Telegehirn

Was ist das für 1 Blog?


40 Kommentare

Am Marterpfahl des Telegehirn

Im zweiten Teil wende ich mich den Bloggern zu, die sich für ihre Dienste bezahlen ließen. Mir ist natürlich klar, daß die Werbung als Werbung gekennzeichnet wurde und es wohl keinerlei Schleichwerbung gibt, aber darum geht es mir auch gar nicht, denn meiner Meinung nach hat Werbung eigentlich nichts in einem Blog zu suchen. Jedenfalls keine kommerzielle Werbung, aber jeder hält es da anders und im Moment sieht es wohl so aus als ob sich ein Teil der Blogosphäre leichtfertig dem Sirenengesang hingeben würde. Ich bin grundsätzlich gegen das Verfassen von Artikeln zu reinen Werbezwecken, so wie es im Fall von netaufkleber.com der Fall ist. Nicht nur wegen der schlechten Entlohnung, sondern auch, weil die teilnehmenden Blogger per se an Glaubwürdigkeit verlieren.

Weiterlesen


6 Kommentare

Don Alphonso – King of the Hill?

Manche Diskussionen innerhalb der Blogosphäre laufen einfach an einem vorbei und man verpasst so einiges. Das mag auch daran liegen, daß ich bestimmte Blogs einfach nicht mehr lese, weil es keinen Sinn macht sich über jeden gelassenen Furz irgendwelcher Loonies Gedanken zu machen. Besonders dann, wenn für bestimmte Personen das Bloggen eine Art von Ersatztherapie darstellt oder sie nur deshalb einen Blog betreiben, um Aufmerksamkeit zu erlangen und damit das geringe Selbstbewusstsein zu stärken. Letztere bezeichne ich gerne als Trafficnutten (Hoffentlich bringe ich jetzt nicht Hydra gegen mich auf. Ein paar liberale Schwule sind ja neuerdings schlecht auf mich zu sprechen, weil sie mich für einen homophoben Libertären halten und meinen harten Angriff auf einen rechts-rechts-konservativen Hassblogger verurteilen. Jedenfalls die Art und Weise der gerittenen Attacke. Es sei ihnen gegönnt und wenn sie die Eier dazu haben, dann werden sie auch die Verantwortung für ihr Geschreibsel übernehmen.), die alles dafür tun, um im fragwürdigen Zwielicht einer virtuellen Scheinöffentlichkeit zu stehen. So ein Fall ist der grenzdebile Neuköllner Marcel Bartels, von dem hier aber nicht die Rede sein soll, obwohl sein neuester Coup („Ich höre auf zu Bloggen, weil es hier Zensur wie in China gibt und mache unter .com/.org den selben hirnlosen Schwachsinn weiter.) einmal wieder deutlich macht, daß ein sehr großer Teil der deutschen Blogger einen an der Waffel hat und unter Verfolgungswahn leidet. So. Jetzt habe ich mich genug aufgewärmt und wende mich dem eigentlichen Thema zu:

Weiterlesen


25 Kommentare

Ed Koch von Paper Press fordert Sippenhaft

Ich bin generell gegen Orden und ähnliche Ehrungen und wenn man mir das Bundesverdienstkreuz oder ähnlichen wertlosen Tand anbieten würde, dann wäre meine Antwort ein Zitat a la Götz von Berlichingen. Auch schon deshalb, weil das eine oder andere Arschloch so ein Stück Blech um den Hals gehängt bekommt und man dann in schlechte Gesellschaft gerät. Das will ich nicht.

Weiterlesen


114 Kommentare

Mal wieder offener Rassismus bei politicallyincorrect.de – Teil 1

Gestern berichtete ich über den Vorfall in Lichtenrade, bei dem ein Polizist außer Dienst von einer Jugendgruppe übel zusammengeschlagen wurde und ich hatte versprochen mich den Reaktionen innerhalb der Blogosphäre zu widmen, denn da kochen einige wieder ihr rassistisches Süppchen auf sehr hoher Flamme. Wenn sich da mal nicht ein paar sog. „Konservative“ die braunen Finger verbrennen. Dabei werde ich den größten Teil hier den politisch inkorrekten Vollidioten und ihren Kommentar-Sturmtruppen widmen. Ich habe tief in der braunen Scheiße wühlen müssen, aber ich habe weder meine geistige, noch meine körperliche Gesundheit geschont. Fangen wir Chronologisch an:

Weiterlesen


7 Kommentare

Marcel Bartels vs Antideutsche

Im Kommentarbereich des Beitrags von Marcel Bartels zu Lizas Welt und Jürgen Cain Külbel macht Marcel Bartels auf traurige Weise deutlich, wie es um ihn bestellt sein muss, denn er phantasiert dort von Verschwörungen und Stalkern.

Die libertär-liberale-antideutsche-Hurra-Israel-Verschwörung

Marcel Bartels fühlt sich von einer Welt von Feinden verfolgt und dieses Gefühl projiziert er auf Menschen, die nicht seine Meinung teilen. Er sieht sich von Stalkern belästigt und glaubt ein „Netzwerk der antideutschen libertären Gesellschaft“ sei am Werk und belästige den Don Quijote aus Neukölln, der doch so tapfer gegen die dunklen Mächte antritt. Das antideutsche Stalker-Netzwerk, daß sich hinter Lizas Welt angeblich versammelt hätte, sympatisiert mehrheitlich mit der FDP„, meint zumindest Bartels erkannt zu haben und sieht die F.D.P. als „Samelbecken für kriegstreiberische Antideutsche der Hurra-Israel-Fraktion„, was natürlich angeprangert werden muss und da ist Marcel Bartels gerne in vorderster Front dabei.

Weiterlesen


16 Kommentare

Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant

Der Neuköllner Blogger Marcel Bartels sorgt erneut für einen Skandal und ruft öffentlich zur Denunziation einer Bloggerin auf. Dazu erklärt er seine ausdrückliche Solidarität mit dem berüchtigten Verschwörungstheoretiker und Antisemiten Jürgen Cain Külbel, der auch als Cain the Brain und Karate Kid traurige Berühmtheit erlangte.

Marcel Bartels ist der Phantasie anheim gefallen, daß „Blogger rund um Hurra-Israel-Schmalspurdenker wie Lizas Welt“ versucht hätten Jürgen Cain Külbel „zu diskreditieren.“ Marcel Bartels weiß zwar nicht warum, aber als jemand der sich selbst ständig als Opfer von Kampagnen und Verfolgungen fühlt, hat er eine Vermutung:

Grund dafür sind vermutlich die kritischen Fragen, die Jürgen Cain Külbel in Zusammenhang mit der oberflächlichen Untersuchung des Mordes an Rafik Hariri durch den deutschen Super-Staatsanwalt Detlev Mehlis aufgeworfen hat. Eigentlich bin ich ja dagegen, Hetzblogs irgendwelche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, aber nachdem Lizas Welt nun noch einmal nachgetreten hat, gibt es nun einen Konter.

Die Untersuchung von Detlev Mehlis war alles andere als oberflächlich und wenn man sich das berüchtigte „ParteibuchWiki“ von Marcel Bartels ansieht, dann fallen einem bei dem Eintrag über Detlev Mehlis sofort ein paar Merkwürdigkeiten auf. Der Eintrag dort ähnelt stark dem Wikipediaeintrag zu Detlev Mehlis und die von Bartels angegebenen Weblinks strotzen nur so vor Einseitigkeit und da wundert es auch nicht, wenn man dort vier Verlinkungen zum Kampfblatt der Salon-Marxisten, junge welt, findet. Dazu zwei Verweise auf Wikipedia und einen zu voltairenet, einer rinks-lechts Plattform, die sich antiwestlichen Verschwörungstheorien hingibt. Dazu befindet sich noch ein Link zu der Seite von Jürgen Cain Külbel. Damit kann man getrost davon ausgehen, daß Marcel Bartels mit den Verschwörungstheorien eines Jürgen Cain Külbel sympathisiert.

Weiterlesen


5 Kommentare

Nele Beck – Ein Arbeitstier, total geil, total jung, total hip und total gefakt

Schauen Sie sich dieses arme Mädchen an. Sie heißt Nele Beck und will unbedingt weg aus Hannover (Was sehr einleuchtend ist.) und möchte sooooooo gerne in der Medienbranche Fuß fassen. Sie hat es ja schon überall versucht („1000 Absagen.“) und als letzte Chance bleibt da nur noch YouFM vom Hessischen Rundfunk. Aber schauen Sie selbst:

Sie haben jetzt das Gefühl dem armen Mädchen unbedingt helfen zu müssen? Sie sind drauf und dran eine E-Mail zu schreiben, denn diesem armen Opfer des Neoliberalismus wollen Sie unbedingt helfen?

Weiterlesen


2 Kommentare

BronxGirls Kekstipp der Woche

Bis zu Weihnukka wird das temperamentvolle BronxGirl jede Woche ein leckeres Keksrezept vorstellen, um damit massive (vor)weihnachtliche Gefühle auszulösen. Da sie eine fundamentalistische Weihnachtsfanatekerin ist blieb mir nichts anderes übrig, als dem Wunsch nach Verbreitung ihrer sehr leckeren Keksrezepte zu folgen.

wehnachtsbaum.JPG
Weihnachtsbaum 2005

Peanut Butter Cookies (Brainys und meine Lieblingskekse!!)

250 g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
125 g Margarine
125 g Erdnussbutter
je 100 g brauner und weißer Zucker
2 kl. Eier
1 Tütchen Vanille-Zucker,1 Fläschchen Vanile Aroma

Zubereitung:

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Währendessen Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben. Beiseite stellen. Dann die Erdnussbutter, das Fett und den gesamten Zucker in einer zweiten Schüssel mit einem Mixer (Knet- und keine Rührhaken verwenden!) auf höchster Stufe cremig schlagen. Die Eier nacheinander zufügen und jedesmal gut verrühren. Die Mehlmischung zugeben und gut einrühren. Den Teig mit den Händen oder einem Teelöffel (sehr gut macht sich auch ein Eisportionierer) zu 2-3 cm großen Kugeln formen und diese im Abstand von 5 cm auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Jede Kugel mit einer Gabel zweimal flachdrücken. So entsteht ein Karomuster und die Plätzchen werden etwa einen halben Zentimeter dick. In der Ofenmitte 10 – 12 Minuten goldbraun backen und dann abkühlen lassen.

