Telegehirn

Was ist das für 1 Blog?


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Antideutsch ist nur ein Schlagwort

Boche ist sich nicht sicher, ob er „die antideutsche Kritik“ eher „rassistisch“ oder „nationalistisch“ finden soll. Beides ist natürlich grober Unfug und eine solche Haltung ist sonst meist Ausdruck einer antiimperialistischen Sichtweise. Die „Kritik“ an „den Antideutschen“ aus der linksnationalistischen Schmuddelecke kann man getrost als das abtun, was sie ist: ideologisch motivierter Schwachsinn. Boche ist sicherlich kein Antiimperialist und er stört sich auch viel mehr an der Worthülse „Antideutsch“, die er auf seine ganz eigene, putzige Art und Weise interpretiert. Alleine schon die extremen Reaktionen von Boche, Rayson und anderen rechtfertigt es eigentlich schon, daß man sich das Label Antideutsch an die Stirn klebt, denn es bereitet mir durchaus große Freude, wenn zwei so gestandene B.L.O.G. Recken und ehrenwerte Kollegen, mal eben die Contenance verlieren. Wenn man sonst davon liest, daß Deutsche „Opfer von Rassisten“ werden oder von Rassismus bedroht werden, dann bei den rechts-rechtskonservativen Sportlehrern, Kreuzrittern und Turmfalken, deren Solidarität mit den USA und Israel nur vorgeschoben ist, um im Fahrwasser dieser Scheinsolidarität gegen „die Musels“ hetzen zu können und von der Überlegenheit des heterosexuellen, christlich-weißen Deutschen zu schwärmen, der im eigenen Land aber immer öfter das Opfer von „Rassismus“ wird.

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May the Force be with you, Robert Adler!

Der Vater der Macht ist tot! Robert Adler, der Erfinder der ersten drahtlosen Fernbedienung ist am letzten Donnerstag im Alter von 93 Jahren gestorben. 1956 erfand Robert Adler die „Zenith Space Command„, die noch vollkommen ohne Batterien auskam, aber dafür noch recht gewaltig war.

Die erste Macht funktionierte mittels mechanisch ausgelöster Schallwellen und Robert Adler hat mit der Erfindung der Fernbedienung den Frauen einen großen Dienst erwiesen, denn nun müssen sie nicht mehr aufstehen und das Programm umschalten, wenn der Herr des Hauses es wünscht. Durch Beobachtungen des Geschlechterkampfs um die Kontrolle der Macht lässt sich eine Beziehung recht gut analysieren. Die Erfindung der Fernbedienung hat das Fernsehen und das Fernsehverhalten nachhaltig geprägt, ob das nun gut ist oder nicht, vermag ich kaum zu sagen.


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Konservative lassen Heroin Dealer jubeln

Das Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger läuft zum 30.6.2007 mit den letzten Follow-Ups endgültig aus und obwohl das Projekt ein voller Erfolg war, wird es wahrscheinlich nicht fortgesetzt werden, weil sich CDU/CSU energisch gegen eine Weiterführung zur Wehr setzen. Das Projekt wurde durch eine ausgiebige medizinische Studie, unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Christian Haasen, Geschäftsführer des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg, begleitet. An dem Projekt sind die sieben Städte Bonn, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln und München, die Länder Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sowie das Bundesgesundheitsministerium beteiligt.

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Don Alphonso – King of the Hill?

Manche Diskussionen innerhalb der Blogosphäre laufen einfach an einem vorbei und man verpasst so einiges. Das mag auch daran liegen, daß ich bestimmte Blogs einfach nicht mehr lese, weil es keinen Sinn macht sich über jeden gelassenen Furz irgendwelcher Loonies Gedanken zu machen. Besonders dann, wenn für bestimmte Personen das Bloggen eine Art von Ersatztherapie darstellt oder sie nur deshalb einen Blog betreiben, um Aufmerksamkeit zu erlangen und damit das geringe Selbstbewusstsein zu stärken. Letztere bezeichne ich gerne als Trafficnutten (Hoffentlich bringe ich jetzt nicht Hydra gegen mich auf. Ein paar liberale Schwule sind ja neuerdings schlecht auf mich zu sprechen, weil sie mich für einen homophoben Libertären halten und meinen harten Angriff auf einen rechts-rechts-konservativen Hassblogger verurteilen. Jedenfalls die Art und Weise der gerittenen Attacke. Es sei ihnen gegönnt und wenn sie die Eier dazu haben, dann werden sie auch die Verantwortung für ihr Geschreibsel übernehmen.), die alles dafür tun, um im fragwürdigen Zwielicht einer virtuellen Scheinöffentlichkeit zu stehen. So ein Fall ist der grenzdebile Neuköllner Marcel Bartels, von dem hier aber nicht die Rede sein soll, obwohl sein neuester Coup („Ich höre auf zu Bloggen, weil es hier Zensur wie in China gibt und mache unter .com/.org den selben hirnlosen Schwachsinn weiter.) einmal wieder deutlich macht, daß ein sehr großer Teil der deutschen Blogger einen an der Waffel hat und unter Verfolgungswahn leidet. So. Jetzt habe ich mich genug aufgewärmt und wende mich dem eigentlichen Thema zu:

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Ed Koch von Paper Press fordert Sippenhaft

Ich bin generell gegen Orden und ähnliche Ehrungen und wenn man mir das Bundesverdienstkreuz oder ähnlichen wertlosen Tand anbieten würde, dann wäre meine Antwort ein Zitat a la Götz von Berlichingen. Auch schon deshalb, weil das eine oder andere Arschloch so ein Stück Blech um den Hals gehängt bekommt und man dann in schlechte Gesellschaft gerät. Das will ich nicht.

