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Lichtenrade: Ein paar persönliche Anmerkungen

22 Kommentare

Als ich am Samstag diese Meldung las, horchte ich auf, denn ich lebte als Kind und Jugendlicher in Berlin-Lichtenrade. Meine Eltern zogen Ende der 70er Jahre von Kreuzberg 61 nach Lichtenrade. Ich besuchte dort die Grundschule und das Gymnasium. Allerdings war ich nicht auf dem Georg-Büchner-Gymnasium, sondern auf dem anderen Gymnasium in Lichtenrade. Dieses hatte damals einen schlechten Ruf, denn kurz bevor ich dort meine Kreise zog, gab es einen „Drogenskandal“ (Es hatte jemand mit Grass gehandelt.) an der Ullrich-von-Hutten und deshalb wollten viele Eltern ihre Kinder lieber nicht dorthin schicken und so erhielt das Georg-Büchner-Gymnasium größeren Zuspruch als es verkraften konnte. Meine Wahl fiel von Anfang an auf die UvH, nicht nur wegen der guten und erfolgreichen Schach-AG, mit der ich den einen oder anderen Erfolg erringen konnte.

Aber kommen wir wieder zurück zu dem Vorfall am letzten Freitag. Eigentlich wollte ich dazu ja nichts schreiben, auch wenn dieser Vorfall in meiner alten „Heimat“ geschah, aber am Montag kam meine Freundin nach Hause und erzählte mir, daß der 17 jährige Neffe einer Kollegen an der Schlägerei in Lichtenrade beteiligt gewesen sei und jetzt in U-Haft sitzen würde. Ironischerweise sitzt er in Lichtenrade im Kieferngrund. Dieser Neffe soll auch als Erster zugeschlagen haben und soll beim Haftrichter angeblich gesagt haben, daß ihm das alles am Arsch vorbeigeht. Auch soll die Polizei Beweise haben, daß sich die Jugendlichen gezielt für diesen Tag verabredet hätten. Ob die Gruppe Jugendlicher gezielt Ärger auf der Schulfeier machen wollte ist nicht ganz klar, denn anscheinend hatten sie keine Waffen dabei, denn die Eisenstange, mit der das Opfer, der 42-jährige Kriminalhauptkommissar Michael M., geschlagen wurde, wurde von den mutmaßlichen Tätern vor Ort vorgefunden und als Waffe benutzt. So weit, so schlecht.

Dieser bedauerliche Vorfall wird jetzt wieder von bestimmten Kreisen instrumentalisiert, um damit ihren rassistischen Vorurteilen Nahrung und Bestätigung zu geben. Zu den Auswürfen der rechts-rechts-„konservativen“ Rassisten von PI, Kewil und „ca“ und deren rassistischer Kommentarhorde werde ich später kommen. Ich möchte mich erst einmal den Reaktionen außerhalb der Blogosphäre widmen.

Im Tagesspiegel findet sich in einem Artikel vom 23. Januar folgender Satz:

Der Fall ist vielleicht auch deshalb so schockierend, weil er sich eben nicht in einem von Berlins Problemkiezen ereignet hat, in Neukölln, Kreuzberg oder Wedding, wo Polizei und Justiz bereits vor Monaten vor einer neuen Dimension der Jugendgewalt gewarnt haben. Der Trend: Die vor allem ausländischen Gewalttäter werden immer jünger, ihre Delikte wiegen immer schwerer. […] Vor einiger Zeit hat dieser Trend auch Lichtenrade erreicht, den bürgerlichen Stadtrand Berlins, wo es neben einigen Sozialbauten vor allem Einfamilienhäuser gibt, in die West-Berliner bis heute gerne ziehen, sobald sie es zu einem guten Einkommen und dem ersten Kind gebracht haben.

Da stimmt einiges nicht. Die mutmaßlichen Täter sind alle in Deutschland geboren und besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Sie sind hier aufgewachsen und gehen hier auch zur Schule. Sie sind Deutsche Staatsbürger, auch wenn das einigen Hohlbirnen und Rassisten wie z.b. Stefan Herre und anderen nicht passt. Lichtenrade war schon zu meiner Zeit nicht das kleinbürgerliche Paradies und ruhige Idyll als das es jetzt hingestellt wird. Auch schon Anfang der 90er Jahre gab es Probleme mit (gewalttätigen) Jugendgruppen und Einzelpersonen. Die ethnische Herkunft hat dabei keine große Rolle gespielt und die größten und fiesesten Schläger waren „reine“ Deutsche, die man heute ohne Zweifel zur Unterschicht zählen würde und von denen die meisten heute im Knast sitzen oder gerade mal wieder draußen sind. Das waren Leute ohne Bildung und Intelligenz. Sicherlich haben sich manche Gruppen ausschließlich nach ethnischen Gesichtspunkten organisiert.

In meinem Kiez gab es zwei bedeutende Gruppen dieser Art und beide verfügten über ein großes Mobilisierungspotential. Die eine Gruppe bestand ausschließlich aus Jugendlichen polnischer Herkunft und die andere Gruppe bestand aus Jugendlichen arabischer Herkunft. Ein paar meiner Freunde und Bekannten hatten durchaus Probleme mit diesen Gruppen, aber die Gründe dafür waren stets persönlicher Natur. Da gab es z.b. Ärger, weil der eine dem anderen die Freundin ausgespannt hatte und die neue Freundin unbedingt einen Ring von ihrem Ex-Freund zurück haben wollte. Also, nichts weltbewegendes und alle Probleme konnten früher oder später gelöst werden. Auch ohne Gewalt. Denn mit den „Anführern“ konnte man durchaus reden und der damalige „Anführer“ einer der Gruppen ist heute Polizist. Dazu muss ich unbedingt noch erwähnen, daß diese Gruppen eine Hauptlast des Kampfes gegen den Neo-Faschismus, der aus Blankenfelde und Mahlow nach dem Mauerfall nach Lichtenrade schwappte, im Jahr 1992 trugen und stets Präsenz zeigten, wenn man sie darum bat. Die meisten „deutschen“ Jugendlichen bekamen den Arsch gegen die Neo-Nazis nicht hoch.

