Rassismus ist überall: Bashkowsky zieht am 15.10. vor das Willy-Brandt-Haus.
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Das Normalniveau des Patriotismus in Deutschland ist tödlich, Herr Abgeordneter Höfinghoff!
Seit 1990 fielen 182 Menschen rassistischer und rechter Gewalt zum Opfer. Sie wurden erstochen, erschlagen, erschossen oder angezündet, weil sie nicht in das rassistische Weltbild der deutschen Mehrheitsgesellschaft passten. Während des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen im Jahre 1992 waren es nicht nur jene Klischeeneonazis mit Springerstiefeln, kahl rasierter Hohlbirne und Bomberjacke, die aktiv beteiligt waren, sondern auch jene, die oft als “normale Bürger_innen” bezeichnet werden. Die Erkenntnis, dass der Rassismus in Deutschland aus der Mitte der Gesellschaft kommt, ist nicht erst seit den Morden der NSU eine nicht bestreitbare Tatsache. Im Rausch der Wiedervereinigung und dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1990 konnte sich in Deutschland wieder ungestört der Patriotismus austoben, der nicht selten in Gewaltexzessen gegen alles endet, was als Nicht-Deutsch wahrgenommen wird.
Die Hampelmänner von Pro deutschland lügen und zensieren
Ist das nun Dreistigkeit, platte Lüge oder einfach nur typisch deutsche Dummheit? Ich persönlich denke, daß da ein extremer Realitätsverlust zu Tage tritt. Auf der Schmuddelseite von Pro deutschland steht:
Neben den Kandidaten-Wahlen für fünf der sechs Neuköllner Landtags-Wahlkreise und der Wahl des Kreisvorstandes steht auch eine Diskussion mit einem Vertreter der Neuköllner Antifa-Szene auf der Tagesordnung.
Erst einmal gibt es in Berlin keinen Landtag oder daher auch keine Landtagswahl, sondern ein Abgeordnetenhaus und folglich Abgeordnetenhauswahlen. Vielleicht wollen die pro deutschländer Würstchen ja irgendwelche Flaschen für eine Wahl in einem anderen Bundesland aufstellen? Oder das liegt daran, daß sie einfach zu dumm sind? Zum anderen, und hier wird es für Pro deutschland wirklich peinlich, bin ich selbstverständlich kein Vertreter irgendeiner Antifa aus Neukölln. Mich hat niemand gewählt oder beauftragt bei dieser Veranstaltung von Sexisten, Rassisten und anderem deutschen Abschaum aufzutreten. Aber die sind wohl so daneben, daß sie das nicht raffen und mich zu etwas hochstilisieren, was ich nicht bin. Sicherlich bin ich ein Antifaschist, aber hier wird von Seiten von Pro deutschland maßlos übertrieben und verfälscht. Aber das ist ja nichts neues, denn Pro deutschland verdreht ja gerne Tatsachen und verfälscht die Wahrheit. Noch ein Beispiel gefällig?
Pro deutschland schreibt sich die Verhinderung einer Veranstaltung mit islamistischen Hasspredigern in Neukölln zu. Dabei wurde der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) aktiv und REDETE mit den Betreibern der Moschee in Neukölln und erreichte eine Ausladung der homophoben Prediger. In Form eines Kommentars machte ich Pro deutschland auf die wahren Umstände aufmerksam. Natürlich wurde dieser Kommentar zensiert und nicht veröffentlicht. Was aus der Sicht der Rassisten nachvollziehbar ist, denn dann könnten sie sich diesen scheinbaren Erfolg nicht auf die braune-rot-goldene Fahne schreiben. Und Pro deutschland ist ähnlich homophob wie jene islamischen Hassprediger. Da müssen sie aus rein ideologischen Gründen die Wahrheit unterdrücken.
Alerta Antifascista! Telegehirn vs Pro Deutschland
Die Rechtsradikalen von “Pro deutschland”, oft auch fälschlicherweise als “Rechtspopulisten” verniedlicht, wollen sich am 29. Oktober im Rathaus Neukölln treffen und einen dort einen bezirklichen Kreisverband gründen. Am 1. September, dem Jahrestags des deutschen Überfalls auf Polen, beantragte die Vereinigung Räume im Rathaus nutzen zu dürfen.
No Al-Quds-Tag! Kein Fussbreit den Faschisten!