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Mal wieder offener Rassismus bei politicallyincorrect.de – Teil 1

Gestern berichtete ich über den Vorfall in Lichtenrade, bei dem ein Polizist außer Dienst von einer Jugendgruppe übel zusammengeschlagen wurde und ich hatte versprochen mich den Reaktionen innerhalb der Blogosphäre zu widmen, denn da kochen einige wieder ihr rassistisches Süppchen auf sehr hoher Flamme. Wenn sich da mal nicht ein paar sog. „Konservative“ die braunen Finger verbrennen. Dabei werde ich den größten Teil hier den politisch inkorrekten Vollidioten und ihren Kommentar-Sturmtruppen widmen. Ich habe tief in der braunen Scheiße wühlen müssen, aber ich habe weder meine geistige, noch meine körperliche Gesundheit geschont. Fangen wir Chronologisch an:

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Dutschke kommt! Vielleicht

Am Sonntag fand der von der CDU in Kreuzberg-Friedrichshain forcierte Bürgerentscheid zur Zurücknahme der Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße statt. Der Bürgerentscheid hat insgesant 200.000 € gekostet. Den WählerInnen in Kreuzberg-Friedrichshain wurde folgende Frage vorgelegt:

„Das Bezirksamt wird aufgefordert, die Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße zurück zu nehmen.“

Von den 184.827 Abstimmungsberechtigten gaben nur 30.695 oder 16,6 % ihre Stimme ab. 13.142 oder 42,9 % stimmten mit Ja und 17.478 oder 57,1 % stimmten mit Nein ab. Der Versuch der CDU die Umbenennung zu verhindern ist gescheitert. Das erforderliche Beteiligungsquorum lag bei 15 %. Damit sind auch die bahamitischen Insulaner mit ihrem Anliegen gescheitert, die Rudi-Dutschke-Straße zu verhindern. Mir persönlich ist das eher egal, denn wenn es z.b. eine Kaiser-Wilhelm-Str. in Berlin gibt, eine Bismarkstraße oder eine Karl-Marx-Straße, dann kann es auch ruhig eine Straße nach Rudi Dutschke benannt werden. Schließlich gibt es auch eine Axel-Springer-Straße, die ironischerweise an die Rudi-Dutschke-Straße grenzen würde. Es handelt sich bei der ganzen Auseinandersetzung um eine politische Spiegelfechterei im Vorfeld des 40. Jahrestages der 68er Bewegung. Beide Seiten haben sich hoffnungslos verrannt und beharren aus rein ideologischen Gründen auf ihrer Position. Geschenkt.

Manfred Dutschke, der Bruder von Rudi Dutschke, CDU-Stadtverordneter im brandenburgischen Luckenwalde, hat sich positiv zu dem Ausgang des Bürgerentscheids geäussert. Ob die Kochstraße im Sommer wirklich umbenannt wir, ist vollkommen unklar, denn einige Firmen, die ihren Sitz an der Kochstraße haben, wollen gegen die Umbenennung vor dem Verwaltungsgericht Berlin klagen. Zu den 27 Klägern gehören u.a. die Axel-Springer AG, die Wohnungsbaugesellschaft GSW, die Bundesingenieurkammer, Madra Immobilien und andere Gewerbetreibende. Die GSW hat angekündigt den gesamten Klageweg zu beschreiten, weil sie angeblich Kosten in Millionenhöhe fürchtet. Das ganze Briefpapier….Ähm…müsste geändert werden und die vielen Visitenkarten. Naja…ein etwas merkwürdiges Argument und da frage ich mich, ob die GSW einen Riesenvorrat an altem Briefpapier besitzt.

Am Rande bemerkt: Die Wahlbenachrichtigungen wurden von der PIN AG, einem privaten Postzustelldienst, zugestellt und dieser kassierte dafür 60.000 €. Die PIN AG gehört u.a. der Axel Springer AG. Ein Schelm wer Böses dabei denkt….


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Lichtenrade: Ein paar persönliche Anmerkungen

Als ich am Samstag diese Meldung las, horchte ich auf, denn ich lebte als Kind und Jugendlicher in Berlin-Lichtenrade. Meine Eltern zogen Ende der 70er Jahre von Kreuzberg 61 nach Lichtenrade. Ich besuchte dort die Grundschule und das Gymnasium. Allerdings war ich nicht auf dem Georg-Büchner-Gymnasium, sondern auf dem anderen Gymnasium in Lichtenrade. Dieses hatte damals einen schlechten Ruf, denn kurz bevor ich dort meine Kreise zog, gab es einen „Drogenskandal“ (Es hatte jemand mit Grass gehandelt.) an der Ullrich-von-Hutten und deshalb wollten viele Eltern ihre Kinder lieber nicht dorthin schicken und so erhielt das Georg-Büchner-Gymnasium größeren Zuspruch als es verkraften konnte. Meine Wahl fiel von Anfang an auf die UvH, nicht nur wegen der guten und erfolgreichen Schach-AG, mit der ich den einen oder anderen Erfolg erringen konnte.

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Marcel Bartels vs Antideutsche

Im Kommentarbereich des Beitrags von Marcel Bartels zu Lizas Welt und Jürgen Cain Külbel macht Marcel Bartels auf traurige Weise deutlich, wie es um ihn bestellt sein muss, denn er phantasiert dort von Verschwörungen und Stalkern.

Die libertär-liberale-antideutsche-Hurra-Israel-Verschwörung

Marcel Bartels fühlt sich von einer Welt von Feinden verfolgt und dieses Gefühl projiziert er auf Menschen, die nicht seine Meinung teilen. Er sieht sich von Stalkern belästigt und glaubt ein „Netzwerk der antideutschen libertären Gesellschaft“ sei am Werk und belästige den Don Quijote aus Neukölln, der doch so tapfer gegen die dunklen Mächte antritt. Das antideutsche Stalker-Netzwerk, daß sich hinter Lizas Welt angeblich versammelt hätte, sympatisiert mehrheitlich mit der FDP„, meint zumindest Bartels erkannt zu haben und sieht die F.D.P. als „Samelbecken für kriegstreiberische Antideutsche der Hurra-Israel-Fraktion„, was natürlich angeprangert werden muss und da ist Marcel Bartels gerne in vorderster Front dabei.

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Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

Der Neuköllner Blogger Marcel Bartels sorgt erneut für einen Skandal und ruft öffentlich zur Denunziation einer Bloggerin auf. Dazu erklärt er seine ausdrückliche Solidarität mit dem berüchtigten Verschwörungstheoretiker und Antisemiten Jürgen Cain Külbel, der auch als Cain the Brain und Karate Kid traurige Berühmtheit erlangte.