Im Tagesspiegel heisst es weiter:

Allerdings gebe es inzwischen immer mal wieder Ärger mit Jugendgruppen, die vor allem auf den Straßenfesten auf Randale aus seien.

In Lichtenrade findet im Dezember an jedem Samstag ein Weihnachtsmarkt statt und im September gibt es an einem Wochenende das „Wein- und Winzerfest“. Da gab es auch damals schon Ärger, aber vor allem mit betrunkenen deutschen Jugendlichen. Ich hatte einen Freund, der stets Ärger machte, wenn er betrunken war und nur mit Mühe von solchen Dummheiten abgehalten werden konnte. Sonst hätte er wohl auch mal einen halb tot geprügelt, aber er hatte Freunde die ihn davon abgehalten haben. Das war wohl am Freitag nicht der Fall und die Familie des mutmaßlichen Haupttäters ist selbst vollkommen ratlos und kann sich das alles nicht erklären. Man muss sich schon die Frage nach der Motivation der mutmaßlichen Täter stellen. Denn zu der unglaublichen Brutalität kommt noch kaum fassbare Dummheit, denn der Tatort liegt kaum 100 Meter vom Polizeirevier entfernt. Noch ein paar Worte zur Polizei in Lichtenrade, denn Kollegen des Verletzen beschweren sich, daß die mutmaßlichen Täter nicht wegen versuchten Totschlag Haftbefehl erhielten:

Da prügelt jemand mit einer Eisenstange auf sein Opfer ein. Wenn das kein versuchtes Tötungsdelikt ist, was dann“…

Nun ja…Ich kann mich an einen Vorfall mit der Polizei in Lichtenrade erinnern. Wir feierten im Jahr 1992 eine Party und einem der Teilnehmer, ein enger Freund von mir, verließen nach der Party die Kräfte und er legte sich zwischen die Mülltonnen und schlief dort seinen Rausch aus. Damals fanden wir das irgendwie lustig und alles was als junger Mensch lustig ist, ist für Erwachsene nicht lustig und so rief jemand die Polizei und was machten die beiden uniformierten Polizisten? Sie schlugen meinem Freund mit u.a. mit den Funkgeräten ins Gesicht und freuten sich dabei. Dieser Vorfall wurde bemerkt und die Zeugin alarmierte uns und teilte uns mit, daß er gerade von Bullen zusammengeschlagen wird. Daraufhin bewegte sich ein Teil der Feiernden nach unten und wollte ihm helfen. Die Schläger in Uniform waren schon abgezogen und ich kann nicht sagen, was ich gemacht hätte, wenn ich die beiden Verbrecher in Uniform in meine Hände bekommen hätte. Noch heute erfüllt mich großer Zorn, wenn ich daran denke, aber es kommt noch besser, denn wir waren damals alle empört und so zogen wir zum Polizeirevier, um uns friedlich zu beschweren und Aufklärung zu verlangen. Nun raten Sie mal was passierte, als einer von uns beim Revier klingelte und den Fall per Gegensprechanlage vortrug?

Plötzlich stürmte ein uniformierte Schlägertrupp aus dem Revier und fiel über einige der Leute her und sie verletzen dabei einen Freund recht schwer. Er erhielt mehrere Schläge gegen den Hals und hatte großes Glück, daß nicht der Kehlkopf verletzt wurde. Jerome lies sich das nicht gefallen und erstattete Anzeige gegen die Schläger in Uniform. Nun raten Sie mal was passierte? Die Polizisten zeigten meinen Freund an. Er hatte sich nicht mal gegen die Schläger in Uniform gewehrt und niemand von uns war gewalttätig oder wollte Gewalt anwenden. Wir wollten einfach nur Gerechtigkeit. Ja, ja…Als junger Mensch hat man noch Illusionen. Diese Anzeige gegen meinen Freund hätte ernsthafte Folgen für ihn haben können, denn er war damals Beamter auf Probe bei der Oberfinanzdirektion Berlin. ( Heute ist er Selbstständig.) Diese Methode war und ist bei der Polizei weitverbreitet: Man schlägt jemanden zusammen und wenn sich das Opfer dann juristisch wehrt, wird es selbst einer Straftat bezichtigt und wir alle wissen wem ein deutsches Gericht mehr glaubt. Natürlich den Polizisten und in den meisten Fällen kommt es ja gar nicht zu Gerichtsverfahren gegen die Polizisten. Das Ende der Geschichte war, daß mein Freund einen Deal mit den Schlägern in Uniform und deren Helfern bei der Staatsanwaltschaft machen musste. Beide Verfahren wurden eingestellt. Wo war da die Presse? Wo war da die öffentliche Empörung? Offiziell heißt es stets, daß es solche Dinge nicht gibt und wenn doch dann seien es Einzelfälle und die würden dann knallhart verfolgt.

Entweder leiden die Verantwortlichen in Politik und Polizei unter einer gestörten Wahrnehmung der Realität oder sie decken bewusst Straftaten. Das erinnert mich an ein Interview des Polizeipräsidenten vor einigen Jahren in der Berliner Abendschau, als er auf die Frage des Moderators Friedrich Moll, wie es denn sein kann, daß Streifenwagen vor einer roten Ampel das Blaulicht einschalten und nach der Ampel es wieder ausmachen, nur um nachts nicht an der roten Ampel warten zu müssen, sagte, daß es so etwas bei der Berliner Polizei nicht geben würde, weil sich die Beamten ja stets an das Gesetz halten würden. Der Polizeipräsident wischte auch die Einwände des Moderators zurück, daß sich zahlreiche Bürger über solches Verhalten beschwert hätten. „Das gibt es bei uns nicht!“

Seit in Streifenwagen eine Art Black Box eingebaut wurde, habe ich ein solches Verhalten nicht mehr gesehen.

Ich könnte jetzt zahlreiche Beispiele über ungesetzliches Verhalten der Polizei in Lichtenrade benennen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Ich möchte hier jetzt nicht die Schläger vom Freitag in Schutz nehmen, aber ich möchte hier deutlich machen, daß die Grenzen zwischen Opfern und Tätern oft fließend sind. In einem Moment Täter und im nächsten Moment Opfer oder auch umgekehrt. Das kann sehr schnell gehen.

