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Deutschland schafft sich ab ausverkauft?

In den letzten Tagen hörten wir immer wieder Meldungen wonach das hetzerische Machwerk von Thilo Sarrazin ausverkauft sei. Manche verblendeten Schwachköpfe glauben hinter solchen Meldungen eine Verschwörung der linksdominierten Presse zu erkennen, die den Menschen einreden will, daß es das Buch im Moment nicht zu kaufen gibt. Wer so einen Schwachsinn glauben will, bitte schön. Allerdings gibt es schon nicht wenige Leute, die geschickt versuchen, das hässliche Machwerk “Deutschland schafft sich ab” vom Markt zu nehmen. Die Idee dabei ist recht einfach: Geht los und kauft soviele Bücher von Thilo Sarrazin wie ihr könnt und macht was schönes damit. Ist mal kein Klopapier im Haus, dann nimmt eben mal ein paar Seiten von Thilo Sarrazins Buch. Was hilft besser gegen geistigen Dünnschiss? Mit “Deutschland schafft sich ab” wird sich Thilo Sarrazin ohnehin eine goldene Nase verdienen, aber wenigstens kann man so verhindern, daß viele der Bücher in die falschen Hände geraten und sich seine hasserfüllten Lügenthesen noch weiter verbreiten als sie es ohnehin schon getan haben. In einigen Wochen wird eine neue Sau durchs deutsche Dorf getrieben und von Thilo Sarrazin wird dann nicht mehr viel zu hören sein. Wir leben ja in einer sehr kurzlebigen Zeit und die Menschen vergessen recht schnell. Auch die BILD wird sich dann wieder anderen Themen widmen. Viele haben das Buch von Thilo Sarrazin im Versandhandel bestellt und nutzen dann das Rückgaberecht und erhalten auch noch ihr Geld zurück. Es gibt also viele Möglichkeiten. Seid kreativ gegen Rassismus und Eugenik! Es gibt viele Möglichkeiten Deutschland abzuschaffen. Dankenswerter hat Thilo Sarrazin seinen Rücktritt als Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundebank angeboten.


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Von Amöben und Hausfrauen

Gestern hatte ich mich der Trafficnutte im Konfirmandenanzug angenommen und heute wende ich mich einem Hinterzimmerphilosophen zu. Im Blog Metalust & Subdiskurse befasst sich MomoRules im Beitrag Amöben oder: Beschimpfungskultur mal wieder in sehr wolkiger Weise mit diversen Themen. Wie der Titel des Beitrages schon erahnen lässt, befasst sich der verhinderte Halbtags-Hinterzimmerphilosoph mit der Kultur der Beschimpfung. Als Einleitung wählt der Hamburger Blogger eine leicht wolkige Geschichte über Fussball um dann bei der Schmähkritik zu landen. Es folgt eine fast weinerliche Klage, darüber das angemessene Emotionshaushaltsführung in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sei. MomoRules kommt dann zu der Gewaltfrage und zieht zwei Beispiele heran:

Es gab einen Fall – nicht hier im Blog -, wo einer dem Anderen Schläge androhte und das damit begründete, daß er das, was der Andere schreibt, ja auch als verbale Gewalt empfände, das würde er doch durch die Entgegnung nur explizit machen. So lange er nicht wirklich zuschlage … fand ich dann auch völlig in Ordnung.

Das findet die Zustimmung des Hamburgers. Da ist er ganz und gar Kuschelpädagoge und hat Verständnis. Doch das zweite Beispiel trägt MomoRules angewidert vor:

In einem anderen Fall schrub jemand, er würde hier außerordentlich gerne gemochten Kommentatoren am liebsten die Fresse eintreten, wenn er sich dabei nicht die Füße schmutzig machen würde. Abgesehen davon, daß ich das Bild der schmutzigen Füße irgendwelcher durchgeknallten, islamophoben Neuköllner gar nicht mehr los wurde, hat mich das angewidert, und ich habe es gelöscht.

Hier wird, auch aus ideologischen Gründen, die Wahrheit einmal mehr verdreht und vielleicht fühlt sich MomoRules auch deshalb angepisst, weil er mich nach diesem Artikel in seine Blogroll aufnahm und mich dann später wohl wegen meiner Islamismuskritik, sowie meiner Ablehnung des Kulturrelativismus und der vorherrschenden Appeasementpolitik wieder von seiner Blogroll nahm. Auch verwahre ich mich gegen die von MomoRules in verleumderischer Weise vorgetragende Schmähkritik. Weder bin ich “durchgeknallt” oder “islamophob” und ob meine Füsse gewaschen sind oder nicht kann MomoRules nicht beurteilen und es geht ihn auch nichts an. Auch war das “Fresse eintreten” non-verbal gemeint und war eine “legitime” Antwort auf das Blogmobbing gegen mich, daß von diversen Marxisten vorgetragen wurde. Das blendet MomoRules dabei leider aus und steht stattdessen zu seinen mobbenden Gesinnungsgenossen.

Warum kommt mir dieser Absatz angesichts obiger Insulte heuchlerisch vor:

Eigentlich sind es ja zwei Fragen zum Thema Beschimpfung, die zusammen hängen: Warum wird welche Form der Beschimpung gewählt, und welche trifft wirklich. Und, Anschlußfrage: Wann ist es vielleicht sogar gerechtfertigt, jemanden treffen zu wollen. Letztere übersteigt allerdings meine morgendlichen Kapazitäten.

Jemanden per Ferndiagnose als durchgeknallt zu bezeichnen überstieg allerdings nicht die “moralischen Kapazitäten” des MomoRules. Dann folgt in dem Beitrag wieder wolkiges Geschwafel, diesmal über “Schwuchteln” und “finanziell abhängige Hausfrauen”. Endlich kommt MomoRules wieder in einen Bereich der halbwegs interessant ist:

Deshalb ist die in unserer Kultur bis vor kurzem wohl gemeinste Beleidigung der Nazi-Vergleich. Bis vor kurzem deshalb, weil’s ja immer mehr gibt, die’s gar nicht mehr schlimm finden, das zu sein. Als Abstufung kann die Unterstellung, Massenmord oder massenhaftes Sterbenlassen von Menschen, gewollt oder ungewollt, zu befördern, gelten. Analog hierzu der Antisemitismus- und der Totalitarismus-Vorwurf. Und wohl auch der Rassismus-Vorwurf.

Hmmm…Davon waren ja einige seiner Gesinnungsgenossen betroffen. Die einen machten in Israelkritik und andere wiederum sehen sich schon als zukünftige GULAG-Kommandanten. Zumindest benehmen sie sich so.

Endlich scheint die geistige Onanie zu Ende und er schafft jetzt sogar eine fast klare Aussage:

Wer hingegen das Hohelied des Kapitalismus singt, der muß schon damit leben, daß dabei eventuell ganz viele Leichen hinten raus kommen.

Ja, ja…der Kapitalismus ist das Böse schlechthin. Aber wer das hohe Lied auf Marx singt, der weiß genau das da viele Leichen hinten raus kommen werden.

Wer für den Irak-Krieg plädierte, nimmt ganz offensichtlich viele Leichen in Kauf und windet sich dann in Erklärungen über den Unterschied zwischen legitimer und illegitimer Gewalt, weil er etwas Funktionales noch irgendwie in den Bereich der Moral hinüberretten will.