Man kann entweder cremige Erdnussbutter oder welche mit Stückchen verwenden. Eine interessante Variation ist es auch, wenn man vor dem Backen einen halben Teellöffel Marmelade (wahlweise Him-,Johannis- oder Erdbeer) auf den Keks gibt. Man sollte aber nicht vergessen vorher mit einem Teellöffel eine passende Vertiefung einzudrücken.

erdnussbutter-cookies1.JPG

Optionales Ergebnis: Abweichungen möglich!

Guten Appetit!

BronxGirl


18 Kommentare

Schickt den Datenscheich in die Wüste!

Das etablierte Medien sich die eine oder andere Blognutte halten ist ja kein neues Phänomen. Oftmals handelt es sich nicht um Blogger im eigentlichen Sinn, sondern um Journalisten oder „Schriftsteller“ die sich als Blogger betätigen. So ist es auch bei der TAZ. Unter den zahlreichen tazblogs findet sich auch der Blog von Achmed Khammas, Datenscheich.

Achmed Khammas beschäftigt sich in einer dreiteiligen Reihe mit der israelischen Sperranlage und den schäbigen Holocaust-Karikaturen, die für einen Wettbewerb im Mullah-Staat Iran angefertigt wurden. In dem Artikel Gated Community (1) zeigt Achmed Khammas stolz die Siegerzeichnung von Abdellah Derkaoui und findet:

Den ersten Preis (s. Abb.) erhielt Abdellah Derkaoui aus Marokko, in meinen Augen auch redlich verdient.

001derkaoui-abdellah-morroc.jpg

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Von Amöben und Hausfrauen

Gestern hatte ich mich der Trafficnutte im Konfirmandenanzug angenommen und heute wende ich mich einem Hinterzimmerphilosophen zu. Im Blog Metalust & Subdiskurse befasst sich MomoRules im Beitrag Amöben oder: Beschimpfungskultur mal wieder in sehr wolkiger Weise mit diversen Themen. Wie der Titel des Beitrages schon erahnen lässt, befasst sich der verhinderte Halbtags-Hinterzimmerphilosoph mit der Kultur der Beschimpfung. Als Einleitung wählt der Hamburger Blogger eine leicht wolkige Geschichte über Fussball um dann bei der Schmähkritik zu landen. Es folgt eine fast weinerliche Klage, darüber das angemessene Emotionshaushaltsführung in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sei. MomoRules kommt dann zu der Gewaltfrage und zieht zwei Beispiele heran:

Es gab einen Fall – nicht hier im Blog -, wo einer dem Anderen Schläge androhte und das damit begründete, daß er das, was der Andere schreibt, ja auch als verbale Gewalt empfände, das würde er doch durch die Entgegnung nur explizit machen. So lange er nicht wirklich zuschlage … fand ich dann auch völlig in Ordnung.

Das findet die Zustimmung des Hamburgers. Da ist er ganz und gar Kuschelpädagoge und hat Verständnis. Doch das zweite Beispiel trägt MomoRules angewidert vor:

In einem anderen Fall schrub jemand, er würde hier außerordentlich gerne gemochten Kommentatoren am liebsten die Fresse eintreten, wenn er sich dabei nicht die Füße schmutzig machen würde. Abgesehen davon, daß ich das Bild der schmutzigen Füße irgendwelcher durchgeknallten, islamophoben Neuköllner gar nicht mehr los wurde, hat mich das angewidert, und ich habe es gelöscht.

Hier wird, auch aus ideologischen Gründen, die Wahrheit einmal mehr verdreht und vielleicht fühlt sich MomoRules auch deshalb angepisst, weil er mich nach diesem Artikel in seine Blogroll aufnahm und mich dann später wohl wegen meiner Islamismuskritik, sowie meiner Ablehnung des Kulturrelativismus und der vorherrschenden Appeasementpolitik wieder von seiner Blogroll nahm. Auch verwahre ich mich gegen die von MomoRules in verleumderischer Weise vorgetragende Schmähkritik. Weder bin ich „durchgeknallt“ oder „islamophob“ und ob meine Füsse gewaschen sind oder nicht kann MomoRules nicht beurteilen und es geht ihn auch nichts an. Auch war das „Fresse eintreten“ non-verbal gemeint und war eine „legitime“ Antwort auf das Blogmobbing gegen mich, daß von diversen Marxisten vorgetragen wurde. Das blendet MomoRules dabei leider aus und steht stattdessen zu seinen mobbenden Gesinnungsgenossen.

Warum kommt mir dieser Absatz angesichts obiger Insulte heuchlerisch vor:

Eigentlich sind es ja zwei Fragen zum Thema Beschimpfung, die zusammen hängen: Warum wird welche Form der Beschimpung gewählt, und welche trifft wirklich. Und, Anschlußfrage: Wann ist es vielleicht sogar gerechtfertigt, jemanden treffen zu wollen. Letztere übersteigt allerdings meine morgendlichen Kapazitäten.

Jemanden per Ferndiagnose als durchgeknallt zu bezeichnen überstieg allerdings nicht die „moralischen Kapazitäten“ des MomoRules. Dann folgt in dem Beitrag wieder wolkiges Geschwafel, diesmal über „Schwuchteln“ und „finanziell abhängige Hausfrauen“. Endlich kommt MomoRules wieder in einen Bereich der halbwegs interessant ist:

Deshalb ist die in unserer Kultur bis vor kurzem wohl gemeinste Beleidigung der Nazi-Vergleich. Bis vor kurzem deshalb, weil’s ja immer mehr gibt, die’s gar nicht mehr schlimm finden, das zu sein. Als Abstufung kann die Unterstellung, Massenmord oder massenhaftes Sterbenlassen von Menschen, gewollt oder ungewollt, zu befördern, gelten. Analog hierzu der Antisemitismus- und der Totalitarismus-Vorwurf. Und wohl auch der Rassismus-Vorwurf.

Hmmm…Davon waren ja einige seiner Gesinnungsgenossen betroffen. Die einen machten in Israelkritik und andere wiederum sehen sich schon als zukünftige GULAG-Kommandanten. Zumindest benehmen sie sich so.

Endlich scheint die geistige Onanie zu Ende und er schafft jetzt sogar eine fast klare Aussage:

Wer hingegen das Hohelied des Kapitalismus singt, der muß schon damit leben, daß dabei eventuell ganz viele Leichen hinten raus kommen.

Ja, ja…der Kapitalismus ist das Böse schlechthin. Aber wer das hohe Lied auf Marx singt, der weiß genau das da viele Leichen hinten raus kommen werden.

Wer für den Irak-Krieg plädierte, nimmt ganz offensichtlich viele Leichen in Kauf und windet sich dann in Erklärungen über den Unterschied zwischen legitimer und illegitimer Gewalt, weil er etwas Funktionales noch irgendwie in den Bereich der Moral hinüberretten will.

Zu Saddam hätte es danach ja keine Alternative gegeben. Das die Terroristen, nennen wir sie einfach feige Mörder, in Namen einer Ideologie (Baathisten) oder einer Religion (al-kaida), so oder so ihrem blutigen Handwerk nachgehen würden, weil sie einfach den Westen schlechthin hassen. Sie hassen unsere Freiheiten. Sie hassen die Aufklärung und sie hassen die Säkularisation der westlichen Gesellschaft. Sie hassen die Demokratie und die Meinungsfreiheit. Sie hassen das Selbstbestimmungsrecht der Frau und fürchten das die Strahlkraft der westlichen Werte die Menschen in der islamischen Welt „verführt“. Deshalb der Terror.

Ich persönlich erlebe es zudem als drastische Beleidigung, wenn man mir überheblich unterstellt, ich würde nur wolkig daherreden.

Wenn ich das geahnt hätte!

Das macht mich wahnsinnig, weil ich mein So-oder-So-Sein an einen intellektuellen Forscherdrang knüpfe, und finde das dann ungleich gemeiner als z.B. ein „Arschficker“, z.B.. Natürlich auch, weil Arschficken zweifelsohne Spaß machen kann, kann’s nur jedem empfehlen, das mal auszuprobieren – weil es jedoch wahr sein könnte, daß ich wolkig daherrede.

Arschficken kann Spaß machen. Keine Frage. Manchen macht es Spaß und anderen nicht. Mir macht es durchaus Spaß. aber ich bin ja angeblich nur eine „Hete“. Und es stimmt: er redet wolkig daher.

Nichtsdestotrotz trifft mich das so dermaßen in meinem Selbstverständnis, daß ich unbändige Lust verspüre, zurück zu beleidigen und dabei möglichst zu verletzen. Und dann selbst immer drastischer werde.

Jetzt mache ich mir aber Sorgen. Nicht das MomoRules noch einen, wenn auch nur virtuellen, Amoklauf startet. Dann beklagt er sich bitterlich über „die Debatte mit den Liberalen innerhalb des letzten Jahres“ in die er „mit großer Offenheit hineinspaziert“ sei und sich dann am Ende doch beleidigt fühlte. Er „konnte es einfach nicht mehr hören, diese ewigen Totalitarismus- und Zwangs-Vorwürfe in varriierter Form“ und beklagt sich über die Angriffe gegen seine „persönliche Integrität“ und sein „Selbstverständnis“. So ergeht es einem eben wenn man als Blogger tätig ist. Besonders wenn es um politische, soziale oder religiöse Fragen geht. Ich selbst wurde schon Opfer von Morddrohungen und Verleumdungskampagnen. Da hilft nur eines: Den Rotz hochziehen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Am allerfiesesten finde ich, daß auf Argumente nicht eingegangen wird und andere Wahrheiten als die eigene noch nicht einmal mögliche in’s Auge gefaßt werden.Das ist eine Entwertung des Gegenübers. Und das ist dann auch der eigentliche Kern des Beleidigens: Die Entwertung von Personen.

Ja, ja….es gibt nur eine Wahrheit: das es viele Wahrheiten gleichzeitig gibt. Manche entwerten sich auch selbst. Und nun wird MomoRules ernst:

Viele nennen sowas Identität, das, was dann entwertet wird – ich würde es anders nennen, egal. Wenn Mohammed, an den man glaubt, als Kinderficker oder Massenmörder dargestellt wird, klar, dann geht’s um einen selbst, wenn man an ihn glaubt, und das ist schier unerträglich, sich in dieser Form diffamiert zu sehen.

