Ein angeblicher Anruf eines angeblichen Aussteigers reicht aus, um bei deutschen Politikern die letzten Hemmungen fallen zu lassen. Kurz nachdem der Innenminister de Misere verkündet hatte, dass es möglicherweise Hinweise auf einen eventuellen Anschlag islamistischer Terroristen geben könnte, folgten partout die ersten Rufe nach einem erneuten Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung.
Zum Glück verschicken Terroristen keine Briefe. Durch die Gerüchte über einen bevorstehenden Terroranschlag wurden schwer bewaffnete Polizisten ausgesandt, um an neuralgischen Punkten in Stellung zu gehen. So gleich hies es dann, dass die Polizei überlastet sei. Was wohl auch auf die zahlreichen Fehlalarme zurück zu führen ist. Daher, so das Argument, müssen viel mehr Polizisten eingestellt werden. Da es ja, laut Niedersachsens Innenminister Schünemann, zu wenig Cops gibt, müssen in der Zwischenzeit Soldaten Polizeiarbeit leisten. Obendrein soll jetzt auch noch die Pressefreiheit eingeschränkt werden. Siegfried Kauder, CDU, schon immer ein Freund der Freiheit, mag es gar nicht, wenn eine freie Presse einfach das berichtet, was sie aus ihren Quellen erfährt. Er setze auf freiwilige Selbstverpflichtungen der Presse und wenn das nicht hilft, dann kann er ja immer noch die Bundeswehr im Inneren einsetzen.
Am Wochende konnten sich die “Israelkritiker” in Deutschland schon einmal warm laufen. Beim Eurovision Song Contest erhielt der deutsche Beitrag aus Israel null Punkte. Aus anderen Ländern erhielt das deutsche Lied ebenfalls Null Punkte, aber nur das israelische Voting wurde so “kritisch” betrachtet. Bei MARXblog und dem Politblogger findet sich eine im wahrsten Sinne des Wortes “tolle” Zusammenfassung. Nun schwappt eine weitere Welle der scheinheiligen “Empörung” durch Deutschland. Zu den Reaktionen heute abend mehr.
Die sog. “Solidaritätsflotte” für den Gaza-Streifen wurde, wie mehrfach zuvor angekündigt, von der israelischen Marine gestoppt, um inspiziert zu werden. Die Soldaten, die die Schiffe nach Kriegsmaterial durchsuchen wollten, wurden sofort von bewaffneten Männern an Bord der “Friedensflottile” attackiert, wie in diesem Video zu sehen ist. Die Folgen sind gravierend. Mehr als ein Dutzend israelische Soldaten wurden teils schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Mindestens 19 der Angreifer wurden tödlich verwundet und zahlreiche verletzt. Die Schiffe werden in den Hafen von Ashdod geschleppt. Dort wird die für Gaza bestimmte Ladung gelöscht und nach einer gründlichen Untersuchung an ihren Bestimmungsort gebracht.
Diese Lösung (Löschung der Ladung in Ashdod und Transport nach Gaza.) wurde von israelischer Seite von Anfang an angeboten, aber die Aktivisten der sog. “Solidaritätsflotte” verweigerten sich. Wäre es wirklich nur darum gegangen, daß man Hilfsgüter in den von der faschistischen Hamas tyrannisierten Gaza-Streifen bringt, dann wäre das eine saubere Lösung gewesen. Aber diesen angeblichen Pazifisten geht es um etwas ganz anderes. Um Propaganda. Sie verbreiten das Märchen, daß der Gaza-Streifen ausgehungert werden soll. Von einem Freiluftgefängnis ist die Rede. Alles Quatsch.
In den letzten 18 Monaten sind trotz der ständigen Raketenangriffe der Hamas mehr als eine Million Tonnen Hilfsgüter in den Gaza-Streifen transportiert worden. Über israelische Grenzübergänge! Das entspricht einer Tonne Hilfsgüter pro Person im Gaza-Streifen. Sechs Tage die Woche rollen Stunde um Stunde Lastwagen in den Gaza-Streifen. Ob von den Vereinten Nationen, dem Roten Kreuz, anderen Hilforganisationen oder privaten Firmen. Alle Waren des täglichen Bedarfs, dazu Saatgut und allerlei landwirtschaftliches und industrielles Gut. Selbst Dünger, natürlich nicht zur Herstellung von Sprengstoff geeignet, wird in rauen Mengen in den Gaza-Streifen transportiert.