Zu Saddam hätte es danach ja keine Alternative gegeben. Das die Terroristen, nennen wir sie einfach feige Mörder, in Namen einer Ideologie (Baathisten) oder einer Religion (al-kaida), so oder so ihrem blutigen Handwerk nachgehen würden, weil sie einfach den Westen schlechthin hassen. Sie hassen unsere Freiheiten. Sie hassen die Aufklärung und sie hassen die Säkularisation der westlichen Gesellschaft. Sie hassen die Demokratie und die Meinungsfreiheit. Sie hassen das Selbstbestimmungsrecht der Frau und fürchten das die Strahlkraft der westlichen Werte die Menschen in der islamischen Welt “verführt”. Deshalb der Terror.

Ich persönlich erlebe es zudem als drastische Beleidigung, wenn man mir überheblich unterstellt, ich würde nur wolkig daherreden.

Wenn ich das geahnt hätte!

Das macht mich wahnsinnig, weil ich mein So-oder-So-Sein an einen intellektuellen Forscherdrang knüpfe, und finde das dann ungleich gemeiner als z.B. ein “Arschficker”, z.B.. Natürlich auch, weil Arschficken zweifelsohne Spaß machen kann, kann’s nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren – weil es jedoch wahr sein könnte, daß ich wolkig daherrede.

Arschficken kann Spaß machen. Keine Frage. Manchen macht es Spaß und anderen nicht. Mir macht es durchaus Spaß. aber ich bin ja angeblich nur eine “Hete”. Und es stimmt: er redet wolkig daher.

Nichtsdestotrotz trifft mich das so dermaßen in meinem Selbstverständnis, daß ich unbändige Lust verspüre, zurück zu beleidigen und dabei möglichst zu verletzen. Und dann selbst immer drastischer werde.

Jetzt mache ich mir aber Sorgen. Nicht das MomoRules noch einen, wenn auch nur virtuellen, Amoklauf startet. Dann beklagt er sich bitterlich über “die Debatte mit den Liberalen innerhalb des letzten Jahres” in die er “mit großer Offenheit hineinspaziert” sei und sich dann am Ende doch beleidigt fühlte. Er “konnte es einfach nicht mehr hören, diese ewigen Totalitarismus- und Zwangs-Vorwürfe in varriierter Form” und beklagt sich über die Angriffe gegen seine “persönliche Integrität” und sein “Selbstverständnis”. So ergeht es einem eben wenn man als Blogger tätig ist. Besonders wenn es um politische, soziale oder religiöse Fragen geht. Ich selbst wurde schon Opfer von Morddrohungen und Verleumdungskampagnen. Da hilft nur eines: Den Rotz hochziehen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Am allerfiesesten finde ich, daß auf Argumente nicht eingegangen wird und andere Wahrheiten als die eigene noch nicht einmal mögliche in’s Auge gefaßt werden.Das ist eine Entwertung des Gegenübers. Und das ist dann auch der eigentliche Kern des Beleidigens: Die Entwertung von Personen.

Ja, ja….es gibt nur eine Wahrheit: das es viele Wahrheiten gleichzeitig gibt. Manche entwerten sich auch selbst. Und nun wird MomoRules ernst:

Viele nennen sowas Identität, das, was dann entwertet wird – ich würde es anders nennen, egal. Wenn Mohammed, an den man glaubt, als Kinderficker oder Massenmörder dargestellt wird, klar, dann geht’s um einen selbst, wenn man an ihn glaubt, und das ist schier unerträglich, sich in dieser Form diffamiert zu sehen.

Unerträglich ist etwas anderes: Es geht nicht um die Darstellung von Mohammed als “Kinderficker” oder “Massenmörder”. Es geht doch eher darum, ob Mohammed wirklich ein Kinderficker und Massenmörder gewesen sein könnte. Es geht sogar um noch mehr, denn es ist bestimmten Leuten wichtig, das die Muslime wissen: “Wir würden niemals sagen das Mohammed ein “Kinderficker” und “Massenmörder” war. Selbst wenn es die Wahrheit wäre.” Statt sich die Frage zu stellen und diese für sich endgültig zu beantworten, ob Mohammed wirklich ein Kinderficker und Massenmörder gewesen sein könnte, bemühen sie sich ängstlich darum nicht in den Verdacht zu geraten eine unbequeme Wahrheit auch nur zu denken.

Ein solches Verhalten erinnert mich an eine Doppelfolge South Park (10. Staffel, Cartoon Wars Part I+II) aus dem April diesen Jahres. In der ersten Folge geht es fiktive Zensur, während die zweite Folge wirklich vom ausstrahlenden Sender zensiert wurde. Im South Park Universum sollte eine Folge von Family Guy mit dem Propheten Mohammed gesendet werden. Die Bewohner von South Park weigern sich aktiv für die Meinungsfreiheit einzutreten und führen lieber einen schwachsinnigen Plan aus. Sie schütten Tonnen von Sand auf die Hauptstrasse von South Park und beginnen ihre Köpfe im Sand zu vergraben. Sie wollen damit den Terroristen, die schon mit Vergeltung drohen, zeigen das sie unmöglich die Folge von Family Guy sehen können und hoffen so der Vergeltung zu entgehen. Die Kopf-in-den-Sand Nummer wird in weiten Teilen der (South Park) USA kopiert.

Diese Mentalität finden wir auch hier in Europa. In der Realität.

Kommen wir wieder zurück zu der Frage ob Mohammed ein Kinderficker und/oder Massenmörder gewesen sein könnte. Wenn man sich die Geschichte der Ausrottung der Banu Quraiza betrachtet, dann komme ich unweigerlich zu dem Schluß das Mohammed ein Massenmörder war. Dazu kommen noch weitere Angriffskriege die Mohammed persönlich anordnete und führte. Das sollte eigentlich zur Beweisführung reichen.

Bleibt noch die Frage ob Mohammed ein Kinderficker war. Wenn man Buchārī und Muslim ibn al-Haddschādsch als Quellen heranzieht, dann war Aischa neun als Mohammed Sex mit ihr hatte. Selbst wenn Aischa vierzehn war, dann kann man Mohammed durchaus als Kinderficker/Kinderschänder bezeichnen. Vielleicht muss man das sogar offensiv vertreten und darf über solche Dinge nicht schweigen. Das ist auch eine Frage der Moral.

Bezeichnend somit, daß jene, die aus einem Recht auf Meinungsfreiheit ein Recht auf Beleidigung machen wollen, während sie ein Recht auf soziale Sicherheit bestreiten und sogar ein Problem mit dem Begriff “Grundrechte” haben, es dann wieder mal schaffen, am Widerlichsten loszuschlagen: Amöbe nennen sie ihr Gegenüber. Obwohl, siehe Bild oben, die ja durchaus was von moderner Kunst haben, die Amöben das sei zugestanden.

