Telegehirn

Was ist das für 1 Blog?


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Es war eine schöne Zeit mit dir, Nicky

Am 6. Dezember 2007 fand ich Nicky auf einem Friedhof in Neukölln. Zerzaust, hungrig, mit anderen Katzen ums Futter kämpfend fiel sie mir auf. Sie war sehr zutraulich, was sicherlich auch durch ihren großen Hunger bedingt war. Also ab mit ihr zur nächsten Tierärztin, um zu schauen, ob sie einen Chip implantiert hat. Das war nicht der Fall, also nahmen wir sie erst einmal zu uns, obwohl wir schon zwei Katzen hatten. Da sie Flöhe hatte, musste sie erst einmal 24 Stunden, getrennt von den anderen Katzen, im Bad verbringen. Ein Name für sie war schnell gefunden, denn wir hatten sie am Nikolaustag gefunden: Nicky.

Wir bastelten ein provisorisches Katzenklo, ein Bettchen aus Handtüchern, stellten Wasser und Futter hin, was sie schnell und reichlich verputzte. Die ersten 12 Stunden freute sie sich jedes Mal, wenn jemand ins Bad kam und war sichtlich froh, nun im Warmen und Trockenen zu sein, aber mit der Zeit wollte sie endlich den Rest der Wohnung erkunden und die beiden anderen Katzen in Augenschein nehmen, die sich kurz aus der Box heraus gesehen hatte. Eigentlich wollten wir sie nicht behalten, bzw. nach den Leuten suchen, bei denen, so vermutete die Tierärztin, vom Balkon gefallen war. Ich schlug vor, dass wir Zettel aufhängen, aber gleichzeitig gewöhnten wir uns schnell an diese süße Katze, deren Leben offensichtlich bisher kaum katzenmäßig verlaufen war, denn sie konnte weder anständig klettern, noch balancieren. So hängten wir am Ende einen einzigen Zettel auf und beschlossen sie zu behalten.

Nicky am 20.10.2019

Mit den beiden anderen Katzen war das Verhältnis ambivalent. Mit dem Kater verstand sich sich super, aber die andere Katze zeigte der Nicky eifersüchtig die kalte Schulter. Auffällig war, dass die Nicky eine wahre Kampfkatze war. Mit quasi eiserne Pfote war sie bereit um den Rang im Rudel zu kämpfen, aber gleichzeitig sprang sie dazwischen, wenn die beiden anderen Katzen sich fetzten, um der Katze schützend bei Seite zu stehen. Nicky verhielt sich oft wie ein typischer Kater. Sie war sehr territorial, schritt mehrmals am Tag das Revier ab, musterte jeden Besuch und behielt diesen im Auge. Einmal besuchte sie den Nachbarn, der selbst zwei Katzen und einen Kater besaß. Sie stolzierte dort umher, vertrieb die beiden Katzen mit Blicken in das Oberschoß des Kratzbaums, fraß die Schüssel leer, beehrte das Katzenklo und wies den Kater mittels Fauchen zurecht.

Schnell fand ich heraus, dass sie es mochte, wenn man putzte. Vor allem, wenn der Boden feucht gewischt wurde, rannte sie mit Freude über den nassen Boden. Besonders mochte sie es, wenn dabei klassische Musik lief. Eine kulinarische Vorliebe hatte sie für Erdbeerjoghurt und Käse aller Art. Es gab nicht eine Käsesorte, die sie nicht mochte und sie war mit einem kleinen Stück zufrieden. Sie lies sich nicht gerne anfassen oder streicheln, aber mit den Jahren wurde sie allgemein zutraulicher. Ging es zum Tierarzt, musste das Personal dort stets die Handschuhe anziehen, um von der Nicky nicht zerfetzt zu werden. Wenn ich sie festhielt, war sie durchaus ruhig und lies fast alles über sich ergehen. Obwohl es ihr gestern sehr schlecht ging, war das Röntgen nicht einfach und als sie zurück kam, blickte sie extrem erbost und empört drein. Nicky war schon durchaus sehr auf mich fixiert. Sie schlief stets bei mir im Zimmer, auch an ungewöhnlichen und stets wechselnden Orten. Typisch Katze, stieg sie nachts auf den Tisch, um zu schauen, was da zu holen ist, obwohl sie eigentlich nie was stahl. Sie war dann ganz erstaunt, wenn man ihren Namen rief und fragte, was da los sei.

Eine ihrer Marotten war das Fressen von Alufolie, weswegen wir penibel darauf achteten, dass keine Alufolie in ihrer Reichweite war. Bis gestern zeigte sie keine Anzeichen dafür, dass sie krank war. Deshalb kam die Diagnose mit so einer Schockwirkung. Gestern war sie dann plötzlich sehr kurzatmig und apathisch. Das Röntgen machte dann deutlich, dass der Krebs den Darm massiv geschädigt hatte und das Zwerchfell inzwischen arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, weswegen ihr das Atmen so schwer fiel. Zu Hause versuchte sie sich hinzulegen, um zu schlafen, aber jedes Mal, wenn sie den Kopf hinlegte, war zu sehen, wie ihr das atmen noch schwerer fiel. Sie bekam gestern noch einmal Leber und Hühnerbrust, sowie ihr Lieblingsfutter. Nachdem sie Wasser trank, musste sie erbrechen und sie fand die ganze Nacht keine wirklich Ruhe. Sie bekam am Morgen noch einmal ihr Lieblingsfutter und aß davon etwas und verkroch sich dann in einer Ecke hinter einem Sessel.