Nehmen wir einmal das erste Quartal des Jahres 2010:
94.500 Tonnen wurden mittels 3.676 LKW in den Gaza-Streifen transportiert. Davon waren 48.000 Tonnen Lebensmittel; 40.000 Tonnen Weizen; 2.760 Tonnen Reis; 1.987 Tonnen Kleidung und Schuhe; 553 Tonnen Milchpulver und Babynahrung.
Was für eine Blockade! Als Berliner, selbst wenn ich damals noch lange nicht gelebt habe, fällt mir die Berlin-Blockade ein. Raten Sie mal wie viele Tonnen die Sowjets in den Westteil Berlins gelassen haben! Denken Sie an eine Null, dann ist mit Ihnen noch alles in Ordnung. Vielleicht kann mir jemand da draussen diese Frage beantworten: Wie viele Tonnen Hilfsgüter werden eigentlich über Ägypten in den Gaza-Streifen transportiert?
Immer noch nicht davon überzeugt, daß die Blockade des Gaza-Streifens nur dazu dient Waffen und dergleichen fernzuhalten und nicht Lebensmittel? Dann schauen wir uns doch mal die Woche vom 18. Mai 2010 an. Eine ganz typische Woche. Die IDF, die israelische Armee, liess hunderte von LKWs mit rund 15.000 Tonnen Hilfsgütern passieren. Mehr als hundert LKW hatten Viehfutter an Bord. 65 LKW mit Obst und Gemüse; 22 LKW voller Zucker; 27 LKW mit Fleisch, Geflügel und Fisch und 40 LKW mit Gütern des täglichen Bedarfs. Ich will hier gar nicht erst über die umfangreiche medizinische Hilfe zu schreiben, die Israel allen Bewohnern des Gaza-Streifens zu kommen lässt, die Hilfe benötigen. 2009 wurden 10.544 Bewohner des Gaza-Streifens in Israel medizinisch behandelt, da die Hamas die medizinische Versorgung der Bewohner zugunsten einer maßlosen Aufrüstung vernachlässigt.
Ich denke, das belegt zur Genüge den Charakter der sogenannten “Solidaritätsflotte” und ihres durchsichtigen Anliegens. Vergessen wir dazu nicht, daß die Organisatoren dieser Farce zum größten Teil eingefleischte Hardliner der übelsten Sorte sind. Ob Islamisten oder überzeugte “Israelkritiker”. Ob “Antizionisten” oder Terroristenversteher. Hier sammelt sich der Bodensatz. Dieses Video zeigt die Verabschiedung der “Solidaritätsflotte”. Dabei wurde skandiert:
“Intifada, intifada, intifada!
Khaybar, Khaybar, oh Juden!
Die Armee Mohammeds wird über euch kommen!”
Zur Erinnerung: In Khaybar ließ einst Mohammed alle jüdischen Männer und Jungen abschlachten und nahm die jüdischen Mädchen und Frauen von Khaybar für sich und seine Krieger zu Sklavinnen.
Sie nennen sich “Pazifisten” und sind schon lange nicht mehr meine Freunde. Die feige Ermordung eines Bundeswehrsoldaten in Afghanistan durch islamofaschistische Taliban ist für sie ein Grund zum Abfeiern:
Sie nennen das “Satire” und wer es wagt diesen menschenverachtenden Unsinn zu kritisieren, der ist gleich ein Halb- oder Vollnazi.
Eine Meinungsumfrage (PDF-Download) des Harry S. Truman Research Institute for the Advancement of Peace an der Hebrew University Jerusalem und des Palestinian Center for Policy and Survey Research (PSR), die vom 12. bis zum 17. März 2008 durchgeführt wurden, ergab ein erstaunliches Bild von der Friedensbereitschaft der palästinensischen Bevölkerung:
Die Mehrheit der Palästinenser unterstützt mit 84% (Gazastreifen 91%, West Bank 79%) den jüngsten Anschlag auf eine Religionsschule in Westjerusalem. 64% befürworten Raketenangriffe aus Gaza auf Israel.
Der Vorschlag von Bundesverteidigungsminister Jung, von Terroristen entführte Verkehrsflugzeuge abschießen zu lassen, hat für einigen politischen Wirbel und jede Menge Widerspruch gesorgt. Jung hatte gegenüber dem Focus gesagt: „Wenn es kein anderes Mittel gibt, würde ich den Abschussbefehl geben, um unsere Bürger zu schützen.“ Dabei will sich Jung auf „übergesetzlichen Notstand“ berufen. Die Empörung war genauso so groß, wie die Unwissenheit der Empörten.
