In der ZDF-Sendung “Maybritt Illner” erneuerte die BdV-Vorsitzende Erika Steinbach ihre “Kritik” an Wladyslaw Bartoszewski, dem Deutschland-Beauftragten der polnischen Regierung und Überlebenden von Auschwitz. Nur versäumte es Erika Steinbach ihre Kritik oder sagen wir lieber Beleidigung an dem ehrenwerten Wladyslaw Bartoszewski zu konkretisieren oder zu begründen. Da kommen von Madame Steinbach nur inhaltsleere Phrasen und Pseudoargumente wie “persönliche Erfahrungen“. Ja, welche denn? Ist Erika Steinbach etwa sexuell belästigt worden? Wohl kaum, aber solch kryptische Formulierungen lassen eben vieles offen. So weigerte sich Erika Steinbach bei Mybritt Illner ihre Beleidigung, daß Wladyslaw Bartoszewski einen “schlechten Charakter” habe zurück zu nehmen.
Monatsarchiv: September 2010
Erika Steinbach beleidigt Auschwitz-Überlebenden
Erika Steinbach kann es einfach nicht lassen und der Jubel des rechten Gesindels ist ihr dabei sicher. Erika Steinbach, als Tochter eines deutschen Besatzungsoldaten in besetzten Polen geboren und daher bestens geeignet für die Rolle als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, hat den Deutschland-Beauftragten der polnischen Regierung, Wladyslaw Bartoszewski, schwer beleidigt. Im ARD-Morgenmagazin legte sie derbe nach. Der Auschwitz-Überlebende Wladyslaw Bartoszewski habe “einen schlechten Charakter“, wobei mensch dann schon die Frage stellen muss, welchen Charakter den Erika Steinbach hat. Mutmaßlich gar keinen. Der ARD-Moderator Werner Sonne versuchte Erika Steinbach eine goldene Brücke zu bauen, damit sie zurück rudern kann, aber sie führte stets nur “persönliche Erfahrungen” ins Feld und geizte mit einer Begründung für ihre schwere Beleidigung. Erika Steinbach unternimmt alles, um die deutsch-polnischen Beziehungen zu belasten. Der nun von ihr schwer angegriffene Wladyslaw Bartoszewski hatte Steinbachs Äußerungen zu der Frage der polnischen Mobilmachung 1939 nicht kommentiert und vor diesem Hintergrund ist es mehr als unverständlich, daß sie Wladyslaw Bartoszewski derart scharf attackiert. Erika Steinbach kann es einfach nicht lassen.
Deutsche Bahn AG spuckt Deportierten ins Gesicht
Sicherlich hat jeder von uns schon einmal negative Erfahrungen mit der Deutschen Bahn gemacht. Von Unternehmen Zukunft kann da gar keine Rede sein, aber auch mit der Vergangenheit hat die Deutsche Bahn so ihre Probleme. Vergessen wir nicht die schäbige Behandlung, die dem Zug der Erinnerung seitens der Deutschen Bahn oft zu Teil wurde. Die Deutsche Bahn, mittlerweile eine Aktiengesellschaft, ist die Rechtnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn und sollte sich dieser Verantwortung gefälligst auch stellen. Doch das macht sie in einer Srt und Weise, die ich einfach nur als schäbig und zynisch bezeichnen kann. Die Deutsche Reichsbahn hat sich die Deportationen in die Vernichtungslager gut bezahlen lassen. Oft mussten die Opfer dies auch noch selbst bezahlen.
Die Deutsche Bahn hat nun den Überlebenden der Deportationen ein Entschädigungsangebot gemacht, das einem ins Gesicht spucken gleich kommt. An Hohn und Zynismus ist das kaum mehr zu überbieten. So soll jede/r Überlebende/r satte 20 Euro erhalten. Ja, in Worten zwanzig Euro. Verteilt über drei Jahre. Wie die Website “Zug der Erinnerung” ausgerechnet hat, sind das satte 55 Cent pro Monat. Da die Deutsche Bahn aber keine direkte Verantwortung eingestehen will, sollen die Zahlungen über die Bundesstiftung “Erinnerung, Verantwortung, Zukunft” (EVZ) erfolgen. Dieser ganzen Posse muss auf politischem Wege ein Ende gesetzt werden, denn von Seiten der Deutschen Bahn ist ausser blankem Zynismus nichts mehr zu erwarten.
