Guido Westerwelle erlaubt einmal mehr einen beängstigenden Einblick in die Vorstellungen liberaler Außenpolitik. Sollte die FDP nach der nächsten Bundestagswahl den Außenminister stellen, dann wird sich die Spaltung Europas noch mehr vertiefen. Mit solchen Ansichten liegt Westerwelle Außenpolitisch auf Augenhöhe mit der SED-Linkspartei. Wobei auch bei der SPD, der CDU und natürlich den Grünen ähnliche Stimmen zu vernehmen sind. Wenn Westerwelle von der “US-Raketenstationierung in Polen und Tschechien” redet, dann offenbart er entweder sein Unwissen über die Faktenlage oder versucht wissentlich die Öffentlichkeit zu täuschen. Das Wort Raketenstationierung erinnert an die 80er Jahre, an Pershing II und NATO-Doppelbeschluss. Dabei werden in Polen 10 (!) Abwehrraketen stationiert und in Tschechien eine Radaranlage. Es handelt sich hier um ein reines Defensivsystem. Selbst 10.000 Abwehrraketen würden die russische Fähigkeit zum Erst- oder Gegenschlag nicht wirklich gefährden.
Es ist eine unglaubliche Anmaßung der deutschen Politik, wenn man versucht, hier durch den Umweg über die EU, Einfluss auf die souveräne Entscheidung von Polen und Tschechien zu nehmen, auf ihrem Gebiet ein Defensivsystem zu installieren, dass sich ausschließlich gegen Schurkenstaaten wie dem Iran richtet. Deutsche Politik beansprucht wieder eine Sonderrolle in der Außenpolitik und es ist kein Zufall, dass sich diese Politik ausrechnet gegen die USA, Polen und Tschechien richtet und dabei besondere Interessen von Vorzeigedemokratien wie dem Iran und insbesondere Russland berücksichtigt. Forderungen nach einem deutschen Mitspracherecht vertiefen nicht nur die Spaltung Europas in sicherheitspolitischen Fragen, sondern verschärfen auch vollkommen zu Recht das Misstrauen in Warschau, Prag und Washington gegenüber Deutschland und seiner schurkenfreundlichen Außenpolitik.
Von Seiten der Raketenschildgegner wird auch immer wieder das Argument aus dem Hut gezaubert, daß es sich um eine Aufrüstung handeln würde. Das Gegenteil ist der Fall, aber hier spielen natürlich wieder anti-amerikanische Reflexe eine gewisse Rolle, denn gegen die russische Aufrüstung mit verbotenen Mehrfachsprengköpfen in den neuen Topol-M-Raketen (SS-X-27), die laut Russland den Raketenschirm leicht überwinden können, hat bisher noch kein deutscher Politiker das Wort erhoben. Nicht einmal Guido Westerwelle, der sich doch so vehement gegen Aufrüstung ausspricht. Doch für deutsche Politiker stellen amerikanische Defensivsysteme mit 10 (!) Raketen eine größere Gefahr dar, als eine russische Massenaufrüstung mit verbotenen Angriffswaffen.















Die Amis wollen mit immer mehr Waffen und Kriegen ihre Weltherrschaft sichern und gehen dabei über Leichen. Vietnam, Irak, Afghanistan. Alles Beipiele für den US-Völkermord. Die US-Rüstungslobby verlangt immer neue Waffen. Die leben davon!!! Von Krieg und Mord!! Widerlich und krank.
die Amis laufen Amok und und die Welt schaut zu!!! Ich finde es toll wenn sich wenigstens mal ein paar politiker für Abrüstung einsetzen.
„Doch für deutsche Politiker stellen amerikanische Defensivsysteme mit 10 (!) Raketen eine größere Gefahr dar, als eine russische Massenaufrüstung mit verbotenen Angriffswaffen.“
Weil die noch auf Jobs bei Gazprom oder Lukoil hoffen.
Scheiss Anna, btw.
Man sollte SPD wählen, aus Mitleid.
[...] sehr erhellende liberale Grundpositionen über Meinungsfreiheit aufgeschrieben. Krawallblogger Tele kümmert sich um den Konsens der Aussenpolitik im deutschen Haus, speziell die FDP bekommt ihr Fett [...]
STOP AFGHANISTAN WAR.
Demonstration 20.09.2008
Aber wenigstens haben wir Julis für das amerikanische Defensivsysteme ausgesprochen:
Hier ist der Antragstext welcher 2007 auf dem BuKo in Kiel verabschiedet wurde!:
„Raketenabwehrsystem dient Deutschlands Sicherheitsinteressen
Die Jungen Liberalen sehen in der Mitteleuropa-Komponente des amerikanischen Raketenabwehrprogramms einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und seiner Verbündeten.
Grundsätzlich müssen neue Bedrohungen – wie sie momentan etwa durch das iranische Atomprogramm entstehen – frühzeitig mit diplomatischen Mitteln abgewendet werden. Eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik hat aber auch für den Fall eines Scheiterns diplomatischer Bemühungen vorzusorgen. Der amerikanische Raketenabwehrschirm kann zwar keinen absoluten Schutz bieten, ist aber ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit Europas.
Die Einschätzung, dass die Stationierung von zehn Abwehrraketen in Polen und eines Radarsystems in Tschechien zu einem neuen Wettrüsten und einer Spaltung Europas führen muss, teilen die Jungen Liberalen nicht. Das Raketenabwehrsystem richtet sich nicht gegen Russland, sondern soll Europa und die USA vor Bedrohungen schützen, die sich aus einer Verbreitung von Massenvernichtungswaffen an Regime wie in Teheran oder Pjöngjang ergeben. Die Jungen Liberalen unterstützen die Einbindung Russlands in die Sicherheitsarchitektur der NATO und den aktuellen Versuch, russische Unterstützung für dieses Projekt zu gewinnen.
Eine gemeinsame europäische Position zu diesem Thema ist für die Diskussion innerhalb der NATO höchst zentral. Die Jungen Liberalen unterstützen daher entschieden jegliche Bemühungen, diese zu erreichen. Es muss jedoch klar sein, dass die neue Bedrohung durch potentielle neue Atommächte dabei nicht ignoriert werden darf.“
Pakistan nicht zu vergessen.
Ansonsten, die JuLis sind OK, ich bin zu alt, LOL.
@ Dangerous die Julis werden auch älter und zukünftig werden, die jetzigen Julis, eine größere Rolle in der FDP spielen …
Wir brauchen mehr Brotbomber!