Marcel Bartels ist der Phantasie anheim gefallen, daß „Blogger rund um Hurra-Israel-Schmalspurdenker wie Lizas Welt“ versucht hätten Jürgen Cain Külbel „zu diskreditieren.“ Marcel Bartels weiß zwar nicht warum, aber als jemand der sich selbst ständig als Opfer von Kampagnen und Verfolgungen fühlt, hat er eine Vermutung:

Grund dafür sind vermutlich die kritischen Fragen, die Jürgen Cain Külbel in Zusammenhang mit der oberflächlichen Untersuchung des Mordes an Rafik Hariri durch den deutschen Super-Staatsanwalt Detlev Mehlis aufgeworfen hat. Eigentlich bin ich ja dagegen, Hetzblogs irgendwelche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, aber nachdem Lizas Welt nun noch einmal nachgetreten hat, gibt es nun einen Konter.

Die Untersuchung von Detlev Mehlis war alles andere als oberflächlich und wenn man sich das berüchtigte „ParteibuchWiki“ von Marcel Bartels ansieht, dann fallen einem bei dem Eintrag über Detlev Mehlis sofort ein paar Merkwürdigkeiten auf. Der Eintrag dort ähnelt stark dem Wikipediaeintrag zu Detlev Mehlis und die von Bartels angegebenen Weblinks strotzen nur so vor Einseitigkeit und da wundert es auch nicht, wenn man dort vier Verlinkungen zum Kampfblatt der Salon-Marxisten, junge welt, findet. Dazu zwei Verweise auf Wikipedia und einen zu voltairenet, einer rinks-lechts Plattform, die sich antiwestlichen Verschwörungstheorien hingibt. Dazu befindet sich noch ein Link zu der Seite von Jürgen Cain Külbel. Damit kann man getrost davon ausgehen, daß Marcel Bartels mit den Verschwörungstheorien eines Jürgen Cain Külbel sympathisiert.

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Bart weg – Arbeit da

Der als Problembär weltweit bekannt gewordene SPD-Vorsitzende und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, hat den 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland endlich verraten wie sie wieder ohne große Anstrengungen einen Arbeitsplatz finden können: waschen und rasieren!

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Fotoquelle: Titanic

Der Weihnachtsmann sollte daher alle Arbeitslosen mit Rasierern und Seife beschenken, denn dann lösen sich alle arbeitsmarktpolitischen Probleme in Deutschand innerhalb von drei Wochen. Warum ist der Problembär nicht früher auf diese geniale Idee gekommen? Dann hätte sich die Politik Hartz I bis IV sparen können. Der Problembär beweist einmal mehr, daß Politik so einfach sein kann und nicht unbedingt nach komplizierten Lösungen suchen muss, denn es geht doch auch anders: Die Jobcenter werden zu Friseur- und Badecentern umgebaut.

Allerdings frage ich mich: wie konnte Kurt Beck mit seinem Bart denn Ministerpräsident werden? Kurt Beck ist ja etwas „füllig“ und dürfte daher, besonders im Sommer, stark unter vermehrter Transpiration leiden. Kurt Beck sollte daher mal ordentlich abspecken und reichlich Seife benutzen, dann klappt es auch mit der Kanzlerschaft und das innerhalb von nur drei Wochen.


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J’Accuse!

Ich klage heute mal keine Antisemiten, Antizionisten, Antiimperialisten, Rassisten, Faschisten (Ob rot oder braun.) oder Diktatorenfreunde an. Ich möchte auf einen sehr beschämenden Vorgang hinweisen, denn ein schlimmer sexueller Denunziant treibt in der Blogosphäre sein Unwesen. Jetzt ist diesem sexuellen Denunzianten die Maske vom Gesicht gerissen worden. Wieder einmal hat die political correctness gesiegt.

Wie heißt es?

Den Sexisten eine kleben!

Immer feste druff…


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Nele Beck – Ein Arbeitstier, total geil, total jung, total hip und total gefakt

Schauen Sie sich dieses arme Mädchen an. Sie heißt Nele Beck und will unbedingt weg aus Hannover (Was sehr einleuchtend ist.) und möchte sooooooo gerne in der Medienbranche Fuß fassen. Sie hat es ja schon überall versucht („1000 Absagen.“) und als letzte Chance bleibt da nur noch YouFM vom Hessischen Rundfunk. Aber schauen Sie selbst:

Sie haben jetzt das Gefühl dem armen Mädchen unbedingt helfen zu müssen? Sie sind drauf und dran eine E-Mail zu schreiben, denn diesem armen Opfer des Neoliberalismus wollen Sie unbedingt helfen?

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Gegendarstellungen auch in Blogs angekommen

Gegendarstellungen findet man meist in Zeitungen und manchmal werden auch welche im Fernsehen verlesen. Aber in einem Blog habe ich bisher auch noch keine gelesen. Eines war aber klar: das so ein Nerd wie Marcel Bartels der erste Blogger sein würde, der eine Gegendarstellung bringen muss.

Wenn ich das gewusst hätte…dann wären harte Maßnahmen gegen diesen Nerd gar nicht nötig gewesen, oder?


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Ergebnisse der Berliner Wahl – BVV Neukölln

In Berlin wurde gestern gewählt und kaum jemand ging zur Urne. Die Wahlbeteiligung lag mit 58% extrem niedrig. Marzahn-Hellersdorf bildet dabei mit 49,3% das Schlusslicht und am größten war sie in Steglitz-Zehlendorf mit 68,8%. In meinem Stimmbezirk gaben von 1351 nur 454 Berechtigte ihre Stimme ab. Von den 454 waren 12 ungültig. Das ist eine Wahlbeteiligung von 33,6 Prozent. Soviel zur demokratischen Legimitation der Regierenden.

Die Wahl zu der Bezirkverordnetenversammlung (BVV) Neukölln brachte einige Überraschungen. Gleich sieben Parteien, SPD, CDU, GRÜNE, PDS.Die Linke, FDP, Graue und NPD schafften den Einzug in die nächste BVV.. Es galt bei der Wahl zu den BVVs eine 3% Sperrklausel.
In Neukölln hat der „Dialog der Neuköllner Bürger (Dialog)“ den Einzug in die BVV nicht geschafft. Yusuf Bayrak erreichte mit seiner Liste nur 1148 Stimmen (1,1%). Das vorläufige amtliche Endergebnis lautet:

SPD 37.185 (34,6%)

CDU 31.456 (29,2%)

Die Linke. 5.882 (5,5%)

GRÜNE 11.434 (10,6%)

FDP 7.011 (6,5%)

GRAUE 6.011 (5,6%)

NPD 4.190 (3,9%)

Eltern 1.316 (1,2%)

Die PARTEI 910 (0,8%)

Offensive D 239 (0,2%)

Dialog 1.148 (1,1%)

WSN 841 (0,8%)

Mit 3,9% haben leider auch die Nazis (NPD) den Einzug in die BVV Neukölln geschaft. Der arbeitslose Maurer Thomas Vierk und der Zweiradmechaniker Jan Sturm ziehen für die Neo-Faschisten in die BVV Neukölln ein. Besonders stark waren die Nazis im Süden von Neukölln. In den Stadtteilen Rudow und besonders in Buckow konnte die NPD überdurchschnittlich viele Stimmen gewinnen. In den Stimmbezirken 523 (9,0%), 601 (9,3%), 602 (8,0%) und 624 (7,2%) liegt sie deutlich über dem Bezirksdurchschnitt (3,9%).

