Telegehirn

Was ist das für 1 Blog?


48 Kommentare

Deuse und Beckstein – Zwei stolze Deutsche

Der FDP-Bürgermeister von Mügeln ist stolz, ein Deutscher zu sein. Als stolzer Deutscher gibt man solche Statements natürlich nicht in einem normalen Medium von sich, sondern in einer rechtsextremen Postille. Unmittelbar nach der Hetzjagd in seiner Stadt, sagte der Bürgermeister von Mügeln, daß „solche Parolen“ wie „Ausländer raus“ einem nun mal „über die Lippen kommen“ können, wenn der deutsche, aber natürlich keineswegs rassistische Mob durch die Straßen tobt und ein paar Inder vor sich hertreibt.

Weiterlesen


30 Kommentare

Rocket to Russia?

Die Debatte um die geplante Stationierung von 10 (!) amerikanischen Abfangraketen in Polen und der Bau einer X-Band Radarstation in Tschechien, die Teil des amerikanischen Raketenabwehrsystems National Missile Defense (NMD) werden sollen, schlägt in Deutschland hohe Wellen und ob Kurt Beck, Frank-Walter Steinmeier oder Guido Westerwelle. Alle sind sich einig: Keine neuen Raketen in Europa. Amerikanische Raketen wohlgemerkt. Besonders kurios ist dieses Video mit Guido Westerwelle bei TV Liberal (Motto: Opposition live). Es gibt auch eine Textversion. Eigentlich wäre es angebracht den Unsinn, den Westerwelle da von sich gibt, in einem gesonderten Artikel genau zu beleuchten, denn so schnieke Vorlagen, wie von Westerwelle, findet man recht selten:

„Stellen wir uns nur die Reaktion aus Washington vor, wenn umgekehrt Russland ohne Rücksprache mit den USA eine vergleichbare Raketenstationierung etwa in Kuba plante. Deshalb ist die russische Kritik ernst zu nehmen.“

Abgesehen von diesem unseligen Vergleich Polen-Kuba und der dabei unterschwellig mitschwingenden Haltung, daß Polen der Hinterhof des russischen Bären sei und die USA dort nichts zu suchen hätten, bestreitet Westerwelle indirekt die Souveränität von Polen und Tschechien, denn „die geplante Raketenstationierung in Polen oder Tschechien„, sei „keine bilaterale Angelegenheit von Prag und Warschau auf der einen und Washington auf der anderen Seite„, sondern „es geht um die Sicherheit ganz Europas. Deshalb müssen Entscheidungen, die in ihrer Tragweite den ganzen Kontinent betreffen, auch im europäischen Rahmen abgestimmt werden.“ Solche Töne kennt man in Polen und Tschechien zur Genüge. Aus der Zeit der sowjetischen Hegemonie über Osteuropa.

Nun beansprucht die EU und durch sie auch Deutschland und seine Politiker, das Recht sich in souveräne Entscheidungen dieser Länder einzumischen und Forderungen nach einem russischen Vetorecht lassen Polen und Tschechien keine andere Wahl, als sich noch enger an die USA zu binden. Gerade in Polen ist, historisch bedingt, die Furcht vor dem übermächtigen Nachbarn Russland, tief verankert und da weder die EU und schon gar nicht Deutschland, sich jetzt sonderlich für die Souveränität Polens stark machen, bestätigt sich in Warschau erneut die Erkenntnis, daß letzendlich nur die USA in der Lage sind, die Sicherheit und Souveränität Polens ausreichend zu gewährleisten und zu garantieren. 

Weiterlesen


34 Kommentare

KSK: In bester Nazi-Tradition

Das die Bundeswehr zum größten Teil in ungebrochener Tradition der verbrecherischen Wehrmacht steht, ist ja keine besondere Neuigkeit und deshalb ist diese Meldung bei SpOn auch nicht sonderlich überraschend. So loben der ehemalige Kommandeur der doitschen „Elitetruppe“ KSK, Günzel und der Gründer der GSG9, Wegener, in dem Buch „Geheime Krieger“, die „Division Brandenburg„, die im 2.Weltkrieg als Terror- und Sabotagetruppe eingesetzt wurde. „Die Kommandosoldaten wissen genau, wo ihre Wurzeln liegen„, schreibt Günzel in dem Buch. Die Einsätze der Brandenburger gälten „in der Truppe als geradezu legendär„.

Weiterlesen


9 Kommentare

Heroinmodellprojekt wird fortgesetzt, aber…

weder wird dieses vorbildliche Projekt auf weitere Städte ausgedehnt, noch wird das synthetisch hergestellte Heroin (Diamorphin) als Medikament zugelassen werden. Damit wird Diaphormin auch nicht in den Regelleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden können. Die dafür notwendige Änderung des Betäubungsmittelgesetzes (BTMG) lehnt die Union weiterhin energisch ab.

In den sieben teilnehmenden Städten können die etwa 300 Schwerstkranken aufatmen, denn die Union hat eingelenkt und stimmt wenigstens einer Fortsetzung des Heroinmodellprojekts in seiner jetzigen Form zu. Der Fraktionschef der Union, Volker Kauder, lenkte nach einem Gespräch mit Ole von Beust und Roland Koch ein und anscheinend hat es auch sanften Druck aus dem Kanzleramt gegeben. Volker Kauder erklärte: „Den Vorwurf, dass jemand stirbt, weil sein gewohntes Programm nicht fortgeführt wird, kann ich nicht verantworten.

