Telegehirn

Was ist das für 1 Blog?


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Zwangsräumung: Landen Andrej Holm und Tom im Kofferraum von r2g?

Seit der Bekanntgabe, dass der Stadtsoziologe Andrej Holm als Staatssekretär für Wohnen in den rot-rot-grünen Senat eintritt, tobt eine von erzrechten Hetzern vorangetriebene Kampagne gegen ihn. Dabei geht es nur vordergründig um eine reine Personalfrage. Die fachliche Eignung von Andrej Holm kann niemand bestreiten. Er ist zur Symbolfigur für die von r2g, aber vor allem von der Partei die Linke, versprochene wohnungs- und stadtpolitische Wende geworden. Weiterlesen


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Legal, illegal, „asozial“

Als „asozial“ diffamierte Menschen sind bis heute eine Opfergruppe des deutschen Nationalsozialismus, die weder eine Anerkennung, noch irgendeine Form der Entschädigung erfahren hat. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges setzte sich die Diskriminierung sowohl im Westen, wie auch im Osten fort und hält bis heute an. Auch waren die Nationalsozialisten keineswegs die Erfinder einer Kampagne gegen Menschen, die sich, zum Zwecke der Verwertbarkeit, nicht in die Volksgemeinschaft einfügen konnten oder wollten. Schon zu Zeiten des Kaiserreiches und der Weimarer Republik gab es eine, wenn auch nicht tödliche, Diskriminierung. Weiterlesen


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Dr. Bodolove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Cake

Ein Gastbeitrag [1] zu dem tortenpolitischen Zwischenfall während des Bundesparteitages von der Partei Die Linke in Magdeburg.

Es hätte so schön werden können. Der Bundesparteitag der LINKEN in Magdeburg sollte dem geneigten Beobachter*, vor dem Bild der verlorenen Landtagswahlen im Frühjahr, das Bild einer geschlossenen, wenn nicht sogar kämpferischen Partei nahelegen. Kämpferisch wurde es dann gleich zu Beginn der Sitzung als die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Sarah Wagenknecht, vor laufender Kamera eine Torte ins Gesicht gedrückt bekam. Was danach folgte war nicht nur ein Paradebeispiel für politischen Korpsgeist, sondern auch für eine militärische Rhetorik die eine emanzipatorische und sozialistische Partei eigentlich schon längst unter den Überresten des Eisernen Vorhangs hätte gekehrt haben müssen.

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Beeing Felix Herzog and beeing AntifaInfoSWB

Twitter sah in der letzten Woche den größten Beef seit Ende des 2. Tweltkrieges, als die sonnigen Trolle der ewigen Gerechtigkeit ihren Kreuzzug ins Nichts elendig verloren. Am Montag, dem schlimmsten aller denkbaren Wochentage, erreichte ein schon länger lodernder Konflikt im virtuellen Sandkasten einen unerwarteten Tiefpunkt. Es ging um nichts weniger, als um eine überlebenswichtige Frage: Wer darf wem folgen und welche harten Sanktionen sollten gegen jene verhängt werden, die nicht der maßgeblichen Blockdoktrin der JungjakobinerInnen folgen? Die ganze traurige Geschichte ist extrem komplex, verwinkelt sich in nicht enden wollenden Nebendiskussion, bis hin zu der Frage, ob über Ausmalbücher gelacht werden darf und ob sie zu einem kostenlosen Fahrschein in die Erdbeerminen führen können. Wie sehr leicht zu erkennen ist, werden auf Twitter durchaus die ganz wichtigen Themen „diskutiert“ und zu einer Frage von Leben und Tod hochgejazzt.

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Offener Brief an die junge union Neukölln

Ihr habt gestern einen offenen Brief an das „Kommando Klaus Jürgen (sic!) Rattay“ veröffentlicht. Beim Lesen eures Machwerkes dachte ich zuerst, dass euch beim Cabriofahren die Winterluft die wohlfrisierten Köpfe eingefroren hätte, aber ihr habt das verdammt ernst gemeint. Ihr phantasiert von Straßenterror und fragt besorgt, wer denn entscheidet, wer wo wohnen darf. Dabei ist es für euch ein faktisch religiöses Bekenntnis, dass darüber nur der Geldbeutel entscheiden darf. Wer es sich nicht leisten kann, soll einfach wegziehen. Das erachtet ihr polohemdentragenden Sozialdarwinisten als die natürliche Ordnung schlechthin.

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Vom piratischen Regen in die staatssozialistische Traufe kommen

Die revolutionären Arbeiter haben sich zu entscheiden, ob sie ihren Klassenkampf von ausgesonderten Delegierten auf dem Parkett des Parlaments in Kompromissen mit der Bourgeoisie führen lassen wollen, oder ob es ihnen mit dem Bekenntnis ernst ist, daß die Befreiung der Arbeiterklasse das Werk der Arbeiter selbst sein muß.

Erich Mühsam, Fanal, Anarchistische Monatszeitschrift“, Jg. 2, Nr. 7, April 1928

In der letzten Woche erklärten 36 (Ex-)Piraten medienwirksam ihren Übertritt in die Partei „die Linke“. Nach jahrelangen Flügelkämpfen, inklusive Bedrohungen, Mobbing und dergleichen seitens der „liberalen Rechtsstaatspiraten“ gegen linke Piraten, kindischen Streitereien, ob eine Fahne der „Antifaschistischen Aktion“ auf dem Parteitagsfockmast hängen darf oder nicht, haben sich nun die letzten Reste der Backbordpiraten in die Rettungsboote begeben, wenn sie nicht schon früher mehr oder weniger freiwillig von Bord springen mussten, und haben das Flaggschiff des Staatssozialismus in Deutschland bestiegen.

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