Von den 55 Sitzen entfallen 21 auf die SPD, 17 auf die CDU, 6 auf die Grünen, je 3 auf die FDP, die Linke und auf die Grauen und zwei auf die NPD. Die SPD stellt damit 3, die CDU 2 und die Grünen einen Bezirksstadtrat. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Heinz Buschkowsky (SPD) wieder Bezirksbürgermeister. Doch Rot-Grün fehlt eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Ob sich die Linke für eine Zählgemeinschaft zusammen mit der SPD und den Grünen begeistern kann, bleibt abzuwarten. Die grosse Überraschung bei dieser Wahl sind die Grauen. Landesweit erreichte sie immerhin 3,8%. Sicherlich profitierten die Grauen auch von der geringen Wahlbeteiligung und von zahlreichen Protestwählern.


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Jürgen Cain Külbel und der Antisemitismus

Jürgen Cain Külbel, hier ein Foto, der Vater des Karate in der DDR, etatistischer Sozialist, Sherlock Holmes des Ostens, tätig in der journalistischen Tagesberichterstattung, Autor eines Klassikers der Verschwörungs- und Entblödungsliteratur und Interviewpartner des Muslim-Markt fühlt sich in seiner Ehre verletzt. Falls vorhanden.

Jürgen Cain Külbel ist einer dieser Schreiberlinge des bolschewistischen Witzblatts „junge welt“. Er leidet anscheinend wie Jürgen Elsässer oder der Erzverräter Rainer Rupp an einer Wahrnehmungsstörung. In jüngster Zeit sucht Jürgen Cain Külbel offenbar gerne die Nähe der knuto-islamischen Faschisten. Sein Geschreibsel ist geprägt von Hesperophobie, Antizionismus und Antiamerikanismus. Auf Kritik an seiner antiaufklärerischen Position reagiert er gereizt. Auch scheint er die Möglichkeiten der Blogosphäre nicht zu kennen, denn jetzt wird die Sache erst richtig hochkochen und am Ende steht dann Jürgen Cain Külbel als das dar, was er ist: Ein vom Hass auf Juden getriebener Ewiggestriger.
Lizas Welt hatte am 13.9. in dem Artikel Im Irrenhaus der Hizbollah u.a. über Jürgen Cain Külbels Artikel in der jw zu einer Großdemonstration der Hisbollah berichtet. Dazu wurde der Hintergrund des Jürgen Cain Külbel beleuchtet und die Verwirrheit des Jürgen Cain Külbel kam ans Tageslicht. Külbel hatte im Interview mit dem Muslim-Markt behauptet:

Das trat ja dann auch am 11. September 2001 ein. Drei Tage später nannte Wolfowitz die Täter: den verstorbenen Osama bin Laden…

Da waren sogar die Phantasten des Muslim-Markt baff:

Jetzt überraschen Sie uns aber. Wir wussten noch nicht einmal sicher, dass USAma bin Laden jemals gelebt hat und Sie wollen wissen, dass er verstorben ist. Woher haben Sie diese Information?

Aber Külbel ziert sich:

Ja, ich gebe vor, das zu wissen. Da ich darüber gerade arbeite, nämlich an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Osama bin Laden – Welttheater mit Leiche“, möchte ich ungern darüber sprechen.

Das alles passte dem Bolschewisten Jürgen Cain Külbel nicht und er schrieb ein paar E-Mails an Lizas Welt und dabei zeigte sich, daß Jürgen Cain Külbel Probleme mit dem Textverständnis hat. Hier der ganze Artikel Karate Kid aus Lizas Welt und hier die drei Mails, die Jürgen Cain Külbel an Lizas Welt schickte:

Ehrenwerteste,

am besten hat mir vom dem Luststück die Überschrift gefallen: „Lizas Welt“. Sie sollten unter die Menschen und in die Länder gehen, sonst sortieren Sie die nur noch in pro und contra ein; wie im Märchen mit dem Aschenputtel – die Guten und die Schlechten.

Allerdings tut es mir aufrichtig leid, daß Ihnen Ihr Hass so enge intellektuelle Grenzen setzt. Auch entnehme ich dem Text, dass Sie schon mit Nasrallah gesprochen haben und fertig sind, mit den Menschen da unten generell, den Schiiten, den Maroniten, den Drusen etc.

Habe ich Sie im Frühjahr in der Levante übersehen auf einer der regelmäßigen gemeinsamen Großveranstaltungen von christlich-orthoxen, muslemischen und anderen Gläubigen, die in Friede und Eintracht leben und feiern, deren höchste Würdenträger Freunde sind?

Übrigens: Der Sadist Bashar Assad hält nach wie vor das Eigentum der durch die infolge der von den Zionisten entfachten Kriege aus Syrien ausgewanderten Juden in Verwahrung. Anders als in Deutschland, wie mir der Großmufti Dr. Hassoun versicherte, steht es denen bei Rückkehr sofort zur Verfügung. Irgendwie unterscheiden die zwischen Zionismus und Judentum; aber ganz straff, kann ich Ihnen sagen. Aber ich bin mir sicher, das will in Ihrem Kreis gar keiner wissen wollen. Da stürzt eine sehr künstliche Welt zusammen, die auf herbei polemisierten Füßen steht.

Entspannen Sie sich.

Jürgen Cain Külbel

Syrien ist also ein sicherer Hort jüdischen Besitzes und die Zionisten fangen stets die Kriege an? Das ist Antisemitismus in Reinkultur. Das Antizionismus Antisemitismus ist, hatte ja Dr. Martin Luther King jr. schon vor 40 Jahren deutlich gemacht.