Gestern fand in der Bundesquasselbude die Generaldebatte über den Haushalt 2008 statt. Peter Struck (SPD) gab den Neolinken, die am Samstag in Berlin für eine Kapitulation gegenüber den Taliban demonstrieren wollen, einen Ratschlag mit. Hier ein Auszug aus dem Protokoll der Sitzung:
An diesem Tag gedenken alle freiheitsliebenden Menschen den Opfern der Terrorangriffe am 11. September 2001. Was für eine Generation vor uns die Ermordung von John F. Kennedy war, ist heute der Terroranschlag vom 11. September. Jede/r kann sich daran erinnern, was er oder sie gerade gemacht hat und wo er war, als die todbringenden Flugzeuge ihre Ziele trafen und Tausende in den Tod rissen. Die Welt hielt am diesem Tag die Luft an. Heute ist kein Tag für pathetische Worte oder große Reden und so möchte ich gerne wissen was ihr am 11. September 2001 gemacht habt.
Ich war in einem Meeting und dieses endete gegen 15:45 Uhr und ich merkte gleich: da ist etwas passiert, denn um ein Radio hatten sich einige Kollegen versammelt und machten ein Gesicht, als sei die Welt untergegangen. Als ich mein Mobiltelefon wieder anmachte, bekam ich sofort einen Anruf von einem guten Freund aus Hamburg, der mich umfassend über die Geschehnisse informierte und der mir live den Einsturz des Südturms durch das Telefon berichtete. Ich begab mich dann so schnell ich konnte zum nächsten Fernseher, um den die Menschen sich schweigend und entsetzt versammelt hatten. Ich weiß noch ganz genau: es regnete wie verrückt in Berlin und so passte das Wetter zu der Stimmung.
Zwei, der drei verhinderten, islamistischen Massenmörder, die in der letzten Woche festgenommen wurden, sind deutsche Konvertiten. Fritz und Daniel wollten, zusammen mit einem türkischen Glaubensgenossen, also den Heiligen Krieg nach Deutschland tragen und wurden dabei aus Pakistan gesteuert, wo sie auch eine „Ausbildung“ erhielten und waren, laut Medienberichten, mit Zündern aus Syrien ausgerüstet. Syrien ist ein Land, in dem man nicht einmal husten kann, ohne das es der Geheimdienst erfährt. Hier zeigt die islamistische Internationale wieder einmal ihr wahres Gesicht. Das am dem Islamischen Informationszentrum (IIZ) in Ulm, das nicht erst in dieser Woche als Zentrum fanatischer Muslime auffiel und endlich geschlossen werden sollte, ausgerechnet der Aufkleber „Islam ist Frieden“ klebte, kann man nur als Ironie bezeichnen.
Die südkoreanische Regierung hat sich auf einen Deal mit den islamofaschistischen Taliban in Afghanistan eingelassen. 19 südkoreanische Geiseln, die im Juli von den Taliban entführt wurden, sollen nach Angaben eines Sprechers des südkoreanischen Präsidenten freigelassen werden. Im Gegenzug wollen die Südkoreaner ihre Truppen (200 Soldaten) bis zum Jahresende aus Afghanistan abziehen und jegliche Arbeit der christlichen Missionare in dem Land einstellen. Ursprünglich wurden 23 Südkoreaner entführt, von denen zwei Geiseln ermordet wurden. Zwei weibliche Geiseln, die krank waren, wurden in der Zwischenzeit freigelassen. Südkorea sendet damit ein fatales Signal aus. Einerseits wird dadurch die Allianz gegen die Taliban aufgeweicht und ermuntert damit Appeaser aus anderen Ländern, die sich der an Allianz gegen die Taliban beteiligen, zu Verhandlungen mit den Islamofaschisten in Afghanistan. So forderte u.a. der SPD-Vorsitzende Kurt Beck unlängst Friedensverhandlungen mit „moderaten Taliban“ über die Zukunft von Afghanistan. Andererseits werden die Taliban durch das schändliche Einknicken der südkoreanischen Regierung gestärkt und in der Folge greifen die Faschisten wahrscheinlich vermehrt zu dem Mittel der Entführung von ausländischen Zivilisten, um damit den Druck auf die Länder der Anti-Taliban Allianz zu verstärken. Der Umstand, daß man Verhandlungen mit den Taliban führt, die dann auch noch in einer kapitulationsähnlichen Vereinbarung gipfeln, setzen einen bisher unbekannten Meilenstein in der Geschichte des modernen Appeasement.
Die Hamas wird nach der Machtergreifung im Gaza-Streifen ihre vorbildliche Jugendarbeit wahrscheinlich noch ausbauen. Da sollte es doch selbstverständlich sein, daß man die direkten Finanzhilfen wiederaufnimmt. Sonst kommen die da unten noch auf die Idee, daß wir sie nicht lieben, nur weil sie etwas anders sind als wir…
Taliban haben kürzlich drei Afghanen wegen angeblicher Spionage für die Briten gehängt und Taliban-Kommandeur Mullah Dadullah kündigte an, daß tausende Selbstmordattentäter in afghanische Städte geschickt werden, um Afghanistan in einen “Friedhof für amerikanische Soldaten” verwandeln. Solche Ankündigungen gefallen Anti-Amerikanern sicherlich und warum sollte man deshalb nicht mit ”extrem konservativen Kräften” wie den Taliban verhandeln? Allerdings nur mit moderaten Taliban. Wobei ich mich frage, was einen moderaten Taliban ausmacht? Vielleicht weiß hier jemand, was ein moderater Taliban ist und über was man mit solchen Leuten verhandeln könnte? Bei welchen Menschenrechten kann man Abstriche machen? Meinungsfreiheit? Selbstbestimmungsrecht der Frau? Menschenwürde? Religionsfreiheit? Ich bitte um Vorschläge.
Nelly hat eine Solidaritätskampagne für die 15 britischen Marineangehörigen, die am letzten Freitag von iranischen Pasdaran entführt wurden, gestartet und diese Kampagne unterstütze ich sehr gerne und hoffe, daß sich möglichst viele Bloggerkollegen und Bloggerkolleginnen ebenfalls daran beteiligen werden.
Bei Nelly finden sich dazu einige Solidaritätsbanner und ich habe sogleich ein Banner ganz oben in meine Sidebar eingefügt. Ich möchte Nelly ausdrücklich dafür danken, daß sie diese Idee hatte.
Es handelt sich nicht um einen verfrühten Aprilscherz: 48% der Deutschen halten die USA für eine größere Bedrohung für den Weltfrieden als den Iran. Das ergab jedenfalls eine Meinungsumfrage von Forsa im Auftrag des Stern. 31% der Befragten halten den Iran für bedrohlicher als die USA. Dazu lehnen 72% der Deutschen das geplante Raketenabwehrsystem der USA ab. 54 Prozent der Deutschen sind sogar der Ansicht, daß das Raketenabwehrsystem den Frieden in Europa bedrohen würde. Darauf können eigentlich nur Deutsche kommen und ich frage mich: wie kann ein Defensivsystem den Weltfrieden bedrohen? Wenn es sich um ein amerikanisches System handelt, dann schon.
Es ist der Zeitpunkt gekommen, sich einmal ein paar Gedanken über die kommenden Ereignisse zu machen, denn die Frage, wie es am Persischen Golf und im gesamten Nahen Osten weitergehen wird, ist eine der brennendsten Fragen der heutigen Zeit und vielen Menschen ist es noch gar nicht bewusst, aber es geht schon längst nicht mehr um die Frage Krieg oder Frieden, sondern darum, wann den iranischen Faschisten Einhalt geboten wird. Lassen Sie mich das ganz deutlich sagen: In meinen Augen gibt es keine Möglichkeit sich friedlich mit einem faschistischen Regime, wie es im Iran nun mal besteht, zu einigen. Es ginge zwar schon, und ich bin mir da ziemlich sicher, daß viele in Europa dazu bereit wären, aber der Preis ist so hoch, daß er zwangsläufig mit einer Aufgabe aller Werte verbunden wäre, die ein freies Europa, ja eine freie Welt, ausmachen. Die Geschichte hat gelehrt, daß sich faschistische Regime durch Verhandlungen und Kompromisse bestärkt fühlen und Dank der aktuellen Schwäche und hesperophoben Beschwichtigungspolitik europäischer Regierungen gegenüber den Mullahs in Teheran, schöpfen die Fundamentalisten neue Kraft und neuen Mut. Die Entführung der 15 britischen Marineangehörigen stellt eine weitere wohldurchdachte Stufe der Eskalation seitens der Hardcore-Hardliner, in diesem Fall durch die iranische Neuauflage der Waffen-SS, den Pasdaran, dar.
Die Krise um die 15 britischen Matrosen und Marinesoldaten, die von den iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran) verschleppt wurden, verschärft sich mehr und mehr, denn nun sollen sie wegen “Spionage” angeklagt werden und auf Spionage steht im Iran die Todestrafe. Im Gegensatz zu der “Festnahme” britischer Seeleute im Jahr 2004, deren Geiselhaft nur drei Tage dauerte und die auch der Spionage beschuldigt werden, ist in diesem Fall wohl nicht mit einer baldigen Freilassung zu rechnen, denn die 15 Briten wurden von den Revolutionären Garden entführt und fünf deren Mitglieder wurden im Januar im Nord-Irak von US-Truppen festgenommen, weil sie irakische Terroristen unterstützt haben sollen. Die Pasdaran operieren unabhängig vom iranischen Präsidenten und unterstehen dem iranischen Revolutionsführer Chamenei, der zu den Hardcore-Hardlinern in Teheran gehört.
Die Geiselnahme hat nicht nur eine internationale Komponente, sondern auch eine wichtige innenpolitische, denn das Regime ist in den letzten Tagen immer stärker unter Druck geraten. Kürzlich verkündete Russland, daß es keinen nuklearen Brennstoff an den Iran liefern werde und zog zusätzlich noch den größten Teil seiner Atomexperten aus dem Iran ab. Am Freitag kam es dann zu der Geiselnahme der britischen Matrosen und sollte dieser kriminelle Akt als Druckmittel gedacht gewesen sein, um die Resolution 1747 des UNSR zu verhindern, dann ist dieser Versuch gescheitert.
Dieser Vorfall und vor allem auch die hilflosen Reaktionen der westlichen Welt auf diese Geiselnahme zeigen, daß der Iran, trotz seiner aggressiven, ja kriegerischen, Methoden, fest auf die europäische Beschwichtigungspolitik setzen kann. Ein Großbritannien zu Seiten der Eisernen Lady hätte sich nicht so vorführen lassen und jetzt muss sich zeigen, ob Blair als Chamberlain oder als Churchill abtreten wird, denn wenn die Regierung ihrer Majestät erneut dem Appeasement den Vorzug gibt, dann erhalten die Mullahs in Teheran erneut ein Signal, daß Europa weder bereit ist, für seine Werte, noch für seine Prinzipien und schon gar nicht für die entführten Matrosen einen Finger zu rühren. Das britische Matrosen und Marinesoldaten als Geiseln genommen wurden, ist sicherlich kein Zufall, denn bei einer Geiselnahme amerikanischer Soldaten wäre die Reaktion sicherlich eine ganz andere gewesen, als den Botschafter einzubestellen und einen lauwarmen Protest zu verfassen.
Die Pasdaran haben sich ihre Opfer mit Bedacht ausgewählt und selbst Tony Blair redet jetzt davon, daß die britischen Soldaten gezielt entführt wurden. Dieser offen kriegerische Akt, der eine krasse Verletzung des Völkerrechts darstellt und einer Kriegserklärung an Großbritannien gleich kommt, kann und darf nicht unbeantwortet bleiben. Die britischen Marineangehörigen handelten im Auftrag der Vereinten Nationen, denn sie sollen den Schiffsverkehr überwachen und den Waffenschmuggel in der Region des Shat el Arab unterbinden. Damit stellt diese Geiselnahme eine Provokation der gesamten Weltgemeinschaft durch das faschistische Regime in Teheran dar. Wie lange will man noch zusehen, wie erneut ein faschistische Regime, daß von der Fortsetzung der Shoa im Nahen Osten träumt, die Welt an der Nase herum führt?
Im Sommer 2006 fanden in Berlin eine Reihe von Friedensdemonstrationen statt, bei denen Fahnen der Hisbollah und Plakate mit dem Konterfei des Hisbollah-Generalsekretärs Hassan Nasrallah gezeigt wurden. Am 12. August fand eine weitere sog. Friedensdemonstration in Berlin statt. Die Polizei hatte die Auflage verhängt, daß keine Bilder von Nasrallah und keine Hisbollahfahnen mitgeführt werden dürfen. Der Innensenator hatte diese Art der Propaganda Anfang August verboten, weil die Hisbollah “für die Forderung nach der Vernichtung Israels steht.” Zu den Mitveranstaltern der Demo, die am selbsternannten ”internationalen Tag des Protestes und der Solidaritat” statt fand, gehörte auch der Deutsche Friedensrat, dessen Mitglieder sich als Pazifisten und “Teil der deutschen und internationalen Friedensbewegung“ bezeichnen und daher ganz selbstverständlich im “Humanismus und Pazifismus” ihre Wurzeln haben wollen. Das Verbot des Innensenators konnten diese wirklich aufrechten und sehr deutschen Pazifisten nicht akzeptieren und so reichten sie eine Klage [Pdf] vor dem Verwaltungsgericht Berlin ein:
In einem Artikel für die Wochenschrift “Freitag” darf der Oberstleutnant der Bundeswehr, Dipl. Päd. Jürgen Rose, hier ein Foto, der stets am Ende seiner Machwerke betont, daß er “nur seine persönlichen Auffassungen” vertrete, mal wieder seiner Phantasie freien Lauf lassen.