Unerträglich ist etwas anderes: Es geht nicht um die Darstellung von Mohammed als „Kinderficker“ oder „Massenmörder“. Es geht doch eher darum, ob Mohammed wirklich ein Kinderficker und Massenmörder gewesen sein könnte. Es geht sogar um noch mehr, denn es ist bestimmten Leuten wichtig, das die Muslime wissen: „Wir würden niemals sagen das Mohammed ein „Kinderficker“ und „Massenmörder“ war. Selbst wenn es die Wahrheit wäre.“ Statt sich die Frage zu stellen und diese für sich endgültig zu beantworten, ob Mohammed wirklich ein Kinderficker und Massenmörder gewesen sein könnte, bemühen sie sich ängstlich darum nicht in den Verdacht zu geraten eine unbequeme Wahrheit auch nur zu denken.

Ein solches Verhalten erinnert mich an eine Doppelfolge South Park (10. Staffel, Cartoon Wars Part I+II) aus dem April diesen Jahres. In der ersten Folge geht es fiktive Zensur, während die zweite Folge wirklich vom ausstrahlenden Sender zensiert wurde. Im South Park Universum sollte eine Folge von Family Guy mit dem Propheten Mohammed gesendet werden. Die Bewohner von South Park weigern sich aktiv für die Meinungsfreiheit einzutreten und führen lieber einen schwachsinnigen Plan aus. Sie schütten Tonnen von Sand auf die Hauptstrasse von South Park und beginnen ihre Köpfe im Sand zu vergraben. Sie wollen damit den Terroristen, die schon mit Vergeltung drohen, zeigen das sie unmöglich die Folge von Family Guy sehen können und hoffen so der Vergeltung zu entgehen. Die Kopf-in-den-Sand Nummer wird in weiten Teilen der (South Park) USA kopiert.

Diese Mentalität finden wir auch hier in Europa. In der Realität.

Kommen wir wieder zurück zu der Frage ob Mohammed ein Kinderficker und/oder Massenmörder gewesen sein könnte. Wenn man sich die Geschichte der Ausrottung der Banu Quraiza betrachtet, dann komme ich unweigerlich zu dem Schluß das Mohammed ein Massenmörder war. Dazu kommen noch weitere Angriffskriege die Mohammed persönlich anordnete und führte. Das sollte eigentlich zur Beweisführung reichen.

Bleibt noch die Frage ob Mohammed ein Kinderficker war. Wenn man Buchārī und Muslim ibn al-Haddschādsch als Quellen heranzieht, dann war Aischa neun als Mohammed Sex mit ihr hatte. Selbst wenn Aischa vierzehn war, dann kann man Mohammed durchaus als Kinderficker/Kinderschänder bezeichnen. Vielleicht muss man das sogar offensiv vertreten und darf über solche Dinge nicht schweigen. Das ist auch eine Frage der Moral.

Bezeichnend somit, daß jene, die aus einem Recht auf Meinungsfreiheit ein Recht auf Beleidigung machen wollen, während sie ein Recht auf soziale Sicherheit bestreiten und sogar ein Problem mit dem Begriff „Grundrechte“ haben, es dann wieder mal schaffen, am Widerlichsten loszuschlagen: Amöbe nennen sie ihr Gegenüber. Obwohl, siehe Bild oben, die ja durchaus was von moderner Kunst haben, die Amöben das sei zugestanden.

Wenn sich Muslime durch die Meinungsfreiheit beleidigt fühlen, sich sogar durch die Wahrheit beleidigt fühlen, dann müssen sich die berufsbeleidigten Muslime einmal in Toleranz üben, denn es darf nicht sein, daß man wegen der Drohungen der Infamen der Schere im Kopf freien Lauf lässt. Merkwürdig: Es ist doch bezeichnend, daß jene, die das Recht auf Meinungsfreiheit aus Feigheit und Furcht einschränken wollen und gerne freiwillig darauf verzichten, jene sind, die immer nach sozialer Sicherheit schreien und in dieser das Allheilmittel für alle Probleme der Welt sehen. Das hat Ähnlichkeiten mit jenen Politikern die Grundrechte im Namen der Sicherheit einschränken wollen. Das selbe Spiel, aber auf einem anderen Platz.

Da schalte ich dann innerlich ab und habe unbändige Lust, zurück zu beleidigen, selbst wenn’s mir gar nicht galt.

Der Rächer der Enterbten. Ein moderner Robin Hood. Mit ihm möchte man in die letzte Schlacht ziehen und den pöhsen Kapitalimus besiegen und das Paradies auf Erden errichten. Das Interessante an solchen Salon-Marxisten ist, daß sie oft einem einträglichen Beruf nachgehen und es sich gut gehen lassen, aber während sie sich mit Fair Trade Kaffee das Gewissen beruhigen dreht sich die Erde doch weiter. Es ist schon bemerkenswert das solche Leute nie in einem Supermarkt an der Kasse arbeiten, sondern meistens zu den Besserverdienenden gehören. Das war aber bei solchen angeblichen „Linken“ schon immer so. Ich kenne sogar einige dieser armen Gestalten persönlich. Sie nennen bestimmte Menschen die ihre Meinung nicht teilen gerne „Ex-Linke“ und machen so deutlich das es sich um Verräter handelt. Das alte Spiel. Da ist die Tradition von Marx bis heute ungebrochen. Es gibt immer Verräter und diese handeln natürlich stets moralisch höchst verwerflich. Bei solchen Mechanismen bekomme ich eine unbändige Lust…Bei Bakunins Dachlatte!


4 Kommentare

Gegendarstellungen auch in Blogs angekommen

Gegendarstellungen findet man meist in Zeitungen und manchmal werden auch welche im Fernsehen verlesen. Aber in einem Blog habe ich bisher auch noch keine gelesen. Eines war aber klar: das so ein Nerd wie Marcel Bartels der erste Blogger sein würde, der eine Gegendarstellung bringen muss.

Wenn ich das gewusst hätte…dann wären harte Maßnahmen gegen diesen Nerd gar nicht nötig gewesen, oder?


4 Kommentare

Dreiklassenwahlrecht?

In einer Pressemitteilung des Libertären Instituts und von Andre Lichtschlag, dem Herausgeber von eigentümlich frei, wird der Entzug des Wahlrechts für „Nettostaatsprofiteure“ gefordert. Die Kernaussage der Erklärung:

Vielleicht sollte ernsthaft über folgende Idee nachgedacht werden: den Entzug des Wahlrechts für alle Nettostaatsprofiteure. Wählen dürfen demnach in Zukunft nur noch die Nettosteuerzahler, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der privaten Wirtschaft. Ein solcher Wahlrechtsentzug für die Unproduktiven wurde bereits in den 70er-Jahren von Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek angedacht und kürzlich von Ökonomieprofessor Hans-Hermann Hoppe aus Las Vegas präzisiert.

Das ausgerechnet der Nettostaatsprofiteur Hoppe mit dabei ist, wo er doch an einer staatlichen Universität in Las Vegas tätig ist, sollte einem schon die Sinnentleertheit der Forderung deutlich machen. Nun könnte man sich fragen, ob es sich nicht um eine Posse handelt. Eine wohl durchdachte Provokation eben, denn nichts regt den nichtwählenden Kleinbürger mehr auf, als wenn ihm jemand sein, nicht genutztes und so verachtetes, Wahlrecht streitig machen will. Andererseits ist diese Thema doch zu wichtig und zu bedeutend, als das man darüber Scherze machen oder Possen reissen dürfte. Vergessen wir nicht liebe Mitverschwörer: Wir sind in Deutschland. Jenes Land das den humorlosen Witz erfand.

Die Forderung des Libertären Instituts würde faktisch die Wiedereinführung des Dreiklassenwahlrechts bedeuten. Auch sind Nettostaatsprofiteure überdurchschnittlich oft Nichtwähler und in Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit ist die Wahlbeteiligung meistens sehr niedrig. Deshalb nehmen viele der Nettostaatsprofiteure die Forderung des Libertären Instituts vorweg und bleiben den Wahlen fern.

Die Reaktionen innerhalb der Blogosphäre sind deutlich. Der Fordererung des Libertären Instituts wird deutlich eine Absage erteilt. Doch es gibt, mal wieder, eine Ausnahme.

So findet Rayson, von den Bissigen Liberalen, eindeutige Worte und macht klar, daß die Nettotransferempfänger (Sehr hübsches Wort) in den meisten Fällen nicht freiwillig in diese Lage geraten sind, sondern von der Politik und Lobbyverbänden in diese Zwangslage gebracht werden. Zum Abschluss resümiert Rayson:

Nein, dieses Niveau an menschenverachtender Selbstgerechtigkeit, das Lichtschlag (lassen wir doch die Maskerade sein) da offenbart, diskreditiert ihn, seine Zeitschrift, sein Institut und die ganze Baggage der Hoppe-Pferdchen. Für immer. Das ist nicht liberal, das ist auch nicht libertär. Das ist faschistisch.

Die Freiheitsfabrik zieht einige Beispiel heran und entlarvt die Schwachstellen der Forderung „Weniger Demokratie wagen“ und Bodo Wünsch bezeichnet die Presseerklärung als illiberale Geschreibsel und verweist darauf, daß die „Libertäre Plattform in der FDP“ (LP/FDP) nie eine solche Pressemitteilung autorisiert hat. Auch Oliver Luksic erteilt der „libertären“ Forderung eine klare Absage und betont die Wichtigkeit des allgemeinen Wahlrechts:

Das allgemeine Wahlrecht eine ist Errungenschaft, für die gerade Liberale gekämpft haben, die ich nicht aufgeben will- was auch meiner Meinung nach ( zu Recht) dem Grundgesetz wiedersprechen würde.

Greg B. Grabinski erkennt, wohl als einziger Blogger, die Satire innerhalb der Forderung und glaubt, daß man damit die Demokratie retten könne.

Die Ausnahme bildet der Blog der angeblich politisch Unkorrekten. Diese übernehmen fast unkommentiert den Text von Lichtschlag und Co. und unterstreichen damit wieder einmal ihre antidemokratische Haltung.

Als Fazit bleibt zu sagen, daß die Forderung nach einem Ausschluß von Nettostaatsprofiteuren vom Wahlrecht eine unsinnige, wenig hilfreiche und selten dämliche Forderung ist. Doch auch einige der Reaktionen sind als hysterisch zu bezeichnen.

Besonders am äussersten linken Rand der Blogosphäre kriecht jetzt die eine oder andere politisch inkontinente Ratte aus ihrem Loch und bringt gleich eine ganze Partei in Zusammhang mit der Presseerkärung des Libertären Instituts. Volksverhetzung und Verleumdung sind eben das Steckenpferd der Etatisten und Nationalisten, egal ob rinks oder lechts.

