Feige Mörder
März 6, 2008 von telegehirn
Auf eine Rabbinerschule in Jerusalem wird ein blutiger Anschlag mit zahlreichen Toten verübt und SpiegelOnline schreibt:
Die Schule ist bekannt dafür, dass sie die jüdische Siedlungsbewegung in der Westbank unterstützt.
Damit suggeriert man mal wieder das alte Klischee: Die Juden sind selber schuld, wenn sie ermordet werden. Einfach widerlich.
Inzwischen wurde die Meldung geändert und nun liest man bei SpiegelOnline:
Die Talmud-Schule ist ein bekanntes Studienzentrum. Ihm werden enge Verbindungen zur Führung der jüdischen Siedler im Westjordanland nachgesagt.
















[...] fotos, (via) mehr [...]
[...] bei: dissidenz und telegehirn, das den Artikel von spiegel.de [...]
Die Süddeutsche Zeitung übertrifft SPON locker:
“Der aus Ost-Jerusalem stammende Attentäter hatte am Donnerstag acht Schüler der Schule erschossen, die als Kaderschmiede jüdischer Siedler gilt.”
“Kaderschmiede” - das soll wohl suggerieren, daß es schon irgendwie die Richtigen getroffen habe …
Rabbis say Jews MUST support the WAR on Christmas !!
Kann zwar als Libertäre Deine allgemeine Kriegsbegeisterung nicht teilen, aber mit Deiner Kritik an der widerwärtigen unterschwellig antisemitischen Message geb ich Dir vollkommen recht!
Ich auch. Ich kenne einige Israelis die hier in Deutschland ihre DHS Prüfung machen um dann Medizin zu studieren. Was die sich teilweise an Ausländerfeindlichkeit gefallen lassen müssen ist nicht mehr schön. Es ist einfach nur widerlich und ich hätte nicht gedacht das es gerade gegen Juden noch soviel Feindlichkeit in Deutschland gibt. Sowas dann auch noch im Spiegel zu lesen ist das absolut letzte.
du hast den nagel mal wieder auf den kopf getroffen.
zusätzlich :
youtube.com/watch?v=GSAvaYY-y7Q
…und wenn mal wieder irgendwo ein durchgedrehter Ex-Mann seine Ex-Frau ermordet, und hinterher steht in der Presse oder gar im Polizeibericht drin, dass die Frau ihn verlassen hatte, dann drückt die oberfiese Journaille damit wohl auch versteckte Sympathie für den Täter aus, oder wie? Ich stimme vollkommen zu, dass die Israelfeindlichkeit in Deutschland teilweise grotesk und auch einfach nur dämlich ist. Aber in einem doch recht langen Artikel über diesen Anschlag einen einzelnen Satz herauszugreifen, der sich (zugegeben spekulativ) mit der Motivlage der Täter beschäftigt, und diesen als Zeichen für Antisemitismus zu deuten, ist abwegig. Offenbar ist es für Leute, die auf bestimmte Themen emotional reagieren, schwer zu verstehen, dass die Suche nach Motiven für eine Tat nicht automatisch bedeutet, dass man die Tat rechtfertigen will.