Das Einlenken der Paläo-Konservativen innerhalb der Union bedeutet nicht etwa, daß die Union aus Einsicht oder durch Vernunft zu dieser Entscheidung gekommen wäre, sondern sie spürte, auch innerparteilich, deutlich den Gegenwind der Befürworter, unter ihnen die sieben Stadtoberhäupter der teilnehmenden Städte, einer Fortsetzung des Heroinmodellprojekts. Die Hardliner in der Union haben die Hoffnung, daß sie durch diesen Minimalkompromiss, der nur den Status Quo beibehält, die Forderungen nach einer Ausdehnung des Modellprojekts über Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Hannover, Karlsruhe, Köln und München hinaus und eine Änderung des BTMG zu verhindern.

Die Fortsetzung des Heroinmodellprojekts ist auf jeden Fall zu begrüßen, aber es ist einfach zu wenig, jetzt auf der Hälfte des Weges stehen zu bleiben, nur weil eine kleine Gruppe von hinterwäldlerischen Konservativen die Zeichen der Zeit einfach nicht erkennen will. Auch gegen die ideologischen Vorbehalte der konservativen Hardliner sollte Diamorphin als Medikament zugelassen werden und da es nicht nur in den sieben Städten Schwerstkranke gibt, denen nicht anders geholfen werden kann, als mit der medizinisch kontrollierten und überwachten Abgabe von Diamorphin, sollte das Heroinmodellprojekt auch auf andere Städte ausgeweitet werden.


14 Kommentare

Rauchertaxen sterben aus

Das gute alte Rauchertaxi soll gnadenlos ausgerottet werden und obwohl bereits viele Nichtrauchertaxis, je nach Region 40-60%, in Deutschland unterwegs sind, will die Bundesregierung in allen Taxen die Aschenbecher ausbauen lassen.

Dabei ist durch § 8 Abs. 5 BOKraft das Rauchen in Taxen bereits ausreichend geregelt, denn „das Rauchen ist gestattet, wenn die Fahrgäste zustimmen. In den als „Nichtraucher“ gekennzeichneten Fahrzeugen (§ 26 Abs. 2) ist das Rauchen ausnahmslos untersagt.“ Wer in Berlin als Fahrer einer Nichtrauchertaxe zum Glimmstengel greift, der muss schon heute mit einem Bußgeld in Höhe von 35 Euro rechnen.

Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung und SPD-Bundestagsabgeordnete, erklärte in einem Interview mit der taz, daß Nichtraucher möglicherweise ein verseuchtes Rauchertaxi ran winken und dann „Schadstoffen ausgesetzt“ sein könnten, denn „Schadstoffe aus Tabak“ würden sich „im Inneren des Fahrzeugs“ ablagern und „werden später an die Luft abgegeben.“ Da diese Stoffe „schon ab kleinsten Mengen gesundheitsschädlich sein“ könnten und man „beispielsweise von der Bahn“ wisse, „dass sich in Nichtraucherabteilen Rauch abgelagert hat und diese später mit Schadstoffen belastet waren, müsse man eben auch Rauchertaxis abschaffen. 

Das macht einmal mehr deutlich, wie schlecht die Bahn wohl ihre Züge reinigt und es zeigt, daß sich die Politik inzwischen um jeden Scheiß kümmert. Dieses Vorgehen wird mit dem Schutz der Bürger gerechtfertigt, aber die Menschen sollen nur vordergründig vor angeblichen Gefahren beschützt werden. In Wirklichkeit werden sie bevormundet, wenn nicht sogar entmündig.

Hatte man als Kunde bisher noch die Möglichkeit zu wählen, ob man Raucher oder Nichtraucher fährt, so fällt dieses Angebot durch staatlichen Zwang in Zukunft weg. Das Taxigewerbe ist ohnehin schon überreguliert und wird nun erneut zum Opfer des staatlichen Kontrollwahn.


6 Kommentare

Konservative lassen Heroin Dealer jubeln

Das Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger läuft zum 30.6.2007 mit den letzten Follow-Ups endgültig aus und obwohl das Projekt ein voller Erfolg war, wird es wahrscheinlich nicht fortgesetzt werden, weil sich CDU/CSU energisch gegen eine Weiterführung zur Wehr setzen. Das Projekt wurde durch eine ausgiebige medizinische Studie, unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Christian Haasen, Geschäftsführer des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg, begleitet. An dem Projekt sind die sieben Städte Bonn, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln und München, die Länder Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sowie das Bundesgesundheitsministerium beteiligt.

Weiterlesen


25 Kommentare

Ed Koch von Paper Press fordert Sippenhaft

Ich bin generell gegen Orden und ähnliche Ehrungen und wenn man mir das Bundesverdienstkreuz oder ähnlichen wertlosen Tand anbieten würde, dann wäre meine Antwort ein Zitat a la Götz von Berlichingen. Auch schon deshalb, weil das eine oder andere Arschloch so ein Stück Blech um den Hals gehängt bekommt und man dann in schlechte Gesellschaft gerät. Das will ich nicht.

Weiterlesen


114 Kommentare

Mal wieder offener Rassismus bei politicallyincorrect.de – Teil 1

Gestern berichtete ich über den Vorfall in Lichtenrade, bei dem ein Polizist außer Dienst von einer Jugendgruppe übel zusammengeschlagen wurde und ich hatte versprochen mich den Reaktionen innerhalb der Blogosphäre zu widmen, denn da kochen einige wieder ihr rassistisches Süppchen auf sehr hoher Flamme. Wenn sich da mal nicht ein paar sog. „Konservative“ die braunen Finger verbrennen. Dabei werde ich den größten Teil hier den politisch inkorrekten Vollidioten und ihren Kommentar-Sturmtruppen widmen. Ich habe tief in der braunen Scheiße wühlen müssen, aber ich habe weder meine geistige, noch meine körperliche Gesundheit geschont. Fangen wir Chronologisch an:

Weiterlesen


Ein Kommentar

Dutschke kommt! Vielleicht

Am Sonntag fand der von der CDU in Kreuzberg-Friedrichshain forcierte Bürgerentscheid zur Zurücknahme der Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße statt. Der Bürgerentscheid hat insgesant 200.000 € gekostet. Den WählerInnen in Kreuzberg-Friedrichshain wurde folgende Frage vorgelegt:

