Telegehirn

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Und noch ein Schiffbruch…Bundespräsident Köhler tritt zurück

Bundespräsident Horts Köhler tritt mit sofortiger Wirkung zurück!

Ich hatte diese Aktion via Mossad eingefädelt und nun redet keiner mehr über Gaza. Bekomme ich jetzt endlich meine Schekel-Schecks? ;-)

Innerhalb von 30 Tagen muss die Bundesversammlung einen Nachfolger wählen. Während der WM. Wenn das mal kein Spaß wird! Wie sind eigentlich die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung nach der NRW-Wahl? Die Begründung klingt wirklich wehleidig. Wer Politik macht, muss eben mit Gegenwind rechnen…


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Antizionisten erleiden Schiffbruch

Am Wochende konnten sich die “Israelkritiker” in Deutschland schon einmal warm laufen. Beim Eurovision Song Contest erhielt der deutsche Beitrag aus Israel null Punkte. Aus anderen Ländern erhielt das deutsche Lied ebenfalls Null Punkte, aber nur das israelische Voting wurde so “kritisch” betrachtet. Bei MARXblog und dem Politblogger findet sich eine im wahrsten Sinne des Wortes “tolle” Zusammenfassung. Nun schwappt eine weitere Welle der scheinheiligen “Empörung” durch Deutschland. Zu den Reaktionen heute abend mehr.

Die sog. “Solidaritätsflotte” für den Gaza-Streifen wurde, wie mehrfach zuvor angekündigt, von der israelischen Marine gestoppt, um inspiziert zu werden. Die Soldaten, die die Schiffe nach Kriegsmaterial durchsuchen wollten, wurden sofort von bewaffneten Männern an Bord der “Friedensflottile” attackiert, wie in diesem Video zu sehen ist. Die Folgen sind gravierend. Mehr als ein Dutzend israelische Soldaten wurden teils schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Mindestens 19 der Angreifer wurden tödlich verwundet und zahlreiche verletzt. Die Schiffe werden in den Hafen von Ashdod geschleppt. Dort wird die für Gaza bestimmte Ladung gelöscht und nach einer gründlichen Untersuchung an ihren Bestimmungsort gebracht.

Diese Lösung (Löschung der Ladung in Ashdod und Transport nach Gaza.) wurde von israelischer Seite von Anfang an angeboten, aber die Aktivisten der sog. “Solidaritätsflotte” verweigerten sich. Wäre es wirklich nur darum gegangen, daß man Hilfsgüter in den von der faschistischen Hamas tyrannisierten Gaza-Streifen bringt, dann wäre das eine saubere Lösung gewesen. Aber diesen angeblichen Pazifisten geht es um etwas ganz anderes. Um Propaganda. Sie verbreiten das Märchen, daß der Gaza-Streifen ausgehungert werden soll. Von einem Freiluftgefängnis ist die Rede. Alles Quatsch.

In den letzten 18 Monaten sind trotz der ständigen Raketenangriffe der Hamas mehr als eine Million Tonnen Hilfsgüter in den Gaza-Streifen transportiert worden. Über israelische Grenzübergänge! Das entspricht einer Tonne Hilfsgüter pro Person im Gaza-Streifen. Sechs Tage die Woche rollen Stunde um Stunde Lastwagen in den Gaza-Streifen. Ob von den Vereinten Nationen, dem Roten Kreuz, anderen Hilforganisationen oder privaten Firmen. Alle Waren des täglichen Bedarfs, dazu Saatgut und allerlei landwirtschaftliches und industrielles Gut. Selbst Dünger, natürlich nicht zur Herstellung von Sprengstoff geeignet, wird in rauen Mengen in den Gaza-Streifen transportiert.

Nehmen wir einmal das erste Quartal des Jahres 2010:

94.500 Tonnen wurden mittels 3.676 LKW in den Gaza-Streifen transportiert. Davon waren 48.000 Tonnen Lebensmittel; 40.000 Tonnen Weizen; 2.760 Tonnen Reis; 1.987 Tonnen Kleidung und Schuhe; 553 Tonnen Milchpulver und Babynahrung.

Was für eine Blockade! Als Berliner, selbst wenn ich damals noch lange nicht gelebt habe, fällt mir die Berlin-Blockade ein. Raten Sie mal wie viele Tonnen die Sowjets in den Westteil Berlins gelassen haben! Denken Sie an eine Null, dann ist mit Ihnen noch alles in Ordnung. Vielleicht kann mir jemand da draussen diese Frage beantworten: Wie viele Tonnen Hilfsgüter werden eigentlich über Ägypten in den Gaza-Streifen transportiert?

Immer noch nicht davon überzeugt, daß die Blockade des Gaza-Streifens nur dazu dient Waffen und dergleichen fernzuhalten und nicht Lebensmittel? Dann schauen wir uns doch mal die Woche vom 18. Mai 2010 an. Eine ganz typische Woche. Die IDF, die israelische Armee, liess hunderte von LKWs mit rund 15.000 Tonnen Hilfsgütern passieren. Mehr als hundert LKW hatten Viehfutter an Bord. 65 LKW mit Obst und Gemüse; 22 LKW voller Zucker; 27 LKW mit Fleisch, Geflügel und Fisch und 40 LKW mit Gütern des täglichen Bedarfs. Ich will hier gar nicht erst über die umfangreiche medizinische Hilfe zu schreiben, die Israel allen Bewohnern des Gaza-Streifens zu kommen lässt, die Hilfe benötigen. 2009 wurden 10.544 Bewohner des Gaza-Streifens in Israel medizinisch behandelt, da die Hamas die medizinische Versorgung der Bewohner zugunsten einer maßlosen Aufrüstung vernachlässigt.