Die Tierärztin meinte am Freitag, dass wir uns überlegen müssten, die Nicky von ihrem Elend zu erlösen, da Katzen zäh seien und langsam sterben würden. Es könnte sein, dass sie einfach elendig erstickt. Die Tierärztin hatte heute bis 12 Uhr offen und eigentlich war schon gestern Abend klar, dass sie sich nur noch quält und als ich heute früh die Nicky so elend in der Ecke hockend sah, wusste ich, dass man nicht noch bis Montag warten kann. So sehr es auch schmerzte und jetzt noch schmerzt und auch noch sehr lange weh tun wird: Wir konnten es nicht ertragen sie leiden zu sehen. Das alles kam so plötzlich und unerwartet. Nicky hinterlässt eine Lücke, die kaum zu schließen ist. Es war eine schöne Zeit mit dir, Nicky.

Die beiden Behandlungen bei der Tierärztin haben zusammen 140 Euro gekostet. Für uns ist das ein recht großer Betrag, den wir nicht so locker stemmen können. Wer von euch etwas Geld übrig hat, darf hier gerne etwas spenden. Dafür schon einmal Danke im voraus. ❤ Wenn ihr kein PayPal nutzt, könnt ihr mir gerne eine Mail (telegehirn(at)gmail.com) schicken, um eine Bankverbindung zu erfahren.


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Keta im Knie

Als Kind wurde ich regelmäßig von Mandelentzündungen heimgesucht. Unser Hausarzt empfahl, dass sie entfernt werden sollen, aber meine ostentativ vorgetragene Abneigung gegen einen Krankenhausaufenthalt trug wohl zur Verhinderung dieses Eingriffs bei. Mich konnte auch nicht die Aussicht auf eine Eis Flatrate dazu verleiten. Als Erwachsener wurde ich dann weitgehend von einer Mandelentzündung verschont. Bis auf 2009, als ich innerhalb eines Monats zweimal Opfer einer Tonsillitis wurde. Diese Jahr wurde ich zwischen Ende Juni und Mitte September dreimal von einer einer solchen Entzündung niedergestreckt. Stets nahm ich diszipliniert das mir verschriebene Penicillin bis zum Ende ein. Ich schob das erneute Auftreten dieser lästigen Krankheit stets darauf, dass ich vorher kräftig feiern war. Am 10. September suchte ich wieder meinen Arzt auf, bekam das gewohnte Penicillin verschrieben und es schien mir besser zu gehen. Dann kam der 13. September, ein Tag der alles verändern sollte.

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Jeder Wähler ist ein Tröpfchen von dem Öl, das die große Staatsmaschine schmiert.

2017 ist wieder ein Wahljahr auf Bundesebene und wie zu jeder Wahl, erwacht das Bashing der Nichtwählenden, wie der Werwolf sich zum Vollmond erhebt. Schuld seien sie am Elend der politischen Landschaft, ja auch verantwortlich für das Regenwetter und fallende Börsenkurse. Wer nicht wählt, der würde den Rechten, in diesem Jahr der afd, damit einen Vasallendienst erweisen. Lassen wir einmal die eher politischen Gründen beiseite, die zu einer bewussten Wahlenthaltung, ob durch Nichtteilnahme oder ungültig wählen, führen, weitgehend außer Acht. Erich Mühsam hat dazu mit Humbug der Wahlen und mit der Naturgeschichte des Wählers ausreichenden Lesestoff für die Interessierten verfasst. Überzeugte Fans von Staat, Parlament und Kapital lassen sich davon eher selten überzeugen, denn sie sind in ihrem ideologischen Prokrustesbett gefangen und ihre Befreiung können sie nur selbst leisten.

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Legal, illegal, „asozial“

Als „asozial“ diffamierte Menschen sind bis heute eine Opfergruppe des deutschen Nationalsozialismus, die weder eine Anerkennung, noch irgendeine Form der Entschädigung erfahren hat. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges setzte sich die Diskriminierung sowohl im Westen, wie auch im Osten fort und hält bis heute an. Auch waren die Nationalsozialisten keineswegs die Erfinder einer Kampagne gegen Menschen, die sich, zum Zwecke der Verwertbarkeit, nicht in die Volksgemeinschaft einfügen konnten oder wollten. Schon zu Zeiten des Kaiserreiches und der Weimarer Republik gab es eine, wenn auch nicht tödliche, Diskriminierung. Weiterlesen


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Vom piratischen Regen in die staatssozialistische Traufe kommen

Die revolutionären Arbeiter haben sich zu entscheiden, ob sie ihren Klassenkampf von ausgesonderten Delegierten auf dem Parkett des Parlaments in Kompromissen mit der Bourgeoisie führen lassen wollen, oder ob es ihnen mit dem Bekenntnis ernst ist, daß die Befreiung der Arbeiterklasse das Werk der Arbeiter selbst sein muß.