Den „Libertären“ um Andre Lichtschlag und nicht nur denen, möchte ich noch folgendes Zitat mit auf den Weg geben:

Mit einem Wort, wir weisen alle privilegierte, patentierte, offizielle und legale Gesetzgebung, Autorität und Beeinflussung zurück, selbst wenn sie aus dem allgemeinen Stimmrecht hervorgegangen sind, in der Überzeugung, daß sie immer nur zum Nutzen einer herrschenden und ausbeutenden Minderheit gegen die Interessen der ungeheuren geknechteten Mehrheit sich wenden können.

In diesem Sinne sind wir wirklich Anarchisten.

Michail Bakunin aus „Gott und der Staat


17 Kommentare

Jürgen Cain Külbel und der Antisemitismus

Jürgen Cain Külbel, hier ein Foto, der Vater des Karate in der DDR, etatistischer Sozialist, Sherlock Holmes des Ostens, tätig in der journalistischen Tagesberichterstattung, Autor eines Klassikers der Verschwörungs- und Entblödungsliteratur und Interviewpartner des Muslim-Markt fühlt sich in seiner Ehre verletzt. Falls vorhanden.

Jürgen Cain Külbel ist einer dieser Schreiberlinge des bolschewistischen Witzblatts „junge welt“. Er leidet anscheinend wie Jürgen Elsässer oder der Erzverräter Rainer Rupp an einer Wahrnehmungsstörung. In jüngster Zeit sucht Jürgen Cain Külbel offenbar gerne die Nähe der knuto-islamischen Faschisten. Sein Geschreibsel ist geprägt von Hesperophobie, Antizionismus und Antiamerikanismus. Auf Kritik an seiner antiaufklärerischen Position reagiert er gereizt. Auch scheint er die Möglichkeiten der Blogosphäre nicht zu kennen, denn jetzt wird die Sache erst richtig hochkochen und am Ende steht dann Jürgen Cain Külbel als das dar, was er ist: Ein vom Hass auf Juden getriebener Ewiggestriger.
Lizas Welt hatte am 13.9. in dem Artikel Im Irrenhaus der Hizbollah u.a. über Jürgen Cain Külbels Artikel in der jw zu einer Großdemonstration der Hisbollah berichtet. Dazu wurde der Hintergrund des Jürgen Cain Külbel beleuchtet und die Verwirrheit des Jürgen Cain Külbel kam ans Tageslicht. Külbel hatte im Interview mit dem Muslim-Markt behauptet:

Das trat ja dann auch am 11. September 2001 ein. Drei Tage später nannte Wolfowitz die Täter: den verstorbenen Osama bin Laden…

Da waren sogar die Phantasten des Muslim-Markt baff:

Jetzt überraschen Sie uns aber. Wir wussten noch nicht einmal sicher, dass USAma bin Laden jemals gelebt hat und Sie wollen wissen, dass er verstorben ist. Woher haben Sie diese Information?

Aber Külbel ziert sich:

Ja, ich gebe vor, das zu wissen. Da ich darüber gerade arbeite, nämlich an einem Buch mit dem Arbeitstitel „Osama bin Laden – Welttheater mit Leiche“, möchte ich ungern darüber sprechen.

Das alles passte dem Bolschewisten Jürgen Cain Külbel nicht und er schrieb ein paar E-Mails an Lizas Welt und dabei zeigte sich, daß Jürgen Cain Külbel Probleme mit dem Textverständnis hat. Hier der ganze Artikel Karate Kid aus Lizas Welt und hier die drei Mails, die Jürgen Cain Külbel an Lizas Welt schickte:

Ehrenwerteste,

am besten hat mir vom dem Luststück die Überschrift gefallen: „Lizas Welt“. Sie sollten unter die Menschen und in die Länder gehen, sonst sortieren Sie die nur noch in pro und contra ein; wie im Märchen mit dem Aschenputtel – die Guten und die Schlechten.

Allerdings tut es mir aufrichtig leid, daß Ihnen Ihr Hass so enge intellektuelle Grenzen setzt. Auch entnehme ich dem Text, dass Sie schon mit Nasrallah gesprochen haben und fertig sind, mit den Menschen da unten generell, den Schiiten, den Maroniten, den Drusen etc.

Habe ich Sie im Frühjahr in der Levante übersehen auf einer der regelmäßigen gemeinsamen Großveranstaltungen von christlich-orthoxen, muslemischen und anderen Gläubigen, die in Friede und Eintracht leben und feiern, deren höchste Würdenträger Freunde sind?

Übrigens: Der Sadist Bashar Assad hält nach wie vor das Eigentum der durch die infolge der von den Zionisten entfachten Kriege aus Syrien ausgewanderten Juden in Verwahrung. Anders als in Deutschland, wie mir der Großmufti Dr. Hassoun versicherte, steht es denen bei Rückkehr sofort zur Verfügung. Irgendwie unterscheiden die zwischen Zionismus und Judentum; aber ganz straff, kann ich Ihnen sagen. Aber ich bin mir sicher, das will in Ihrem Kreis gar keiner wissen wollen. Da stürzt eine sehr künstliche Welt zusammen, die auf herbei polemisierten Füßen steht.

Entspannen Sie sich.

Jürgen Cain Külbel

Syrien ist also ein sicherer Hort jüdischen Besitzes und die Zionisten fangen stets die Kriege an? Das ist Antisemitismus in Reinkultur. Das Antizionismus Antisemitismus ist, hatte ja Dr. Martin Luther King jr. schon vor 40 Jahren deutlich gemacht.

Sehr geehrte Frau Liza,

auf diesem Weg darf ich Ihnen anzeigen, daß Ihr Text meine Persönlichkeitsrechte verletzt. Ich muß es nicht dulden, dass Sie mich, der journalistische Tagesberichterstattung macht, wie unten zitiert beschreiben und abstempeln und zudem in die Nähe von „Judenhassern“, wie Sie sich im Text ausdrücken, stellen wollen. Ihnen steht es auch nicht zu, mein Seelenleben in Bezug auf irgendwelche Opfer zu analysieren und Ihre privaten Schlussfolgerungen zu publizieren.

Ich fordere Sie daher auf, sich mir gegenüber und zu meinen Händen (Email genügt) zu verpflichten, es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu bestimmenden Vertragsstrafe, die ggf. vom zuständigen Landgericht zu überprüfen ist, zu unterlassen, in Bezug auf mich, Jürgen Cain Külbel, zu veröffentlichen und/oder zu verbreiten und/oder veröffentlichen und/oder verbreiten zu lassen:

„Nasrallahs deutsche Freunde – heißen sie nun Jürgen Cain Külbel oder Deutscher Friedensrat e.V. – wird das wenig scheren. Empathie für die Opfer des islamistischen Terrors kennen sie nicht. Nicht am 11. September und nicht an einem anderen Tag. Ganz im Gegenteil.“

Wegen der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage sehe ich Ihrer schriftlichen (Email-) Erklärung bis morgen, Freitag, 15.9.2006, 14 Uhr entgegen. Wir versuchen es vorerst auf diesem Wege. Ansonsten erhalten Sie ein Schreiben von meinem Anwalt.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Cain Külbel

Wegen der Eindeutigkeit der Niedertracht des Marxisten-Leninisten Külbel sollte er mal ganz schnell zurückrudern, sonst wird es von Stunde zu Stunde peinlicher für Jürgen Cain Külbel. Doch Külbel stellte in der dritten Mail ein weiteres Ultimatum. Diesmal soll gleich der ganze Blog gelöscht werden. Leidet Jürgen Cain Külbel an Größenwahn?

Sehr geehrte Herr/Frau Liza,

nach dieser Email, die Sie mir sandten, machte sich eine Rücksprache mit meinem Rechtsanwalt erforderlich. Ich muß mir diesen Inhalt nicht gefallen lassen. Daher biete ich Ihnen auf sein Anraten und sozusagen auf friedlichem Wege an, auf eine Anzeige wegen Beleidigung zu verzichten, so Sie den von mir mokierten Blogg umgehend, d.h. heute bis 20 Uhr löschen. Sollte keine Löschung erfolgen, werden beide Angelegenheit zügig und getrennt verfolgt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Cain Külbel

Karate Kid sucht Zuflucht bei der Klassenjustiz und bei der letzten Mail bekommt er doch irgendwie Zweifel an dem Geschlecht von Herr/Frau Liza.

Besonders arrogant und anmaßend wird Külbel hier:

Ich muß es nicht dulden, dass Sie mich, der journalistische Tagesberichterstattung macht, wie unten zitiert beschreiben und abstempeln und zudem in die Nähe von „Judenhassern“, wie Sie sich im Text ausdrücken, stellen wollen.

Als „Journalist“, der dazu noch in der Tagesberichterstattung tätig ist, muss sich ein Antiimp wie Külbel keinerlei Kritik gefallen lassen. Denn wo kommen wir hin, wenn jeder seine Meinung offen äussert? Aber, aber liebes Karate Kid: Judenhasser müssen auch so benannt werden. Auch wenn es dem Judenhasser nicht passt. Auch scheint er sich fast für ein höheres Wesen zu halten:

Ihnen steht es auch nicht zu, mein Seelenleben in Bezug auf irgendwelche Opfer zu analysieren und Ihre privaten Schlussfolgerungen zu publizieren.

Eben. „Private“ Meinungen dürfen gegenüber einem „öffentlichen Journalisten“, der auch noch Vertreter einer totalitären Ideologie ist, nicht geäussert werden. Dieser Journalist ist eben der Inhaber der Meinungshoheit und da darf niemand seine Schlussfolgerungen ziehen, besonder wenn sie „privat“ sind. Die Bolschewisten ähneln da den Islamisten: mit Kritik konfrontiert beginnen sie durchzudrehen. Darum versteht sich Jürgen Cain Külbel so gut mit den Islamisten.

Sein offener Brief an Salomon Korn strotz nur so vor Judenhass und sog. antiimperialistischer Hetze:

…der jüngste Krieg des Staates Israel hat uns Nachgeborenen eine leise Idee von der Barbarei des Dritten Reichs geben können…Die Mittel und Methoden der israelischen Kriegsführung, die sich vor allem gegen die libanesischen Kinder und Frauen, die Zivilbevölkerung, die Infrastruktur richten, ähneln verblüffend der Kriegsführung der deutschen Wehrmacht und führen der Welt bilderbuchhaft vor, was nur noch in Geschichtsbüchern zu finden ist und Hitler einst unter „Taktik der verbrannten Erde“ verstanden hatte.