Sehr geehrte Frau Liza,

auf diesem Weg darf ich Ihnen anzeigen, daß Ihr Text meine Persönlichkeitsrechte verletzt. Ich muß es nicht dulden, dass Sie mich, der journalistische Tagesberichterstattung macht, wie unten zitiert beschreiben und abstempeln und zudem in die Nähe von „Judenhassern“, wie Sie sich im Text ausdrücken, stellen wollen. Ihnen steht es auch nicht zu, mein Seelenleben in Bezug auf irgendwelche Opfer zu analysieren und Ihre privaten Schlussfolgerungen zu publizieren.

Ich fordere Sie daher auf, sich mir gegenüber und zu meinen Händen (Email genügt) zu verpflichten, es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu bestimmenden Vertragsstrafe, die ggf. vom zuständigen Landgericht zu überprüfen ist, zu unterlassen, in Bezug auf mich, Jürgen Cain Külbel, zu veröffentlichen und/oder zu verbreiten und/oder veröffentlichen und/oder verbreiten zu lassen:

„Nasrallahs deutsche Freunde – heißen sie nun Jürgen Cain Külbel oder Deutscher Friedensrat e.V. – wird das wenig scheren. Empathie für die Opfer des islamistischen Terrors kennen sie nicht. Nicht am 11. September und nicht an einem anderen Tag. Ganz im Gegenteil.“

Wegen der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage sehe ich Ihrer schriftlichen (Email-) Erklärung bis morgen, Freitag, 15.9.2006, 14 Uhr entgegen. Wir versuchen es vorerst auf diesem Wege. Ansonsten erhalten Sie ein Schreiben von meinem Anwalt.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Cain Külbel

Wegen der Eindeutigkeit der Niedertracht des Marxisten-Leninisten Külbel sollte er mal ganz schnell zurückrudern, sonst wird es von Stunde zu Stunde peinlicher für Jürgen Cain Külbel. Doch Külbel stellte in der dritten Mail ein weiteres Ultimatum. Diesmal soll gleich der ganze Blog gelöscht werden. Leidet Jürgen Cain Külbel an Größenwahn?

Sehr geehrte Herr/Frau Liza,

nach dieser Email, die Sie mir sandten, machte sich eine Rücksprache mit meinem Rechtsanwalt erforderlich. Ich muß mir diesen Inhalt nicht gefallen lassen. Daher biete ich Ihnen auf sein Anraten und sozusagen auf friedlichem Wege an, auf eine Anzeige wegen Beleidigung zu verzichten, so Sie den von mir mokierten Blogg umgehend, d.h. heute bis 20 Uhr löschen. Sollte keine Löschung erfolgen, werden beide Angelegenheit zügig und getrennt verfolgt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Cain Külbel

Karate Kid sucht Zuflucht bei der Klassenjustiz und bei der letzten Mail bekommt er doch irgendwie Zweifel an dem Geschlecht von Herr/Frau Liza.

Besonders arrogant und anmaßend wird Külbel hier:

Ich muß es nicht dulden, dass Sie mich, der journalistische Tagesberichterstattung macht, wie unten zitiert beschreiben und abstempeln und zudem in die Nähe von „Judenhassern“, wie Sie sich im Text ausdrücken, stellen wollen.

Als „Journalist“, der dazu noch in der Tagesberichterstattung tätig ist, muss sich ein Antiimp wie Külbel keinerlei Kritik gefallen lassen. Denn wo kommen wir hin, wenn jeder seine Meinung offen äussert? Aber, aber liebes Karate Kid: Judenhasser müssen auch so benannt werden. Auch wenn es dem Judenhasser nicht passt. Auch scheint er sich fast für ein höheres Wesen zu halten:

Ihnen steht es auch nicht zu, mein Seelenleben in Bezug auf irgendwelche Opfer zu analysieren und Ihre privaten Schlussfolgerungen zu publizieren.

Eben. „Private“ Meinungen dürfen gegenüber einem „öffentlichen Journalisten“, der auch noch Vertreter einer totalitären Ideologie ist, nicht geäussert werden. Dieser Journalist ist eben der Inhaber der Meinungshoheit und da darf niemand seine Schlussfolgerungen ziehen, besonder wenn sie „privat“ sind. Die Bolschewisten ähneln da den Islamisten: mit Kritik konfrontiert beginnen sie durchzudrehen. Darum versteht sich Jürgen Cain Külbel so gut mit den Islamisten.

Sein offener Brief an Salomon Korn strotz nur so vor Judenhass und sog. antiimperialistischer Hetze:

…der jüngste Krieg des Staates Israel hat uns Nachgeborenen eine leise Idee von der Barbarei des Dritten Reichs geben können…Die Mittel und Methoden der israelischen Kriegsführung, die sich vor allem gegen die libanesischen Kinder und Frauen, die Zivilbevölkerung, die Infrastruktur richten, ähneln verblüffend der Kriegsführung der deutschen Wehrmacht und führen der Welt bilderbuchhaft vor, was nur noch in Geschichtsbüchern zu finden ist und Hitler einst unter „Taktik der verbrannten Erde“ verstanden hatte.

Wolfram, von Täglich Alles, hat sich auch ausgiebig mit dem Amtiimperialisten Jürgen Cain Külbel beschäftigt und nimmt ihn ordentlich in die Mangel:

Ich sag’s ja, ein kleiner schmieriger Antisemit. In der Diktion eines Julius Streicher geht er Salomon Korn an. Auch die Nazis garnierten gerne ihre Vernichtungsgelüste mit der „Auserwähltenplatte.“ Und wieder bleibt Kübel, denn seine Ergüsse erzeugen einen enormen Brechreiz, den Beweis für seine Behauptungen schuldig, wo die bösen Rabbiner etwas gerechtfertigt hätten…wie war das? Er unterscheidet zwischen Juden und Israel? Übrigens, das „Massaker“ war keins, aber für Külbel sind alles Massaker, wenn ein Mensch von einem Juden getötet wurde.