Der Artikel im “Freitag” beginnt schon mit einem hinkenden Nazivergleich und Rose malt das Menetekel von Stalingrad an die Wand und stellt fest “wie katastrophal der militärische Größenwahn endete, ist allgemein bekannt – außer im Oval Office zu Washington, so scheint es.” Für Rose scheint der faschistische Feind in Washington zu sitzen, denn der “Präsident aus Texas” beharre ja “starrsinnig auf seinen abstrusen Plänen zur gewaltsamen Neuordnung des Greater Middle East” und das sei natürlich “imperiale Hybris gepaart mit militärstrategischem Dilettantismus“, der natürlich nur in den Abgrund führen, ganz so wie in Stalingrad.
“George Bush und seine neokonservativen Ratgeber” lässt das natürlich alles vollkommen kalt, wie damals beim Führer. Wegen dieser Gefühlslosigkeit und angeblichen Rücksichtslosigkeit der Neo-Konservativen, die im Moment mal wieder als Feindbild herhalten müssen, sei es “nur konsequent”, wenn “die von der einzig verbliebenen Supermacht” angestifteten Kolonialkriege im Nahen und Mittleren Osten fortgeführt” werden. Muss man hier noch einmal alle Menschenrechtsverletzungen der Taliban aufzählen? Unter den Taliban gab es keine Menschenrechte. In welchem Universum kann der Krieg gegen eine faschistische Terrorbande, wie die Taliban, ein Kolonialkrieg sein? Handelt es sich etwa um die Art von Kolonialkrieg, wie es ihn zu Zeiten des Wilheminismus gegeben hat? Meint Rose, daß man die Afghanen wie die Hereros abschlachte?
Im finnischen Helsinki findet am 10. Mai das Halbfinale des Eurovision Song Contest statt. Ob die Vorausscheidung mit oder ohne Israel statt finden wird, ist mittlerweile gar nicht mehr so wichtig. Die Auseinandersetzung hat längst den Boden der Rationalität verlassen. Aber der Reihe nach.
Der israelische Beitrag, “Push the Button” (Drück den Knopf), der Band Teapack soll aus dem Wettbewerb ausgeschlossen werden. Kjell Ekholm, einer der Produzenten des Eurovision Song Contest, sagte gegenüber der britischen Zeitung “The Independent“:
“It’s absolutely clear that this kind of message is not appropriate for the competition.”
Man kann sich auch einen eigenen Eindruck verschaffen und sich folgenden Videoclip von Push the Button anschauen, den ich bei Martin S. Hagen gefunden habe, und entscheiden, ob es sich um eine ”unangemessene Botschaft“ handelt oder nicht:
Der iranische Präsident Ahmadinejad ist gestern zu einem zweitätigen Besuch im Sudan eingetroffen und betonte die guten Beziehungen zu Khartoum. Das jemand wie Ahmadinejad gute Beziehungen zu einem Regime pflegt, daß gerade einen Völkermord in Darfur begeht, sollte nicht wirklich überraschen. Bei einem Treffen zwischen Ahmadinejad und dem sudanesischen Präsidenten Hassan al-Baschir warfen beide faschistische Führer den USA vor, daß sie im Irak, dem Libanon und den “palästinensischen Gebieten” Unruhe stiften würden: “Wie Sie wissen, steht hinter diesen Versuchen eine wohl bekannte äußere Macht mit dem Interesse, die islamischen Kräfte zu schwächen“, erklärte al-Baschir. Iran-Adolf schlug in die selbe Kerbe: ”Das Zeitalter der aufgezwungenen Hegemonie und Obrigkeit durch korrupte Mächte nähert sich dem Ende.” Herr A. täuscht sich nicht, denn das Ende des iranischen Islamofaschismus ist nahe. Obwohl ich natürlich bezweifle, daß er das so gemeint hat.