Wenn sich Muslime durch die Meinungsfreiheit beleidigt fühlen, sich sogar durch die Wahrheit beleidigt fühlen, dann müssen sich die berufsbeleidigten Muslime einmal in Toleranz üben, denn es darf nicht sein, daß man wegen der Drohungen der Infamen der Schere im Kopf freien Lauf lässt. Merkwürdig: Es ist doch bezeichnend, daß jene, die das Recht auf Meinungsfreiheit aus Feigheit und Furcht einschränken wollen und gerne freiwillig darauf verzichten, jene sind, die immer nach sozialer Sicherheit schreien und in dieser das Allheilmittel für alle Probleme der Welt sehen. Das hat Ähnlichkeiten mit jenen Politikern die Grundrechte im Namen der Sicherheit einschränken wollen. Das selbe Spiel, aber auf einem anderen Platz.

Da schalte ich dann innerlich ab und habe unbändige Lust, zurück zu beleidigen, selbst wenn’s mir gar nicht galt.

Der Rächer der Enterbten. Ein moderner Robin Hood. Mit ihm möchte man in die letzte Schlacht ziehen und den pöhsen Kapitalimus besiegen und das Paradies auf Erden errichten. Das Interessante an solchen Salon-Marxisten ist, daß sie oft einem einträglichen Beruf nachgehen und es sich gut gehen lassen, aber während sie sich mit Fair Trade Kaffee das Gewissen beruhigen dreht sich die Erde doch weiter. Es ist schon bemerkenswert das solche Leute nie in einem Supermarkt an der Kasse arbeiten, sondern meistens zu den Besserverdienenden gehören. Das war aber bei solchen angeblichen “Linken” schon immer so. Ich kenne sogar einige dieser armen Gestalten persönlich. Sie nennen bestimmte Menschen die ihre Meinung nicht teilen gerne “Ex-Linke” und machen so deutlich das es sich um Verräter handelt. Das alte Spiel. Da ist die Tradition von Marx bis heute ungebrochen. Es gibt immer Verräter und diese handeln natürlich stets moralisch höchst verwerflich. Bei solchen Mechanismen bekomme ich eine unbändige Lust…Bei Bakunins Dachlatte!


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Alte Idioten, neue Idioten

Jürgen Elsässer hat sich mal richtig in der “jungen Welt” ausgetobt und fabuliert vom 3. Weltkrieg, antideutschen Neocons, Faschismus, der israelischen Atombombe, und schickt die Leser auf eine Reise in die bunte Peter-Pan-Welt der Linksnationalisten. Natürlich darf die Erwähnung der jüdisch-amerikanischen Weltverschwörung nicht fehlen. Die Hintermänner eines von (jüdischen) Neocons angezettelten Weltkriegs sitzen natürlich in der Industrie und die weiß mal wieder keinen anderen Ausweg aus der Krise, als einen atomaren Holocaust. Was ja eigentlich nicht so günstig für den Konsum sein soll.

Fangen wir von vorne an. Unter dem Titel “Alte Feinde, neue Feinde” rechnet Jürgen Elsässer auch mit dem alten Kollegen Hermann Gremliza und der Jungle World ab, zu deren Gründern er gehörte. Unter diesem Aspekt muss man das Pamphlet von Elsässer auch lesen.

Er vergleicht die heutige Situation mit dem Jahr 1939 und malt das Gespenst eines neuen Weltkriegs an die Wand. Am 1.September 1939 hätte auch fast niemand daran geglaubt, daß daraus ein solches Gemetzel werden würde. Elsässer schreibt:

Daß daraus ein sechsjähriges globales Inferno werden sollte, das erst mit dem Abwurf der Atombomben in Ostasien sein Ende finden würde, ahnten nur die Klügsten.

Natürlich hätte Elsässer damals das globale Inferno auch kommen sehen. Denn er gehört ja auch zu den Klügsten. Deshalb meldet er sich jetzt ja auch ausgiebig und doch wirr zu Wort. Die Welt muss einfach die ganze schreckliche Wahrheit erfahren.

Er sieht durch Israel eine dritte Front eröffnet und weiß, als der größte Schreibtischgeneral aller Zeiten mit Durchblick, Übersicht und Verständnis von Taktik und Strategie natürlich schon jetzt,”daß dieser Feldzug genauso im blutigen Morast steckenbleibt wie die beiden anderen” in Afghanistan und dem Irak. Gerade, weil die dritte Front scheitern wird, müssen die Neocons gleich eine vierte (Syrien) und fünfte (Iran) Front eröffnen, so will es Elsässer den Lesern glaubhaft machen. Denn die dritte Front würde, so glaubt es der große Stratege Elsässer zumindest, ja gerade deshalb scheitern, “weil sie [Anmerkung: die Hisbollah] von Damaskus und Tehe­ran unterstützt wird” und “ein »neuer Naher Osten« (Condoleezza Rice) sei nur möglich, wenn diese Regime beseitigt würden. Der Angriff auf Syrien und Iran aber würde die bisher disparaten Brandherde zu einem einzigen Feuersturm zusammenfassen.

Es handelt sich also um eine Frontbegradigung! Die größte aller Zeiten übrigens. Damit im Libanon der Frieden wieder einkehren kann, müssen tatsächlich die beiden Regime beseitigt werden oder dahingehend beeinflusst werden, daß sie die Unterstützung der Hisbollah aufgeben. Syrien ließe sich wahrscheinlich noch am leichtesten aus der Achse der Idioten lösen. Denn seine Anlehnung an den Iran erfolgt nicht aus ideologischer Konformität, sondern aus der schlichten Tatsache heraus, daß Syrien international isoliert ist. Der herrschende (rechte) Flügel der Baath-Partei ist mehr als orientierungslos und hat sich dem Iran an die Brust geworfen.

Aber widmen wir uns wieder Elsässer. Er ist nicht nur ein Experte was Weltkriege betrifft, sondern er kennt sich auch an der Heimatfront aus. Sein Steckenpferd sind ja die Antideutschen, denn sie sind schliesslich die Handlager der Neocons. Dazu später mehr. Elsässer beschäftigt die Bandbreite der Redner der Demonstration “Für Israel – und sein Recht auf Selbstverteidigung” und stellt fest: “Zum ersten Mal hatten sogenannte antideutsche Gruppen Redner der CDU für eine ihrer Demonstrationen gewinnen können.” Zur Demonstration “hatten die Zeitschrift Bahamas und ihre Satelliten aufgerufen, erst im zweiten Schritt hatte sich dann die Jüdische Gemeinde zu Berlin mit einem Flugblatt “Für Frieden – gegen Terror von Hisbollah und Hamas” angeschlossen.” Jetzt wissen wir es also: “Die Bahamas und ihre Satelliten” sind also ein Puzzlestück der Heimatfront und diesen bahamitischen Verschwörern ist ja grundsätzlich alles zuzutrauen. Während sich die jüdische Gemeinde im Demo-Aufruf zur “Bekämpfung der Hisbollah” bekenne, würden die Antideutschen “die vollständige Zerschlagung der Hisbollah” fordern. Es sollte doch keine Frage sein, daß die Hisbollah bekämpft werden muss und zwar mit dem Ziel, sie als militärische Größe auszuschalten. Entweder sie gibt freiwillig alle Waffen ab oder ihr werden die Mordwerkzeuge aus der Hand geschlagen. Da die internationale Gemeinschaft die vollständige Umsetzung der UNSR-Resolution 1559 und die Aufrüstung der Hisbollah mit Kurzstreckenraketen syrischer und iranischer Produktion verschlafen hat, ist es nur richtig, wenn Israel sich verteidigt. Elsässer kommt natürlich zu jenem Argument, daß man in diesen Tagen sehr häufig, gerade aus der linken Ecke, zu hören bekommt: “Und was ist mit den Hunderttausenden auf der Flucht, den 600 Toten, den zerstörten Wohnquartieren, den 200 zerfetzten Kindern, dem Einsatz von Streubomben?