Wolfram, von Täglich Alles, hat sich auch ausgiebig mit dem Amtiimperialisten Jürgen Cain Külbel beschäftigt und nimmt ihn ordentlich in die Mangel:

Ich sag’s ja, ein kleiner schmieriger Antisemit. In der Diktion eines Julius Streicher geht er Salomon Korn an. Auch die Nazis garnierten gerne ihre Vernichtungsgelüste mit der „Auserwähltenplatte.“ Und wieder bleibt Kübel, denn seine Ergüsse erzeugen einen enormen Brechreiz, den Beweis für seine Behauptungen schuldig, wo die bösen Rabbiner etwas gerechtfertigt hätten…wie war das? Er unterscheidet zwischen Juden und Israel? Übrigens, das „Massaker“ war keins, aber für Külbel sind alles Massaker, wenn ein Mensch von einem Juden getötet wurde.

Die antisemitischen Hetzer schlagen immer offener zu, denn sie werden von der Welle des Judenhasses in Deutschland getragen. Im Unterscheid zu früheren Zeiten wird dieser Hass meist als „Israelkritik“ getarnt oder man pöbelt gegen den Zionismus. Aber Antizionismus ist nichts anderes als Antisemitismus, auch wenn das viele Hetzer und deren Sympathisanten nicht wahrhaben wollen. Jürgen Cain Külbel bekommt eben jetzt die richtige Antwort auf seine Hetze. Auch der Fuchsbau widmet Jürgen Cain Külbel einen Artikel und fragt ob Külbel auch ein Frauenhasser ist. TW_24 beleuchtet das 11. Gebot: Du sollst Antisemiten nicht Antisemiten nennen. Bei Planet Hop befasst sich Ivo Bozic ebenfalls mit Citizen Cain und seinen virtuellen Karatekünsten. Der Starblog sieht eine Posse am Horizont heraufziehen. Auch das Sauerkrautfaß schöpft aus dem vollen Jauche-Kü(l)bel. Desweiteren berichten augenzuppler, A7 Revisited, Side Effects, Spirit of Entebbe und die Achse des Guten I + II  über „Citizen Cain“ Külbel. Bei Lizas Welt wurde die Akte Cain the Brain unterdessen vorläufig geschlossen.

Kein Fussbreit den Antisemiten!

Solidarität mit Lizas Welt!


27 Kommentare

Delmenhorst: Sammelpunkt der Zombies

Delmenhorst war bisher vor allem als Sitz der Volksverhetzer grundgesetztreuen Schachgruppe vom Muslim-Markt bekannt. Doch nun gerät Delmenhorst mal richtig in die Schlagzeilen, weil sich dort der staatlich geprüfte Neo-Nazi Jürgen Rieger niederlassen will und ein Schulungszentrum für doitsche Männer und Mädels errichten will. Dazu will er ein leerstehendes Hotel kaufen. Doch die Stadt machte dem Besitzer des Hotels einen Strich durch die Rechnung und verschafften sich durch einen kleinen Trick das Vorkaufsrecht für das Hotel. Nun will der Besitzer das Hotel, mit samt seinen Schulden, den doitschen Aktivisten schenken. Das dürfte ja allgemein bekannt sein.

Gestern habe ich in einer dieser Qualitätsnachrichtensendungen der ARD etwas über dieses Thema gesehen und dort wurde gezeigt, daß die doitschen Zombies auf einer Website, im prächtigen Wikistyle, die Namen jener UnterzeicherInnen veröffentlichten, die sich gegen den Erwerb des Hotels durch die untoten Doitschen ausgesprochen hatten. Es gab da wohl eine Unterschriftenaktion und mind. 3251 Menschen haben unterschrieben. Diese Namen gelangten nun in die Hände der doitschen Zombies. Ich habe natürlich sofort diverse Suchmaschinen angeworfen und nach dem Begriff Volksverhetzer von Delmenhorst gesucht. Was fand ich an zweiter Stelle? ME! Ok, es ging jetzt nicht um die doitschen Untoten, sondern um die staatlich geprüften Demokraten vom Muslim-Markt ( Ich habe immer noch nicht herausgefunden, wieviel ich für einen Muslim hinlegen muss.) Da es schon recht spät war, stellte ich die Suche erfolglos ein. Heute fand ich dann massiv folgende Suchbegriffe, mit denen UserInnen meinen bescheidenen Blog fanden:

delmenhorst und seine Volksverhetzer, delmenhorst volksverhetzer, volksverhetzer delmenhorst

Das motivierte mich noch einmal die Suche nach den doitschen Zombies von Delmenhorst wiederaufzunehmen. Ich aktivierte meinen alten sowjetischen Spinatsatelliten und wurde natürlich fündig. Die Liste der Namen der Anti-Zombie-Aktivisten findet sich auf einer .net Domaine (Greetings to the Lone Callboy), die von einem litauischen Server gehostet wird und sich damit ausserhalb der Reichweite der deutschen Zombiejäger befindet. Sinnigerweise findet sich auf der Seite auch eine Wiedergabe der Protokolle der Weisen von Zion. Dieses Meisterwerk der Zombieliteratur wird also von den Vollidioten der Naziszene immer noch für voll genommen. Das spricht eigentlich für sich und in solchen Fällen rät das Telegehirn dazu, die Spülung im Gehirn zu betätigen, damit die braune Scheisse runtergespült wird.

Liebe Zombiefreunde, kommen wir wieder zu dieser Liste. Die Liste heisst „Delmenhorst und seine Volksverräter“ und es findet sich eine kleine Einleitung, anscheinend vom Oberaffen der Vollpfosten Zombies verfasst:

Das ist schon ne geile Nummer, die da gerade in Delmenhorst abgeht. Ein angeblicher Nazi-Anwalt will ein Hotel kaufen, um seine Kampfgenossen besser gegen die Justiz- und Besatzungswillkühr aufklären zu können.

Aber, aber lieber Prinz Inkontinent, der Du diesen Text verfasst hast, welche Besatzer meinst Du denn? Betätige doch endlich Deine Gehirnspülung! Was hier als Aufklärung bezeichnet wird, daß ist doch wohl eher die Verfüllung von Köpfen mit Scheisse.

Der Protest einiger Volksverräter folgte auf dem Fuße. Mit einer Unterschriftenaktion wollen die Vaterlandsverräter dafür kämpfen, das der besagte Anwalt dieses Gebäude nicht in die Pfoten bekommt.

Volksverräter? *Prust! Wenn es so etwas wie Volksverräter gibt, dann sind es die alten und neuen Nazis und jene die in der SS waren und diese anbeten, wie der doitsche Zombie die Scheisse in seiner hohlen Birne.

Anstatt mal gegen Hartz IV zu demonstrieren und seine Kräfte gegen die jetzt Herrschenden einzusetzen, verschwenden diese Typen ihre Energie für sinnlose Aktionen

Damit die jetzt Herrschenden durch solche Arschlöcher wie von der NPD ersetzt werden und diese dann die rudimentären Freiheiten, die hier bestehen aus meinen Händen reissen? Hey Nazi asshole! Read my Lips: Only from my dead cold Hands!

Wer bis hierher durchgehalten hat, wird mit dem direkten Link zur der Liste der Widerstandskämpfer belohnt.

Gerade in dem Moment, als ich diesen Artikel abschicken wollte, war die Seite nicht mehr erreichbar. Die Gründe sind unbekannt. Ob die Seite gesperrt wurde oder ob das Trafficlimit der Zombies erreicht wurde ist unklar. Aber ich habe die Liste der Helden von Delmenhorst als .PDF. Sollte sich jemand davon gestört oder in seinen Rechten verletzt fühlen, so bitte ich mir eine Mail zu schicken. Hier, aus Gründen der Dokumentation die Liste als .pdf und kostenlos.

Update: Mittlerweile ist die Seite wieder online, aber nur sehr eingeschränkt. Dort findet sich eine Art Erklärung des Webmasters:

In Kürze erfolgt auf unserer Weltnetzseite eine Stellungnahme über die aktuellen Ereignisse unserer Netzpräsenz.

Wir werden dazu Presseberichte aus der Propagandapresse kommentieren und aufzeigen, wie hier ein pseudodemokratischer Staat mit dem Namen Bundesrepublik Deutschland ganz offen gegen Menschenrechte verstösst und die Europäische Menschenrechtskonvention missachtet. Meinungsfreiheit gibt es seit gestern in dem Besatzungskonstrukt BRD nicht mehr.

Was soll man zu solcher Blödheit sagen? Hör mal zu Du faschistische Pappnase: es gibt kein Menschenrecht auf gelebte Dummheit. Das der Depp, der hinter dieser Seite steckt, ein vollkommender Vollidiot und Hetzer ist, kann man auch daran erkennen, daß er behauptet, daß Nazi National Zionist bedeutet.

Die Liste der Widerstandskämpfer in Delmenhorst, die von den Faschisten als Verräter beschimpft werden:

Das PDF Dokument der Liste wurde auf Wunsch von Anton [1] entfernt.


9 Kommentare

Von Ketten und anderen Missverständnissen

In diesen Tagen wird mal wieder eine schwere Attacke gegen PI geritten. Gegenüber früheren Attacken handelt es sich diesmal jedoch um mehr Masse als Klasse. So lässt sich auch die Vehemenz erklären, mit der gegen die rechts-rechts-Konservativen vorgegangen wird. Eigentlich sollte es eine abgestimmte Kampagne werden, doch dieser Versuch läuft immer mehr aus dem Ruder. Dazu befinden sich auf dieser Linkliste Blogs, die selbst oft über die Stänge schlagen. Hier macht man einige Böcke zum Gärtner. Auch ist die Linie vollkommen. Manche habe die Stossrichtung gegen PI, manche wollen lieber den Bloghoster Myblog in die Verantwortung nehmen.

Den Anfang macht wirres.net und darauf sprangen einige Blogs an, die schon länger in Gefechte mit PI verwickelt sind. Es bildete sich eine Linkkette, die recht schnell auf über 30 Blogs anwuchs. Doch dann wurde die ganze Sache irgendwie seltsam. Zwei Blogs fügten der Linkkette eine Forderung an den Hoster von PI dran. So entsteht der Eindruck, daß die oben aufgelisteten Blogs die Forderung so unterstützen und billigen würden. Als ich dann einen Kommentar von Neun12 entdeckte, wurde meine Vermutung bestätigt, daß nicht alle Blogs von dieser Forderung wissen. Daniel antwortete mir: Natürlich wissen alle, die auf der Liste stehen, dass sie auf der Liste stehen. Sonst hätten sie wohl nicht entsprechende Beiträge verfasst. Aber auch Dobschat und der Bembelkandidat wussten nichts von einer Forderung an Myblog, der sie zugestimmt hätten.