Erich Mühsam, Fanal, Anarchistische Monatszeitschrift“, Jg. 2, Nr. 7, April 1928

In der letzten Woche erklärten 36 (Ex-)Piraten medienwirksam ihren Übertritt in die Partei „die Linke“. Nach jahrelangen Flügelkämpfen, inklusive Bedrohungen, Mobbing und dergleichen seitens der „liberalen Rechtsstaatspiraten“ gegen linke Piraten, kindischen Streitereien, ob eine Fahne der „Antifaschistischen Aktion“ auf dem Parteitagsfockmast hängen darf oder nicht, haben sich nun die letzten Reste der Backbordpiraten in die Rettungsboote begeben, wenn sie nicht schon früher mehr oder weniger freiwillig von Bord springen mussten, und haben das Flaggschiff des Staatssozialismus in Deutschland bestiegen.

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Refugeecamp am Oranienplatz: Das Henkel Ultimatum ins Leere laufen lassen

Innensenator Frank Henkel hat sein Ultimatum präzisiert. Sollte alles seinen formaljuristischen Gang nehmen, dann ist frühestens ab dem 18. Januar mit einer Räumung des Refugeecamp am Oranienplatz durch die Prügelgarde des Innensenators zu rechnen. Als Reaktion darauf gibt es nun zahlreiche Überlegungen wie die Räumung des Camps erschwert, der politische Preis dafür in schwindelerregende Höhen getrieben werden oder sogar eine Räumung verhindert werden könnte. Jedoch gibt es immer noch eine Möglichkeit abseits von brennenden Barrikaden und blutigen Straßenschlachten eine Räumung abzuwenden, das Refugeecamp zu legalisieren und den Verteidiger aller Grünflächen mitsamt seinen Gewalt- und Abräumphantasien ins Leere laufen zu lassen.

Die formaljuristische Grundlage für das Handeln des Innensenators ist das Grünflächengesetz, gegen das das Refugeecamp verstößt. Das Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain hat zudem die seit Oktober 2012 bestehende Duldung aufgehoben und macht es so Frank Henkel noch einfacher eine Räumung in die Wege zu leiten. Der Senat von Berlin kann eine Angelegenheit für die ein Bezirk zuständig ist, an sich ziehen, wenn dieser seinen Pflichten nicht nachkommt. Nach dem Allgemeinen Zuständigkeitsgesetz (AZG) kann der Senat mittels Bezirksaufsicht eingreifen. Dazu muss eine Mehrheit der Senatoren zustimmen. Derzeit sind jeweils vier Senatoren von der CDU und vier von der SPD im Senat. Plus der Regierende Bürgermeister Wowereit. Die SPD hat bereits signalisiert, dass sie einer Räumung des Refugeecamps zustimmen wird. So weit, so schlecht.

Das Bezirksamt Kreuzberg-Friedrichshain besitzt jedoch die Möglichkeit das Refugeecamp vor einer Räumung zu bewahren. Das Zauberwort heißt Sondernutzungsgenehmigung. Eine solche hat das Infozelt der Refugees am Oranienplatz bereits erhalten. Für eine solche Genehmigung müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. Es muss ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit verliegen und die Folgenbeseitigung muss gesichert sein. Der Oranienplatz ist im Moment der politischste Ort Deutschlands und nicht einmal fanatische Feinde der Refugeecamps am Oranienplatz aus den Reihen der CDU werden bestreiten können oder wollen, dass die berechtigten Forderungen der Refugees und ihre verzweifelte Situation ein sehr hohes Interesse der Öffentlichkeit besitzen. Sonst würden diese Leute nicht in dem Maße hetzen, wie sie es seit über einem Jahr betreiben. Eine Folgenbeseitigung des Refugeecamps, also der vollständige Abbau aller Zelte und das Pflanzen von einigen Quadratmetern Rasen sollte kein Problem und steht sowieso erst zur Debatte, wenn alle Forderungen der Refugees erfüllt sind. Zusätzlich ist es wohl so, dass im Rahmen einer Sondernutzungsgenehmigung, seitens des Bezirksamtes Kreuzberg-Friedrichshain ein Nutzungsentgelt von 12,50 pro qm zu zahlen wäre. Jedoch findet sich für dieses Problem sicherlich eine bewährte Lösung nach Kreuzberger Art. Nun sollte mensch meinen, dass einer Sondernutzungsgenehmigung nichts mehr im Wege stehen sollte, aber das Bezirksamt hat eine, sagen wir mal, zwiespältige Position zu dem Thema.

Auf der einen Seite würden alle im Rathaus Kreuzberg drei Kreuze machen, wenn das Problem Oranienplatz sich auflösen würde. Von Seiten des Senats wird ein enormer Druck auf das Bezirksamt ausgübt, neben dem Druck, der von diversen Zeitungen und der CDU erzeugt wird. Das Bezirksamt betont, dass sie nicht wollen, dass der Oranienplatz als Schlagplatz genutzt wird, weigern sich aber das Camp selbst räumen zu lassen. Aber eines geht nur: Entweder ist das Bezirksamt gegen eine Nutzung als Schlafplatz, dann müsste es so konsequent sein und selbst die Prügelgarde von der Kette lassen und dafür selbstverständlich die Verantwortung tragen oder sie sind grundsätzlich gegen eine Räumung und müssten dann eine Sondernutzungsgenehmigung erteilen, um eben jene Räumung zu verhinden, gegen die es sich so eindeutig äußert.