Ja, die zerfetzten Kinder. Bin ich eigentlich der Einzige der es empörend findet wie tote Kinder in die Kameras der Weltpresse gehalten werden? Aber Elsässer könnte ja mal die Hisbollah fragen, warum sie bewusst Zivilisten in Häuser pfercht und dann vom Dach Raketen abfeuert und warum sie in Wohnvierteln Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenstellungen einrichtet. Die Faschisten der Hisbollah halten sich nicht an das Völkerrecht und machen zivile Gebiete zu Schlachtfeldern. Eine ähnliche Taktik verfolgten die Totenkopfverbände der Waffen-SS. Für die Hisbollah zählt das Leben eines Zivilisten nichts. Selbst wenn es ein Libanese ist.

Der Artikel von Matthias Küntzel “Der deutsche Pazifismus ist verlogen” lässt Elsässer so richtig in Fahrt kommen und er zaubert Joseph Goebbels aus dem Hut:

Der Redaktion von Spiegel-online hat das Pamphlet so gut gefallen, daß sie Küntzel gleich zum Nachschlag aufforderte. »Während die Hisbollah durch den Einsatz von Streubomben auf israelische Bevölkerungszentren so viele Zivilisten wie möglich töten will, sucht Israel, die Zahl der zivilen libanesischen Opfer so gering wie möglich zu halten, auch wenn dies die Militäreinsätze erschwert«, durfte man dann in einem der größten deutschen Internetportale lesen. Gegenüber diesen Lügen von geradezu Goebbelsscher Qualität fällt Osten-Sacken in der Printausgabe der Welt etwas ab.

Was Elsässer hier als Lüge bezeichnet, ist nichts anderes als die Realität. Leider passt die Realität nicht in das Weltbild von Jürgen Elsässer und um diesen Realitätsverlust zu rechtfertigen greift er zum beliebten Goebbels-Vergleich. Doch Jürgen Elsässer legt noch ordentlich nach. Diesmal ist Hermann Gremliza dran:

Es blieb einmal mehr Altmeister Hermann Gremliza vorbehalten, seinen Nachwuchs noch in den Schatten zu stellen. Im Editorial der August-Ausgabe von Konkret schreibt er: »Dieser Krieg, der lange dauern und mit sehr wechselndem Einsatz geführt werden kann, endet entweder – und im besten Fall – mit der vollständigen Entwaffnung von Hamas, Dschihad, Al-Aksa-Brigaden und Hisbollah, bis zu welcher die Räumung der Westbank aufgeschoben wird, oder mit einem ganz anderen Krieg, in dem Israel jene Staaten, die eine zweite ›Endlösung der Judenfrage‹ betreiben, Syrien und den Iran allen voran, mit jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht.«

Diesen Drechselsatz sollte man sich einrahmen– er formuliert das Programm für einen atomaren Weltkrieg. Im Unterschied zur israelischen Regierung will der Konkret-Chef nicht nur Hisbollah entwaffnen, sondern alle militanten arabischen und islamischen Gruppen. So lange könne es keinen Frieden und schon gar keinen Rückzug aus dem Westjordanland geben. Falls die Entwaffnung dieser Gruppen nicht gelänge– und jeder Militärexperte weiß, daß sie nicht gelingen kann –, müsse Israel zuerst (»allen voran«) Sy­rien und den Iran angreifen, also vermutlich noch weitere Staaten – und zwar »mit jeder Waffe, die ihm zu Gebote steht«. Israel stehen unter anderem, das weiß Gremliza, schätzungsweise 200 Atombomben zu Gebote.

Also, die bösen Antideutschen propagieren einen Atomkrieg gegen Syrien und den Iran und sind eigentlich schon längst zu Exlinken mutiert und werden “je verbissener sie für den Krieg trommeln, vom Mainstream beachtet und gefördert werden.” Das ärgert Elsässer wohl maßlos, denn “Osten-Sacken in der Welt, Küntzel bei Spiegel-online, in Cicero und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, Konkret-Autor Markus Bickel in FAZ und Zeit” werben für das Selbstverteidigungsrecht Israels und die Neutralisierung der Hisbollah. Elsässer versteigt sich zu einem fragwürdigen Vergleich und glaubt zu erkennen, daß “der große Karrierevorteil der Antideutschen” jene Fahigkeit sei, “kaltschnäuzig Auschwitz instrumentalisieren [zu] können wie die in Washington tonangebenden Neocons.

Jetzt ist es raus: Die Antideutschen und die Neocons marschieren Hand in Hand in den nuklearen Holocaust. Dank ihrer Karriere können sich die tonangebenden Neocons in Washington und die deutschen Mutant Neocons einen Platz im Bunker sichern und sind auserwählt die Welt nach einem Atomkrieg neu zu bevölkern. Als Hintermänner hat Elsässer zwei Neocons in Washington entarnt. Der Sicherheitsberater Richard Perle und David Frum, ehemaliger Redenschreiber des aktuellen US-Präsidenten, würden “zu immer neuen Kriegen aufhetzen.” Natürlich unter dem Vorwand einer drohenden zweiten “Endlösung der Judenfrage

Dann beweisst Elsässer erneut überragendes Wissen im Völkerrecht:

Bush verkündete nach dem 11. September, man werde beim »Krieg gegen den Terror« keinen Unterschied machen zwischen den Gewalttätern und den Staaten, die sie beherbergen. Das ist die Parole, unter der Israel den Libanon einäschert– zum Entsetzen der Welt, aber unter dem Beifall der Antideutschen.

Große Teile, nicht nur der Linken, klatscht der Hisbollah Beifall. Dieser angeblichen Widerstandsbewegung. Diese sei mindestens so Edel wie die Resistance und beschütze ja nur die armen Kinder. Deshalb werden ja die Raketen der Hisbollah gerne nahe oder auf Häusern mit Kindern platziert. Dann ist auch sofort der Mann mit dem grünen Helm zur Stelle und die Pazifisten vergießen zu Hause Tränen wegen der Kinder, die durch die Feigheit und Mutwilligkeit der Hisbollah zerfetzt wurden. Viele Linke sitzen im Che T-Shirt vor der Glotze, ballen die Faust und schwören Rache, weil das arme und unterdrückte Volk der Libanesen so unter den Faschisten der Hisbollah zu leiden hat. Zum Völkerrecht: Der Libanon hat die völkerrechtliche Verpflichtung, daß von seinem Territorium keine kriegerischen Handlungen gegen souveräne Nachbarn erfolgen. Kann er das nicht gewährleisten, so haftet er und gilt als Aggressor-Staat.

