Telegehirn

Jetzt mit 30% mehr Trollfeminismus!


8 Kommentare

Zitat der Woche 14

Wenn ich als Linker mit meinem Zopf und meinen alten Sachen durch bestimmte Gebiete des früheren Ostberlins oder Wilmersdorf gehe, habe ich Angst, bedroht zu werden. Ich wechsle die Straßenseite, wenn mir rechtsradikale Glatzen entgegenkommen oder Jugendliche z.B. aus dem Libanon, aus Palästina oder Kurdistan den Bürgersteig blockieren. Früher als Hundertmeter-Läufer konnte ich weglaufen. Ich wage es nicht, etwas zu sagen, ich steige auch lieber aus der U-Bahn aus. Von der Gesellschaft und vom Staat verlange ich, dass sie mich als schwächeren Bürger beschützen.

Horst Bosetzky, Krimiautor und Soziologe im Interview mit der Septemberausgabe der “Körner Post” (Seite6), der Zeitung des Quartiersmanagement Körnerpark in Neukölln. “Körner Post” als PDF.


21 Kommentare

Flitzpiepe vs. Laubenpieper

Was haben wir über den armen Friedbert Pflüger abgelästert. Flitzpiepe war da noch harmlos. Nun kann er einem schon etwas leid tun und wir werden seine zahlreichen Eskapaden schmerzlich vermissen, denn selbst Pflüger geht mittlerweile von seiner Abwahl als Fraktionsvorsitzender der Berliner CDU im Abgeordnetenhaus aus. Pflüger hatte die Machtfrage gestellt und wollte auch Landesvorsitzender werden, doch da hatte er die Rechnung ohne die provinziellen Bezirksvorsitzenden der Berliner CDU gemacht, für die die Mauer immer noch steht und deren Provinzialität noch ausgeprägter ist als jene von Friedbert Pflüger, der gegen Rot-Rot eine Jamaika-Koalition in Stellung bringen wollte. Während ein Großteil der CDU-Anhänger diesen Kurs unterstützt, biss er bei den Bezirksfürsten auf die Reste der Berliner Mauer. Pflüger verkündet auf seinem eigenen Blog “Ich werde weiter kämpfen!” Ja, gegen die Realität. Nicht umsonst war Pflüger für die Hauptstadt-CDU nur zweite oder dritte Wahl, denn es fand sich niemand für dieses politische Himmelfahrtskommando, denn es war und ist allgemein bekannt: Aus der kleinbürgerlichen Laubenpieper-CDU in Berlin lässt sich nun mal einfach keine metropolentaugliche Partei formen. Vielleicht durch eine radikale Säuberungswelle…

Die CDU dümpelt bei 20 % herum und ist im Osteil der Stadt gar unter 10 % gefallen und so kann sich der rot-rote Senat unter der Führung von Klaus Wowereit entspannt zurücklehnen und das Trauerspiel genussvoll verfolgen.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 3.587 Followern an