Dazu kommen in diesem Fall noch Falschmeldungen, wie beim Gossenblatt „Berliner Kurier„, der wissen will, daß alle 15 Schüler von zwei nahen Schulen stammen sollen, nur das ein Teil der mutmaßlichen Schläger auch aus Neukölln und Schöneberg stammen, also wohl kaum in Lichtenrade zur Schule gehen können.

Der Tagesspiegel lehnt sich besonders weit aus dem Fenster und Armin Lehmann scheint arg den Bezug zur Realität verloren zu haben und ich bin drauf und dran ihm nahe zu legen, sich bei der NPD zu bewerben. Der Politikteil ist eben ein anderes Feld als der Politikteil und Herr Lehmann sollte lieber weiter über den Berliner Sport schreiben. Lehmann schreibt im Tagesspiegel:

Deutschland erlebt mal wieder einen spektakulären Fall von Rassismus. Er spielt in Berlin und hat Empörung ausgelöst. Ein Mann ist von Jugendlichen vor einer Schule zusammengeschlagen worden. Das Opfer ist nicht schwarz, die Täter sind keine Neonazis. Es handelt sich um einen weißen, deutschen Polizisten und um arabische und türkische Jugendliche.

Sehr schön. Aber falsch, wenn nicht eine Verfälschung oder sogar eine bewusste Fälschung, denn die mutmaßlichen Täter sind Deutsche. Auch wenn ich mich wiederhole: die mutmaßlichen Täter sind hier geboren und gehen hier zur Schule und sie wurden hier sozialisiert. Sie besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Auch scheint in diesem Fall für Armin Lehmann die Unschuldsvermutung nicht mehr zu gelten, auch wenn hier die Beweislage eindeutig scheint, so haben Beschuldigte solange als Unschuldig zu gelten, bis sie von einem Gericht rechtskräftig verurteilt werden. Woher weiß Armin Lehmann, daß es sich um Rassismus handelt? Gehört Herr Lehmann vielleicht zu jenen „Journalisten“ die bei der Familie des 17 jährigen Hauptverdächtigen angerufen haben? Hat er Kollegen beauftragt bei der Familie persönlich vorbei zu schauen um Interviews der Angehörigen zu erhalten? Wobei sich mir die Frage stellt, wie es sein kann, daß Journalisten die Adresse und die Telefonnummer der Familie erfahren haben und das ganze Wochenende anrufen und auch persönlich vorstellig werden? Wurden Polizeibeamte bestochen, um diese Daten herauszugeben? Diese Methode wurde mir von einem Reporter einer Berliner Zeitung auf Nachfrage bestätigt, denn es sei eben üblich, daß man Beamte „beschenke“, damit solche Details bekannt werden. Ob es hier auch so war kann ich nicht wirklich abschätzen, aber in dieser Zeit scheint alles möglich.

Es ist ein Fall von Rassismus gegen Weiße, ein Fall von, im wahrsten Wortsinn, Fremdenfeindlichkeit.

Wie kommt Armin Lehmann zu diesen Schlussfolgerungen? Lehmann spekuliert einfach drauf los. Der 17 jährige fiel bisher gar nicht auf und wie schon oben erwähnt sind die Eltern vollkommen ratlos. So wie es bei „deutschen“ Familien der Fall ist, wenn der Sohn in die Naziszene rutscht und dann z.b. ein Wohnheim anzündet oder einen Schwarzen verprügelt.

Oder ist der Ton zu hoch?

Er ist zu schrill und bewegt sich auf Stammtischhöhe, wenn nicht sogar darunter.

Wiederholt sich diese Form von Fremdenfeindlichkeit in Berlin nicht in regelmäßigen Abständen, im Bus, in der Schule, auf der Straße? Immer wieder kommt es zu Situationen, in denen Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre Mitmenschen ängstigen, traumatisieren, verprügeln. Stimmt unsere Wahrnehmung noch, stimmen unsere Reflexe?

„Unsere“? Die Zeiten der Volksgemeinschaft sind vorbei, auch wenn Armin Lehmann das vielleicht nicht so toll findet. Aber eines steht wohl fest: Die Wahrnehmung und die Reflexe des Armin Lehmann sind offensichtlich massiv gestört. Und weiter heißt es:

Arabische und türkische Jugendliche, deren Eltern schon wenig Neigung zur Integration gezeigt haben, laufen dagegen schon bei geringster Zurückweisung buchstäblich Amok.

Herr Lehmann ist der Experte in dieser Angelegenheit und schon wieder Frage ich mich woher er sein Sonderwissen hat. In diesem speziellen Fall trifft es schon gar nicht zu, denn die Eltern gehören einwandfrei der Mittelschicht an. Sie arbeiten hier und zahlen Steuern und sie haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Das aber nimmt Herr Lehmann ja gar nicht wahr in seiner Frosch-im-Brunnen-Perspektive, denn für ihn können wohl Deutsche nur reine Arier sein und niemals jemand der türkische oder arabische Wurzeln hat. Ich sehe hier nur einen der ein Rassist sein könnte: Armin Lehmann.

Jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben und habe mich noch nicht einmal der Blogosphäre zugewandt. Das hole ich im zweiten Teil nach. Zum Ende des ersten Teils möchte ich hier noch auf einen merkwürdigen „Aufsatz“ eines natürlichen niemals anti-amerikanischen Schülers der Georg-Büchner aufmerksam machen. Ich wollte heute eigentlich was ganz anderes schreiben und habe hier noch einen halbfertigen Artikel über die Machtergreifung des Hugo Chavez und sein Ermächtigungsgesetz, sowie „10 Gründe woran man erkennt antideutsch zu sein“. Aber keine Sorge. Jetzt habe ich wieder etwas mehr Zeit und werde die hier auch reichlich nutzen. Ich habe da bei meinen „Freunden“ von der etatistischen Linken einige merkwürdige Dinge entdeckt und die werde ich mit Genuß breit treten. Nein, nicht die etatistischen Linken, sonst unterstellt mir wieder der eine oder andere links-faschistische Hetzer (Grüße an A. aus F.), daß ich anderen die Fresse eintreten will. Solche Mißverständnisse will ich natürlich nicht aufkommen lassen.