Elsässer glaubt auch erkannt zu haben, daß jene “die ursprünglich als Antideutsche angetreten sind, haben sich im Laufe der Jahre zum durchaus deutschen Ableger der Neocons gemausert.” Immer diese Etiketten! Dann zeichnet Elsässer den Weg der Neocons in den USA nach und sieht die Wurzeln der Neocons bei Linken, die “sich aus Haß auf den orthodoxen Kommunismus und die Sowjetunion in den sechziger Jahren zunächst der Demokratischen Partei” angeschlossen hätten und dann in den siebziger Jahren bei den Republikanern landeten, weil sich die Demokraten vom Vietnamkrieg abgesetzt hätten und unter der Reagan-Administration wäre dann der zweiten Generation der Neocons “der Sprung in den Vorhof der Macht” gelungen. Elsässer zieht sein Fazit und will die Machtergreifung der Necons in USA festgestellt haben, denn “seit Mitte der Neunziger sind die Neocons bei den Republikanern tonangebend, ihr Project for a New American Century (PNAC) ist die Blaupause für die derzeitigen und künftigen Kriege. Unter Bush jun. gelangten zehn der 18 Unterzeichner des PNAC-Manifestes in die Regierungsmannschaft, neben Perle und Frum noch Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz, Douglas Feith als Nummer drei im Pentagon, Lewis Libby als Büroleiter von Vizepräsident Dick Cheney sowie der aktuelle UN-Botschafter John R. Bolton. »Die Tatsache, daß die meisten der jüngeren Neocons niemals links waren, ist unbedeutend; sie sind die intellektuellen … Erben älterer Exlinker«, faßte Michael Lind im Labourorgan New Statesman zusammen.

Wenn das schon in den USA so ist, dann müssen diejenigen, die in Deutschland für das Selbstverteidigungsrecht Israels (böse Kriegstreiber!) sind, ja automatisch von Linken zu Ex-Linken und dann zu Mutant Neocons werden. Da ist sich Elsässer wohl sicher und stellt dann einige Fragen an die Antifa, jedoch nicht ohne eine gehörige Portion Mutant Neocon Bashing, denn was Elsässer bei den Neocons und vor allem bei den Mutant Neoconserschreckt, ist die Kälte, mit der sie den Massenmord kalkulieren und beklatschen, und die konsequente Mißachtung des Völkerrechts, um ihre Vorstellung von einem »neuen« Nahen Osten oder einer besseren Welt durchzusetzen.” Elsässer blendet natürlich vollkommen aus, daß die Hisbollah seit Jahren Raketen auf Nord-Israel abfeuert, die Vernichtung der Juden in Israel fordert und sich als Erben Hitlers betrachtet. Er verwechselt Ursache und Wirkung und was ich viel bedenklicher finde, ist das Schweigen Elsässers zu den Verbrechen der Hisbollah. Elsässer legt noch ordentlich nach und will der Antifa vor Augen führen mit welchem Gesindel es sich da einlässt, denn “es gibt in der heutigen westlichen Gesellschaft keine andere Strömung, die mit so viel Menschenverachtung das Töten in Afghanistan, im Irak, im Libanon begrüßt und mit ihren Mitteln zu befördern sucht wie diese.

Welche ist dann die Gegenströmung zu den Neocons und welche Ideologie vertritt sie? Sieht sie mit Freude die Taliban zurück an der Macht und feiert Saddam als Befreier der Iraker und die Hisbollah als Weiße Rose von Beirut? Dann greift Elsässer ganz tief in die Trickkiste und fordert die Antifa auf doch endlich zu erkennen, daß die Antideutschen ja eigentlich genauso schlimm sind wie die Nazis und fragt: “Müßten Linke angesichts dessen nicht einen ganz klaren Trennungsstrich ziehen und sagen: Genausowenig, wie wir mit alten und neuen Nazis eine gemeinsame Veranstaltung oder Demonstration veranstalten wollen, lehnen wir auch jedes Bündnis mit den Antideutschen ab?

Sicherlich müssen Linke einen Trennungsstrich ziehen, aber doch erst mal zu den Faschisten der Hisbollah und nicht noch auf Demos rennen, auf denen der Mörder und Fanatiker Nasrallah als Widerstandkämpfer gefeiert wird und Israel das Existenzrecht abgestritten wird. Dazu gesellen sich ab und zu noch Neonazis zu den Friedensdemos. Da muss die Linke eine Grenze ziehen. Damit wäre aber auch Elsässer draußen. Das will er wohl verhindern und möchte die Aufmerksamkeit stattdessen auf die kaltblütigen und herzlosen Mutant Neocons Made in Germany lenken.

Dann wendet sich Elsässer dem Faschismus zu. Natürlich so wie er und seine Freunde und Vorbilder ihn definieren:

Deshalb ist es naheliegend, Faschismus nicht primär phänomenologisch, sondern ökonomisch zu definieren, also zu der Kennzeichnung zurückzukehren, die die Komintern auf ihrem 7. Weltkongreß 1935 unter Federführung von Georgi Dimitroff vorgenommen hat – als die »Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals«. Diese Elemente waren vor 75 Jahren hauptsächlich in Deutschland und sind heute in den USA zu finden; in beiden Fällen war das jeweilige Kapital auf dem freien Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig und mußte die Flucht nach vorne, zur militärischen Beherrschung des Weltmarktes, antreten. Eine Machtergreifung der Nazis in Deutschland gab es nie; was stattfand, war eine Machtübertragung, und die wurde vom Großkapital in dem Augenblick beschlossen, in dem auch die bis dahin weltmarktfähige Elektro- und Chemieindustrie keinen anderen Ausweg mehr sahen als die Eroberung, den Weltkrieg.

Die einen sagten es sind die imperialistischen Elemente des Finanzkapitals und andere sprachen vom internationalen Finanzjudentum. Die Komintern ist nicht gerade eine gute Instanz, wenn es um die Definition von Faschismus geht. Aber Elsässer geht ja noch weiter. Er vergleicht die heutigen Verhältnisse in den USA mit denen in Hitler-Deutschland und will erkannt haben, daß “aus der spezifischen Situation des damaligen Deutschlandssich die Virulenz des Antisemitismus” ergeben hätte, was ja, “folgt man den frühen Analysen des Historikers Götz Aly, für die profitable Zurichtung Osteuropas auch funktional war.” Doch die USA stehen heute vor einem ganz anderen Problem, denn: “In ihrem Hauptexpansionsraum, dem Nahen und Mittleren Osten, ist der jüdische Staat treuester Verbündeter, während es Moslems sind, die ihrem totalen Zugriff auf die Öl- und Gasquellen im Wege stehen.” In einer solchen Situation wäre Antisemitismus nicht besonders empfehlenswert. “Deswegen hat der Antiislamismus den Antisemitismus als wichtigste Haßideologie des Imperialismus abgelöst.” So ist das mit dem Imperialismus: er braucht immer eine Haßideologie und nach den Juden sind jetzt eben die Muslime an der Reihe ins KZ zu marschieren, denn Imperialismus und Kapitalismus brauchen Menschenblut, um die Maschinerie des Bösen am Laufen zu halten. Elsässer meint, daß nur noch die rückständigen Irren von der jüdischen Weltverschwörung reden würden und “im Mainstream von Politik und Medien hat sich statt dessen die islamistische Weltverschwörung als neue Wahnideologie etabliert.