Hier versucht das Bezirksamt unter der Führung der Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann sich einen schlanken Fuß zu machen, denn selbstverständlich ist es dem Bezirksamt unmöglich die Polizei mit der Räumung zu beauftragen. Die Grünen im Bezirk und ihre Vertreter_innen hätten für alle Zeiten jeglichen Kredit verspielt und wären politisch erledigt. So wird sich nach außen solidarisch gegeben und eine Räumung verweigert. In der Gewissheit, dass der Senat die Angelegenheit an sich ziehen wird und die Räumung mit all ihren Folgen somit in dessen Verantwortungsbereich fällt.

Der Bezirk kann sich hinstellen und sagen: „Wir haben die Räumung nicht gewollt und konnten sie leider nicht verhindern.“ Sie wollten die Räumung nicht verhindern. Das wäre korrekt. Eine Sondernutzungsgenehmigung würde wohl auch den diversen Absprachen von Senat und Bezirk widersprechen, die hinter den Kulissen getätigt wurden. Es besteht meiner Meinung nach kein großer Unterschied, ob der Bezirk selbst die Prügelgarde ins Feld schickt oder er eine Räumung durch Nichthandeln in Bezug auf die Erteilung einer Sondernutzungsgenehmigung ermöglicht. Das vermeintliche Kompetenzgerangel zwischen Bezirk und Senat gleicht eher einem fingierten Possenspiel als einem heldenhaften Abwehrkampf zwischen dem bezirklichen David und dem Senats-Goliath, denn David hat versprochen seine Schleuder nicht zu benutzen und so den Weg für eine Räumung freizumachen.

Noch ist Zeit zu handeln. Vom Senat ist nichts zu erwarten. Dort stehen die Zeichen auf Eskalation und eine gewaltsame Lösung. Noch kann sich niemand den Umfang der Konsequenzen einer gewaltsamen Räumung ausmalen, aber sie werden enorme Erschütterungen erzeugen, die weit über Berlin hinaus zu spüren sein werden. Der Ball liegt jetzt in der Hälfte des Bezirksamtes und dieses entscheidet, ob sie einen Konter einleitet, der zum Siegtor führt oder durch Passivität dem Team Green und seinem grotesken Spielführer Henkel den Sieg schenkt. Der Bezirk hatte sein Wort gegeben: Das Camp auf dem Oranienplatz bleibt solange, wie Refugees es wollen und es gibt Refugees, die genau das wollen. Wir sehen, ob dieses Wort gehalten oder gebrochen wird.


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Der Sturm von Autonomen, Chaoten und „Flüchtlingen“ auf das Rathaus Kreuzberg, der keiner war

Am Mittwoch, dem 27.10. zog eine Demonstrantion von Refugees und Supportern vom Oranienplatz zum Rathaus Kreuzberg in der Yorckstraße. Am Sonntag davor war ein Räumungsversuch des Refugeecamps gescheitert. Einerseits, weil sich binnen einer Stunde rund 700 Menschen am Oranienplatz versammelten, um dies zu verhindern, andererseits, weil das Bezirksamt feststellen musste, dass die Schlafzelte noch besetzt waren. (Zu diesen Ereignissen folgt später ein Artikel.)

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Das große Telegehirn Bullshit Bingo zur Bundestagswahl 2013 #btw13

Zur Bundestagswahl 2013 war ich so frei und habe ein Bullshit Bingo erstellt. Nach 18 Uhr werden die Phrasen der Politiker_innen nur so purzeln. Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Ankreuzen.
Die 10 ersten Gewinner_innen erhalten eine kostenloses Probeabo meines Twitterfeeds.

Einfach das Bild ausdrucken oder als PDF runterladen: Bullshitbingo Bundestagswahl 2013.
Hier der direkte Link zum interaktiven Bullshit Bingo.

Wenn ihr 5 richtige Begriffe in einer Reihe habt, dann leuchtet es grün. Ist das nicht toll?

Das Telegehirn Bullshit Bingo zur Bundestagswahl 2013

Das Telegehirn Bullshit Bingo zur Bundestagswahl 2013


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„Früher hätte man dieses Pack auf offener Straße gehängt!“

Das schlechtgemachte Fake einer „germanophoben Flut Brigade“, die damit droht, Dämme in Flutgebieten zu beschädigen, hat zahlreiche Idioten aus ihren Löchern hervorgelockt. Folgend die dümmsten Reaktionen aus der braunen PI-PI-Ecke und kurz kommentiert:

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„Sehr geehrter Herr Schupelius. Ich bin kein Linksextremer.“ Heul doch!

An dieser Stelle mal kurz einen Spontanfund eingeworfen. Im Kommentarbereich der deutschen Weichbirnen von PI (Kein Link dazu) zu einem wirren Statement über den Angriff auf Cops am Kotti am letzten Freitag, findet sich eine Perle deutscher Dummheit. Da postet ein Carsten Mabank, der offensichtlich gerne knutogermanische Gossentexte verfasst und sie dann in diversen Kommentarbereichen postet, einen Brief an Gunnar Schupelius. Ja, genau: Der BZ-Possenreißer und Diplompausenclown aus dem Hause Springer. Wenn sich da nicht zwei gefunden haben, die vor Sorge vergehen über den anschwellenden Linskextremismus, der über Deutschland schlimmer hereinbricht als die aktuelle Flut. Hier ein paar Auszüge:

„Sehr geehrter Herr Schupelius.