22 thoughts on “Lichtenrade: Ein paar persönliche Anmerkungen

  1. „.und ich bin drauf und dran ihm nahe zu legen, sich bei der NPD zu bewerben.“
    „..denn für ihn können wohl Deutsche nur reine Arier sein und niemals jemand der türkische oder arabische Wurzeln hat.“

    Herr Lehmann hat türkische Wurzeln! Seine Mutter stammt aus der Türkei!

  2. Tja, Billy….Was soll mir das sagen? Das jemand der türkische Wurzeln hat niemals ein Rassist sein könnte? Das Herr Lehmann damit automatisch frei von allen Vorurteilen sein muss?

    Könnte Herr Lehmann dann etwa an einer Form von Selbsthass, dem Uri-Avnery-Syndrom, befallen sein?

    Ok, dann eben nicht NPD, sondern eher Graue Wölfe. Ist eh fast der selbe Dreck.

  3. Aha, also ein Deutscher mit Migrationshintergrund? Ist diese Formulierung besser?

    Ist es Ihre erklärte Absicht, jeden, der Fakten und Probleme auch nur bennent in die NPD-Ecke zu schieben? Lächerlich!

  4. Fakten? Das ist reine Ideologie! Lehmann und auch andere schreiben ja nicht mal „mutmaßliche Täter“. Solche Leute sind Ankläger, Richter und Henker in einer Person.

    In die NPD-Ecke schieben? 6! Setzen! Lesen Sie den Text noch einmal. Gaaaaaanz laaaaaangsam!

    btw: wann endet das eigentlich mit dem Migrationshintergrund? Sind Menschen deren Vorfahren im 19.Jahrhundert aus Polen, das es damals ja gar nicht als Staat gab, ins Ruhrgebiet auswanderten Menschen mit Migrationshintergrund? Sind Berliner deren Vorfahren als hugenottische Flüchtlinge nach Brandenburg kamen und noch heute französisch klingende Namen haben, Menschen mit Migrationshintergrund? Wer im Rheinland einen Römer als Vorfahren hat….?

    Das lässt sich noch weiter führen, aber bei Ihnen wäre das wohl eine vergebliche Anstrengung. Wissen Sie wie das in den USA gehandhabt wird?

  5. Also telegehirn, irgendwie siehst du die Berliner Realitäten aus einer sehr komischen Perspektive – Bullen sind generell Schweine (Generalverdacht!)und mit den Kindern der arabischen/türkischen Migranten gibt es nie Probleme. Ziemlich seltsame Sicht auf die Dinge. Hast du dich mal ernsthalfter mit den Zahlen zu Kriminalität und Gewalt in Berlin beschäftigt!?

    Und das ist auch der eigentliche Punkt: Die Hugenotten und Polen haben sich inzwischen, wie auch viele Portugiesen, Italiener, Griechen, Vietnamesen Russen … in Berliner und Deutsche „verwandelt“. Häufig mit bestimmten Eigenheiten, aber im Großen und Ganzen Berliner. Im Gegensatz dazu (und auch im Gegensatz zur Situation vor 20 Jahren!) sehe ich die arabischen/türkischen Heranwachsenden, Stichworte: Parallelgesellschaft, Rütlischule, Gewalt/Kriminalitätsprobleme …

  6. Mit dem Textverständnis ist das ja so eine Sache…

    Bullen sind generell Schweine (Generalverdacht!)und mit den Kindern der arabischen/türkischen Migranten gibt es nie Probleme.

    Wo schreibe ich das? Ich berichte über persönliche Erlebnisse in Lichtenrade Anfang/Mitte der 90er Jahre. Wenn prügelnde Polizisten nicht in dein Weltbild passen, dann kann ich dafür nichts.

  7. Hast du diesen Artikel gelesen?

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/25.01.2007/3038163.asp

    Prügelnde Polizisten passen durchaus in mein Weltbild – zum Glück werden solche Polizisten fast immer bestraft… aber du verdrängst irgendwie die Realität auf Berlins Straßen. Und alle, die sich damit nicht abfinden wollen, als Rechte oder besser noch „Schei**-Nazis“ mundtot machen zu wollen – sehr schlechter Stil. Indem du nachprüfbare Fakten unterschlägst, Unangenehmes totschweigst, unterstützt du diese braune Brut.

  8. Da steht ein Satz, denn du dir ausdrucken und einrahmen solltest:

    Eines ist klar: Bei den gewalttätigen Jugendlichen ausländischer Herkunft handelt es sich um eine sehr kleine Minderheit

    Solche Polizisten werden fast immer bestraft? Lächerlich. Schau dir doch mal die Statistiken an. Von 100 Fällen kommen vielleicht 5 zur Anklage und davon wird mit Glück einer verurteilt. Das ist die Realität, denn bei der Polizei hier herrscht noch der gute alte Corps-Geist. Ich kenne einen Ex-Polizisten von diesem Revier, der sich dem nicht beugen wollte und dann extrem gemobbt wurde, bis er freiwillig ging.

    Ein alter Schulfreund von mir, der jetzt als Kommissar in Uniform tätig ist, hat mir das bestätigt, dass man „Kameraden“ nicht anschwärzt. Zumindest wenn es um „Banalitäten“ wie Körperverletzung geht.

    Ich wohne in Neukölln und hab hier noch nie Probleme gehabt. Das kann natürlich auch an meiner imposanten Erscheinung und meinem bösen Blick liegen.

    Wenn ich jemanden einen Rassisten oder Nazi nenne, dann begründe ich das immer recht gut. Dann sollte man über die Argumente streiten die zu dieser Titulierung führen und nicht darüber, dass man jemanden so nennt.

    Ich unterschlage Fakten und unterstütze die braune Brut? Bei dir hakt es wohl?!? Ich schreibe hier über einen konkreten Fall.

  9. Generalverdacht ist immer dann gut, wenn er deine Vorurteile aufgreift z.B. „alle Bullen sind Schweine“ (hast du ja gerade wieder bestätigt).