Mittlerweile hat der sich größte Schreibtischgeneral aller Zeiten und Chef-Stratege des 3. Weltkriegs in Fahrt gebracht und vergleicht die Neocons mit Hitler:

So wie Hitler und die Seinen kontrafaktisch die russischen Bolschewiken und die westlichen Plutokraten als Befehlsempfänger der »Weisen von Zion« halluzinierten, so phantasieren die Neocons eine einheitliche Front von den sunnitischen Taliban und den schiitischen Persern, über die Baathisten im Irak und Syrien bis zu den Nasseristen im Libanon und den Kommunisten in der PLO, obwohl sich diese Kräfte in der Vergangenheit zum Teil bis aufs Messer bekämpft haben.

Das behauptet ja auch fast niemand und zum Glück gibt es Bruchlinien zwischen den diversen Interessen innerhalb der islamischen Welt. Darum unterstützen ja auch die Regierungen in Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien und anderen arabischen Ländern den Verteidigungskrieg den Israel gezwungen ist zu führen. Wenn auch hinter vorgehaltener Hand. Denn diese Länder haben kein Interesse an der Hegemonie des Iran und seines klerikal-faschistischen Regimes. Aber auch der einfache Araber auf der Straße sieht die Situation durchaus kritisch und ihm ist der Fundamentalismus der Mullahs nicht geheuer. Die Solidarisierung mit der Hisbollah hält sich in Grenzen, auch wenn die Feindschaft und der Hass auf Israel noch mehr als lebendig ist innerhalb der Ummah.

Dann scheinen bei Elsässer endgültig alle Sicherungen durchzubrennen und er begibt sich in die Niederungen der Dummheit und poltert: “Guantánamo ist ein KZ; es ist keine Todesfabrik wie Auschwitz und auch mit Dachau nicht zu vergleichen, wohl aber mit den Lagern von Mussolini.

Also, eher wie ein stalinistischer GULAG? Was wohl die Komintern dazu sagen würde, wenn es sie noch geben würde? Der Faschismus habe sich noch nicht durchgesetzt, aber “wegen der steigenden eigenen Verluste kommen die Neocons sogar unter Kritik von den pragmatischen Imperialisten wie George Soros oder Zbigniew Brzeszinski.” Daher müssten die Neocons “Cheney, Rumsfeld, Perle und Wolfowitz jetzt dringend einen neuen Krieg vom Zaun brechen”, denn, und nun zeichnet Elsässer ein Szenario des Schreckens, “wenn es auf der ganzen Welt brennt, wenn Atomfeuer in Teheran wüten und – in Reaktion oder als Inside job – neue Terroranschläge die westlichen Zentren verwüsten, werden die Neocons diktatorische Vollmachten verlangen, um – wie pervers – die Freiheit zu verteidigen.

Hat Elsässer etwa die geheimen Weltherrschaftspläne der Neocons und ihrer Ableger in Deutschland, der Mutant Neocons, aufgedeckt? Dann muss schnell gehandelt werden, denn die Imperialisten haben den Finger schon über dem roten Knopf und wollen die Atomfeuer in Teheran wüten sehen, um damit Terroranschläge zu provozieren, die als Vorwand zur Errichtung des Faschismus dienen. Diesmal wollen die Neocons schlauer sein: Erst der (nukleare) Holocaust, dann die Machtergreifung. Um Terroranschläge zu “provozieren” braucht man keine Kernwaffen einsetzen. Die ArbeiterInnen, SchülerInnen und RentnerInnen in den U-Bahnen von Madrid und London haben, durch ihre Liebe zur Freiheit und durch die Tatsache frei zu sein, die armen Opfer des Imperialismus schon genug provoziert, um von den “Widerstandkämpfern”, in Stücke gerissen zu werden. Das alles natürlich nur deshalb, weil die Menschen in Spanien und Großbritannien sich nicht gegen ihre Regierungen, die auch etwas für die Freiheit der Menschen im Irak tun wollten, erhoben haben. Chapeau, Herr Elsässer!

Legen Sie jetzt bitte Schweigeminute am Bildschirm ein. Soviel Genialität muss man wirken lassen.

Die Frage von Jürgen Elsässer, ob “die Neocons die Faschisten unsere Zeit” sind ist rein rhetorischer Natur, denn durch seine tiefschürfenden Erklärungen hat er ja den Lesern längst die Hinterhältigkeit der Neocons vor Augen geführt. Doch Elsässer will dem letzen Antifa-Simpel unbestreitbar beweisen, daß die Neocons die originären Feinde aller friedensliebenden Menschen sind, was aber schwierig zu verdeutlichen sei, weil “diese Leute sich in der Regel als Antinazis definieren” und “sich auf die Lehren aus dem Holocaust” berufen würden und “ein neues Auschwitz verhindern” wollen “und deswegen sind sie für den Massenmord.” Da fragt man sich, was Elsässer denn gegen ein neues Auschwitz unternehmen würde? Als größter Schreibtischgeneral aller Zeiten weiß er doch bestimmt schon eine Antwort, oder?

Elsässer nennt das “eine ungeheuerliche Demagogie” und sieht Ähnlichkeiten mit der “Hitlerschen Propaganda” und sieht den Begriff des Antifaschimus durch die Neocons entführt, um “das Gegenteil zu lackieren” und zieht, welche Überraschung, wieder einen Nazi-Vergleich aus dem Hut. Diesmal muss Julius Streicher herhalten, um die Verderbtheit der Neocons offenzulegen. Aber Elsässer wäre nicht Elsässer, wenn nicht noch mehr auf Lager hätte, denn jetzt ist schon von Barbaren die Rede:

Unabhängig davon, mit welchem Terminus man die neuen Barbaren kennzeichnet: Sie sind gefährlicher als die Erbverwalter des historischen Faschismus. Unter denen befinden sich zweifellos Hetzer und Totschläger in großer Zahl– aber anders als den Schlägerbanden der SA in den zwanziger Jahren fehlt ihnen die Rückendeckung des Kapitals.

Da könnte man ja fragen, wer das Kapital hat und wenn man sich diese Frage im Sinne von Elsässer beantwortet hat, dann sollte einem ja klar werden, warum die Neocons sich so an Israel rankuscheln. Elsässer beschwört zwar die Linke zur Aufrechterhaltung der “Abgrenzung zu Nazis und Antisemiten in allen Spielarten“, aber macht sich gleich für den einfachen Mann stark, der “von Nation und Gott nicht lassen kann” und deshalb durch die “Einflüsterungen der Antideutschen” in die Naziecke gestellt wird. Auch macht er sich Gedanken um die “Fußballfans mit den Deutschlandfahnen, die vielen Linken wochenlang schlaflose Nächte bereiteten” und sich dann Gott und Nation sei Dank als “ganz normale Mitbürger” entpuppten und, wieder sei Gott, der Nation und Umfragen gedankt, den aktuellen Krieg ablehnen würden.

Dann holt der friedensbewegte und größte Schreibtischgeneral aller Zeiten zum Fazit aus und sieht durch seinen Feldstecher, daß “im Libanon kämpfen Islamisten, Nationalisten und Linke Schulter an Schulter gegen die Aggressoren“.