„Das Bezirksamt wird aufgefordert, die Umbenennung eines Teils der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße zurück zu nehmen.“

Von den 184.827 Abstimmungsberechtigten gaben nur 30.695 oder 16,6 % ihre Stimme ab. 13.142 oder 42,9 % stimmten mit Ja und 17.478 oder 57,1 % stimmten mit Nein ab. Der Versuch der CDU die Umbenennung zu verhindern ist gescheitert. Das erforderliche Beteiligungsquorum lag bei 15 %. Damit sind auch die bahamitischen Insulaner mit ihrem Anliegen gescheitert, die Rudi-Dutschke-Straße zu verhindern. Mir persönlich ist das eher egal, denn wenn es z.b. eine Kaiser-Wilhelm-Str. in Berlin gibt, eine Bismarkstraße oder eine Karl-Marx-Straße, dann kann es auch ruhig eine Straße nach Rudi Dutschke benannt werden. Schließlich gibt es auch eine Axel-Springer-Straße, die ironischerweise an die Rudi-Dutschke-Straße grenzen würde. Es handelt sich bei der ganzen Auseinandersetzung um eine politische Spiegelfechterei im Vorfeld des 40. Jahrestages der 68er Bewegung. Beide Seiten haben sich hoffnungslos verrannt und beharren aus rein ideologischen Gründen auf ihrer Position. Geschenkt.

Manfred Dutschke, der Bruder von Rudi Dutschke, CDU-Stadtverordneter im brandenburgischen Luckenwalde, hat sich positiv zu dem Ausgang des Bürgerentscheids geäussert. Ob die Kochstraße im Sommer wirklich umbenannt wir, ist vollkommen unklar, denn einige Firmen, die ihren Sitz an der Kochstraße haben, wollen gegen die Umbenennung vor dem Verwaltungsgericht Berlin klagen. Zu den 27 Klägern gehören u.a. die Axel-Springer AG, die Wohnungsbaugesellschaft GSW, die Bundesingenieurkammer, Madra Immobilien und andere Gewerbetreibende. Die GSW hat angekündigt den gesamten Klageweg zu beschreiten, weil sie angeblich Kosten in Millionenhöhe fürchtet. Das ganze Briefpapier….Ähm…müsste geändert werden und die vielen Visitenkarten. Naja…ein etwas merkwürdiges Argument und da frage ich mich, ob die GSW einen Riesenvorrat an altem Briefpapier besitzt.

Am Rande bemerkt: Die Wahlbenachrichtigungen wurden von der PIN AG, einem privaten Postzustelldienst, zugestellt und dieser kassierte dafür 60.000 €. Die PIN AG gehört u.a. der Axel Springer AG. Ein Schelm wer Böses dabei denkt….


16 Kommentare

Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

Der Neuköllner Blogger Marcel Bartels sorgt erneut für einen Skandal und ruft öffentlich zur Denunziation einer Bloggerin auf. Dazu erklärt er seine ausdrückliche Solidarität mit dem berüchtigten Verschwörungstheoretiker und Antisemiten Jürgen Cain Külbel, der auch als Cain the Brain und Karate Kid traurige Berühmtheit erlangte.

Marcel Bartels ist der Phantasie anheim gefallen, daß „Blogger rund um Hurra-Israel-Schmalspurdenker wie Lizas Welt“ versucht hätten Jürgen Cain Külbel „zu diskreditieren.“ Marcel Bartels weiß zwar nicht warum, aber als jemand der sich selbst ständig als Opfer von Kampagnen und Verfolgungen fühlt, hat er eine Vermutung:

Grund dafür sind vermutlich die kritischen Fragen, die Jürgen Cain Külbel in Zusammenhang mit der oberflächlichen Untersuchung des Mordes an Rafik Hariri durch den deutschen Super-Staatsanwalt Detlev Mehlis aufgeworfen hat. Eigentlich bin ich ja dagegen, Hetzblogs irgendwelche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, aber nachdem Lizas Welt nun noch einmal nachgetreten hat, gibt es nun einen Konter.

Die Untersuchung von Detlev Mehlis war alles andere als oberflächlich und wenn man sich das berüchtigte „ParteibuchWiki“ von Marcel Bartels ansieht, dann fallen einem bei dem Eintrag über Detlev Mehlis sofort ein paar Merkwürdigkeiten auf. Der Eintrag dort ähnelt stark dem Wikipediaeintrag zu Detlev Mehlis und die von Bartels angegebenen Weblinks strotzen nur so vor Einseitigkeit und da wundert es auch nicht, wenn man dort vier Verlinkungen zum Kampfblatt der Salon-Marxisten, junge welt, findet. Dazu zwei Verweise auf Wikipedia und einen zu voltairenet, einer rinks-lechts Plattform, die sich antiwestlichen Verschwörungstheorien hingibt. Dazu befindet sich noch ein Link zu der Seite von Jürgen Cain Külbel. Damit kann man getrost davon ausgehen, daß Marcel Bartels mit den Verschwörungstheorien eines Jürgen Cain Külbel sympathisiert.

Weiterlesen


2 Kommentare

Bart weg – Arbeit da

Der als Problembär weltweit bekannt gewordene SPD-Vorsitzende und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, hat den 4 Millionen Arbeitslosen in Deutschland endlich verraten wie sie wieder ohne große Anstrengungen einen Arbeitsplatz finden können: waschen und rasieren!

