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Rauchverbot wird in Neukölln nicht kontrolliert

7 Kommentare

In den Ordnungsämtern fehlt angeblich Personal und deshalb soll nach dem Willen des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky, die Einhaltung des Nichtraucherschutzgesetz in Neukölln nicht kontrolliert werden. Dabei droht Rauchern ab 2008 ein Bußgeld von bis zu 100 Euro und Wirten, die das Rauchen gestatten, müssen sogar bis zu 1000 Euro bezahlen und bei dieser Gelegenheit sollen die Sheriffs auch gleich Falschparker aufschreiben. Eigentlich ein lukratives Geschäft, aber laut einiger Bezirksbürgermeister gibt es nicht genügend Personal. Diese Situation ist Ausdruck der Unfähigkeit der Berliner Politik, denn im Stellenpool sitzen einige Tausend Mitarbeiter und niemand ist fähig eine sinnvolle Beschäftigung für diese Menschen zu finden.

Überlegen wir einmal. Auf der einen Seite 4700 Mitarbeiter, die eine Arbeitsstelle benötigen und gleichzeitig fehlen den Bezirken Mitarbeiter, um die Einnahmesituation zu verbessern. Ist ein solcher Zustand schon der angedrohte versprochene Sozialismus?
Besorgte Nichtraucher können aber die Polizei rufen, wenn sie einen Raucher in einem Restaurant entdecken. Da freue ich mich ja schon auf die Meldungen im Polizeifunk: „Verfolgen flüchtigen Raucher in Richtung Hermannplatz.“

7 thoughts on “Rauchverbot wird in Neukölln nicht kontrolliert

  1. Der gute Herr Buschkowsky sagt doch nur die Wahrheit. Um die vom Senat so medienwirksam beschlossenen Neuerungen durchzuführen, brauchen die Bezirke mehr Personal. Dieses Personal könnte man aus dem Stellenpool bekommen. Aber die Bezirke müssten dieses zusätzliche Personal auch bezahlen. Und dagegen hat der gute Herr Sarrazin etwas. Angeblich sind die Bezirke ja mit Personal überbesetzt, zumindest, wenn man Berlin mit Klein-Kleckersdorf vergleicht.

    Nun hat Klein-Kleckersdorf ja auch eine ähnliche Kneipendichte wie Berlin, es finden dort ständig Großveranstaltungen statt, und auch die Fußballweltmeistershaft wird dort jedes Jahr ausgetragen. Dadurch steht Berlin bei den Personalausgaben ziemlich beschissen da. Und deswegen werden den Bezirken auch immer schön die Zuweisungen gekürzt. Gut, die Strassen gehen halt irgendwann kaputt, weil für die Instandsetzung nicht genug Geld da ist, aber das macht ja nichts, schließlich ist Berlin ja trotzdem sexy.

    Der Ausbau der Ordnungsämter war schon ein großer Wurf in die richtige Richtung. Dumm nur, daß sich der Bürger irgendwann schon darüber beschwert hat, das die Mitarbeiter doch oft über das Ziel hinausschießen. Und da dadurch wichtige Wählerstimmen verloren gingen (nämlich die für die Bezirkspolitiker), wurde dann auch mal der Leiter des Ordnungsamtes (genannt „scharfer Hund“) ausgewechselt (um sich danach erstmal in die Dauer-Krankheit zu flüchten).

    Dafür haben die Ordnungsamtsmitarbeiter aber auch schöne Fahrzeuge bekommen, mit denen sie sogar in den Parks herumkurven dürfen, um nicht erlaubtes Radfahren zu unterbinden. Die Reaktion der braven Bürger darauf, ist mehr als verständlich.


  2. Besorgte Nichtraucher können aber die Polizei rufen, wenn sie einen Raucher in einem Restaurant entdecken. Da freue ich mich ja schon auf die Meldungen im Polizeifunk: “Verfolgen flüchtigen Raucher in Richtung Hermannplatz.”

    Die Raucherverflogung in Deutschland nimmt ja mittlerweile beängstigende Züge an, alleine die Vorstellung von Hartzies umlagert zu werden, die umgeschult wurden un illegales Strassenrauchen kontrollieren und den Hunni wollen, *brrr*.
    Dann muss man ja wegrennnen, die hinterher, dabei komt dann vielleicht noch eine Handsirene zum Einsatz und man wird mithilfe freundlicher Passanten und unter Einsatz von Pfefferspray überwältigt und in Handschellen abgeführt.
    Später kommt es dann zu einem Strafverfahren und es wird eine Rechnung in Höhe von 1.500,-EUR präsentiert – wegen illegalem Rauchens in der Öffentlichkeit.

    Du scheinst sowas ja eher gut zu finden.

    Früher hat man immer mit dem sog. Passivrauchen argumentiert, das ja so super-gefährlich ist, heute braucht man dieses Argument nicht mehr, die intoleranten Raucher sind hinreichend erstarkt.

  3. Waren die Deutschen wirklich weniger glücklich bevor das Raucherschickanieren das Christentum als meistpraktizierte Religion verdrängt hatte

  4. @Tele:

    Alles senkrecht? (Ich nehme natürlich gerne bedarfsweise meine Kritik an den geschilderten Antiraucheraktivitäten umgehend zurück.) 😉

  5. Also mal ganz ehrlich. Rauchen ist ja gut und schön, solange es nicht in meiner Gegenwart passiert. In anderen Ländern geht es ja schließlich auch das sich Raucher auf die Straße stellen anstatt die Luft zu verpesten. Wenn ich mir überlege welchen Belastungen die Wirte und die Bedienungen ausgesetzt sind… in Fabriken müssten sie ein Atemschutzgerät tragen, in einer Gaststätte aber… da scheint Arbeitsschutz ja scheiss egal zu sein. Hauptsache die Raucher können weiter ihren beschissenen Glimmstengel rauchen.

    Wenn sie sich selbst vergiften ist das schön, aber dann sollen sie doch bitte unter sich selbst bleiben und sich gegenseitig verpesten.

  6. Naja. Toleranz zwischen Rauchern und Nichtrauchern scheint nur schwer zu erreichen, aber im Moment gibt es eine Bewegung hin zur Diskriminierung von Rauchern. In England ist das Rauchen fast überall in der Öffentlichkeit verboten. Schutzmaßnahmen für Nichtraucher gut und schön, aber es sollte nicht dazu führen, daß Raucher ausgegrenzt und diskriminiert werden.

  7. Es ist eben schwierig es nicht zu tun. Ich hasse es nach Rauch zu stinken. Es reicht schon wenn ich in der Öffentlichkeit neben einem Raucher stehen muss. Ich bekomme sofort Kopfschmerzen und rieche diesen üblen Rauch.

    Es ist einfach widerlich und ich will das nicht in meiner Nähe haben. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun. Ich bin einfach nur gegen Zigaretten. Es ist widerlich die Dinger überall auf der Straße rumfliegen zu haben und wenn sich Fussballfans nicht ans Rauchverbot halten muss ich immer an mich halten.

    Diesen Idioten ist es doch egal was man sagt. Bisher hab ich nur „nette“ Raucher getroffen, die sagen das sie den Wunsch respektieren, aber schon mal die Probe aufs Example gemacht?

    Die meisten Raucher sind so intolerant und unverschämt das man als Nichtraucher gar keine andere Wahl hat, vor allem da man sich zum Großteil auch noch in der Minderheit sieht.

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