Kuba auf dem Weg ins 20. Jahrhundert
April 1, 2008 von telegehirn
In diesen Tagen ist von Reformen die Rede, die der neue kubanische Diktator Raul Castro, der vor wenigen Wochen seinen Bruder Fidel beerbte, in Kuba einleiten würde. So dürfen Kubaner neuerdings Computer, Mobiltelefone oder DVDs kaufen. Vorausgesetzt man verfügt über die nötigen Devisen. Bisher war der private Besitz von Computern und Mobiltelefonen nur mit staatlicher Sondererlaubnis möglich.
Leisten können sich das die wenigsten Kubaner, denn wer nur umgerechnet 8 Dollar im Monat verdient und alleine für die Anschaffung eines Mobiltelefons mehr als 100 Dollar ausgeben muss, wobei noch die Kosten für die Prepaid-Karte der staatlichen Telefongesellschaft hinzukommen, für den wird der Erwerb eines Mobiltelefons ein Traum bleiben. Da das kubanische Stromnetz sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit dem Weltniveau nähert, darf die Bevölkerung jetzt endlich auch wieder Haushaltsgeräte erwerben. Man sollte wegen der klitzekleinen Reformschritte nicht gleich in Jubel ausbrechen, denn die Menschenrechtssituation in Kuba ist kein Stück besser geworden und die Massenunterdrückung der kubanischen Bevölkerung hält unvermindert an. Es ist zu vermuten, daß Raul Castro den chinesischen Weg einschlagen wird und bei gleichbleibender Unterdrückung und Bervormundung der Bevölkerung versuchen wird, die wirtschaftlichen Bedingungen zu verbessern. Deshalb ist es weiterhin wichtig, wenn man denn aus den Fehlern lernen will, die man gegenüber der chinesischen Diktatur in den letzten 20 Jahren gemacht hat, daß die Sanktionen gegen die kubanische Diktatur erhalten bleiben.
Der so eingeschlagende Weg wird es Kuba wohl ermöglichen, den Weg ins 20. Jahrhundert ( kein Schreibfehler!) zu beginnen. Keine 70 Jahre und Kuba erreicht auf technischem und menschenrechtlichem Niveau das 20. Jahrhundert.
















Also mit Cuba-/Castro-Merchandising könnte man viel zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen. So Fidel-Actionfiguren und der kleine Che in jedem siebten Ei… Der Fidel-Puppe müsste man natürlich einen Chip mit diesen imposanten vier-Stunden-Reden einsetzen, die garantiert jedes ADS-hyperaktive-Kind ruhigstellen.
Nach vier Stunden hat Fidel erst die Begrüßung beendet. Acht Stunden waren da völlig normal. “Che in jeden siebten Ei!” Das müsste man Kinder mal vorschlagen, aber man müsste die sozialistische Mangelwirtschaft berücksichtigen und daher sollte Che in jedem 7000. Ei sein. Da wäre die Freude auch viel größer, wenn man mal einen findet. Da der Sozialismus als Nebenwirkung oft wieder die Tauschwirtschaft entdeckt, könnte man da auch viel mehr für eintauschen.