1214-bussibeck-sucht-einen-_01.gif

Fotoquelle: Titanic

Der Weihnachtsmann sollte daher alle Arbeitslosen mit Rasierern und Seife beschenken, denn dann lösen sich alle arbeitsmarktpolitischen Probleme in Deutschand innerhalb von drei Wochen. Warum ist der Problembär nicht früher auf diese geniale Idee gekommen? Dann hätte sich die Politik Hartz I bis IV sparen können. Der Problembär beweist einmal mehr, daß Politik so einfach sein kann und nicht unbedingt nach komplizierten Lösungen suchen muss, denn es geht doch auch anders: Die Jobcenter werden zu Friseur- und Badecentern umgebaut.

Allerdings frage ich mich: wie konnte Kurt Beck mit seinem Bart denn Ministerpräsident werden? Kurt Beck ist ja etwas „füllig“ und dürfte daher, besonders im Sommer, stark unter vermehrter Transpiration leiden. Kurt Beck sollte daher mal ordentlich abspecken und reichlich Seife benutzen, dann klappt es auch mit der Kanzlerschaft und das innerhalb von nur drei Wochen.


Ein Kommentar

Ergebnisse der Berliner Wahl – BVV Neukölln

In Berlin wurde gestern gewählt und kaum jemand ging zur Urne. Die Wahlbeteiligung lag mit 58% extrem niedrig. Marzahn-Hellersdorf bildet dabei mit 49,3% das Schlusslicht und am größten war sie in Steglitz-Zehlendorf mit 68,8%. In meinem Stimmbezirk gaben von 1351 nur 454 Berechtigte ihre Stimme ab. Von den 454 waren 12 ungültig. Das ist eine Wahlbeteiligung von 33,6 Prozent. Soviel zur demokratischen Legimitation der Regierenden.

Die Wahl zu der Bezirkverordnetenversammlung (BVV) Neukölln brachte einige Überraschungen. Gleich sieben Parteien, SPD, CDU, GRÜNE, PDS.Die Linke, FDP, Graue und NPD schafften den Einzug in die nächste BVV.. Es galt bei der Wahl zu den BVVs eine 3% Sperrklausel.
In Neukölln hat der „Dialog der Neuköllner Bürger (Dialog)“ den Einzug in die BVV nicht geschafft. Yusuf Bayrak erreichte mit seiner Liste nur 1148 Stimmen (1,1%). Das vorläufige amtliche Endergebnis lautet:

SPD 37.185 (34,6%)

CDU 31.456 (29,2%)

Die Linke. 5.882 (5,5%)

GRÜNE 11.434 (10,6%)

FDP 7.011 (6,5%)

GRAUE 6.011 (5,6%)

NPD 4.190 (3,9%)

Eltern 1.316 (1,2%)

Die PARTEI 910 (0,8%)

Offensive D 239 (0,2%)

Dialog 1.148 (1,1%)

WSN 841 (0,8%)

Mit 3,9% haben leider auch die Nazis (NPD) den Einzug in die BVV Neukölln geschaft. Der arbeitslose Maurer Thomas Vierk und der Zweiradmechaniker Jan Sturm ziehen für die Neo-Faschisten in die BVV Neukölln ein. Besonders stark waren die Nazis im Süden von Neukölln. In den Stadtteilen Rudow und besonders in Buckow konnte die NPD überdurchschnittlich viele Stimmen gewinnen. In den Stimmbezirken 523 (9,0%), 601 (9,3%), 602 (8,0%) und 624 (7,2%) liegt sie deutlich über dem Bezirksdurchschnitt (3,9%).

Von den 55 Sitzen entfallen 21 auf die SPD, 17 auf die CDU, 6 auf die Grünen, je 3 auf die FDP, die Linke und auf die Grauen und zwei auf die NPD. Die SPD stellt damit 3, die CDU 2 und die Grünen einen Bezirksstadtrat. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Heinz Buschkowsky (SPD) wieder Bezirksbürgermeister. Doch Rot-Grün fehlt eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Ob sich die Linke für eine Zählgemeinschaft zusammen mit der SPD und den Grünen begeistern kann, bleibt abzuwarten. Die grosse Überraschung bei dieser Wahl sind die Grauen. Landesweit erreichte sie immerhin 3,8%. Sicherlich profitierten die Grauen auch von der geringen Wahlbeteiligung und von zahlreichen Protestwählern.


9 Kommentare

Endlich wird durchgegriffen: Hitler und der päpstliche Nuntius abgeführt

Auch wenn das Durchgreifen 70 Jahre zu spät kommt: besser spät als nie…

Am Mittwoch zog der Aktionskünstler Wolfram P. Kastner zusammen mit dem Lektor Georg Ledig durch München. Kastner war als päpstlicher Nuntius und Ledig als Hitler verkleidet. Eigentlich sollte die Aktion geheim bleiben, doch ein Münchener Radioreporter plauderte die Aktion einen Tag vorher aus. So war die Polizei in höchster Alarmbereitschaft und wartete gespannt auf die Ankunft des Führers in der Hauptstadt der Bewegung.

Schon kurz vor der Ankunft des Führers nahm die Polizei, angeführt von den Beamten des Kommissariat 142, einen Mann fest, der Flugblätter von Wolfram P. Kastner verteilte. In dem Flugblatt wird die Trennung von Staat und Kirche, sowie die Kündigung des Reichskonkordats von 1933 gefordert. Dieses Konkordat ist bis heute gültig und sichert der Kirche zahlreiche Privilegien.

Angesichts des bevorstehenden „Staatsbesuchs“ von Joseph Ratzinger in Bayern ist die Ordnungsmacht besonders „sensibel“ und griff entschieden durch. Die SZ berichtet weiter:

Staatsschutzbeamte in Zivil nahmen sich dann Kastner selbst vor. Zwar ist der gegen jedwede Bevormundung resistent, angesichts der bulligen Beamten, die ihn einkreisten, versuchte sich der Künstler lieber aufs Rausreden. Erstens veranstalte er lediglich eine Kunstaktion, zweitens verteile er keine Flugblätter und drittens stelle er gar keinen Papst dar, sondern einen päpstlichen Nuntius. Somit könne er den Papst gar nicht beleidigen, gab der jetzt fast fröhliche Kastner in seinem weißen Kirchenkostüm zu Protokoll.