Yeah, Baby! Die anti-imperialistische Volksfront marschiert gegen das Unrecht der Welt. Ein linker Traum wird wahr! Doch Elsässer bremst gleich den Traum von der Weltrevolution und erkennt “ein Zweckbündnis zwischen Gruppierungen, die sich bis dato oft spinnefeind waren.” Natürlich hat dieses Zweckbündnis laut Elsässer nicht nur großes Potenzial, sondern auch noch die Geschichte auf seiner Seite, denn “ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg, als die Antipoden Stalin und Churchill samt ihrer Anhängerschaft auch gemeinsame Sache machen mußten, obwohl sie das ursprünglich gar nicht wollten.Sie waren dazu gezwungen, wenn sie überleben wollten. So ist das nun mal in einer Weltkriegssituation.

Der grösste Schreibtischgeneral aller Zeiten hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Da der Westen nur noch aus Kriegstreibern, Atombombenjunkies, Kinderzerfetzern, Mutant Neocons und allerhand barbarischem Gesindel besteht, muss eben die islamisch-persisch-arabische Volksbefreiungsfront den Westen vom drohenden Faschismus befreien und den Imperialismus vom Angesicht der Erde fegen. Dann mal ans Werk die Herren Elsässer und Nasrallah. Die Entrechteten warten auf die Befreiung!

Gute Nacht Deutschland

Der Artikel von Jürgen Elsässer erschien am 2.8.2006 auf Seite 10 der Zeitung “junge Welt” und hier im Onlineteil der “junge Welt”: http://www.jungewelt.de/2006/08-02/003.php


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An meine pazifistischen Freunde

Meine Freunde, ich nenne Euch so, weil auch in mir das tiefe Bedürfnis nach Frieden steckt, Ihr setzt Euch vehement dafür ein, daß im Libanon erneut die Zeit des Friedens heranbrechen soll. Wer will denn schon Krieg, denn im Krieg sterben immer Menschen, egal ob bewaffnet oder unbewaffnet. Egal was einem die militärischen und politischen Entscheider einreden wollen: Krieg bedeutet immer Tod, Leid und Schmerz. Da scheint es egal wer der Angreifer und wer der Angegriffene ist

Ihr geht auf die Straße, um Euren Zorn und Eurer Qual, ob der vielen Toten, Ausdruck zu verleihen. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Auch ich bin für den Frieden auf die Straße gegangen und habe meiner Wut, ob meiner Hilflosigkeit, ein Forum bieten wollen. Nicht Parolen rufend, sondern still und nachdenklich. Ich habe niemandem, keiner Person und keinem Land den Tod gewünscht. Wer so demonstriert, der ist weder friedlich, noch für den Frieden, er ist ein Teil des Problems.

Das sich unter Euch auch Neo-Nazis mischen, sollte Euch zu Denken geben. Wie kann eine angeblich wahrhafte Manifestation des Friedenswillen solche Gestalten anziehen? Wenn man Euch fragt: “Was soll getan werden?” Dann bekommt man meist diese Antwort: “Jedenfalls keine Bomben werfen.” Nun, daß ist ein frommer Wunsch und ich wünschte es wäre so einfach. Wenn man Euch dann fragt: “Was soll man machen, wenn eine Seite an gar keinem Frieden interessiert ist und stattdessen auf der totalen Ausrottung oder Vertreibung eines ganzen Volkes behaart?”

Ich höre viele von Euch sagen: “Soll Israel doch verlegt werden! Nach Bayern oder Amerika. Oder besser gleich auf den Mond.” Der Rest von Euch zuckt dann mit den Schultern und sagt mit Tränen in den Augen: “Jedenfalls keine Bomben werfen.”

In den 30er Jahren gab es in den westlichen Demokratien auch ein großes Bedürfnis nach Frieden, denn die Erinnerung an die Grausamkeit des 1. Weltkrieg mit seinen 10 Millionen Toten und 20 Millionen Verwundeten war noch wach. Man wollte die totalitären Mächte Deutschland und Italien beschwichtigen, sie nicht provozieren, damit es nicht zum Krieg kommt. Denn ein Krieg kostet Menschenleben und Bomben werfen, egal aus welchen Gründen ist unmoralisch. Ein großer Teil der Öffentlichkeit und der Politik in Frankreich und Großbritannien dachte auch, daß Deutschland berechtigte Forderungen stellen würde und da durch diese Ansprüche auf die Tschechoslowakei, die westlichen Demokratien nicht direkt betroffen seien. Was geht uns dieses ferne Land an? Warum soll die Wehrmacht nicht ins Rheinland einmarschieren dürfen. Sollen wie dafür einen Krieg führen? Was interessiert uns die Aufrüstung in Deutschland und Italien?

Um jeden Preis sollte ein Krieg vermieden werden. Auch wenn man seine eigenen Prinzipien aufgab. Dieser Art der Politik hieß Appeasement. Sie sollte den Frieden sichern. Denn Deutschland und Italien sprachen ständig nur vom Frieden und wollten Ungerechtigkeiten aus der Vergangenheit beseitigt wissen. Es ging um Land. Deutschland fühlte den Phantomschmerz und wollte wieder seinen Platz an der Sonne einnehmen. Die westliche Welt verstand diesen Schmerz, als Deutschland 1933 wieder eine mächtige Stimme bekam.

So sah die Welt weg, als Äthiopien überfallen wurde. Der Völkerbund, der doch nach dem großen Krieg geschaffen wurde um den Frieden zu sichern, erwies sich als nutzloser Papiertiger. So schaute die Welt auch weg, als in Spanien die Freiheit von den Faschisten ermordet wurde. England hatte wirtschaftliche Interessen zu wahren und wollte eine Konfrontation vermeiden. Obwohl offensichtlich war, daß Deutschland und Italien die Falangisten und Putschisten mit Waffen und Soldaten unterstützen, wurde der Angegriffene mit einem Embargo belegt.

So wurde Chance um Chance verpasst, den Aggressoren und Kriegstreibern Einhalt zu gebieten. Der Frieden sollte gewahrt bleiben. Um jeden Preis. Die westlichen Demokratien fühlten sich nicht direkt bedroht. Das doch offensichtlich Unvermeidliche sollte vermieden werden. Auch vertraute man den Versprechungen Hitlers und Mussolinis, daß diese ja gar keinen Krieg wollten. Auch Sie wollten Frieden, aber Frieden mit Gewalt. Das wurde nicht erkannt und viele wollten das auch nicht erkennen. Sie verschlossen die Augen vor der unbestreitbaren Wahrheit. Sie ernteten dafür den schlimmsten aller Kriege. Weil sie kurzfristigen Frieden vorzogen.

So wie ihr heute Eure Augen verschließt. Noch schlimmer: Ihr schlagt Euch teilweise auf die Seite der Aggressoren. Ihr seid für den Führer des Iran nützliche Idioten. Noch nie war die Gefahr eines neuen Weltkriegs so groß wie heute. Doch diesmal greifen die Aggressoren nach der Atombombe. Wie damals drohen sie mit der Ausrottung eines ganzen Volkes. Wieder will keiner Glauben, daß jemand solch ungeheure Drohungen wahr machen will. Das der Führer eines totalitären und faschistischen Regimes, daß von einer Erlösungsideologie erfüllt ist, die Welt in ein Blutbad stürzen wird. Es klingt in meinen Ohren: “Der will doch nur Frieden.”