Ich denke, das belegt zur Genüge den Charakter der sogenannten “Solidaritätsflotte” und ihres durchsichtigen Anliegens. Vergessen wir dazu nicht, daß die Organisatoren dieser Farce zum größten Teil eingefleischte Hardliner der übelsten Sorte sind. Ob Islamisten oder überzeugte “Israelkritiker”. Ob “Antizionisten” oder Terroristenversteher. Hier sammelt sich der Bodensatz. Dieses Video zeigt die Verabschiedung der “Solidaritätsflotte”. Dabei wurde skandiert:

“Intifada, intifada, intifada!
Khaybar, Khaybar, oh Juden!
Die Armee Mohammeds wird über euch kommen!”

Zur Erinnerung: In Khaybar ließ einst Mohammed alle jüdischen Männer und Jungen abschlachten und nahm die jüdischen Mädchen und Frauen von Khaybar für sich und seine Krieger zu Sklavinnen.


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Roland Koch und ich

Im Leben gibt es eine einzige Kontinuität: Den Wandel. Nichts ist schlimmer für jedes Leben als Stillstand, denn stets bedeutet Stillstand den Tod. So mag es vielleicht auch Roland Koch empfunden haben. Für ihn ging es auf seinem Weg nicht mehr weiter und so geht er jetzt einen neuen Weg. Wie ich seit einiger Zeit neue Wege gehe, weil es nicht mehr wirklich weiter voran ging. Roland Koch wollte Kanzler werden. Merkel ist und bleibt es auf absehbare Zeit. Das mag frustriert haben. Einen solchen Konflikt fechte ich nun nicht gerade aus und Kanzler wollte ich noch nie werden. Vielleicht Königin, aber das ist eine andere Geschichte. Roland Koch, so kann man es überall lesen, strebt eine Tätigkeit in der Wirtschaft an. Warum auch nicht? Denn Politik soll sich ja irgendwann auch mal auszahlen. Mich zieht es auch in die Wirtschaft. Auch der Mossad muss sparen und so wurde meine dreiviertel Stelle ersatzlos gestrichen. Ob es sich am Ende auszahlt? Wer weiß.

“Tele, wann kann ich mal wieder was neues von dir lesen?”

“Kannst Du doch, aber eben nicht mehr unter Telegehirn.”

Die Marke Telegehirn hatte sich irgendwie überlebt. So wie Roland Koch als Kanzler im Wartestand keinen Sinn mehr machte. Seine Entscheidung stand wohl schon eine ganze Zeit lang fest. Meine wohl auch. Im Gegensatz zu Roland Koch musste ich den Wandel nicht groß ankündigen. Ich habe einfach aufgehört hier zu schreiben. Nicht wegen der virtuellen Gartenzwerg-Guerilla und dem was da dran hängt. Nein. Im Gegenteil. Gegen diesen alltäglichen Wahnsinn, den deutschen Wahnsinn, lohnt sich das Anschreiben allemal. Und nicht nur das. Es war mir einfach nicht mehr möglich jene Qualität zu halten, die ich für absolut notwendig erachte. Das Paradoxe war und ist: je erfolgreicher und durchschlagender das hier wurde, desto weniger Sinn machte es.
Vielleicht ist mir dieses Hobby einfach nicht mehr wichtig genug. Ein Problem mag auch sein, daß ich das hier alles nicht so ernst genommen habe. Im Gegensatz zu zahlreichen meiner LeserInnen. Oft hatte ich zum Ende hin den Eindruck, daß die meisten hier lesen, um sich aufregen zu können. Das war nie mein Ziel. Keine Frage: Die Lust an der Provokation und der Konfrontation scheint mir in die Wiege gelegt worden zu sein. Jedoch: ein Teil meines Umfeldes nimmt mich eher als Vermittler war. Einige Male fiel auch schon das “böse” Wort: Sozialarbeiter.

Nicht nur die Zeit fehlt mir, um zu bloggen, sondern auch die Lust. Zurückblickend kann ich sagen: ich habe mich gewandelt. Was sich ja irgendwie in der realen und der virtuellen Welt manifestieren muss. In meinem Leben hat sich viel verändert, was ich phantastisch finde. Beruflich mag sich viel geändert haben, aber trotzdem sehe ich meine Prioritäten eher auf zwei Feldern: Gesundheit und Liebe. Zwei sehr verwandte Felder, wie ich finde. Besitzt man beides, wird es selten wert geschätzt. Und fehlt beides oder nur eines…Naja, das kann sich jeder selbst ausmalen. Um Liebe und Gesundheit muss man kämpfen und der Sieg ist keineswegs gewiss und nie endgültig. Auf beiden Feldern regiert die Unsicherheit und oft auch die Furcht. Daher gilt es mutig voran zu schreiten. Wie einfach getippt und wie schwierig ist es dies doch umzusetzen.

Wie geht es hier nun weiter? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Ein Projekt werde ich in diesem Jahr wieder aber auf jeden Fall wieder realisieren: Einen Blog zur Fußball-WM. Vor vier Jahren gab es ein wunderbares Tippspiel. Der hier immer noch hochverehrte Statler hatte mich herausgefordert und verlor knapp. Daher möchte ich Statler die Gelegenheit zur Revanche geben und es wäre mir eine große Freude, wenn ich mich mit den Kollegen noch einmal messen könnte.

Wie es nach der WM weiter geht, werden wir dann sehen.

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