Zitat der Woche 16
Es wird nicht passieren. Aber sollte es passieren, dann wahrscheinlich so: Eines Tages, nach langjährigen Diskussionen und Beratungen, entschied die Knesset, aus Rücksicht auf die arabischen Bürger Israels und aus dem Willen heraus, die volle und gleichberechtige Staatsbürgerschaft voranzubringen, jegliche Bezugnahme auf die jüdische Komponente Israels fallenzulassen. „Wir sind alle Israelis, gleichberechtigte Bürger in unserer gemeinsamen Heimat“, verkündete der Knesset-Vorsitzende. „So wie es in Frankreich nur Franzosen gibt, gibt es ab jetzt in Israel nur noch Israelis. Selbstverständlich wird jede Bevölkerungsgruppe eine gesonderte Identität entwickeln können, aber dies wird eine Privatsache sein ohne öffentliche Stellung.“ Man entschied, dass im Personalausweis unter Nationalität nur „Israelisch“ verzeichnet sein werde.
Auf Kuba werden die Massen entlassen, aber nicht in die Freiheit
Fidel Castro meinte es also vollkommen ernst, als er davon sprach, daß das sozialistische System auf Kuba gescheitert sei. Zwar versuchte er zurück zu rudern, aber neue Meldungen von der Zuckerrohrinsel deuten auf etwas ganz anderes hin. Laut “Präsident” Raul Castro sollen insgesamt 1 Million Staatsbedienstete ihren Job verlieren, um die maroden Kassen einer der letzten sozialistischen Diktaturen zu entlasten. Bis März 2011 sollen alleine 500.000 Staatsangestellte ihre Arbeit verlieren. Bei einer Einwohnerzahl von rund 11,4 Millionen verlieren dabei 10 Prozent der Menschen ihre Arbeit. Auf Kuba soll es geschätzte 5 Millionen Menschen geben, die der Staat als einziger Kapitalist auf seiner Lohnrolle führt. Wohin mit den ganzen Arbeitslosen? Ganz einfach: Sie sollen im Privatsektor eine Beschäftigung finden, denn von nun an sollen Privatunternehmen auf Kuba auch Menschen einstellen dürfen.
Was wäre wohl in Deutschland, wenn solche Massenentlassungen anstehen würden? Die Gewerkschaften würden wohl ausnahmsweise auf die Barrikaden gehen, aber da es auf Kuba keine freien Gewerkschaften gibt, sondern nur Handlager des sozialistischen Systems, sollte es dort keine derartigen Probleme geben. Wie die Zentrale Gewerkschaft der Arbeiter Kubas (CTC) mitteilt:
“Unser Staat kann und darf Unternehmen und Produktionseinheiten mit aufgeblasenen Belegschaften und Verlusten, die die Wirtschaft belasten, nicht weiter aufrechterhalten. Sie sind kontraproduktiv, erzeugen schlechte Gewohnheiten und deformieren das Verhalten der Arbeiter.”
Zwar kommt diese Einsicht etwa 60 Jahre zu spät, aber besser spät als nie. Wobei sich jetzt natürlich die Frage stellt, warum die Diktatur auf Kuba unter dem Castro-Clan dann überhaupt noch besteht. Eine etwas merkwürdige Frage, ich weiß, denn hier geht es einer Bande von Verbrechern und Funktionären ja doch nur darum ihre Macht zu erhalten und ihre Privilegien zu sichern. Vielleicht ist diese Maßnahme eine Möglichkeit, um die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern. Jedoch ist dieser Weg, der stark an China erinnert, kein Weg zur individuellen Freiheit.
Fidel Castro rudert zurück ins sozialistische Kuba
Da dachte ich schon, dass der greise Fidel Castro doch noch so etwas wie Weisheit und Erkenntnis erworben hätte. Doch da habe ich mich gründlich getäuscht. Vor wenigen Tagen übte Fidel Castro massive Selbstkritik an dem kubanischen System der Massensklaverei und Volksunterdrückung, sowie am iranischen Antisemitismus. So sagte Fidel Castro:
Das kubanische Modell funktioniert nicht einmal mehr für uns.