Ironischerweise hat einer der Blogger, der ganz oben auf der Liste steht, eine ganz andere Meinung von dieser Aktion, als durch die Aufnahme in die Linkkette erweckt wird. Ein weiterer ironischer Aspekt ist, daß ich der Aussage dieses Bloggers zustimme:

[…]Wenn ich einen Ratschlag geben darf: Screenshot machen, und ohne einen öffentlichen Ton sofort den Anwalt losschicken. Oder, wenn angesichts von Volksverhetzung und Aufruf zu Straftaten möglich, Strafverfolgungsbehörden einschalten. Allenfalls, wenn ein Impressum fehlt, den Hoster zwei Stunden vorher warnen, dass bei ihm gleich die Luft brennen wird.[…]

Das ich einmal mit dem „Don“ einer Meinung sein würde…


19 Kommentare

Alte Idioten, neue Idioten

Jürgen Elsässer hat sich mal richtig in der „jungen Welt“ ausgetobt und fabuliert vom 3. Weltkrieg, antideutschen Neocons, Faschismus, der israelischen Atombombe, und schickt die Leser auf eine Reise in die bunte Peter-Pan-Welt der Linksnationalisten. Natürlich darf die Erwähnung der jüdisch-amerikanischen Weltverschwörung nicht fehlen. Die Hintermänner eines von (jüdischen) Neocons angezettelten Weltkriegs sitzen natürlich in der Industrie und die weiß mal wieder keinen anderen Ausweg aus der Krise, als einen atomaren Holocaust. Was ja eigentlich nicht so günstig für den Konsum sein soll.

Fangen wir von vorne an. Unter dem Titel „Alte Feinde, neue Feinde“ rechnet Jürgen Elsässer auch mit dem alten Kollegen Hermann Gremliza und der Jungle World ab, zu deren Gründern er gehörte. Unter diesem Aspekt muss man das Pamphlet von Elsässer auch lesen.

Er vergleicht die heutige Situation mit dem Jahr 1939 und malt das Gespenst eines neuen Weltkriegs an die Wand. Am 1.September 1939 hätte auch fast niemand daran geglaubt, daß daraus ein solches Gemetzel werden würde. Elsässer schreibt:

Daß daraus ein sechsjähriges globales Inferno werden sollte, das erst mit dem Abwurf der Atombomben in Ostasien sein Ende finden würde, ahnten nur die Klügsten.

Natürlich hätte Elsässer damals das globale Inferno auch kommen sehen. Denn er gehört ja auch zu den Klügsten. Deshalb meldet er sich jetzt ja auch ausgiebig und doch wirr zu Wort. Die Welt muss einfach die ganze schreckliche Wahrheit erfahren.

Er sieht durch Israel eine dritte Front eröffnet und weiß, als der größte Schreibtischgeneral aller Zeiten mit Durchblick, Übersicht und Verständnis von Taktik und Strategie natürlich schon jetzt,“daß dieser Feldzug genauso im blutigen Morast steckenbleibt wie die beiden anderen“ in Afghanistan und dem Irak. Gerade, weil die dritte Front scheitern wird, müssen die Neocons gleich eine vierte (Syrien) und fünfte (Iran) Front eröffnen, so will es Elsässer den Lesern glaubhaft machen. Denn die dritte Front würde, so glaubt es der große Stratege Elsässer zumindest, ja gerade deshalb scheitern, „weil sie [Anmerkung: die Hisbollah] von Damaskus und Tehe­ran unterstützt wird“ und „ein »neuer Naher Osten« (Condoleezza Rice) sei nur möglich, wenn diese Regime beseitigt würden. Der Angriff auf Syrien und Iran aber würde die bisher disparaten Brandherde zu einem einzigen Feuersturm zusammenfassen.

Es handelt sich also um eine Frontbegradigung! Die größte aller Zeiten übrigens. Damit im Libanon der Frieden wieder einkehren kann, müssen tatsächlich die beiden Regime beseitigt werden oder dahingehend beeinflusst werden, daß sie die Unterstützung der Hisbollah aufgeben. Syrien ließe sich wahrscheinlich noch am leichtesten aus der Achse der Idioten lösen. Denn seine Anlehnung an den Iran erfolgt nicht aus ideologischer Konformität, sondern aus der schlichten Tatsache heraus, daß Syrien international isoliert ist. Der herrschende (rechte) Flügel der Baath-Partei ist mehr als orientierungslos und hat sich dem Iran an die Brust geworfen.

Aber widmen wir uns wieder Elsässer. Er ist nicht nur ein Experte was Weltkriege betrifft, sondern er kennt sich auch an der Heimatfront aus. Sein Steckenpferd sind ja die Antideutschen, denn sie sind schliesslich die Handlager der Neocons. Dazu später mehr. Elsässer beschäftigt die Bandbreite der Redner der Demonstration „Für Israel – und sein Recht auf Selbstverteidigung“ und stellt fest: „Zum ersten Mal hatten sogenannte antideutsche Gruppen Redner der CDU für eine ihrer Demonstrationen gewinnen können.“ Zur Demonstration „hatten die Zeitschrift Bahamas und ihre Satelliten aufgerufen, erst im zweiten Schritt hatte sich dann die Jüdische Gemeinde zu Berlin mit einem Flugblatt „Für Frieden – gegen Terror von Hisbollah und Hamas“ angeschlossen.“ Jetzt wissen wir es also: „Die Bahamas und ihre Satelliten“ sind also ein Puzzlestück der Heimatfront und diesen bahamitischen Verschwörern ist ja grundsätzlich alles zuzutrauen. Während sich die jüdische Gemeinde im Demo-Aufruf zur „Bekämpfung der Hisbollah“ bekenne, würden die Antideutschen „die vollständige Zerschlagung der Hisbollah“ fordern. Es sollte doch keine Frage sein, daß die Hisbollah bekämpft werden muss und zwar mit dem Ziel, sie als militärische Größe auszuschalten. Entweder sie gibt freiwillig alle Waffen ab oder ihr werden die Mordwerkzeuge aus der Hand geschlagen. Da die internationale Gemeinschaft die vollständige Umsetzung der UNSR-Resolution 1559 und die Aufrüstung der Hisbollah mit Kurzstreckenraketen syrischer und iranischer Produktion verschlafen hat, ist es nur richtig, wenn Israel sich verteidigt. Elsässer kommt natürlich zu jenem Argument, daß man in diesen Tagen sehr häufig, gerade aus der linken Ecke, zu hören bekommt: „Und was ist mit den Hunderttausenden auf der Flucht, den 600 Toten, den zerstörten Wohnquartieren, den 200 zerfetzten Kindern, dem Einsatz von Streubomben?

Ja, die zerfetzten Kinder. Bin ich eigentlich der Einzige der es empörend findet wie tote Kinder in die Kameras der Weltpresse gehalten werden? Aber Elsässer könnte ja mal die Hisbollah fragen, warum sie bewusst Zivilisten in Häuser pfercht und dann vom Dach Raketen abfeuert und warum sie in Wohnvierteln Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenstellungen einrichtet. Die Faschisten der Hisbollah halten sich nicht an das Völkerrecht und machen zivile Gebiete zu Schlachtfeldern. Eine ähnliche Taktik verfolgten die Totenkopfverbände der Waffen-SS. Für die Hisbollah zählt das Leben eines Zivilisten nichts. Selbst wenn es ein Libanese ist.

Der Artikel von Matthias Küntzel „Der deutsche Pazifismus ist verlogen“ lässt Elsässer so richtig in Fahrt kommen und er zaubert Joseph Goebbels aus dem Hut:

Der Redaktion von Spiegel-online hat das Pamphlet so gut gefallen, daß sie Küntzel gleich zum Nachschlag aufforderte. »Während die Hisbollah durch den Einsatz von Streubomben auf israelische Bevölkerungszentren so viele Zivilisten wie möglich töten will, sucht Israel, die Zahl der zivilen libanesischen Opfer so gering wie möglich zu halten, auch wenn dies die Militäreinsätze erschwert«, durfte man dann in einem der größten deutschen Internetportale lesen. Gegenüber diesen Lügen von geradezu Goebbelsscher Qualität fällt Osten-Sacken in der Printausgabe der Welt etwas ab.

Was Elsässer hier als Lüge bezeichnet, ist nichts anderes als die Realität. Leider passt die Realität nicht in das Weltbild von Jürgen Elsässer und um diesen Realitätsverlust zu rechtfertigen greift er zum beliebten Goebbels-Vergleich. Doch Jürgen Elsässer legt noch ordentlich nach. Diesmal ist Hermann Gremliza dran:

Es blieb einmal mehr Altmeister Hermann Gremliza vorbehalten, seinen Nachwuchs noch in den Schatten zu stellen. Im Editorial der August-Ausgabe von Konkret schreibt er: »Dieser Krieg, der lange dauern und mit sehr wechselndem Einsatz geführt werden kann, endet entweder – und im besten Fall – mit der vollständigen Entwaffnung von Hamas, Dschihad, Al-Aksa-Brigaden und Hisbollah, bis zu welcher die Räumung der Westbank aufgeschoben wird, oder mit einem ganz anderen Krieg, in dem Israel jene Staaten, die eine zweite ›Endlösung der Judenfrage‹ betreiben, Syrien und den Iran allen voran, mit jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht.«

Diesen Drechselsatz sollte man sich einrahmen– er formuliert das Programm für einen atomaren Weltkrieg. Im Unterschied zur israelischen Regierung will der Konkret-Chef nicht nur Hisbollah entwaffnen, sondern alle militanten arabischen und islamischen Gruppen. So lange könne es keinen Frieden und schon gar keinen Rückzug aus dem Westjordanland geben. Falls die Entwaffnung dieser Gruppen nicht gelänge– und jeder Militärexperte weiß, daß sie nicht gelingen kann –, müsse Israel zuerst (»allen voran«) Sy­rien und den Iran angreifen, also vermutlich noch weitere Staaten – und zwar »mit jeder Waffe, die ihm zu Gebote steht«. Israel stehen unter anderem, das weiß Gremliza, schätzungsweise 200 Atombomben zu Gebote.