Ich bin kein Linksextremer.

Das sollte man ja heute schon explizit angeben.Sie wundern sich darüber, dass der Linksextremismus in Berlin, ja in ganz Deutschand hoffähig bleibt? Ihr Blatt ist daran genauso schuld, wie alle anderen im Linken Blätterwald. Wenn man permanent Linksextremisten als “Chaoten” oder “Chaoten Mob” bezeichnet und ihr menschenverachtendes Verhalten (hinterhältiger Mordanschlag auf Polizisten) verharmlost, dann hat das Auswirkungen!“

Die BZ ist schuld am Linksextremismus. Ok! Enteignet Springer!

„Wenn ein paar Rentner aus der Partei “Pro Deutschland, oder eine handvoll Mitglieder der “Freiheit” gegen Moscheebau demonstrieren spricht man von einem “Nazuaufmarsch”, wenn aber Linke Gewalt ausüben wird permanent verharmlost, vertuscht, verschwiegen. […] während man sich bei der Linkspartei offen mit dem Schwarzen Block solidarisiert und Herr Gisy sogar allenernstes fordert, Straftaten Linksextremer nicht zu ahnden, weil es ja als “Kampf gegen Rechts” gerechtfertigt sei“

Wer kennt diesen Herrn Gisy und was ist ein „Nazuaufmarsch“?

„Rote SA Horden (“Schwarzer Block”, “AntiFa”) machen die Straßen mit Duldung der höchsten Regierungskreise unsicher. Bürger aus der Mitte der Gesellschaft werden pauschal als Nazis diffamiert, ihre Häuser mit Graffiti beschmiert, […] die Presse stellt sich auf die Seite des Schwarzen Blocks und Der Spiegel vergleicht den Einsatz in absurdester Weise mit dem wirklich brutalen Vorgehen der Poliezi in Istabnbu.“

Schwarzer Block und AntFa haben die Duldung der höchsten Regierungskreise? Worauf warten wir denn noch? Auf zu den Waffendepots!

„Ja, Herr Schupelius, es ist so schlimm. Wir leben mitten im Linksfaschismus!“

Wer hat denn da im Politbüro des Linksfaschismus nicht aufgepasst und erlaubt Mabank und Schlumpfelius Computer und Internetzugang, So habe ich mir den Linksfaschismus nicht vorgestellt!

„Und wenn es so weitergeht, dann wird es irgendwann explodieren. Dann haben wir hier Bürgerkrieg.“

Ich kann es kaum noch abwarten, dass rechte Freikorps mit mir eine Autofahrt zum Landwehrkanal machen.

 


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Verfassungsschutzbericht für das Land Berlin 2012

In der letzten Woche erschien der Verfassungschutzbericht 2012 (PDF) für das Land Berlin. Folgend werde ich einmal einen kurzen Blick in dieses Machwerk werfen und die lustigen und abstrusen Stellen zitieren und kommentieren. Wobei ich das Augenmerk natürlich auf den sogenannten Linksextremismus richten werde. Allein die Tatsache, die nicht sonderlich überraschen sollte, dass der VS ein Freund der Extremismustheorie ist, erzeugt bei mir kopfschüttelndes Gelächter. Die Einleitung, die offenbar von Innensenator Henkel stammen soll, beginnt schon recht putzig staatstragend:

„Die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Verfassungsschutzes ist bundesweit in vollem Gang. Alle demokratischen Kräfte sind sich einig, dass wir einen modernen leistungsfähigen Verfassungsschutz brauchen, der in der Gesellschaft akzeptiert und fest verankert ist. Im Zusammenhang mit der rechtsextremen Terrorserie des Nationalsozialistischen Untergrunds ist Vertrauen verloren gegangen, auch gegenüber den Sicherheitsbehörden. Dieses Vertrauen muss zurück gewonnen werden.“

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„Sind Sie sponsored by Mossad?“

Nein, natürlich nicht. Wer im Blog auf das „Sponsored by Mossad“ Bild klickt, kann ganz leicht die Hintergründe dazu nachlesen. Ich lasse diese wirre Mail, die mich dieser Tage erreicht hat, einfach mal so stehen und wünsche euch ein schönes Wochenende.
„Sehr geehrter Herrn XXXXXXXXX,
werden Sie wirklich vom Mossad „gesponsort“? Das wäre Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben u. wohl gar nicht „privat“, sondern Sie ein bezahlter Agent dieser Institution.
Mit den Begriffen Rassisten, Faschisten, Antisemiten habe ich auch größte Schwierigkeiten. Was ist das aus Ihrer Sicht?
Gestern habe ich dem einzigen Rundfunksender überhaupt, durch den ich mich „informieren“ lasse, einem Regimesender (keine Glotze, keine anderen Radiosender außer manchmal Musik von 10:00 bis 12:20 in einem anderen Regimesender) gemailt, daß ich den zu meiner großen Verblüffung rechtsextremistisch-rassistisch-religionistisch fand, als ich dessen Morgensendung wohl 1994 zum ersten Mal hörte : nach Nazi-Regime u. Holokaust hielt ich das naïv u. offenbar geistig beschränkt für unmöglich : seit ich etwas über epigenetische Prägung erfahren habe, ist mir bewußt, weshalb sich nicht viel verändert hat. Und bewußt geworden ist mir, daß „wir“ im „Westen“ schon als kleinste vertrauensvolle, arglose, neugierige, wissenshungrige Kinder von der politischen u. der medialen Klasse total erfolgreich belogen u. getäuscht werden : über „Rassismus“, „Nazismus“ (weshalb wird Nazismus Faschismus genannt?) u. „Antisemitismus“.
Wenn ich diesem Regime-Sender maile, bezeichne ich den als „neoantisemitischen“ Opus-Dei-, Mossad- u. CIA-Sender.
Dabei fiel mir vorhin ein, daß dessen politisches Programm weitgehend dem von „Politically Incorrect“ entsprechen müßte. Auf deren Site war ich beim Surfen hin u. wieder gestoßen. Da ich „epigenetisch geprägter“ u. ziemlich sensitiver Anti-Nazi bin, u. „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“, wenn ich auf Nazis treffe, hatte ich die nur flüchtig zur Kenntnis genommen. (Das Netz wimmelt von solchen Sites) Dabei stieß ich über ein Bild auf Ihre Site.
Sind Sie sponsored by Mossad?
übrigens, vorhin, als ich mich über den „neoantisemitischen“ Opus-Dei-, Mossad- u. CIA-Sender äußerte, verweigerte WORD die Speicheung. Ja, „Mossad“, seine braun-schwarzen deutschen Kulis, Sklaven, Kanalratten, Kanacken versteht sich, hat meinen PC fest im Griff, bilde ich mir angesichts dieses u. ähnlicher „Probleme“ jedenfalls ein. Die treten nämlich nur bei solchen Äußerungen auf, dann aber stets. Bei der Datei mit Äußerungen über meine Lektüre bin ich schon bei Datei-Version weit über zwanzig.
Und noch ein übrigens: ich lese gerade (jetzt erst) „Es war einmal ein Palästina“ v. Tom Segev : sehr wichtig für daran Interessierte. (ich habe zu spät im Leben meine Augen geöffnet – ist auch nicht so leicht angesichts der totalen nazistischen Indoktrinierung hierzulande)
Mit freundlichem Gruß,
Desens“
Meine Antwort darauf:
„Was hast du denn geraucht? Klick einfach im Blog auf den Badge Sponsored by Mossad, dann kommst du zu einem Artikel bei Classless. Da werden die VT-Hintergründe gut dargelegt.“
Darauf kam prompt zurück:
„Penner.
ich „rauche“ nicht u. habe höflich geschrieben. Schlimm, welch schmutziges Gesindel sich im Netz rumtreibt.
übrigens, die Datei „Pervertierung des Holokaust“ ist unaufhebbar „schreibgeschützt“ : Gruß vom Mossad.
Desens“


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Grüne Jugend und Linksjugend wollen Linksextrem sein

Die Grüne Jugend und die Linksjugend haben sich ja eine ganz „tolle“ Kampagne einfallen lassen:

„Mit unserer Kampagne „Ich-bin-linksextrem“ nehmen wir dem Verfassungsschutz die restliche Arbeit ab und bieten eine Plattform auf dem man sich zu seinem persönlichen Linksextremismus bekennen kann.

An sich eine putzige Idee, wenn mensch die Extremismusdebatte so verfolgt hat. Die Begründung in der PM zur Kampagne und die Forderungen, die sich daraus ergeben, sind allerdings alles andere als putzig.

Der Verfassungsschutz hat sich beim Outen von Extremist_innen nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert. Insbesondere die Definition von Linksextremismus ist wissenschaftlich diffus und politisch willkürlich. Allzuoft zeigt es die eigentlichen Beweggründe, unangenehme zivilgesellschaftliche Initiativen einzuschläfern, indem sie pauschal als Verfassungsfeinde bezeichnet werden..

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Gastbeitrag: Der Quantenzustand des Heinz Buschkowsky

17:00 – die Bezirksverordnetenversammlung-Neukölln beginnt. Aufgeregte Presseleute umzingeln den Bezirksbürgermeister, die versammelte Berliner Presse ist gekommen, um zu erfahren ob und in welchem Umfang der Bezirksbürgermeister Mitarbeiter des Bezirksamts zur Hilfe gezogen hat, um sein Buch „Neukölln ist überall“ zu schreiben. Zu Beginn der Sitzung beschließt die Bezirksverordnetenversammlung(BVV) einstimmig eine Entschließung gegen Rechts. „Neukölln ist ein weltoffener und toleranter Bezirk. Hier leben Menschen aus unterschiedlichen Ländern friedlich zusammen – in Neukölln sollte es keinen Raum für Nazis und ihre rechtsradikalen Aktivitäten geben.“ Die Mitglieder des Bezirksamts kommentieren, sie werden alles in ihrer Macht stehende tun, um rechtem Gedankengut den Nährboden zu entziehen. Seltsam… die Erinnerungen sind noch frisch an die geschriebenen Worte des Bezirksbürgermeisters Heinz Buschowsky, so ziemlich jede rechtspopulistische Organisation in diesem Land hat ihm dazu gratuliert, überall in Deutschland finden „Bio-Deutsche“, ein anderes Wort für Arier, sich in den Ansichten des Bezirksbürgermeisters wieder und haben das Gefühl, Neukölln sei überall.