Auch wenn Fidel Castro mehr als 50 Jahre für diese Einsicht brauchte, so dachte ich mir doch, daß der ehemalige kubanische Diktator im hohen Alter wenigstens erkennt, welches Unheil er angerichtet hat. Weiter sagte Fidel Castro in Richtung der Islamofaschisten im Iran:
Ich glaube, dass niemand mehr diffamiert worden ist als die Juden. Ich würde sagen, sie wurden viel mehr diffamiert als die Moslems. Sie wurden aus ihrem Land vertrieben, verfolgt und von der ganzen Welt als diejenigen misshandelt, die Gott getötet haben. Es gibt nichts, was man mit dem Holocaust vergleichen könnte.
Sehr vernünftige Aussagen für einen wie Fidel Castro. Doch weit gefehlt, denn nun rudert Castro wieder zurück und meint, man solle ihn doch nicht so wörtlich nehmen. Da fällt mir nur ein Wort ein: Trottel.
Erika Steinbach ist und bleibt eine Revisionistin
Im Schatten der Debatte um das hetzerische Buch von Thilo Sarrazin spüren viele am rechten Rand einen enormen Aufwind. Zwar ist Erika Steinbach, die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) seit jeher als politische Geisterfahrerin unterwegs, aber anscheinend greifen trotz der Causa Sarrazin immer noch einige Korrektive im politischen Berlin. Erika Steinbach wird nach ihren revisionistischen Äusserungen die CDU-Spitze verlassen. Mehr oder weniger freiwillig. Erika Steinbach hat in einer Sitzung der CDU-Fraktion folgende Äusserung getätigt: „Es stimmt ja, die Polen haben ja zuerst mobil gemacht.“ Sie greift damit eine alte These noch älterer Nazis und ihrer Adepten auf, daß letztendlich Polen und nicht Nazi-Deutschland der Aggressor war. Wolfgang Bosbach versuchte Erika Steinbach zwar noch zur Seite zu springen, aber das half auch nichts mehr. Natürlich erhält Erika Steinbach von den neuen Nazis reichlich Zuspruch. Die NPD-Fraktion in Sachsen bekundet großmäulig Solidarität mit Erika Steinbach.
Deutschland schafft sich ab ausverkauft?
In den letzten Tagen hörten wir immer wieder Meldungen wonach das hetzerische Machwerk von Thilo Sarrazin ausverkauft sei. Manche verblendeten Schwachköpfe glauben hinter solchen Meldungen eine Verschwörung der linksdominierten Presse zu erkennen, die den Menschen einreden will, daß es das Buch im Moment nicht zu kaufen gibt. Wer so einen Schwachsinn glauben will, bitte schön. Allerdings gibt es schon nicht wenige Leute, die geschickt versuchen, das hässliche Machwerk “Deutschland schafft sich ab” vom Markt zu nehmen. Die Idee dabei ist recht einfach: Geht los und kauft soviele Bücher von Thilo Sarrazin wie ihr könnt und macht was schönes damit. Ist mal kein Klopapier im Haus, dann nimmt eben mal ein paar Seiten von Thilo Sarrazins Buch. Was hilft besser gegen geistigen Dünnschiss? Mit “Deutschland schafft sich ab” wird sich Thilo Sarrazin ohnehin eine goldene Nase verdienen, aber wenigstens kann man so verhindern, daß viele der Bücher in die falschen Hände geraten und sich seine hasserfüllten Lügenthesen noch weiter verbreiten als sie es ohnehin schon getan haben. In einigen Wochen wird eine neue Sau durchs deutsche Dorf getrieben und von Thilo Sarrazin wird dann nicht mehr viel zu hören sein. Wir leben ja in einer sehr kurzlebigen Zeit und die Menschen vergessen recht schnell. Auch die BILD wird sich dann wieder anderen Themen widmen. Viele haben das Buch von Thilo Sarrazin im Versandhandel bestellt und nutzen dann das Rückgaberecht und erhalten auch noch ihr Geld zurück. Es gibt also viele Möglichkeiten. Seid kreativ gegen Rassismus und Eugenik! Es gibt viele Möglichkeiten Deutschland abzuschaffen. Dankenswerter hat Thilo Sarrazin seinen Rücktritt als Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundebank angeboten.
Verschwurbelte Sexisten und Verschwörungstrottel
Samenspender gesucht?