Ihr wollt abwarten. Bis es wieder zu spät ist. Damals konnte die zivilisierte Welt mit knapper Not gerettet werden. Es war der Ausdauer und Leidensfähigkeit des britischen Volkes und der Zuversicht Churchills zu verdanken, daß die Welt seine Freiheit erhalten konnte. Es war ein Mann im Rollstuhl, der durch seine Vision einer freien Welt und der energischen Verteidigung derselben, den Weg zum Triumph über den Totalitarismus bereitete.

Ihr seid nicht nur Blind, sondern Ihr seid verblendet. Als eine mörderische Diktatur beseitigt wurde, da habt ihr demonstriert. Nicht gegen den Massenmörder, der sein Land erwürgte und seine Nachbarn bedrohte, der Selbstmordattentate belohnte und die Weltgemeinschaft zum Narren hielt. Ihr habt gegen die Befreier demonstriert. Ihr akzeptiert lieber Diktaturen und brutale Unterdrücker, um Euren Frieden zu wahren.

Ihr fühlt Euch moralisch überlegen und auf der richtigen Seite und doch bereitet Ihr durch Passivität und Beschwichtigung den Pfad für die Tyrannei. Geht in Euch und erkennt welche Gefahren von den Feinden unserer Freiheit ausgehen. Sie sind gewillt uns zu vernichten oder uns in sklavischer Unterwürfigkeit zu halten. Wir sollen wieder wegsehen. Solange bis die Bomben wieder auf uns fallen und wir am Rand der Vernichtung stehen.

Euer Anliegen ehrt Euch. Keine Frage. Aber gegen die Bosheit hilft kein Bitten und Hoffen. Es hilft nur die Tat. Jetzt ist noch Zeit die Freiheit zu retten. Die Freiheit ist das höchste Gut und man muss sie verteidigen, mit Glauben und Mut.

Den Frieden haben wir schon verloren, auch wenn Ihr das nicht wahrhaben wollt. Die Tyrannen bereiten, für alle sichtbar, den Untergang der zivilisierten Welt vor. Sie hassen unsere Freiheit und wollen sie zerschmettert am Boden liegen sehen und ihre Banner des Totalitarismus in unser Herz rammen.

Was damals Italien und Deutschland waren, das sind heute Syrien und der Iran. Die Hisbollah ist wie die Falange Espanol. Darum appelliere ich auch an jene Linken, die sich, aus welchen Gründen auch immer, gegen Israel und sein Recht auf Selbstverteidigung wenden. Erinnert Euch an Spanien. Lasst nicht wieder zu, daß die Tyrannei und der Totalitarismus siegen. Erhebt Eure Stimme gegen die Faschisten der Hisbollah und deren Hintermänner. Schon zulange hat die Welt der Hisbollah beim Mordhandwerk zugesehen und nun fallt nicht noch den Opfern dieser Faschisten in den Rücken, nur weil sie sich wehren, weil ihr Überleben bedroht ist. Oft lese ich bei Euch, daß es ja so viele Opfer auf libanesischer Seite gibt und auf der israelischen Seite eben viel weniger. Seid Ihr so Blind und glaubt, daß wer die größeren Opfer hat, der ist automatisch zu unterstützen und befindet sich im Recht? Seht Ihr nicht, daß sich ein grausamer Feind hinter den Zivilisten versteckt?

Nach dieser Logik, die eine moralische Bankrotterklärung ist, müsstet Ihr die Nazis als Opfer und die Alliierten als Täter darstellen. So weit seid ihr schon runtergekommen. Merkt Ihr das nicht?

Ihr spielt das Spiel der Hisbollah und werdet dabei nur verlieren.


2 Kommentare

Kennen Sie Zelzal?

Die israelische Armee hat am Montag den Verlust eines F-16 Jets über Beirut dementiert. Stattdessen habe die Armee eine im Iran gebaute Rakete vom Typ Zelzal (Erdbeben) abgeschossen. Diese im Iran gebauten Raketen haben eine Reichweite von etwa 150 bis 400 Kilometer und können auch Tel Aviv oder Jerusalem erreichen. Der Iran lieferte der Hisbollah seit 2004 bis zu 220 Zelzal-1. Vor kurzem lieferte der Iran noch einige verbesserte Raketen vom Typ Zelzal-2.

Ein Armeesprecher teilte mit, daß ein Lastwagen beschossen wurde. Dieser diente als Lafette für die Rakete. Die Kurzstreckenrakete wurde gerade für den Start vorbereitet und der LKW wurde durch den Beschuß schwer beschädigt und so es kam offenbar zu einem Fehlstart. Die brennende Rakete wurde dann fälschlicherweise über Beirut für einen israelischen F-16 Jet gehalten.

Und anders als es Spiegel Online und auch die Internetausgabe der Jerusalem Post berichten, handelt es sich bei den Zelzal Raketen nicht um Langstreckenraketen. Die Zelzal sind eindeutig Kurzstreckenraketen. Was die Sache ja nicht besser macht.

Iranische Raketen und iranische Soldaten im Libanon. Es wird immer deutlicher wer hinter der Eskalierung der Situation im nahen Osten steht: das faschistische Mullah-Regime und die Bande von Abenteurern um Mahmoud Ahmadinedschad. Sie wollen die Ausradierung Israels und ihnen ist jedes Mittel recht. Noch ist es nicht zu spät, den Verbrechern die Mordwerkzeuge aus der Hand zu schlagen. Jetzt ist nicht die Zeit für jegliche Art von Beschwichtigungspolitik. Doch anstatt den wahren Schuldigen zu benennen und dem Regime in Teheran seine Grenzen aufzuzeigen, werden die Angegriffenen zur Mäßigung bei der notwendigen Verteidigung gemahnt. Wer spricht heute noch über das iranische Atomprogramm? Damit hat der Iran erneut Zeit gewonnen und führt den Westen weiterhin am Nasenring durch die internationale Arena. Unterdessen geht der Bau der iranischen Atombombe weiter. Der Iran benutzt die Hisbollah als Stellvertreter im Krieg gegen Israel und bekommt dabei die Gelegenheit seine Waffen zu testen und kann dabei seine Armee aus dem offenen Kampf herauszuhalten. Morgen ist der 70. Jahrestag des Beginns des spanischen Bürgerkriegs. Damals lies der Westen die demokratisch gewählte Regierung Spaniens im Stich. Mit Rücksicht auf wirtschafliche Beziehungen und aus Angst vor einem offenen Konflikt mit dem Faschismus.

Der Westen wirkt wie unbeteiligt. Als wenn der Iran auf dem Mars liegen würde. Der Hasardeur in Teheran befindet sich im Wahn einen göttlichen Auftrag auszuführen: die Ausradierung Israels. Er fabuliert von der Rückkehr des Mahdi. Die Kombination von Judenhass und der Wahnvorstellung von der Vorhersehung auserwählt zu sein, sollten einem als mehr als bekannt vorkommen. Haben wir denn keine Lehren aus der Geschichte gezogen? Hat Dutschke unrecht und wir sind doch hoffnungslose Idioten der Geschichte?

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