Die antisemitischen Hetzer schlagen immer offener zu, denn sie werden von der Welle des Judenhasses in Deutschland getragen. Im Unterscheid zu früheren Zeiten wird dieser Hass meist als „Israelkritik“ getarnt oder man pöbelt gegen den Zionismus. Aber Antizionismus ist nichts anderes als Antisemitismus, auch wenn das viele Hetzer und deren Sympathisanten nicht wahrhaben wollen. Jürgen Cain Külbel bekommt eben jetzt die richtige Antwort auf seine Hetze. Auch der Fuchsbau widmet Jürgen Cain Külbel einen Artikel und fragt ob Külbel auch ein Frauenhasser ist. TW_24 beleuchtet das 11. Gebot: Du sollst Antisemiten nicht Antisemiten nennen. Bei Planet Hop befasst sich Ivo Bozic ebenfalls mit Citizen Cain und seinen virtuellen Karatekünsten. Der Starblog sieht eine Posse am Horizont heraufziehen. Auch das Sauerkrautfaß schöpft aus dem vollen Jauche-Kü(l)bel. Desweiteren berichten augenzuppler, A7 Revisited, Side Effects, Spirit of Entebbe und die Achse des Guten I + II  über „Citizen Cain“ Külbel. Bei Lizas Welt wurde die Akte Cain the Brain unterdessen vorläufig geschlossen.

Kein Fussbreit den Antisemiten!

Solidarität mit Lizas Welt!


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Wahlkampf in Neukölln 4

In Berlin wird am 17. September nicht nur das Abgeordnetenhaus gewählt und über eine Verfassungsänderung abgestimmt, die sinnigerweise eine Änderung in der Durchführung von Volksbegeheren und Volksentscheide vorsieht, sondern es werden auch die Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) in den einzelnen Bezirken gewählt.

In Neukölln stellt die SPD mit Heinz Buschkowsky den Bezirksbürgermeister, obwohl die SPD (35,5%) 2001 nur die zweitstärkste Partei wurde. Dafür stellt die CDU (36,1%) drei und die SPD zwei der fünf Stadträte. In den Bezirken werden die fünf Stadtratsposten proportional zum bezirklichen Wahlergebnis nach dem d’Hondtschen Höchstzahlverfahren auf die Parteien verteilt. Zwar sind auch die FDP (8,2%), die Grünen (8,7%) und die PDS (5,9%) in der BVV vertreten, jedoch reichten diese Anteile nicht um einen Stadtrat stellen zu können. Bei der BVV-Wahl gilt eine 3% Hürde.

In einem Bezirk wie Neukölln treten nicht nur die etablierten Parteien an, sondern auch lokale Listen. Die Wählergemeinschaft „Dialog der Neuköllner Bürger“ (Liste 42) und die Wählergemeinschaft „Wahlalternative Soziales Neukölln“ (Liste 44) an. Heute widme ich mich dem „Dialog der Neuköllner Bürger“: deren Liste ist sehr familiär besetzt. Es finden sich drei Verwandte auf der Liste. Drei ist auch die Mindestanzahl der Bezirksverordneten die benötigt werden um eine Fraktion zu bilden. Der Spitzenkandidat ist Yusuf Bayrak, auf Platz zwei findet sich sein Sohn Alperen und auf Platz drei findet sich die Frau von Yusuf Bayrak, Serife Bayrak.

Wahlplakat

Da die Liste nur mit drei Wahlvorschlägen besetzt ist, sollte der „Dialog der Neuköllner Bürger nicht allzu erfolgreich sein, denn wenn die Liste 42, durch ein gutes Ergebnis, Anspruch auf mehr als 3 Sitze in der 55 Sitze umfassenden BVV haben sollte, dann bleiben die mehr erworbenen Plätze unbesetzt. Die BVV würde kleiner werden. Doch dürfte die Liste 42 nur in (Nord) Neukölln wirkliche Chancen haben. In Britz, Buckow(grad) und Rudow dürften die Chancen eher gering sein. Besonders in Buckow (Gropiusstadt) und noch mehr in Rudow sind die neo-faschistischen Parteien überproportional stark. Deshalb werden der NPD auch gewisse Chancen eingeräumt in die BVV Neukölln einzuziehen. Etwa 4000 Stimmen werden benötigt werden, um in die BVV einzuziehen. Jedenfalls wenn man die letzte Wahl als Grundlage heranzieht. In den beiden Wahlkreisen in Nord-Neukölln (WK 1 und 2) müsste Bayrak deshalb jeweils ca. 10 % der Stimmen erreichen. Was nicht vollkommen unmöglich ist, alleine schon wegen der reichlichen Plakatierung. Bayrak ist zwar erst 2000 nach Neukölln gezogen; er lebte vorher 22 Jahre im eher bürgerlichen Charlottenburg, jedoch engagiert er sich in Neukölln in diversen sozialen Projekten. Es wird sehr interessant werden, welche Parteien und Gruppieren in die BVV einziehen werden.


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Frank Nordhausen und die Antideutschen

Frank Nordhausen arbeitet bei der Berliner Zeitung und ist ohne weiteres auch zu den Israelkritikern in Deutschland zu zählen. Vorsichtig ausgedrückt. Am Dienstag (22.8.2006) erschien auf der Seite 3 der Berliner Zeitung ein Artikel von Frank Nordhausen mit den Titel „Die Antideutschen.“

Frank Nordhausen geriet Anfang August mit der Zeitschrift Bahamas aneinander und hat jetzt anscheinend die Antideutschen als neues Transportmittel für seine „Israelkritik“ entdeckt. Der aktuelle Artikel erinnert mich irgendwie an Jürgen Elsässer und seinen Artikel „Alte Idioten, neue Idioten“ vom 2.8.2006. Wobei Nordhausen hier aber eher einen auf Elsässer light macht.
Nordhausen beschäftigt sich mit zu Anfang seiner Exkursion mit einer pro-israelischen Solidaritätsdemo von vor zwei Wochen. Diese Demo zog durch die Mitte Berlins und bekundete lautstark die Solidarität mit Israel. Dabei gewesen sein soll, laut Nordhausen, auch Lea Rosh. Diese hätte nicht gerade grosses Verständnis für die, angeblich von Demonstranten, skandierten Parolen wie „Gegen jeden Antisemitismus, nieder mit Deutschland, für den Kommunismus!“ geäussert. Das mag auch daran gelegen haben, daß Lea Rosh akustisch nicht alles verstanden haben soll. Sie soll als Reaktion gesagt haben: „Also – das müssen Wirrköpfe sein.“

Das Frank Nordhausen hier ausgerechnet Lea Rosh heranzieht, um der Kritik an den Antideutschen ein „glaubwürdiges“ Vehikel zu geben, ist schon mehr als rührend. Geradezu putzig.