Am Samstag ist es wieder einmal so weit: Islamofaschisten werden unter dem Schutz der Berliner Polizei durch die Berliner Innenstadt ziehen und dabei sicherlich wieder Parolen wie “Tod Israel” und dergleichen skandieren. Die sog. Al-Quds-Demo geht zurück auf die Initiative des Ayatollah Khomenei zurück. Damit soll das Ziel einer “Befreiung” Jerusalems von den bösen Zionisten unterstüzt werden. Wie dumm eine solche Forderung ist, erschließt leicht, denn Jerusalem ist seit dem Sechs-Tage-Krieg frei. Im letzten Jahr kam es zu zahlreichen unschönen Aktionen der Berliner Polizei gegen die Gegendemonstration. Die Organisatoren versagten leider auf ganzer Linie und heulten dann rum, wegen der staatlichen Repression. Trotzdem lohnt sich natürlich gegen diese faschistische Demonstration auf die Straße zu gehen und man würde sich ein ähnliches Engagement wünschen, wie am 1. Mai, als manch bürgerliche Fusselbirne den Faschisten die Demo vermieste. Der Mangel an Widerstand kann als stillschweigendes Einverständnis mit den grundsätzlichen Zielen der Islamisten gewertet werden. Daß die Berliner Polizei da gerne schützend ihre Hand über eine solche Veranstaltung hält, sollte wenig überraschen. Das Ziel der Demo ist ja letztendlich dem Antizionismus, dem Hass auf Israel und der westlichen Welt Vorschub zu leisten.
Daher gesellen sich auch immer wieder hesperophobe Elemente, die keine Islamisten sind, zu der Demo oder unterstützen sie verbal. Im letzten Jahr konnte der Rechtsextremist Jürgen Elsässer seinen Sabber gar nicht mehr halten. Als staatliche geprüfter Antisemit Antizionist Volltrottel kann er ja gar nicht anders. Besucht also alle die Gegendemonstration am Samstag.
Ganz herzlich möchte ich mich bei dem hesperophoben Arschloch bedanken, das diesen Kommentar in meinem Blog schrieb und mich noch einmal daran erinnerte, daß am Samstag die Islamo-Faschisten wieder auf die Strasse gehen. Wie kann ein geistig gesunder Mensch so einen Müll auch noch glauben? Ok, Fonsi, der alte Looser darf seinen völligen Schwachsinn auch in der FAZ-Online absondern, aber das ist ein anderes Thema.
Rosen auf den Weg gestreut
Zu den Vorfällen der letzten Tage in Friedrichshain fällt mir dieses Gedicht von Kurt Tuchholsky ein:
“Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft :
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!
Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: »Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.
Und schießen sie –: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …
Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft :
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft !”
Dann küsst mal ordentlich…
Pass bloss auf, Idiot
Jetzt fehlt nur noch, daß der durchgeknallte Faschistenfreund Jürgen Elsässer den deutschen Bullen hier applaudiert, wenn sie mal wieder eine linke Demo niederknüppeln oder nachts Leute von der Straße wegfangen und unter fadenscheinigen Gründen einknasten. Wer Faschisten und Antisemiten gratuliert, der ist eindeutig ein Fall für die Antifa, oder?
“Nazis sind doof und haben kleine Pimmel”
Hier machte heute ein Fascho den Fehler an meiner Wohnhaft vorbeizulaufen als er zu der Veranstaltung der NPD Votzen (“Ring Nationaler Frauen”) in der Otto-Suhr-Volkshochschule wollte und so büßte er ein paar Fascho-Klamotten ein und musste fortan oben ohne zu seiner Mutti rennen.
Ich möchte hier noch einmal ausdrücklich der Berliner Polizei für ihre zuvorkommende Zurückhaltung bei der Anfahrt zu diesem Zwischenfall danken. Es war schon alles vorbei und immer noch waren die “Helden in Kampfanzügen” weit und breit nicht zu sehen:
Kein Fußbreit den NPD-Votzen in Nord-Neukölln
Für die Headline bekomme ich wieder ordentlich was zu hören. Egal. Gegenüber NPD-Votzen gibt es keinen Sexismus.
Am heutigen Freitag veranstaltet die NPD, besser gesagt die Frauen-Abteilung “Ring Nationaler Frauen” eine Veranstaltung in der Otto-Suhr-Volkshochschule in Neukölln. Um 19 Uhr geht es los und schon ab 17 Uhr findet eine Gegenveranstaltung Hermannstr. Ecke Boddinstr. statt. Natürlich werde ich auch mal vorbeischauen, denn eine NPD-Votzen-Veranstaltung in meiner Straße werde ich mir nicht so ohne weiteres gefallen lassen.