So konnte die Polizei nicht viel machen, was sie jedoch nicht daran hinderte die beiden Künstler bei ihrer Aktion weiterhin massiv „zu begleiten“:

Zivilbeamte nahmen jede Äußerung auf, um Beweise für ein beleidigendes Verhalten Kastners zusammen zu bekommen.

Kennt man ein solches Verhalten staatlicher Organe nicht eher aus der Zeit der DDR? Aber es kommt noch besser. Denn die Polizei hatte nur ein Ziel: die Störer loszuwerden. An die Wand stellen schied schon alleine deswegen aus, weil es zu viele Zeugen gab und es natürlich vollkommen aussergesetzlich wäre. Aber auch in Bayern ist die Polizei im Besitz von Phantasie und dann wird sich eben mal schnell etwas zusammengebastelt:

Der rettende Einfall aus polizeilicher Sicht kam dann Kommissariatsleiter Werner Maier. Am Marienhof leitete er Kastner und Ledig plötzlich in Richtung Polizeipräsidium um. Eine richtige Festnahme traute sich Maier zwar nicht, doch handle es sich hier um eine nicht angemeldete Versammlung. Der Einwand des Duos, man sei doch nur zu zweit, und an einer Versammlung müssten mindestens drei Leute teilnehmen, ließ Maier nicht gelten. Im Präsidium war der Spaß endgültig vorbei: Kastner und Ledig mussten die Kostüme abgeben. „Gefahrenabwehr“, hieß es bei der Polizei.

Damit war der Besuch des Führer in der Hauptstadt der Bewegung beendet. Das die Polizei München eine ganz neue Rechtslage geschaffen und hat und jetzt auch Ansammlungen von zwei Menschen als anmeldungspflichtige Versammlung definiert, ist ein Durchbruch im Demonstrationsrecht. Jetzt können auch zwei Menschen eine Demo anmelden und durchführen. Da soll mal einer sagen, daß Bayern nicht führend in Sachen Bürgerrechte wäre.


27 Kommentare

Delmenhorst: Sammelpunkt der Zombies

Delmenhorst war bisher vor allem als Sitz der Volksverhetzer grundgesetztreuen Schachgruppe vom Muslim-Markt bekannt. Doch nun gerät Delmenhorst mal richtig in die Schlagzeilen, weil sich dort der staatlich geprüfte Neo-Nazi Jürgen Rieger niederlassen will und ein Schulungszentrum für doitsche Männer und Mädels errichten will. Dazu will er ein leerstehendes Hotel kaufen. Doch die Stadt machte dem Besitzer des Hotels einen Strich durch die Rechnung und verschafften sich durch einen kleinen Trick das Vorkaufsrecht für das Hotel. Nun will der Besitzer das Hotel, mit samt seinen Schulden, den doitschen Aktivisten schenken. Das dürfte ja allgemein bekannt sein.

Gestern habe ich in einer dieser Qualitätsnachrichtensendungen der ARD etwas über dieses Thema gesehen und dort wurde gezeigt, daß die doitschen Zombies auf einer Website, im prächtigen Wikistyle, die Namen jener UnterzeicherInnen veröffentlichten, die sich gegen den Erwerb des Hotels durch die untoten Doitschen ausgesprochen hatten. Es gab da wohl eine Unterschriftenaktion und mind. 3251 Menschen haben unterschrieben. Diese Namen gelangten nun in die Hände der doitschen Zombies. Ich habe natürlich sofort diverse Suchmaschinen angeworfen und nach dem Begriff Volksverhetzer von Delmenhorst gesucht. Was fand ich an zweiter Stelle? ME! Ok, es ging jetzt nicht um die doitschen Untoten, sondern um die staatlich geprüften Demokraten vom Muslim-Markt ( Ich habe immer noch nicht herausgefunden, wieviel ich für einen Muslim hinlegen muss.) Da es schon recht spät war, stellte ich die Suche erfolglos ein. Heute fand ich dann massiv folgende Suchbegriffe, mit denen UserInnen meinen bescheidenen Blog fanden:

delmenhorst und seine Volksverhetzer, delmenhorst volksverhetzer, volksverhetzer delmenhorst

Das motivierte mich noch einmal die Suche nach den doitschen Zombies von Delmenhorst wiederaufzunehmen. Ich aktivierte meinen alten sowjetischen Spinatsatelliten und wurde natürlich fündig. Die Liste der Namen der Anti-Zombie-Aktivisten findet sich auf einer .net Domaine (Greetings to the Lone Callboy), die von einem litauischen Server gehostet wird und sich damit ausserhalb der Reichweite der deutschen Zombiejäger befindet. Sinnigerweise findet sich auf der Seite auch eine Wiedergabe der Protokolle der Weisen von Zion. Dieses Meisterwerk der Zombieliteratur wird also von den Vollidioten der Naziszene immer noch für voll genommen. Das spricht eigentlich für sich und in solchen Fällen rät das Telegehirn dazu, die Spülung im Gehirn zu betätigen, damit die braune Scheisse runtergespült wird.

Liebe Zombiefreunde, kommen wir wieder zu dieser Liste. Die Liste heisst „Delmenhorst und seine Volksverräter“ und es findet sich eine kleine Einleitung, anscheinend vom Oberaffen der Vollpfosten Zombies verfasst:

Das ist schon ne geile Nummer, die da gerade in Delmenhorst abgeht. Ein angeblicher Nazi-Anwalt will ein Hotel kaufen, um seine Kampfgenossen besser gegen die Justiz- und Besatzungswillkühr aufklären zu können.