    Wenn aber immer mehr Leute mitbekommen, daß man Menschen mit Migrationshintergrund nicht in einen Topf werfen darf, sondern daß es gerade mit denen aus türkischen/arabischen Familien massive Probleme gibt – dann ist das natürlich fahrlässige Verallgemeinerung und überhaupt rechts.

    Mal davon abgesehen, daß ich deine Verallgemeinerungen für beleidigend und rassistisch gegenüber Italienern, Griechen, Spaniern, Vietnamesen etc.etc. (beziehungsweise deren Nachkommen)die nicht überproportional in Kriminalstatistiken auftauchen – dafür aber in der Regel in Pisa-Studien besser abschneiden als die Eingeborenen…indem du Sprüche klopfst wie „Ich wohne in Neukölln und hab hier noch nie Probleme gehabt.“ machst du dich irgendwie lächerlich. Du versuchst dir da irgendwie deine Illusion von einer schönen heilen Welt aufrechtzuerhalten, in der alle, die die Bullen verprügeln und nicht von der bürgerlichen Gesellschaft akzeptiert werden, automatisch die Guten sind.

    Eines ist klar: Bei den gewalttätigen Jugendlichen ausländischer Herkunft handelt es sich um eine sehr kleine Minderheit

    Natürlich! Aber schau dir nur mal die Liste der jugendlichen Intensivtäter in Berlin an – wie erklärst du mir, daß über 60% aus dem arabisch/türkischen Umfeld kommen?

  10. @ Wombat:

    Wo schreibe ich denn, dass „Bullen Schweine sind?“ Das hast du in die Diskussion eingebracht und nicht ich.

    Ich wohne nun mal in Neukölln und hatte eben noch nie Ärger. Was ist an diesem Fakt lächerlich? Das ist die Realität, auch wenn es Leuten wie dir und den Rassisten bei PI nicht passt. Das ist aber nicht mein Problem, sondern dein Problem.

    Ich habe keine „Illusion von einer schönen heilen Welt“ und langsam frage ich mich, was deine ständigen Unterstellungen und Einbildungen bewirken sollen? Auch habe ich nirgendwo geschrieben, dass alle „die Bullen verprügeln automatisch die Guten sind.“ Wie kommst du solchen Schlüssen? Das passiert alles nur in deiner Phantasie.

    Beim nächsten Mal solltest erst einmal den Text vernünftig lesen und vor allem verstehen, auch wenn dir das schwer fällt. Gib dich nicht auf und lerne lesen…😉

  11. „Solche Polizisten werden fast immer bestraft? Lächerlich. Schau dir doch mal die Statistiken an. Von 100 Fällen kommen vielleicht 5 zur Anklage und davon wird mit Glück einer verurteilt. Das ist die Realität, denn bei der Polizei hier herrscht noch der gute alte Corps-Geist. Ich kenne einen Ex-Polizisten von diesem Revier, der sich dem nicht beugen wollte und dann extrem gemobbt wurde, bis er freiwillig ging.“

    Zeige mir eine solche Statistik!

    Wenn nicht, ist das deine, geflegt und juristisch nicht angreifbar formulierte Fassung von „alle Bullen sind Schweine“.

    Und sicher haben die friedlich randalierenden Jugendlichen ihr Randale nur deshalb auf den bösen rassistischen Polizisten ausgedehnt, weil der ihnen so provokativ in die Augen geblickt hat. Immer schön verharmlosen – die wollen doch nur spielen.

  12. Die grösste Ungerechtigkeit die in Deutschland stattfindet ist, dass jeder der vom deutschen Volk redet oder tatsächliche Gewalt von Migranten kritisiert als Nazi diffamiert wird, und das wir nicht über das Thema Einwanderung reden und entscheiden dürfen. Diese Ungerechtigkeit muss beseitigt werden, nicht nur in Deutschland sondern in allen europäischen Staaten.

  13. @ Wombat:

    So wurden z.B. zwischen 1995 und 2004 in Berlin 98,3 Prozent aller Körperverletzungsanzeigen gegen Polizisten ohne Verurteilung abgeschlossen. In 1,3 Prozent aller Fälle kam es zu einer Anklage, in 0,4 zu einer Verurteilung.
    Quelle: http://polizeizeugen.de.vu/

    In Hamburg wurden zwischen 1989 und 1994 83 Prozent aller Verfahren gegen Polizisten eingestellt und in lediglich 0,6 Prozent der zur Anzeige gebrachten Fälle kam es zu einer letztinstanzlichen Verurteilung, wie der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Jahr 1994 feststellte. Angesichts der Vorfälle aus jüngster Zeit bleibt Hamburg wahrscheinlich ein gutes Pflaster für prügelnde Polizisten. Es ist kein »Edeka« in Sicht.
    Quelle: http://www.jungle-world.com/seiten/2004/34/3756.php

    Hier eine ganz kleine Auswahl:

    http://www.wsws.org/de/2002/jan2002/poli-j04.shtml

    Aber die Einstellung des Verfahrens ist bei weitem kein Einzelfall. Gerichte verurteilen nur selten Fehlverhalten von Polizistinnen und Polizisten strafrechtlich. Dies ist vielfältig dokumentiert. So schreibt Martina Kant in dem in Berlin erscheinenden Informationsdienst Bürgerrechte & Polizei( Cilip): „Die Wahrscheinlichkeit, dass PolizistInnen wegen einer Straftat verurteilt werden, ist ausgesprochen gering.

    Das gilt nicht nur bei Strafverfahren wegen Körperverletzung im Amt. Nach Angaben aus Baden-Württemberg waren von den 1993/94 eingeleiteten 424 Ermittlungsverfahren – wegen Körperverletzung im Amt, anderer Dienstvergehen (Beleidigung, Strafvereitelung u.a.) sowie gewalttätiger Aktionen außerhalb des Dienstes – zum Zeitpunkt der Auskunft 313 Verfahren abgeschlossen. Von diesen wurden 308 Verfahren eingestellt, das sind rund 98 Prozent. In vier Fällen wurde Strafbefehl erhoben, in lediglich einem Fall kam es zur Anklage.