Die Antifalobby
Die sogenannte „Antifadebatte“, die sich am Gedenken an Silvio Meier, der vor 15 Jahren das Opfer eines faschistischen Mordes wurde, entzündete, hat mittlerweile ein ungeahntes Ausmaß erreicht. Zu der Diffamierung von Silvio Meier, der durch einen liberalen Blogger vom Opfer zum Täter gemacht wurde und der folgenden Auseinandersetzung, die inzwischen surreale Züge trägt, hat Zuppi einige erhellende Gedanken geäußert. In der Blogosphäre herrscht eine nie gekannte Kakophonie. Am lautesten haben sich ja die „Antifakritiker“ zu Wort gemeldet und das meist nicht sachlich und schon gar nicht informiert.
Es gibt keine Bedrohung…
…und deshalb ist auch keinerlei antifaschistische Engagement notwendig. So sieht das wohl der eine oder andere Liberale mit deutschnationalistischem Einschlag. Zum Glück sehen das dort nicht alle so, aber um sich noch einmal vor Augen zu führen, wie die Lage doch ist, habe ich mir einmal erlaubt jene Taten von “unpolitischen Einzeltätern” aufzulisten, die der Berliner Polizei in der vergangenen Woche gemeldet und von dieser auch veröffentlicht wurden. Am 20.11. wurden in der Waldowallee in Lichtenberg zwei Stolpersteine geschändet. Am 21. 11. wurden in Neukölln zwei junge Männer fremdenfeindlich beschimpft, angegriffen und einen der beiden leicht verletzt. Am 22.11 wurden erneut drei Stolpersteine in der Waldowallee mit Farbe besudelt. Wahrscheinlich ist diese Frau, wenn man der Argumentation von bestimmten Liberalen folgt, wohl auch selbst schuld, daß sie von dem besoffenen Mob in der Straßenbahn am 24.11. in Lichtenberg angegriffen wurde. Wie kann es eine nicht arisch aussehende Frau auch wagen, in der Tram die Deutschen anzusehen. Das sie deren Bierkasten umkippte, ist für Boche möglicherweise wohl ein Zeichen für antifaschistische Gewalttätigkeit und deshalb ist das Opfer dann natürlich zu allererst Täter. Und wieder in Lichtenberg, wo die Staatsmacht, die nicht vorhandene neo-faschistische Bedrohung anscheinend blendend im Griff hat und deshalb jedes antifaschistische Engagement, das über Lichterketten (“Wenn Spießer mit dem Feuer spielen”) hinausgeht, als totalitäres Verhalten gebrandmarkt werden sollte, was ja einige anständige Deutsche auch jeden Tag eifrig betreiben, wurde ein junger Mann wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt.
Dann ist ja alles in Ordnung.
Zitat der Woche 10
Ich bin möglicherweise überhaupt noch am Leben, weil die Nazis irgendwann wußten, daß sie, wenn sie mich anfassen, riskieren, daß ihre Autos brennen. Und das wußten sie, weil es zuvor mindestens einmal passiert ist.
Liberale Anti-Antifa
Es dürfte ja allgemein bekannt sein: Boche ist hier nicht gerade beliebt. Dafür gibt es viele Gründe, die hier nicht noch mal erörtert werden müssen, aber ich möchte am Anfang noch hervorheben, daß einer, der den Nazi-Marinerichter Filbinger für ein Opfer der Geschichte hält, der quasi für seine Untaten nicht verantwortlich war, bei dem Thema Antifaschismus lieber seine Fresse halten sollte. Leider hat Boche seine Klappe nicht gehalten und verzerrt und entehrt auf widerliche Art und Weise das Andenken an Silvio Meier, der heute vor 15 Jahren von Faschos in Friedrichshain ermordet wurde. Boche hat sich sicherlich noch nie Faschisten in den Weg gestellt, was ja auch wenig Sinn macht, weil er sich dann Selbst im Weg stehen würde. Nun tönt man beim BLOG-Kollektiv mal wieder, daß für die Bekämpfung der Neo-Nazis doch der Staat bzw. die Polizei verantwortlich wäre.