Dann kommt er zu der Israel-Solidaritäts Demonstration die auch ich besucht hatte:

Die meisten der mehr als tausend Demonstranten, die für Israel zur Gedächtniskirche liefen, waren nicht schwarz gekleidet, nicht vermummt.

Es waren einige Menschen schwarz gekleidet. Darunter auch der eine oder andere Rabbi und auch ich trug eine schwarze Hose. Aber vermummt war da niemand. Es liest sich halt richtig sexy, wenn man das Bild vom schwarzgekleideten Antideutschen zeichnet, der sich gerne vermummt. Die Antideutschen seien, laut Nordhausen, während dieser Demonstration in der Minderheit gewesen, da ja viele Teilnehmer der Demo zur jüdischen Gemeinde oder zur CDU gehörten. Bei Michel Friedman ist ja beides der Fall. Er gehörte wie Eckart von Klaeden zu den Rednern der Abschlusskundgebung am Wittenbergplatz. Dabei „unterschlägt“ Nordhausen, daß auch Dr. Gideon Joffe und Thomas von der Osten-Sacken auf der Abschlusskundgebung geredet hatten. Das Nordhausen hier ausgerechnet von der Osten-Sacken unter den Tisch fallen lässt, ist doch schon recht verwunderlich. Wo doch Thomas von der Osten-Sacken einer der „Vordenker“ der Antideutschen ist.

Frank Nordhausen glaubt erkannt zu haben:

Mit ihrer unbedingten Solidarität drängen sie sich der jüdischen Gemeinde seit einiger Zeit auf.

Die Beschreibung die er wählt, um die Antideutschen zu beschreiben, klingt fast mystisch:

Die Antideutschen sind die wahrscheinlich rätselhafteste politische Subkultur in Deutschland.

Interessant ist auch die ständige Hervorhebung der angeblichen Verbindung der Antideutschen mit den jüdischen Organisationen in Deutschland:

Doch dann gelang den Antideutschen in diesem Sommer ein ganz erstaunlicher Coup. Zu ihren gemeinsamen Kundgebungen mit jüdischen Organisationen gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad kamen im Juni, anlässlich der WM-Spiele des Irans, mehr als dreitausend Menschen; in Nürnberg sprach neben Claudia Roth von den Grünen auch der bayerische CSU-Innenminister Günther Beckstein. Die Antideutschen zeigten Transparente mit dem Slogan „Für die Freiheit – Viva Israel“.

Das ist eigentlich ein Beleg dafür, das die Antideutschen recht undogmatisch sind und im Gegensatz zu den Antiimperialisten, zu pragmatischen Handlungen fähig sind. Günther „Vorbeugehaft“ Beckstein und Claudia „GutmenschIn“ Roth gemeinsam auf einer Demo! Wann hat es so etwas schon gegeben? Es gibt in Deutschland eigentlich nur eine politische Gruppe, die bedingungslos für die Solidarität mit Israel steht: die Antideutschen.

Auch sieht Nordhausen einen gewissen Einfluss der Antideutschen, deren Zahl er, in seinem Artikel, von einem Antideutschen auf 2000-3000 schätzen lässt. Ihr Einfluss sei aber grösser, denn „frühere antideutsche Vordenker schreiben für große Medien wie Spiegel Online oder die Tageszeitung Die Welt.“ Damit meint er wohl vor allem Matthias Küntzel und „es sind die Antideutschen, die immer wieder von einem linken deutschen Antisemitismus sprechen, von jenem „gutmenschelnden Judenhass“, wie ihn der Publizist Henryk M. Broder nennt.“ Leider schweigen die meisten Menschen zu dem linken Antisemitismus, der in den letzten Wochen tolle Blüten trieb und jeden Tag mehr und mehr anschwoll.

Am Ende des, doch recht schwachen, Artikels, der wohl als ein weiterer Zug im Kleinkrieg zwischen ihm und den Antideutschen zu sehen ist, stellt Nordhausen ein paar Fragen. Ob er hier ein Selbstgespräch geführt hat ist nicht bekannt: „Und nun? Linksradikale für George Bush? Solidarität mit der CDU? Eine Umwertung aller Werte?“ Irgendwie hat Frank Nordhausen die ganze Thematik nicht verstanden. Er sollte mal Kontakt mit Jürgen Elsässer aufnehmen. Der weiß wie man eine saubere, wenn auch hirnlose Attacke, gegen die Antideutschen führt. Elsässer hatte ja die Antideutschen gleich zu den deutschen (sic!) Ablegern der Neocons hochstilisiert.

Interessant ist, daß auch mir manchmal das Etikett des Antideutschen angehängt wird. Dann lege ich eine alte Quetschenpaua Kassette ein und lasse „Grossdeutschland, How are You“ erklingen. Das erspannt enorm.


Ein Kommentar

Herzlich willkommen Dschihad! – Nomen est omen

Heute wurde der Name des zweiten Kofferbombenattentäters bekannt: Dschihad E.

Sollten die Behörden bei jemandem, der „Heiliger Krieg“ mit Vornamen heisst nicht mal genauer hinsehen?

Ach, Sie heissen „Heiliger Krieg“? Was ist der Zweck ihres Aufenthalts in Deutschland?

Studieren!

Dann herzlich willkommen in Deutschland, Dschihad!

Solche Namensgebungen haben durchaus Tradition in gewissen Teilen der islamischen Welt. Neugeborene Kinder im Libanon, in Gaza und in anderen Teilen der arabischen Welt bekommen in diesen Tagen von ihren friedensliebenden und gar nicht antisemitischen und auch nicht judenhassenden Eltern Vornamen wie Hassan Narallah, Hisbollah oder Ahmadinejad verpasst. Es gab auch mal eine Zeit, als palästinensische Kinder nach Saddam Hussein benannt wurden.

Da bekomme ich gleich Lust auf eine Friedensdemo zu gehen und meine Solidarität mit den armen Palästinensern und Libanesen zu bekunden. Besonders mit jenen, die ihren Kindern so pazifistische Namen geben. Liebe Friedenshetzer: wann ist denn die nächste Terroristensolidemo Friedensdemo?


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Delmenhorst: Sammelpunkt der Zombies

Delmenhorst war bisher vor allem als Sitz der Volksverhetzer grundgesetztreuen Schachgruppe vom Muslim-Markt bekannt. Doch nun gerät Delmenhorst mal richtig in die Schlagzeilen, weil sich dort der staatlich geprüfte Neo-Nazi Jürgen Rieger niederlassen will und ein Schulungszentrum für doitsche Männer und Mädels errichten will. Dazu will er ein leerstehendes Hotel kaufen. Doch die Stadt machte dem Besitzer des Hotels einen Strich durch die Rechnung und verschafften sich durch einen kleinen Trick das Vorkaufsrecht für das Hotel. Nun will der Besitzer das Hotel, mit samt seinen Schulden, den doitschen Aktivisten schenken. Das dürfte ja allgemein bekannt sein.

Gestern habe ich in einer dieser Qualitätsnachrichtensendungen der ARD etwas über dieses Thema gesehen und dort wurde gezeigt, daß die doitschen Zombies auf einer Website, im prächtigen Wikistyle, die Namen jener UnterzeicherInnen veröffentlichten, die sich gegen den Erwerb des Hotels durch die untoten Doitschen ausgesprochen hatten. Es gab da wohl eine Unterschriftenaktion und mind. 3251 Menschen haben unterschrieben. Diese Namen gelangten nun in die Hände der doitschen Zombies. Ich habe natürlich sofort diverse Suchmaschinen angeworfen und nach dem Begriff Volksverhetzer von Delmenhorst gesucht. Was fand ich an zweiter Stelle? ME! Ok, es ging jetzt nicht um die doitschen Untoten, sondern um die staatlich geprüften Demokraten vom Muslim-Markt ( Ich habe immer noch nicht herausgefunden, wieviel ich für einen Muslim hinlegen muss.) Da es schon recht spät war, stellte ich die Suche erfolglos ein. Heute fand ich dann massiv folgende Suchbegriffe, mit denen UserInnen meinen bescheidenen Blog fanden:

delmenhorst und seine Volksverhetzer, delmenhorst volksverhetzer, volksverhetzer delmenhorst

Das motivierte mich noch einmal die Suche nach den doitschen Zombies von Delmenhorst wiederaufzunehmen. Ich aktivierte meinen alten sowjetischen Spinatsatelliten und wurde natürlich fündig. Die Liste der Namen der Anti-Zombie-Aktivisten findet sich auf einer .net Domaine (Greetings to the Lone Callboy), die von einem litauischen Server gehostet wird und sich damit ausserhalb der Reichweite der deutschen Zombiejäger befindet. Sinnigerweise findet sich auf der Seite auch eine Wiedergabe der Protokolle der Weisen von Zion. Dieses Meisterwerk der Zombieliteratur wird also von den Vollidioten der Naziszene immer noch für voll genommen. Das spricht eigentlich für sich und in solchen Fällen rät das Telegehirn dazu, die Spülung im Gehirn zu betätigen, damit die braune Scheisse runtergespült wird.

Liebe Zombiefreunde, kommen wir wieder zu dieser Liste. Die Liste heisst „Delmenhorst und seine Volksverräter“ und es findet sich eine kleine Einleitung, anscheinend vom Oberaffen der Vollpfosten Zombies verfasst:

Das ist schon ne geile Nummer, die da gerade in Delmenhorst abgeht. Ein angeblicher Nazi-Anwalt will ein Hotel kaufen, um seine Kampfgenossen besser gegen die Justiz- und Besatzungswillkühr aufklären zu können.

Aber, aber lieber Prinz Inkontinent, der Du diesen Text verfasst hast, welche Besatzer meinst Du denn? Betätige doch endlich Deine Gehirnspülung! Was hier als Aufklärung bezeichnet wird, daß ist doch wohl eher die Verfüllung von Köpfen mit Scheisse.

Der Protest einiger Volksverräter folgte auf dem Fuße. Mit einer Unterschriftenaktion wollen die Vaterlandsverräter dafür kämpfen, das der besagte Anwalt dieses Gebäude nicht in die Pfoten bekommt.

Volksverräter? *Prust! Wenn es so etwas wie Volksverräter gibt, dann sind es die alten und neuen Nazis und jene die in der SS waren und diese anbeten, wie der doitsche Zombie die Scheisse in seiner hohlen Birne.

Anstatt mal gegen Hartz IV zu demonstrieren und seine Kräfte gegen die jetzt Herrschenden einzusetzen, verschwenden diese Typen ihre Energie für sinnlose Aktionen

Damit die jetzt Herrschenden durch solche Arschlöcher wie von der NPD ersetzt werden und diese dann die rudimentären Freiheiten, die hier bestehen aus meinen Händen reissen? Hey Nazi asshole! Read my Lips: Only from my dead cold Hands!

Wer bis hierher durchgehalten hat, wird mit dem direkten Link zur der Liste der Widerstandskämpfer belohnt.

Gerade in dem Moment, als ich diesen Artikel abschicken wollte, war die Seite nicht mehr erreichbar. Die Gründe sind unbekannt. Ob die Seite gesperrt wurde oder ob das Trafficlimit der Zombies erreicht wurde ist unklar. Aber ich habe die Liste der Helden von Delmenhorst als .PDF. Sollte sich jemand davon gestört oder in seinen Rechten verletzt fühlen, so bitte ich mir eine Mail zu schicken. Hier, aus Gründen der Dokumentation die Liste als .pdf und kostenlos.

Update: Mittlerweile ist die Seite wieder online, aber nur sehr eingeschränkt. Dort findet sich eine Art Erklärung des Webmasters:

In Kürze erfolgt auf unserer Weltnetzseite eine Stellungnahme über die aktuellen Ereignisse unserer Netzpräsenz.

Wir werden dazu Presseberichte aus der Propagandapresse kommentieren und aufzeigen, wie hier ein pseudodemokratischer Staat mit dem Namen Bundesrepublik Deutschland ganz offen gegen Menschenrechte verstösst und die Europäische Menschenrechtskonvention missachtet. Meinungsfreiheit gibt es seit gestern in dem Besatzungskonstrukt BRD nicht mehr.

Was soll man zu solcher Blödheit sagen? Hör mal zu Du faschistische Pappnase: es gibt kein Menschenrecht auf gelebte Dummheit. Das der Depp, der hinter dieser Seite steckt, ein vollkommender Vollidiot und Hetzer ist, kann man auch daran erkennen, daß er behauptet, daß Nazi National Zionist bedeutet.

Die Liste der Widerstandskämpfer in Delmenhorst, die von den Faschisten als Verräter beschimpft werden:

Das PDF Dokument der Liste wurde auf Wunsch von Anton [1] entfernt.