Aber, aber lieber Prinz Inkontinent, der Du diesen Text verfasst hast, welche Besatzer meinst Du denn? Betätige doch endlich Deine Gehirnspülung! Was hier als Aufklärung bezeichnet wird, daß ist doch wohl eher die Verfüllung von Köpfen mit Scheisse.

Der Protest einiger Volksverräter folgte auf dem Fuße. Mit einer Unterschriftenaktion wollen die Vaterlandsverräter dafür kämpfen, das der besagte Anwalt dieses Gebäude nicht in die Pfoten bekommt.

Volksverräter? *Prust! Wenn es so etwas wie Volksverräter gibt, dann sind es die alten und neuen Nazis und jene die in der SS waren und diese anbeten, wie der doitsche Zombie die Scheisse in seiner hohlen Birne.

Anstatt mal gegen Hartz IV zu demonstrieren und seine Kräfte gegen die jetzt Herrschenden einzusetzen, verschwenden diese Typen ihre Energie für sinnlose Aktionen

Damit die jetzt Herrschenden durch solche Arschlöcher wie von der NPD ersetzt werden und diese dann die rudimentären Freiheiten, die hier bestehen aus meinen Händen reissen? Hey Nazi asshole! Read my Lips: Only from my dead cold Hands!

Wer bis hierher durchgehalten hat, wird mit dem direkten Link zur der Liste der Widerstandskämpfer belohnt.

Gerade in dem Moment, als ich diesen Artikel abschicken wollte, war die Seite nicht mehr erreichbar. Die Gründe sind unbekannt. Ob die Seite gesperrt wurde oder ob das Trafficlimit der Zombies erreicht wurde ist unklar. Aber ich habe die Liste der Helden von Delmenhorst als .PDF. Sollte sich jemand davon gestört oder in seinen Rechten verletzt fühlen, so bitte ich mir eine Mail zu schicken. Hier, aus Gründen der Dokumentation die Liste als .pdf und kostenlos.

Update: Mittlerweile ist die Seite wieder online, aber nur sehr eingeschränkt. Dort findet sich eine Art Erklärung des Webmasters:

In Kürze erfolgt auf unserer Weltnetzseite eine Stellungnahme über die aktuellen Ereignisse unserer Netzpräsenz.

Wir werden dazu Presseberichte aus der Propagandapresse kommentieren und aufzeigen, wie hier ein pseudodemokratischer Staat mit dem Namen Bundesrepublik Deutschland ganz offen gegen Menschenrechte verstösst und die Europäische Menschenrechtskonvention missachtet. Meinungsfreiheit gibt es seit gestern in dem Besatzungskonstrukt BRD nicht mehr.

Was soll man zu solcher Blödheit sagen? Hör mal zu Du faschistische Pappnase: es gibt kein Menschenrecht auf gelebte Dummheit. Das der Depp, der hinter dieser Seite steckt, ein vollkommender Vollidiot und Hetzer ist, kann man auch daran erkennen, daß er behauptet, daß Nazi National Zionist bedeutet.

Die Liste der Widerstandskämpfer in Delmenhorst, die von den Faschisten als Verräter beschimpft werden:

Das PDF Dokument der Liste wurde auf Wunsch von Anton [1] entfernt.


15 Kommentare

Kurt Beck – Das ist der Jäger aus Kurpfalz, er schiesst Dir Blei in den Hals

Ob Yok jetzt eine neue Fassung bringen wird?

titanic-cover-2006-07.jpg

Die Titanic, jene seriöse Zeitung, die uns die WM nach Deutschland brachte, hätte lieber wieder ein Fax geschickt, diesmal an den Schiedsrichter des gestrigen Halbfinals gegen Italien, anstatt sich mit dem Problem-Kurt von der SPD anzulegen. Erstens hätte es wohl mehr Spass gemacht und zweitens wäre der Problembär jetzt nicht zur Wildsau geworden. Wildsau wird Herr Beck liebevoll von Teilen der Bevölkerung in Rheinland-Pfalz genannt und so benimmt er sich auch. Er hat gegen die Satirezeitschrift Titanic eine einstweilige Verfügung erwirkt. Natürlich beim fliegenden Medienlandgericht in Hamburg. Ob es sich um einen akuten Fall von Buskeismus handelt, wird uns sicherlich Rolf Schälike berichten können.

0607-problembaer-pkverboten.jpg
Die Reaktionen der Blogoshäre sind verheerend und auch die Titanic hat verkündet, daß sie Beck zu einem Maskottchen aufbauen will. Ähnlich wie Helmut Kohl, als er noch Kanzler war. Dieser war etwa 80 mal auf dem Cover und hat nie geklagt. Bei Beck scheinen die Nerven blank zu liegen und er hat sich mit seiner Klage wirklich keinen Gefallen getan.

Waldorf von Statler and Waldorf fragt sich, ob dem Kurti das Titelbild nicht groß genug ist und will wieder ein Abo der Titanic bestellen. Kungfutius findet Beck sei „verbissener, als alle iranischen Mullahs zusammen.“ Jihad Watch vermutet auch hinter allem die Mullahs und unkreativ.net vermutet eine Verschwörung. Fakty aus Polen klärt die polnischen Leser über die Humorfähigkeit der deutschen Politik auf. Hartz4all meint der Problembär würde zurückschießen und damit beweisen, daß die SPD auch noch den Humor verloren hat. Winni von Zankapfel freut sich auf das nächste Heft und fordert versteckt zum Kauf der Satirezeitschrift auf. Medienrauschen fragt sich, ob die Titanic nicht zu weit gegangen sei und meint angesichts der Forderung der SPD eine Geldstrafe gegen die Titanic zu verhängen, weil eine „Massivität der Persönlichkeitsverletzung“ vorliege: „Klar, Beck hat ja auch Masse.“