Also, die bösen Antideutschen propagieren einen Atomkrieg gegen Syrien und den Iran und sind eigentlich schon längst zu Exlinken mutiert und werden „je verbissener sie für den Krieg trommeln, vom Mainstream beachtet und gefördert werden.“ Das ärgert Elsässer wohl maßlos, denn „Osten-Sacken in der Welt, Küntzel bei Spiegel-online, in Cicero und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, Konkret-Autor Markus Bickel in FAZ und Zeit“ werben für das Selbstverteidigungsrecht Israels und die Neutralisierung der Hisbollah. Elsässer versteigt sich zu einem fragwürdigen Vergleich und glaubt zu erkennen, daß „der große Karrierevorteil der Antideutschen“ jene Fahigkeit sei, „kaltschnäuzig Auschwitz instrumentalisieren [zu] können wie die in Washington tonangebenden Neocons.

Jetzt ist es raus: Die Antideutschen und die Neocons marschieren Hand in Hand in den nuklearen Holocaust. Dank ihrer Karriere können sich die tonangebenden Neocons in Washington und die deutschen Mutant Neocons einen Platz im Bunker sichern und sind auserwählt die Welt nach einem Atomkrieg neu zu bevölkern. Als Hintermänner hat Elsässer zwei Neocons in Washington entarnt. Der Sicherheitsberater Richard Perle und David Frum, ehemaliger Redenschreiber des aktuellen US-Präsidenten, würden „zu immer neuen Kriegen aufhetzen.“ Natürlich unter dem Vorwand einer drohenden zweiten „Endlösung der Judenfrage

Dann beweisst Elsässer erneut überragendes Wissen im Völkerrecht:

Bush verkündete nach dem 11. September, man werde beim »Krieg gegen den Terror« keinen Unterschied machen zwischen den Gewalttätern und den Staaten, die sie beherbergen. Das ist die Parole, unter der Israel den Libanon einäschert– zum Entsetzen der Welt, aber unter dem Beifall der Antideutschen.

Große Teile, nicht nur der Linken, klatscht der Hisbollah Beifall. Dieser angeblichen Widerstandsbewegung. Diese sei mindestens so Edel wie die Resistance und beschütze ja nur die armen Kinder. Deshalb werden ja die Raketen der Hisbollah gerne nahe oder auf Häusern mit Kindern platziert. Dann ist auch sofort der Mann mit dem grünen Helm zur Stelle und die Pazifisten vergießen zu Hause Tränen wegen der Kinder, die durch die Feigheit und Mutwilligkeit der Hisbollah zerfetzt wurden. Viele Linke sitzen im Che T-Shirt vor der Glotze, ballen die Faust und schwören Rache, weil das arme und unterdrückte Volk der Libanesen so unter den Faschisten der Hisbollah zu leiden hat. Zum Völkerrecht: Der Libanon hat die völkerrechtliche Verpflichtung, daß von seinem Territorium keine kriegerischen Handlungen gegen souveräne Nachbarn erfolgen. Kann er das nicht gewährleisten, so haftet er und gilt als Aggressor-Staat.

Elsässer glaubt auch erkannt zu haben, daß jene „die ursprünglich als Antideutsche angetreten sind, haben sich im Laufe der Jahre zum durchaus deutschen Ableger der Neocons gemausert.“ Immer diese Etiketten! Dann zeichnet Elsässer den Weg der Neocons in den USA nach und sieht die Wurzeln der Neocons bei Linken, die „sich aus Haß auf den orthodoxen Kommunismus und die Sowjetunion in den sechziger Jahren zunächst der Demokratischen Partei“ angeschlossen hätten und dann in den siebziger Jahren bei den Republikanern landeten, weil sich die Demokraten vom Vietnamkrieg abgesetzt hätten und unter der Reagan-Administration wäre dann der zweiten Generation der Neocons „der Sprung in den Vorhof der Macht“ gelungen. Elsässer zieht sein Fazit und will die Machtergreifung der Necons in USA festgestellt haben, denn „seit Mitte der Neunziger sind die Neocons bei den Republikanern tonangebend, ihr Project for a New American Century (PNAC) ist die Blaupause für die derzeitigen und künftigen Kriege. Unter Bush jun. gelangten zehn der 18 Unterzeichner des PNAC-Manifestes in die Regierungsmannschaft, neben Perle und Frum noch Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz, Douglas Feith als Nummer drei im Pentagon, Lewis Libby als Büroleiter von Vizepräsident Dick Cheney sowie der aktuelle UN-Botschafter John R. Bolton. »Die Tatsache, daß die meisten der jüngeren Neocons niemals links waren, ist unbedeutend; sie sind die intellektuellen … Erben älterer Exlinker«, faßte Michael Lind im Labourorgan New Statesman zusammen.

Wenn das schon in den USA so ist, dann müssen diejenigen, die in Deutschland für das Selbstverteidigungsrecht Israels (böse Kriegstreiber!) sind, ja automatisch von Linken zu Ex-Linken und dann zu Mutant Neocons werden. Da ist sich Elsässer wohl sicher und stellt dann einige Fragen an die Antifa, jedoch nicht ohne eine gehörige Portion Mutant Neocon Bashing, denn was Elsässer bei den Neocons und vor allem bei den Mutant Neoconserschreckt, ist die Kälte, mit der sie den Massenmord kalkulieren und beklatschen, und die konsequente Mißachtung des Völkerrechts, um ihre Vorstellung von einem »neuen« Nahen Osten oder einer besseren Welt durchzusetzen.“ Elsässer blendet natürlich vollkommen aus, daß die Hisbollah seit Jahren Raketen auf Nord-Israel abfeuert, die Vernichtung der Juden in Israel fordert und sich als Erben Hitlers betrachtet. Er verwechselt Ursache und Wirkung und was ich viel bedenklicher finde, ist das Schweigen Elsässers zu den Verbrechen der Hisbollah. Elsässer legt noch ordentlich nach und will der Antifa vor Augen führen mit welchem Gesindel es sich da einlässt, denn „es gibt in der heutigen westlichen Gesellschaft keine andere Strömung, die mit so viel Menschenverachtung das Töten in Afghanistan, im Irak, im Libanon begrüßt und mit ihren Mitteln zu befördern sucht wie diese.

Welche ist dann die Gegenströmung zu den Neocons und welche Ideologie vertritt sie? Sieht sie mit Freude die Taliban zurück an der Macht und feiert Saddam als Befreier der Iraker und die Hisbollah als Weiße Rose von Beirut? Dann greift Elsässer ganz tief in die Trickkiste und fordert die Antifa auf doch endlich zu erkennen, daß die Antideutschen ja eigentlich genauso schlimm sind wie die Nazis und fragt: „Müßten Linke angesichts dessen nicht einen ganz klaren Trennungsstrich ziehen und sagen: Genausowenig, wie wir mit alten und neuen Nazis eine gemeinsame Veranstaltung oder Demonstration veranstalten wollen, lehnen wir auch jedes Bündnis mit den Antideutschen ab?

Sicherlich müssen Linke einen Trennungsstrich ziehen, aber doch erst mal zu den Faschisten der Hisbollah und nicht noch auf Demos rennen, auf denen der Mörder und Fanatiker Nasrallah als Widerstandkämpfer gefeiert wird und Israel das Existenzrecht abgestritten wird. Dazu gesellen sich ab und zu noch Neonazis zu den Friedensdemos. Da muss die Linke eine Grenze ziehen. Damit wäre aber auch Elsässer draußen. Das will er wohl verhindern und möchte die Aufmerksamkeit stattdessen auf die kaltblütigen und herzlosen Mutant Neocons Made in Germany lenken.

Dann wendet sich Elsässer dem Faschismus zu. Natürlich so wie er und seine Freunde und Vorbilder ihn definieren:

Deshalb ist es naheliegend, Faschismus nicht primär phänomenologisch, sondern ökonomisch zu definieren, also zu der Kennzeichnung zurückzukehren, die die Komintern auf ihrem 7. Weltkongreß 1935 unter Federführung von Georgi Dimitroff vorgenommen hat – als die »Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals«. Diese Elemente waren vor 75 Jahren hauptsächlich in Deutschland und sind heute in den USA zu finden; in beiden Fällen war das jeweilige Kapital auf dem freien Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig und mußte die Flucht nach vorne, zur militärischen Beherrschung des Weltmarktes, antreten. Eine Machtergreifung der Nazis in Deutschland gab es nie; was stattfand, war eine Machtübertragung, und die wurde vom Großkapital in dem Augenblick beschlossen, in dem auch die bis dahin weltmarktfähige Elektro- und Chemieindustrie keinen anderen Ausweg mehr sahen als die Eroberung, den Weltkrieg.

Die einen sagten es sind die imperialistischen Elemente des Finanzkapitals und andere sprachen vom internationalen Finanzjudentum. Die Komintern ist nicht gerade eine gute Instanz, wenn es um die Definition von Faschismus geht. Aber Elsässer geht ja noch weiter. Er vergleicht die heutigen Verhältnisse in den USA mit denen in Hitler-Deutschland und will erkannt haben, daß „aus der spezifischen Situation des damaligen Deutschlandssich die Virulenz des Antisemitismus“ ergeben hätte, was ja, „folgt man den frühen Analysen des Historikers Götz Aly, für die profitable Zurichtung Osteuropas auch funktional war.“ Doch die USA stehen heute vor einem ganz anderen Problem, denn: „In ihrem Hauptexpansionsraum, dem Nahen und Mittleren Osten, ist der jüdische Staat treuester Verbündeter, während es Moslems sind, die ihrem totalen Zugriff auf die Öl- und Gasquellen im Wege stehen.“ In einer solchen Situation wäre Antisemitismus nicht besonders empfehlenswert. „Deswegen hat der Antiislamismus den Antisemitismus als wichtigste Haßideologie des Imperialismus abgelöst.“ So ist das mit dem Imperialismus: er braucht immer eine Haßideologie und nach den Juden sind jetzt eben die Muslime an der Reihe ins KZ zu marschieren, denn Imperialismus und Kapitalismus brauchen Menschenblut, um die Maschinerie des Bösen am Laufen zu halten. Elsässer meint, daß nur noch die rückständigen Irren von der jüdischen Weltverschwörung reden würden und „im Mainstream von Politik und Medien hat sich statt dessen die islamistische Weltverschwörung als neue Wahnideologie etabliert.

Mittlerweile hat der sich größte Schreibtischgeneral aller Zeiten und Chef-Stratege des 3. Weltkriegs in Fahrt gebracht und vergleicht die Neocons mit Hitler:

So wie Hitler und die Seinen kontrafaktisch die russischen Bolschewiken und die westlichen Plutokraten als Befehlsempfänger der »Weisen von Zion« halluzinierten, so phantasieren die Neocons eine einheitliche Front von den sunnitischen Taliban und den schiitischen Persern, über die Baathisten im Irak und Syrien bis zu den Nasseristen im Libanon und den Kommunisten in der PLO, obwohl sich diese Kräfte in der Vergangenheit zum Teil bis aufs Messer bekämpft haben.