    Ähnliche Zahlen liegen aus Bayern vor. Dort wurden von den ca. 2.400 Strafermittlungsverfahren gegen PolizeibeamtInnen in den Jahren 1997-99 rund 83 Prozent durch Einstellung oder Freispruch erledigt. Auch in Berlin wurden über die Jahre 1994-1999 hinweg rund 96 Prozent der Strafverfahren auf diese Weise abgeschlossen.“ (Martina Kant, Ausmaß von Polizeiübergriffen und ihre Sanktionierung,

    http://www.taz.de/pt/2002/03/02/a0254.1/text.ges,1
    http://www.cilip.de/ausgabe/67/kant.htm
    http://www.cilip.de/ausgabe/67/lederer.htm
    http://www.cilip.de/ausgabe/67/goessner.htm
    http://www.cilip.de/ausgabe/66/inland66.htm
    http://www.cilip.de/ausgabe/64/muenchen.htm
    http://www.welt.de/data/2006/12/01/1129986.html
    http://www.antirassismus-telefon.de/pruegel.php
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten/grosseinsatz-gegen-hooligans/81733.asp
    http://www.wdr.de/online/news2/prozess_randalierendepolizisten/index.phtml
    http://www.wsws.org/de/2004/feb2004/amne-f05.shtml
    http://www.vier-strafverteidiger.info/index.php/strafverfahren-gegen-strafverteidiger-eingestellt
    http://www.derive.at/index.php?p_case=2&id_cont=312&issue_No=1
    http://thecaravan.org/node/835
    http://www.augenauf.ch/bulli/art/bulli016art01.php
    http://www.castor.de/diskus/sonst/zinkenadi.html
    http://user.cs.tu-berlin.de/~fb13ini/98_3/node4.html
    http://www.nadir.org/nadir/aktuell/2004/07/11/24707.html
    http://www.comlink.de/cl-hh/r.borchers/mar99/saf399.htm
    http://www.augenauf.ch/bulli/art/bulli023art01.php
    http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/artikel.php?id=21&kat=75&artikelid=1597
    http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/reportage.php?repid=1532
    http://fan-geht-vor.de/pages/posts/anwalt-klaus-walter-E2809Epolizisten-machen-alles-richtig-aber-fussball-anhaenger-im-visier-der-polizei-sind-alle-taeter-oder-tatverdaechtigeE2809C22.php
    http://www.schirach.de/wordpress/?p=247
    http://www.joerg-hutter.de/polizeiuebergriffe.htm
    http://thevoiceforum.org/BLACK_COMMUNITY_DEMANDS

    Reicht dir das oder bist du durch Fakten nicht in deinem Weltbild zu beeindrucken?

  14. Na klar, es hat scon mit dem Weltbild zu tun, ob man Polizisten in erster Linie als Gewaltverbrecher ansieht oder nicht!

    Wenn nur ein sehr geringer Prozentsatz der Anzeigen zu Anklage und Verurteilung führt, dann könnte das doch evtl. auch (nicht nur!) damit zusammenhängen, daß ein Großteil der Anklagen unberechtigt war?

    Aber selbst wenn (woran ich zweifele, ebenso wie an den „Folterorgien“ in Guantanamo) … stell dir einfach vor, wie die öffentliche Reaktion gewesen wäre, hätte es sich bei den Randalierern um Glatzen gehandelt! Da hättest du sicher nicht darauf hingewiesen, daß die Bullen meist selbst Schuld sind! Und -das Kind kann Flöhe und Läuse haben- ich halte neben den immer stärker werdenden Nazis die aus den Parallelgesellschaften hervorgende Gewalt und Kriminalität für eine massive Gefärdung unserer Gesellschaft.

  15. Ich sehe Polizisten in erster Linie nicht als Gewaltverbrecher, aber ich verschließe nicht die Augen vor einem Problem (Im Gegensatz zu Gerichten, Politik, Medien und einem Teil der PolizistInnen und wenn du die Quellen mal gelesen hättest, dann wäre dir etwas aufgefallen.

    Egal wie Unglaubwürdig die betroffenen Polizisten sind und fast egal wie viele Zeugen es: es kommt fast nie zu einer Verurteilung. Sicherlich will ich mit meinen Anmerkungen auch etwas provozieren. Keine Frage und der Angriff auf den Polizisten ist ganz klar zu verurteilen und die mutmaßlichen Täter werden mit aller Sicherheit hart bestraft werden. (Übrigens härter, als wenn es keine Berichterstattung gegeben hätte. In den USA werden solche Verfahren an einen anderen Gerichtsort verlegt, damit man möglichst unvoreingenommene Geschworene bekommt.) Ich will damit zeigen, dass es eben immer mehrere Ebenen der Realität gibt und man stets möglichst viel differenzieren sollte. Es gibt auch noch einen anderen Grund: einige versuchen (du gehörst dazu!) mit diesem Fall ihren (rassistischen) Vorurteilen Nahrung zu geben, wenn sie behaupten, dass Türken, Araber und Muslime überhaupt, wegen ihrer Abstammung und Religion automatisch mehr kriminell sind, als nicht Muslime. Das ist, nicht nur, in meinen Augen Rassismus. Und komm mir jetzt mit dem Gejammere, dass man immer gleich als Rassist und Nazi tituliert wird. Ich begründe das hier recht gut und benutze das nicht als Totschlagsargument. Im Gegensatz zu dir, der mir unterstellt ein Nazi zu sein, denn deine Begründe dafür ist mehr als dämlich.

    Wenn nur ein sehr geringer Prozentsatz der Anzeigen zu Anklage und Verurteilung führt, dann könnte das doch evtl. auch (nicht nur!) damit zusammenhängen, daß ein Großteil der Anklagen unberechtigt war?

    Nein. Wenn du die Quellen gelesen und verstanden hättest, dann würdest so etwas nicht behaupten. Du wolltest Statistiken und ich habe dich damit zugeschissen und nun versuchst du dich mit diesem schwachen und vor allem widerlegbaren Argument deinen Rückzug zu decken. Dich kann man offensichtlich durch nichts überzeugen. Nicht mal durch die unbestreitbare Wahrheit. Das ist dann nicht mehr mein Problem, sondern deines.