Viele Besucher finden meinen Blog über diverse Suchmaschinen wie Google oder…gibt es da noch andere? Ja, ich finde zum Beispiel Ecosia recht interessant. Oft sind recht skurile Suchanfragen dabei, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern, aber heute wurde eine ganz neue Dimension erreicht. Eine Frage habe ich aber noch und vielleicht liest ja die Frau, die diese Suchanfrage gestellt hat mit: Soll das Sperma natürlich übertragen werden oder soll ich es per Post schicken? Und eigentlich bin ich doch im Grunde meines Herzen sehr romantisch…
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Alice Schwarzer
Jetzt hat auch Alice Schwarzer ein Buch zum Thema Islamismus und Integration veröffentlicht. Alice Schwarzer hat sich in der Vergangenheit immer mal wieder mit dem Islamismus auseinandergesetzt und geriet dabei unter anderem mit Milli Görus aneinander. Ich bin ja oft skeptisch, was Alice Schwarzer so macht. Der Name der Zeitschrift Emma wurde an die Anarchisten Emma Goldman angelehnt, aber die Emma ist wenig bis gar nicht emanzipatorisch. Oft wird nur der selbst Schmonz reproduziert, denn die Männer schon falsch machten und den die Frauen nun imitieren sollen. Mit wahrhafter Emanzipation hat das wenig zu tun. Die Thesen von Alice Schwarzer sind oft krude und wenig durchdacht, doch die mediale Aufmerksamkeit ist ihr immer sicher. Alice Schwarzer glaubt z.b. eine Verbindung zwischen Sadomasochismus und Faschismus zu erkennen, was absoluter Unsinn ist.
Ihre Thesen zum Thema Islam/Islamismus und Integration sind durchaus näher an der Realität als jene von Thilo Sarrazin, was nicht so schwer sein sollte und im Gegensatz zum Triefauge zeigt sie auch mögliche Lösungswege auf. Denn in einem hat Alice Schwarzer leider recht:
Kurzum: die Sorge um die in den letzten 200 Jahren so mühsam und blutig erkämpften Menschenrechte im Westen.
Aber brauchen wir dafür die Gefahr des Islamismus? Diese Rechte werden uns doch viel stärker von der politischen Elite beschnitten. Welche Bedrohung ist denn nun realer. So ganz persönlich für mich? Was die absolut berechtigte Kritik am Islamismus in diesen Tagen und Wochen allerdings recht schwer macht, ist die Hetze, die keine Kritik mehr ist, sondern darauf zielt aus niedrigsten Beweggründen über alles herzuziehen, was nicht deutsch und christlich ist. Dabei geht es Leuten wie Sarrazin gar nicht um irgendwelche Werte, die wir in den letzten 200 Jahren erkämpft haben. Und seinen Adepten auch nicht. Ich werde morgen aufzeigen, welchen Dammbruch Thilo Sarrazin ausgelöst hat und nun ergiesst sich die braune Flut mal wieder übers Land. Daher bin ich auch bei Alice Schwarzer sehr skeptisch. Welche Motive hat sie?
Heinz Buschkowsky und die Kita-Pflicht
Politiker in Deutschland neigen bei Problemen oft zu Aktionismus. Besonders wenn die Boulevardpresse mal wieder eine Sau durchs Dorf getrieben hat. Heinz Buschkowsky, der Bezirksbürgermeister von Neukölln, will eine allgemeine Kita-Pflicht für Kinder ab dem ersten Lebensjahr einführen. Als ich davon hörte, musst ich zusammen zucken, denn das erinnerte mich doch stark an die DDR. In der DDR wurde die Erziehung der Kinder total vom Staat gesteuert und gelenkt. Sicherlich meint Heinz Buschkowsky es nur gut, aber er schiesst weit über das Ziel hinaus. Schon jetzt gibt es nicht genügend Kita-Plätze und einen eklatanten Mangel an Erziehern. Wie das alles finanziert werden soll, steht doch vollkommen in den Sternen und bei einer derart notwendigen Expansion leidet die Qualität von KITAs. Solche undurchdachten Vorschläge sind Auswirkungen des um sich greifenden Sarrazinismus. Erst nichts tun, dann blind handeln. Wer wundert sich da noch, daß zwischen der politischen Elite und den Beherrschten ein riesige Lücke klafft?
Der Pazifismus ist tot
Nicht besonders schön, aber irgendwie witzig, denn ich mag keine Ratten der Lüfte.
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