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Kenny St Dettmers ju Neukölln Sexistische Kackscheisse


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Die verlorene Netzkompetenz der Jungen Union Neukölln

Ausdrücklich begrüße ich, dass sich immer mehr Politiker_innen, und solche die es werden wollen, im Netz tummeln. Insbesondere bei Twitter. So bleibt es nicht aus, wenn wir vom Prinzip der Authentizität ausgehen, dass sie dort ihr „wahres Gesicht“ zeigen. Meist unfreiwillig. Die junge union Neukölln ist dafür ein gutes Beispiel. Da die spd Neukölln unter Buschkowsky noch weiter nach rechts gerückt ist, als sie es ohnehin schon immer war, steht die cdu und ihr Nachwuchs wohl unter besonderem Druck die Sozis wieder rechts zu überholen. Und was soll ich sagen: Es gelingt ihnen.

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Buschkowsky ist überall!

Die heutige Sitzung der BVV Neukölln war in mehrfacher Hinsicht eine Farce und macht deutlich in welcher Filterblase die Zählgemeinschaft aus SPD und CDU lebt. Zu Beginn der Sitzung durften wieder einmal normale Menschen aus Neukölln Fragen an das Bezirksamt stellen. Auf die Frage, ob sich Heinz Buschkowsky denn an einer Demonstration gegen die npd in Neukölln beteiligen werde, die dort vom Bezirksamt einen Raum angemietet hat, um ihr faschistisches Gift zu versprühen, antwortete er sinngemäß, dass er an einer solchen Demonstration nicht teilnehmen werde. Er hätte bei einer Demonstration gegen die npd in Neukölln einmal selbst gesehen, wie sich AntifaschistInnen gegenseitig die „Mollies“ gezeigt hätten. Womit er wohl Molotowcocktails meinte. Mal abgesehen davon, dass Heinz Buschkowsky hier Lügen verbreitet, diffamiert er damit den stets friedlichen Protest gegen Nazis in Neukölln als kriminell. CDU und SPD klatschen dazu Beifall und schämen sich dabei nicht einmal.

Ob das schon Volksverhetzung ist, müssen andere prüfen und dann entsprechend Strafantrag stellen. Auf diese verleumderische Provokation, die eine Diffamierung und Kriminalisierung antifaschistischer Aktivitäten darstellt, wird an anderer Stelle eine Antwort gegeben werden müssen. Interessant waren auch die Aussagen des Bezirksamtes Neukölln dahingehend, dass der npd der Raum angeblich nicht gerne vermietet worden wäre. Das BA Neukölln hätte sich ohne weiteres weigern können und es auf eine Klage der Nazischweine vor dem Verwaltungsgericht ankommen lassen können, aber das wäre ja nicht rechtsstaatlich und das BA Neukölln würde den Rechtsstaat ja hoch achten. Hohle Phrasen aus hohlen Köpfen. Anstatt bis zum Letzten gegen den Faschismus vorzugehen, wird ihm Tür und Tor geöffnet. Wie sehr SPD und CDU in der BVV Neukölln den Rechtsstaat achten war später zu bewundern.

Da Die Tagessordnungspunkte, die die Arbeit von Mitarbeiter_innen des BA Neukölln an dem hetzerischen Machwerk „Neukölln ist überall“ des Privatmanns Buschkowsky betrafen, recht weit nach hinten geschoben wurden, was laut einigen Sozis alternativlos war und meiner Meinung nach bewusst getan wurde, um der zahlreich versammelte Presse den Redaktionschluss zu versauen bzw. deren Durchhaltewillen auf die Probe zustellen, verging einige Zeit mit eher langweiligen Themen. So kam es dann, dass Heinz Buschkowsky während der Rede des Bezirksverordneten Burger (Piraten) sichtbar einnickte und sein schwerer Kopf vornüber auf seinen massigen Körper fiel. Nach einigen Sekunden schreckte er hoch, sah sich um und trottete wenige Augenblicke später aus dem Saal. Ein Musterbeispiel für die Würde der BVV. Ob er draussen Bouletten zu sich nahm, bleibt im Moment noch ungeklärt.

Da sich Heinz Buschkowsky, der Bürgermeister, für befangen erklärte, antwortete sein Stellvertreter Falko Liecke (CDU). Das Buch von Heinz Buschkowsky, dem Privatmann, wäre nun einmal eine private Sache und der Einspruch gegen die einstweilige Anordnung des Verwaltungsgerichts Berlin würde aus Kostengründen erfolgen, da das Bezirksamt, aus welchen Gründen auch immer, davon ausgeht in der nächsten Instanz zu gewinnen. Was wenig bis gar nicht realistisch erscheint und die Kosten am Ende in die Höhe treiben wird. Weder Heinz Buschkowsky der Bürgermeister, noch Heinz Buschkowsky der Privatmann müssen für die Kosten des Rechtsstreits aufkommen. Laut Liecke wäre es auch viel zu teuer und aufwändig dem Urteil des VG Berlin Folge zu leisten, da es rund 100 Arbeitsstunden erfordern würde, um herauszufinden, wer und wieviele Mitarbeiter_innen des Bezirksamtes Heinz Buschkowsky geholfen haben.

Auf die Nachfrage des Bezirksverordneten Burger (Piraten), ob denn der Privatmann Buschkowsky dem Bürgermeister Buschkowsky verraten könnte, wer am Buch mitgewirkt habe, gab Heinz Buschkowsky seine Befangenheit kurzerhand auf und trottete behäbig zum Rednerpult, um am Ende viel zu sagen, aber nichts konkretes. Die anwesende Presse war ohnehin schon ungehalten ob der Mauertaktik der Zählgemeinschaft und durch den Bezirksbürgermeister Buschkowsky. Am Ende wird diese Geschichte durch alle Instanzen gehen und das Bezirksamt wird dem Tagesspiegel Auskunft geben müssen. Die Menschen in Neukölln werden für die Possen des Bezirksbürgermeisters im wahrsten Sinne des Wortes die Rechnung begleichen. Ein Schande, dass die Abnicker_innen der Zählgemeinschaft dieses schäbige Verhalten dulden und auch noch verteidigen, statt Aufklärung zu verlangen, wo Aufklärung notwendig ist. Buschkowsky versucht diese Affäre, die sich immer mehr zum Skandal erster Klasse ausweitet, auszusitzen. Er wird damit keinen Erfolg haben und die Ratten sollten sich gründlich überlegen, ob sie rechtzeitig das Schiff verlassen oder mit dem Boulettenbürger untergehen.


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Exklusiv: BVV-Rücktrittsrede von Heinz Buschkowsky

Mir wurde aus informierten Kreisen die heutige Rede, die Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln halten wird, zugespielt.

„Sehr geehrter Herr Vorsteher! Sehr geehrte Bezirkverordnete! Meine Damen und Herren!

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Die verlorene Realität des Heinz Buschkowsky

Heinz Buschkowsky musste in dieser Woche zugeben, dass ihm Mitarbeiter_innen des Bezirksamt Neukölln bei seinem Machwerk „Neukölln ist überall“ geholfen haben. Nach einer Klage des Tagesspiegel beim Verwaltungsgericht Berlin auf Offenlegung von Nebentätigkeiten von BA-Mitarbeiter_innen wurde dieser Umstand publik. Laut Tagesspiegel habe Buschkowsky für „jede Büroklammer und jedes Blatt Papier“ bezahlt. Buschkowsky habe 625 Euro „für die sporadische Inanspruchnahme logistischer Hilfsmittel“ bezahlt. Dazu zählen laut Tagesspiegel „Büroraum, IT-Technik und Kopierer“ und nun wird es interessant, denn dem Spiegel gab Heinz Buschkowsky ein Interview zu den Vorwürfen:

 „Ich habe jede Büroklammer und jedes Blatt Papier dem Bezirksamt bezahlt. Ich habe mir einen Laptop gegen Geld geliehen und sogar für die Wochenenden, an denen ich im Büro am Buch gearbeitet habe, die ortsübliche Miete bezahlt, viel korrekter geht’s kaum.“

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Heinz Buschkowsky und der Volkswille

Dieser Mann spricht Klartext!“ So kündigt das Zentralorgan für Hetze aus dem Hause Springer die neue nationale Kolumne von Heinz Buschkowsky an. Bisher durfte der Bezirksbürgermeister, der wie kaum ein anderer Neukölln und seine Menschen verunglimpft, nur für den Berlin-Teil der BLÖD schreiben. Alle 14 Tage darf Heinz jetzt Mittwochs auf Seite 2 seine „Wahrheit“ in den gierigen Schlund der vorurteilsbeladenen Leser_innenschaft werfen und die niederen Instinkte bedienen. Ein Handwerk, das der Sozialdemokrat meisterhaft beherrscht. Der Titel der ersten Kolumne: „Wer eine Uniform trägt, wird in Deutschland zum Freiwild.“

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3 Kommentare

Liebe Kandidatin!

Deine Ankündigung für einen (sicheren) Listenplatz deiner Partei bei der Bundestagswahl 2013 kandidieren zu wollen, hat kaum einen Menschen überrascht. Als Motivation gibst du u.a. an, dass du Menschen vertreten möchtest, deren Stimmen nicht gehört werden. Damit vertrittst Du, liebe Kandidatin, den Grundsatz der repräsentativen Demokratie: Menschen geben alle vier Jahre im wahrsten Sinne des Wortes ihre Stimme ab, um sich dann vertreten zulassen und nicht mehr gehört zu werden. Dass dieser Ansatz meilenweit entfernt vom Ansatz der Emanzipation des Menschen von Herrschaft ist, sollte dir bewusst sein. Aber, liebe Kandidatin, das ist nicht der Grund, warum ich dir hier einige meiner kostbaren Zeilen widme, sondern es geht mir viel mehr um dein konkretes Verhalten mir gegenüber und ebenfalls etwas um deine mir merkwürdig erscheinenden Ansichten.

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