    Auch übersiehst du, dass ich nirgendwo geschrieben habe, dass der Polizist selbst schuld war. Ich habe nur ein paar persönliche Erlebnisse in Lichtenrade geschildert.

  16. Nun, deine Unterstellungen zu meiner Person ignoriere ich einfach mal, letztlich nur ein Versuch, den Gegenüber mundtot zu machen.

    „Es gibt auch noch einen anderen Grund: einige versuchen (du gehörst dazu!) mit diesem Fall ihren (rassistischen) Vorurteilen Nahrung zu geben, wenn sie behaupten, dass Türken, Araber und Muslime überhaupt, wegen ihrer Abstammung und Religion automatisch mehr kriminell sind, als nicht Muslime. Das ist, nicht nur, in meinen Augen Rassismus.“

    Das ist doch mal interessant, wer Statistiken zitiert, ist ein Nazi – du hälst es also für rechte Propaganda, wenn offizielle Statistiken beweisen, daß es zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen höchst unterschiedliche Kriminalitätsraten gibt? Du hast am Beispiel der „Gewalt durch Polizisten“ bewiesen, daß du dich in diesem Metier auskennst – warum ignorierst du, daß im Durchschnitt türkischstämmige Jugendliche 4* häufiger durch Kriminalität auffallen als „Eingeborene“ und daß diese Quote bei arabischen Mitbürgern (Nordafrika ebenso wie Libanon/Palästina) noch wesentlich schlimmer ist?

    Nicht die gemeinsame „Rasse“ verschiedet diese Gruppierungen, sondern ihre Herkunft aus dem islamischen Kulturkreis. Vermutlich ist es auch Rassismus, wenn ich auf eine sehr hohe innerfamiliäre Gewalt bei genau dieser Klientel hinweise – bestimmt sind auch die Mitarbeiterinnen in Hilfseinrichtungen und Frauenhäusern, die behaupten, daß Frauen aus Familien mit islamischem Kulturhintergrund überproportional zu den „Kundinnen“ zählen, ausnahmslos Nazinen.

  17. @ Wombat:

    Du hast doch hier Il_Braino als Unterstützer des Nationalsozialismus beleidigt. Ich würde mit dir nicht mehr diskutieren. Ich würde mir das nicht bieten lassen und hätte dich längst gekickt. Also reg dich nicht auf, wenn man dich einen Rassisten nennt. Tele hat das recht schick begründet und von dir kommt nur bullshit.

  18. Hallo, Hallo,

    ist ja alles interessant zu lesen, doch was hat das mit dem Vorfall zu tun, der an der Georg-Büchner-Schule zu tun?

    Für was soll es gut sein zu behaupten, früher habe es auch schon Gewalt gegeben? Ist richtig, ich war auch an der UvH, auch in der Schach-AG, bin auch Anfang der 80er Jahre aus Kreuzberg 61 dorthin gezogen, nebenbei bemerkt.😉

    Da Du aus Mangel an bekannten Fakten auch nicht weißt, was für Beweggründe die Täter hatten, ist es müßig darüber zu spekulieren und genau das zu tun, was Du Herrn Lehmann (teilweise zu Recht) vorwirfst.

    Abwarten und Tee trinken sollte die liber(täre)ale Devise lauten, denn alles andere – Rassismus zu unterstellen, egal ob „weiß“, „Braun“ oder „grün“.

  19. Zur Frage, ob die Probleme in Bezug auf Beschulbarkeit, Integrationswilligkeit Gewaltneigung bei vielen Immigranten aus orientalischen Gesellschaften zufällig und bestenfalls das Ergebnis rassistischer Diskriminierungerfahrungen sind, ist dies hier immer wieder informativ:

    „Die Konzepte von sevgi, saygi, seref und namus garantieren das enge Eingebundensein in ein soziales Netz, das soziale Kontrolle ausübt und gegenseitige Unterstützung gewährt. Kinder sollen sich unterordnen, gehorsam sein, sich konform verhalten und Loyalität zeigen, damit ein hoher Grad an Zusammenhalt und gegenseitiger Abhängigkeit gewährleistet bleibt. Prozesse und Erziehungsziele wie Individuation, Autonomie, Initiative, Aktivität oder Neugier sind bei Kindern eher unerwünscht, würden sie doch die Kohäsion der Gemeinschaft gefährden.“

    Wolfgang Bilsky, M. Toker: Jugendliche nichtdeutscher Herkunft im Strafprozeß. In: R. Lempp, G. Schütze, G. Köhnken (Hrsg.): Forensische Psychiatrie und Psychologie des Kindes- und Jugendalters. Steinkopf, Darmstadt 1999, S. 287–299

    aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Namus

  20. Klingt wie ein Backrezept für den autoritären, faschistoiden Charakter – hatten wir zuletzt unter Willem II. sowie Adolf und Erich H., vielleicht mit leichten Abstrichen, denn die FJ war nicht die HJ. Das empirisch belegte Ergebnis auf jeden Fall:

    „… ein Drittel der türkischsprachigen Migrantenjugendlichen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren“ neigen zu „einem gewaltzentrierten islamischen Fundamentalismus und ethnischen Nationalismus“

    Heitmeyer, Wilhelm/Müller, Joachim/Schröder, Helmut: Verlockender Fundamentalismus. Türkische Jugendliche in Deutschland [The Allure of Fundamentalism: Turkish Youths in Germany] (1997/3rd ed. 1998)

    Zum Thema Blauäugigkeit immer wieder lesenswert: http://www.taz.de/pt/2006/12/15/a0186.1/text

    Religion ist die letzte Ressource, Interview Stefan Reinecke und Eberhard Seidel, taz, 15.12.2006, S. 3, 288 Z.

    taz:
    1997 haben Sie die Studie „Verlockender Fundamentalismus“ erstellt. Es war in der Bundesrepublik die erste wissenschaftliche Studie über das Ausmaß nationalistischer und islamistischer Einstellungen bei türkischen Jugendlichen. Dafür sind Sie heftig kritisiert worden. Warum? … Heute wird viel über türkische Jugendliche geschrieben – ohne wissenschaftliche Grundlage. Bizarr, oder?

    W. Heitmeyer:
    Ja, offenbar will man es immer noch nicht so genau wissen

    Ich halte die reaktionären, repressiven und gewalttätigen Gesellschaften in, sagen wir mal, den 46 Ländern mit muslimischen Bevölkerungmehrheiten in diesem Licht auch für ein Indiz. Kann natürlich alles auch nur Reaktion auf (post)koloniale Ungerechtigkeiten sein, die critical whiteness studies hätten da einiges zu erzählen.

    Man stelle sich vor, ein Drittel(!) der nicht-türkisch oder arabischsprachigen Jugendliochen in Deutschland wären gewaltbereite Neonazis …ist im Osten regional vielleicht sogar der Fall, und den Vergleich finde ich dann auch passend.

  21. Auszug aus dem Artikel „Der Spaß, Menschen zu quälen“:
    „Daß die jungen Täter immer brutaler werden, ist eine Entwicklung, die die Polizei schon seit langem beobachtet. „Aber immer, wenn man meint, schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden, wird man eines besseren belehrt. Die Hemmschwelle sinkt und sinkt, ein Ende ist nicht abzusehen“, sagte gestern ein mit dem Thema Jugendkriminalität befaßter Zivilfahnder.
    Seine Belege für die wachsende Gewaltbereitschaft: zehnköpfige Gruppen, die auf Einzelne losgehen, Täter, die sich Kinder als Opfer suchen und solche, die vermehrt auch junge Frauen und Mädchen angreifen und sexuell belästigen.
    Es sind vor allem Intensiv- und Mehrfachtäter, die immer wieder mit derartigen Gewaltdelikten in Erscheinung treten. Etwa 400 Intensivtäter sind derzeit bei der zuständigen Abteilung 47 der Berliner Staatsanwaltschaft registriert. 80 Prozent der Täter sind nichtdeutscher Herkunft. Die größte Gruppe bilden die Araber mit 130 Personen, es folgen Türken, Täter aus Ex-Jugoslawien und Staatenlose.
    Welches Problem Intensiv- und Mehrfachtäter darstellen zeigt das Ergebnis einer gestern vorgestellten Langzeituntersuchung von Kriminalisten der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege. Fünf Prozent der Täter begehen alljährlich zwischen 30 und 40 Prozent der erfaßten Delikte.
    Mit welcher Brutalität die Täter dabei vorgehen, zeigen Beispiele aus der jüngsten Zeit.“
    Ein Rütli-Schüler, seine Eltern kommen aus dem Libanon, formuliert das so: “Woanders muss man als Ausländer höflich sein zu den Deutschen. In Neukölln nicht. Hier sind die Straßen und Läden eh alle in arabischer und türkischer Hand.”
    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/20.06.2005/1888859.asp

    Die Lehrer haben an diesen Schulen nichts mehr zu sagen:
    “Ich finde, dass die meisten Schüler keinen Respekt vor Lehrern haben”, sagt sie. “Wenn es heißt: ,Nicht essen im Unterricht”, antworten die einfach: ,”Verpiss dich”.”Klar ist der Ton manchmal etwas ruppig”, sagt Ali, der 18 ist und in der 9. Klasse. “Die sagen zur Lehrerin schon mal Hurentochter.” Und wie reagiert sie dann” Gar nicht, sagt er. „Die kann doch nichts machen. Die hat doch Angst, dass sie Schläge kriegt.”
    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/31.03.2006/2444112.asp

    Die wenigen deutschen Schüler (“Schweinefleischfresser”) versuchten, möglichst unauffällig mitzulaufen. Kollegen würden selbst im Klassenraum bestohlen und seien dazu übergegangen, alles im Lehrerzimmer einzuschließen. Kaum einer wage, noch Klassenfahrten oder Ausflüge zu machen. Als vor zwei Jahren eine Lehrerin mit ihren Schülern die Grüne Woche besuchte, wurde dies zum Desaster: Als die Schüler beim Stehlen erwischt wurden, schlugen sie einem Angestellten eine Flasche auf den Kopf, ein hilfsbereiter Besucher wurde mit dem Messer attackiert.(…) Die ehemalige Schulleiterin Brigitte Pick rechnete schon vor Jahren damit, ?dass der Kiez eines Tages brennen wird?.
    http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.03.2006/2441624.asp

  22. Die hohe Straffälligkeit von Personen mit Migrationshintergrund aus dem islamischen Umfeld ist statistisch belegt und dazu offensichtlich. Wenn man darüber nicht reden darf ohne sofort diffamiert zu werden ist das nicht mehr freiheitlich demokratisch sondern totalitär (wer sich informieren will: Unter Historikern wird nur zwischen diesen beiden Punkten differenziert und NICHT zwischen den vorgebauten Fassaden „links, „mitte“, „rechts“).
    Also bitte nicht das Wort „rechts“ (welches alleine garnichts aussagt) oder rassistisch gegen Ansichten intrumentalisieren die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen. Denn dies sind exakt die Methoden, derer sich totalitäre Systeme (Nazis, Stalin, Herr S. Hussein etc.) bedienen.
    Zudem hat Wombat recht wenn er sagt, dass damit eher den tatsächlich radikalen in die Karten gespielt wird – darüber einfach mal in Ruhe nachdenken bevor direkt eine vorgefertigte Antwort reflexartig rausproletet wird.

    Ein produktiverer Ansatz wäre z.B.:
    Wenn die soziale Konstitution von islamischen jugendlichen verbessert würde müssten Sie ihre islamische Männlichkeit nicht mehr über Gewalt definieren.
    Das ist natürlich schwer zu erreichen aber hierüber offen zu diskutieren wäre zumindest ein produktiverer Ansatz – nur dafür ist von allen Beteiligten eben auch eine gewisse geistige Reife gefragt, nicht nur das eigene engstirnige Weltbild mit Diffamierung und mundtot machen.
    Amen!

    @Kildow
    Im Gegensatz zu Dir bringt Wombat immerhin eine Menge Argumente während Du mehr redest wie der typische 15jährige Unix-Hacker (Zitat: „gekickt“).

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