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Erika Steinbach wiedergewählt

4 Kommentare

Erika Steinbach wurde in Berlin von der Bundesversammlung des Vertriebenenbundes (BdV) mit großer Mehrheit wiedergewählt. Sie erhielt 92,5 % der Stimmen. Erika Steinbach, die in jüngster Zeit mehrfach unangenehm durch revanchistische Rhetorik und beleidigende Äußerungen auffiel, ist seit 1998 Vorsitzende des Sammelbeckens Ewiggestriger, denen es darum geht, eine deutsche Opferrolle vor, während und vor allem nach dem 2. Weltkrieg zu konstruieren.

So war die Rede von Erika Steinbach gespickt mit weiteren Provokationen. Sie forderte für vermeintliche deutsche „Zwangsarbeiter“ von der Bundesregierung eine Einmalzahlung als Entschädigung. Wie können Täter dafür entschädigt werden, daß sie Wiedergutmachung leisteten? Schliesslich waren es Deutsche, die Europa und die Welt in Brand setzen und da war es nicht zu viel verlangt, daß ein Teil, der an den Verbrechen teilhabenden Deutschen den Schaden, wenn auch nur in einem beschränkten Umfang, repariert. An eine (freiwillige) Wiedergutmachung dachten allerdings leider nur die wenigsten der Täter und so wurde natürlich nachgeholfen.

Erika Steinbach versucht erneut Täter und Opfer gleichzusetzen. Aber das Schicksal jener armen Seelen, die dem willkürlichen und auf Vernichtung ausgerichteten Terror der deutschen Volksgemeinschaft ausgesetzt waren,  mit dem von deutschen Tätern, die durch Arbeit Wiedergutmachung leisteten, gleichzusetzen, ist ein erneuter Schlag in die Gesichter der Millionen Opfer deutschem Herrenmenschentums.

Der Ton wurde jedoch noch nationalistischer und drohender:

Die menschliche und die kulturelle Dramatik dieser Massenvertreibungen lässt sich weder relativieren noch lässt sie sich rechtfertigen“, sagte sie. „Auch nicht unter Hinweis auf Ursache und Wirkung, wie es in der deutschen Politik und in manchen unserer Nachbarländer gang und gäbe ist. (…) Solche Töne sind einfach gespeist aus archaischem Blutrachegedanken.

Wäre man 1945 wirklich dem Blutrachegedanken gefolgt, wie es Erika Steinbach wider besseren Wissens behauptet, dann gäbe es heute keine sogenannten Vertriebenen. CSU-Innenpolitiker und BdV-Präsidiumsmitglied Stephan Mayer sagte vor der Wahl:

Sie kann sicher sein, dass der BdV hinter ihr steht.

Volker Bouffier, Ministerpräsident von Hessen, beeilte sich Erika Steinbach zu ihrer Wiederwahl als Revanchistenführerin zu gratulieren. Laut einer Pressemitteilung lobte Bouffier Steinbach, denn sie „setze sich mit viel Engagement und Herzblut für die Belange der Heimatvertriebenen einDas habe sie in den vergangenen zwölf Jahren an der Spitze der Organisation immer wieder bewiesen, und dafür gebühre ihr Dank und Anerkennung.“ Erika Steinbach hat in dieser Zeit bewiesen, daß die Ewiggestrigen in Deutschland immer noch ungestraft die Fresse aufreissen dürfen und dabei von Politikern aus CDU, CSU und NPD beklatscht und bestärkt werden.

4 thoughts on “Erika Steinbach wiedergewählt

  1. Ihr Beitrag ist ein Sammelbecken von unreflektierten Gedanken, von politisch-korrekten Stereotypen und von zum Markt getragener Unkenntnis. Ihr Telegehirn schalten Sie wohl öfter mal ab.
    Welch ein Schwachsinn!

  2. Ist hier gerade der Erste pro deutschland Anhänger aufgeschlagen?

    Könnte so sein, denn auf eine argumentative Auseinandersetzung wird ja verzichtet. Diesen Verzicht kann ich ja ein Stück weit nachvollziehen, denn die Formulierung einer Gegenmeinung würde offenbaren wessen Geistes Kind der Kommentator ist. Auf der anderen Seite fehlt da wohl auch die intellektuelle Kapazität.

    Was ja das abgedroschene Wortspiel mit Telegehirn beweist. Das entlockt mir höchstens ein gelangweiltes Gähnen. Und die antiimperialistischen „Geschwister“ haben solche Provokationen eh besser drauf.

  3. Ich bitte in Zukunft um weniger einseitige Meinungen in ihren Berichten wie dieser über E. Steinbachs Wiederwahl.

    Vielen Dank

    L.C.S

  4. Meine Meinung ist (fast) immer einseitig.😉

    Bitten dürfen hier gerne vorgetragen werden, aber was ich in meinem digitalen Wohnzimmer tue oder lasse, ist allein meine Sache.

    Und schon wieder weigert sich ein Kommentator argumentativ darzulegen, warum Täter nun keine Täter, sondern Opfer sind?

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