Andreas Skowronek von 37sechsBlog meint: Kurt Beck ist halt nicht Tucholsky und wundert sich das Beck geklagt hat und der Wintergarten macht den Bildungsverfall und die „Unfähigkeit unserer Justiz, metaphorische Rede als solche zu erkennen“ dafür verantwortlich, daß der Problembär KB 1 mit seiner einstweiligen Verfügung erfolgreich war. Der Wintergarten sieht den „Karikaturenvirus des Islamismus“ am Werk und prophezeit die „Errichtung riesiger humorfreier Areale, ja ganzer witzloser Erdteile.“ Alles über Berlin hingegen fordert „Titanen, blutet.“ Rauthorim dagegen sieht den ganzen Fall als ein Paradebeispiel für unglückliches und fehlerhaftes Issue-Management seitens der Berater von Kurt Beck. Begleitschreiben verirrt sich im gutmenschlichen Dickicht und versteigt sich zu einem fragwürdigen Vergleich:

Man stelle sich ein Titelbild auf der Bild-Zeitung mit einem Farbigen vor: Knallt ihn ab. Das würde von denen, die so heftig für die Meinungsfreiheit eintreten und fast kollektiv Herrn Beck Humorlosigkeit bescheinigen, bestimmt als Affront aufgefasst und zu Recht auf das heftigste bekämpft werden.

Schlimm genug, daß Begleitschreiben hier mit dem Wort „Farbigen“ die Terminologie der Rassisten verwendet. Aber egal, denn wer nicht zwischen BILD und Titanic differenzieren kann und eine solch typisch deutsche Humorlosigkeit beweist, dem ist nicht mehr zu helfen. Man merkt, die WM ist für Deutschland vorbei und nun widmen sich die Kleinbürger wieder den wirklich wichtigen Dingen. Herr Beck hat schon mal ordentlich vorgelegt.

Diesen Fall könnte man durchaus mit den Mohammed-Karikaturen vergleichen und die Politik versucht, Hand in Hand mit der Justiz, die freie Presse zu knebeln. Das ruft ja regelrecht nach einer Wiederbelebung meiner Kampagne „Du bist die Meinungsfreiheit!“

titanic-and-language-6630.png


14 Kommentare

Es war einmal…im rechts-konservativen Wolkenkuckkucksheim – Teil I

Es war einmal…

Wir schreiben Mitte Mai 2006. In einem virtuellen Hinterzimmer der Blogosphäre treffen sich zahlreiche Macher diverser Blogs. Ein dringendes Problem ist zu lösen. Getrieben von Dhimmitum, unterwürfiger Toleranz und heimlicher Bewunderung gegenüber den „Musels“, Kinderschändern, Homosexuellen, Familienzerstörern, Hippies, linken Chaoten, Abtreibern, Atheisten, Jüngern des Kalifats in Europa und sonstigen, die bunte Peter-Pan-Welt der Konservativen zerstörenden Gestalten, beraten die Herren nur einen Punkt: Wie kann der ach so politisch unkorrekte Blog PI fertig gemacht werden?

Er ist zu mächtig und bedeutend geworden. PI stellt das letzte Bollwerk gegen den Islam und die kriminellen Ausländer, die die anständigen heterosexuellen Deutschen zu einer unterdrückten Minderheit im eigenen Land und zu, von Homosexualität, degenerierten Dhimmis machen wollen, dar. Die lukrativen Posten im zukünftigen Kalifat Eurabien sind gefährdet. Die Blogger sind verunsichert. Nervös rutschen sie auf den Stühlen herum. Unsere Agentenführer in der F.D.P. drohen von dem Enthüllungsblog entarnt zu werden. Sie sind dabei unsere Pläne zur Errichtung Eurabiens aufzudecken.

Dann kommt einem die erlösende Idee: Wir starten eine Verleumdungskampagne.

Greifen wir also tief in die Trickkiste der Gutmenschen: Stellen wir PI, deren Freunde und Gesinnungsgenossen in die rechte Ecke. Die Rassismus/Faschismus-Keule wird schon vortrefflich wirken. Also werden unsere Dhimmi-IMs aktiviert. Die Divisionen der Gutmenschen werden in Stellung gebracht und ein Schlachtplan entworfen.

Volker Beck wird klandestin kontaktiert und mit einer wichtigen Geheimmission im Ausland betraut.
Gespannt warten die Drahtzieher der Dhimmi-Blogs auf den Start der Aktion. jo@chim von den liberalen Märtyrerbrigaden startet am 21.5.06 um 23:51 Uhr die Operation. Er greift den konservativen Enthüllungsblog von Kewil, einem treuen Verbündeten von PI, an. Dieser hat aufgedeckt, daß es seit 1990 nur 89 und nicht 133 Opfer neo-nazistischer Gewalt in Deutschland gegeben hat. Die angebliche Bedrohung durch Neo-Nazis ist nur durch

„die permanente rotgrüne Aufbauschung von Statistiken gewährleistet, bzw die falsche Einordnung in Statistiken“…

und den Grund weiß Kewil auch:

„…nur um sich öffentliche Gelder zu verschaffen.“

jo@chim setzt im Kommentarbereich von Kewil zur virtuellen Blutgrätsche gegen den aufrechten Kreuzfahrer und Verteidiger des christlichen Abendlandes an:

“ „Rotzfrech“ und „eine ziemliche Unverschämtheit“ (gegenüber den Opfern) ist hier nur der Versuch, offensichtliche Tatsachen auf niedrigstem argumentatorischen Niveau wegschwätzen zu wollen: Es gibt No Go Areas in Ostdeutschland, die nur aufgrund des Wegsehens der Autochthonen (und oft mit deren offener Unterstützung) existieren können. Das weisst Du so gut wie ich, werter Kewil. Und wenn Knallköppe hier Bullshit a la „und von der linkspartei gehört jedem die hucke v ollgehauen auch wenn er kein türke ist ! “ ablassen, dann wirds so richtig widerwärtig. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen Freunden! Die tun hier ihr Bestes dafür, Rechte als „gewalttätige dumpfe Vollidioten“ darzustellen. Aber das ist ja nicht mein Problem.
Allerdings sehe ich keine Veranlassung auf derlei Mist auch noch einen Link zu setzen.
*gulp*“

Doch Kewil ahnt wohl schon, daß er im Fadenkreuz der Dhimmis ist und so pariert er gekonnt die Attacke:

„Joachim,
wenn Du nicht lesen kannst, kann ich Dir nicht helfen. Ich verbitte mir das „niedrigste Niveau“. Entweder Du hast was Substantielles, was gegen die obigen Tatsachen spricht oder lass es.

Ich bin auch nicht für die Kommentare zuständig. Ich habe schon manchen gelöscht, wenn ich ihn finde. Ich finde aber nicht jeden, den ich hab was anderes auch zu tun, Ich muss ab und zu Geld verdienen. Und kann nicht den ganzen tag im Internet rumgucken! Und die Kommentare abstellen, will ich nicht. Schick mir eine Mail, wenn Du etwas findest, anstatt hier falsche Anklagen loszuwerden!
Kewil

Und Joachim,
Was die No-go Areas angeht, wende dich an mariam Lau von der WELT. Sonst zitierst Du sie gerne, schreibt sie mal was anderes, hackst Du auf mir rum. Was soll das eigentlich!

Siehst Du nicht den ganzen linken Double-Speak?“

Jo-oo-achim, Jo-oo-achim: Siehst Du nicht? Siehst Du nicht? Siehst Du nicht den ganzen linken Double Speak?

Wir drohen aufzufliegen. Dhimmi-IM Joachim, Kampfname Abu-Ben Al Liber-ella droht entarnt zu werden. Vorsorglich hat IM Joachim Kewil 14 Minuten nach seinem Angriff von seiner Blogroll geschmissen. ChristianHannover von dankeschoen ist der nächste der losschlägt. Doch die aufrechten Recken von PI und Co. lassen sich nicht von unseren versteckten Drohungen beeindrucken. Sie enthüllen, den wahren Namen der Gruppe unserer Agentenführer von der FDP: Feige Dhimmi Partei.

Wieder kommt es zu einem geheimen Treffen: PI hat sich nicht beeindrucken lassen. Da müssen wir zu härteren Methoden greifen. Einstimmig wird beschlossen: PI soll bei allen Dhimmi-Blogs von der Blogroll fliegen. Unsere Position ist stark genug um PI in einem heldenhaften Kampf niederzuringen und den Triumph des Kalifats Eurabien zu sichern.

S&W, Greg und Telegehirn setzen zum Dolchstoß von hinten an und schmeissen PI in einer abgestimmten Aktion von ihrer Blogroll. Telegehirn ist dabei besonders perfide: er ordnet PI unter rechte Nerds ein. Was dem Chefredakteur der Super-Heldentruppe im Kampf für die rechte Ordnung gar nicht recht ist. Als Begründung für die Terminierung von der Blogroll wird der Propagandaauftritt des Gutmenschen-Genossen Volker Beck herangezogen. Die ehrenhafte Stellungnahme von PI und deren Fragen zur Mission von Beck in Moskau bringen nicht nur das Sauerkrautfaß zum Überlaufen:

* Volker Beck heult, dass ihn die Sicherheitskräfte nicht ausreichend geschützt hätten. Uns stellt sich eine ganz andere Frage: Warum geht ein deutscher Bundestagsabgeordneter auf eine NICHT genehmigte Schwulen-CSD in Moskau?

*Ist es das, was das einstige Land der Dichter und Denker in die Welt exportieren soll?

Dazu kommt noch, daß die sachliche Darstellung von PI zum Amoklauf in Berlin dazu genutzt wird, um PI in die rechte Ecke zu stellen. Doch PI hat längst bemerkt, daß sie Opfer einer Kampagne der Dhimmifreunde geworden sind. So aktivieren sie ihre Troll-Brigade und die Kommentarbereiche der Dhimmi-Blogs werden ausführlich besucht. Damit haben wir gerechnet und beginnen mit der Operation Camouflage. Getarnt als Mitglieder der Troll-Brigade zur Verteidigung des Abendlands posten wir Kommentare um die Stimmung anzuheizen und PI und seinen wackeren Volksgenossen Mitstreitern rechte Tendenzen und homophobie zu unterstellen.

So in etwa scheint die Sicht der Dinge bei PI zu sein. Sie seien das Opfer einer Schmutzkampagne und Racheaktion:

„Neben den vielen namentlich an dieser Stelle nicht genannten PI-Lesern, die sich als Minderheit in den Kommentarbereichen der „Liberalen“ äußern und sich tapfer mit deren unfairen Attacken und Unterstellungen herumschlagen…“

„…Dass diese Gründe der „liberalen“ Blogger nur vorgeschoben sind, ist nur allzu offensichtlich: in Wahrheit erleben wir eine konzertierte Abstrafaktion von FDP-Parteisoldaten für vorangegangene Kritik an dieser Partei.“

Wieder einmal hat PI rechtzeitig eine Verschwörung gegen das christliche Abendland aufgedeckt und somit die freie Welt und das heilige deutsche Vaterland gerettet. Die Dhimmis sind entlarvt: Eurabien ist erstmal verhindert worden. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Wir kommen wieder – keine Frage.

Wo Massenhysterie stattfindet sollte allerdings ausser Frage stehen.

Im zweiten Teil dann eine märchenfreie Version der Geschichte.