Das behauptet ja auch fast niemand und zum Glück gibt es Bruchlinien zwischen den diversen Interessen innerhalb der islamischen Welt. Darum unterstützen ja auch die Regierungen in Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien und anderen arabischen Ländern den Verteidigungskrieg den Israel gezwungen ist zu führen. Wenn auch hinter vorgehaltener Hand. Denn diese Länder haben kein Interesse an der Hegemonie des Iran und seines klerikal-faschistischen Regimes. Aber auch der einfache Araber auf der Straße sieht die Situation durchaus kritisch und ihm ist der Fundamentalismus der Mullahs nicht geheuer. Die Solidarisierung mit der Hisbollah hält sich in Grenzen, auch wenn die Feindschaft und der Hass auf Israel noch mehr als lebendig ist innerhalb der Ummah.

Dann scheinen bei Elsässer endgültig alle Sicherungen durchzubrennen und er begibt sich in die Niederungen der Dummheit und poltert: „Guantánamo ist ein KZ; es ist keine Todesfabrik wie Auschwitz und auch mit Dachau nicht zu vergleichen, wohl aber mit den Lagern von Mussolini.

Also, eher wie ein stalinistischer GULAG? Was wohl die Komintern dazu sagen würde, wenn es sie noch geben würde? Der Faschismus habe sich noch nicht durchgesetzt, aber „wegen der steigenden eigenen Verluste kommen die Neocons sogar unter Kritik von den pragmatischen Imperialisten wie George Soros oder Zbigniew Brzeszinski.“ Daher müssten die Neocons „Cheney, Rumsfeld, Perle und Wolfowitz jetzt dringend einen neuen Krieg vom Zaun brechen“, denn, und nun zeichnet Elsässer ein Szenario des Schreckens, „wenn es auf der ganzen Welt brennt, wenn Atomfeuer in Teheran wüten und – in Reaktion oder als Inside job – neue Terroranschläge die westlichen Zentren verwüsten, werden die Neocons diktatorische Vollmachten verlangen, um – wie pervers – die Freiheit zu verteidigen.

Hat Elsässer etwa die geheimen Weltherrschaftspläne der Neocons und ihrer Ableger in Deutschland, der Mutant Neocons, aufgedeckt? Dann muss schnell gehandelt werden, denn die Imperialisten haben den Finger schon über dem roten Knopf und wollen die Atomfeuer in Teheran wüten sehen, um damit Terroranschläge zu provozieren, die als Vorwand zur Errichtung des Faschismus dienen. Diesmal wollen die Neocons schlauer sein: Erst der (nukleare) Holocaust, dann die Machtergreifung. Um Terroranschläge zu „provozieren“ braucht man keine Kernwaffen einsetzen. Die ArbeiterInnen, SchülerInnen und RentnerInnen in den U-Bahnen von Madrid und London haben, durch ihre Liebe zur Freiheit und durch die Tatsache frei zu sein, die armen Opfer des Imperialismus schon genug provoziert, um von den „Widerstandkämpfern“, in Stücke gerissen zu werden. Das alles natürlich nur deshalb, weil die Menschen in Spanien und Großbritannien sich nicht gegen ihre Regierungen, die auch etwas für die Freiheit der Menschen im Irak tun wollten, erhoben haben. Chapeau, Herr Elsässer!

Legen Sie jetzt bitte Schweigeminute am Bildschirm ein. Soviel Genialität muss man wirken lassen.

Die Frage von Jürgen Elsässer, ob „die Neocons die Faschisten unsere Zeit“ sind ist rein rhetorischer Natur, denn durch seine tiefschürfenden Erklärungen hat er ja den Lesern längst die Hinterhältigkeit der Neocons vor Augen geführt. Doch Elsässer will dem letzen Antifa-Simpel unbestreitbar beweisen, daß die Neocons die originären Feinde aller friedensliebenden Menschen sind, was aber schwierig zu verdeutlichen sei, weil „diese Leute sich in der Regel als Antinazis definieren“ und „sich auf die Lehren aus dem Holocaust“ berufen würden und „ein neues Auschwitz verhindern“ wollen „und deswegen sind sie für den Massenmord.“ Da fragt man sich, was Elsässer denn gegen ein neues Auschwitz unternehmen würde? Als größter Schreibtischgeneral aller Zeiten weiß er doch bestimmt schon eine Antwort, oder?

Elsässer nennt das „eine ungeheuerliche Demagogie“ und sieht Ähnlichkeiten mit der „Hitlerschen Propaganda“ und sieht den Begriff des Antifaschimus durch die Neocons entführt, um „das Gegenteil zu lackieren“ und zieht, welche Überraschung, wieder einen Nazi-Vergleich aus dem Hut. Diesmal muss Julius Streicher herhalten, um die Verderbtheit der Neocons offenzulegen. Aber Elsässer wäre nicht Elsässer, wenn nicht noch mehr auf Lager hätte, denn jetzt ist schon von Barbaren die Rede:

Unabhängig davon, mit welchem Terminus man die neuen Barbaren kennzeichnet: Sie sind gefährlicher als die Erbverwalter des historischen Faschismus. Unter denen befinden sich zweifellos Hetzer und Totschläger in großer Zahl– aber anders als den Schlägerbanden der SA in den zwanziger Jahren fehlt ihnen die Rückendeckung des Kapitals.

Da könnte man ja fragen, wer das Kapital hat und wenn man sich diese Frage im Sinne von Elsässer beantwortet hat, dann sollte einem ja klar werden, warum die Neocons sich so an Israel rankuscheln. Elsässer beschwört zwar die Linke zur Aufrechterhaltung der „Abgrenzung zu Nazis und Antisemiten in allen Spielarten„, aber macht sich gleich für den einfachen Mann stark, der „von Nation und Gott nicht lassen kann“ und deshalb durch die „Einflüsterungen der Antideutschen“ in die Naziecke gestellt wird. Auch macht er sich Gedanken um die „Fußballfans mit den Deutschlandfahnen, die vielen Linken wochenlang schlaflose Nächte bereiteten“ und sich dann Gott und Nation sei Dank als „ganz normale Mitbürger“ entpuppten und, wieder sei Gott, der Nation und Umfragen gedankt, den aktuellen Krieg ablehnen würden.

Dann holt der friedensbewegte und größte Schreibtischgeneral aller Zeiten zum Fazit aus und sieht durch seinen Feldstecher, daß „im Libanon kämpfen Islamisten, Nationalisten und Linke Schulter an Schulter gegen die Aggressoren„.

Yeah, Baby! Die anti-imperialistische Volksfront marschiert gegen das Unrecht der Welt. Ein linker Traum wird wahr! Doch Elsässer bremst gleich den Traum von der Weltrevolution und erkennt „ein Zweckbündnis zwischen Gruppierungen, die sich bis dato oft spinnefeind waren.“ Natürlich hat dieses Zweckbündnis laut Elsässer nicht nur großes Potenzial, sondern auch noch die Geschichte auf seiner Seite, denn „ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg, als die Antipoden Stalin und Churchill samt ihrer Anhängerschaft auch gemeinsame Sache machen mußten, obwohl sie das ursprünglich gar nicht wollten.Sie waren dazu gezwungen, wenn sie überleben wollten. So ist das nun mal in einer Weltkriegssituation.

Der grösste Schreibtischgeneral aller Zeiten hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Da der Westen nur noch aus Kriegstreibern, Atombombenjunkies, Kinderzerfetzern, Mutant Neocons und allerhand barbarischem Gesindel besteht, muss eben die islamisch-persisch-arabische Volksbefreiungsfront den Westen vom drohenden Faschismus befreien und den Imperialismus vom Angesicht der Erde fegen. Dann mal ans Werk die Herren Elsässer und Nasrallah. Die Entrechteten warten auf die Befreiung!

Gute Nacht Deutschland

Der Artikel von Jürgen Elsässer erschien am 2.8.2006 auf Seite 10 der Zeitung „junge Welt“ und hier im Onlineteil der „junge Welt“: http://www.jungewelt.de/2006/08-02/003.php


13 Kommentare

Kurt Beck vs. Titanic – Es gutmenschelt in der Blogosphäre

In einem Interview mit der Zeitung Junge Welt hat Thomas Gsella, der Chefredakteur der Satirezeitschrifft Titanic, Stellung genommen zu der einstweiligen Verfügung, die Kurt Beck gegen die aktuelle Ausgabe der Titanic erwirkt hat . Gewohnt ironisch klärt Thomas Gsella Beck und alle anderen Humorlosen und überbesorgten Gutmenschen über die Intention der Titanic auf:

….

Also alles nur heiße Luft?

Das Heft liegt weiter lustig am Kiosk und wird, wie unsere Gewährskioske mailen, gerne gekauft. Wir haben ja weder behauptet noch behaupten wollen, daß Beck eine Bestie ist, die abgeknallt gehört. Das tut man nämlich nicht. Das hat unsere Anwältin auch der Gegenseite klargemacht. Offenbar mit Erfolg; zur Zeit tun Becks Anwälte gar nix.

Und wann würden die angedrohten 250 000 Euro Ordnungsstrafe fällig?

Vermutlich für den Fall, daß wir als Redaktion und Verlag mit einem riesigen Plakat mit Beck drauf durch die Straßen ziehen und skandieren: »Knallt die Bestie ab!« Das werden wir nicht tun und würden es im übrigen auch dann nicht tun, wenn Beck es nicht verboten hätte.

….

Mit dem SPD-Chef ist also völlig unbegründet der Bär durchgegangen?

Ganz und gar. Im Grunde müßte er uns doch dankbar sein, daß wir uns für den Artenschutz einer offenbar bedrohten Braunbärversion starkmachen und Beck zu diesem Zweck auch noch als Alphakoloß ins Feld zu schicken. Wir haben uns allerdings vertan. Ein Leser, der Biologe ist, hat uns überzeugt, daß Beck wegen seiner Kinn- und Backenpartien kein Bär ist, sondern arschklar ein Hamster.

Und Hamster würde kein Mensch abknallen, weil die so putzig aussehen.

Eben, und Problemhamster gibt es praktisch gar nicht. Eigentlich ist der ganze Titel Mist.

….

Eigentlich müßten Sie sich doch sogar bei ihm bedanken – für die tolle Publicity.
Die SPD muß sich bei uns bedanken. