im Großformat umverteilen will, ist man links, ansonsten “rechtsextrem” oder “braun”
Die Begeisterung wird auch nicht abnehmen. Nur das Zurechtbiegen wird immer schwieriger, aber das sollte für die meisten europäischen Chavisten kein Problem sein.
Chavez ist ja einmal “ordnungsgemäß” gewählt worden, weil er den Massen eine goldene Zukunft versprochen hat, via Umverteilung. Das funktioniert häufig, und wirs auch so bleiben. Auch das Zurechtbiegen hier wird in den entsprechenden Kreisen weiter funktionieren. Da hilft kein Missionsdrang.
Realistisch gesehen hat in dem Fall die venezolanische Oberschicht versagt. Raffen und nichts geben läuft nicht auf Dauer. Gewisse Rauchopfer sind auf dem Altar des störungsfreien Zusammenlebens schon erforderlich, so widersinnig das wirtschaftlich auch sein mag. Perfektionisten stört das maßlos, die sitzen aber auch bei großen Störungen im Jet..up,up, and away!, wie jetzt in Venezuela. Leidtragend ist die wohlsituierte Mittelschicht, die nun massakriert wird (noch im übertragenen Sinne).
Chavez hingegen wird, wenn er schlau ist, sich mit der Biographie Allendes beschäftigen müssen.
Der Putschist wird wohl kaum weggeputscht werden. Dafür sorgen schon seine Leibwächter vom kubanischen Geheimdienst. Eigentlich könnte man sich ja ruhig zurücklehnen und dabei zu sehen, wie Venezuela den Bach runter geht, aber es ist schade um die Menschen, die darunter leiden müssen. Die Korruption in Venezuela ist unter Chavez eher noch größer geworden und auch seine Familie und seine Freunde bereichern sich maßlos. Nur Chavez macht eben eine gute Propagandaarbeit und er profitiert natürlich vom gestiegenden Ölpreis, obwohl die Förderung von Rohöl unter Chavez massiv abgenommen hat.
Die Mittelschicht verlässt doch schon seit Monaten in Scharen das Land.
Allende wurde auch von kubanischen Leibwächtern “geschützt”. Der wurde auch nicht vom Volk weggeputscht, sondern vom Militär, dessen Oberbefehlshaber Pinochet von ihm persönlich ernannt wurde. Freundliche Hilfe aus den USA war auch dabei. Die Situation erinnert mich sehr an Chile. Allende hat auch etliche Jahre regiert. Plötzlich war Schluss.
Demokratien haben die Angewohnheit sehr resistent gegen innere und äussere Angriffe zu sein. Venezoela wird demzufolge sehr aufmerksam zu beobachten sein, scheitert dort die Demokratie, dann sind die Ursachen zu beleuchten.
Es besteht ja der Verdacht, dass bestimmte Bevölkerungsgemische per se nicht demokratietauglich sind, aber hier wird dann eine Spezifikation erforderlich.
Chavez kann man natürlich insofern dankbar sein, dass er das linke, das rechte und das islamische Element so wunderbar verknüpft.
Wobei hier der Antiimperialismus, ob neu oder alt ist vollkommen egal, die Klammer bildet. Der im Antiimperialismus zwingend vorkommende Antiimperialismus und Antizionismus wirkt hier wahre Wunder und lässt zwei Brüder im Geiste eng zusammenrücken und das kann man ja auch in Deutschland beobachten: Islamisten und Antiimperialisten rücken näher zusammen und dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob es sich um linke oder rechte Antiimps handelt. Die unterscheiden sich eh kaum.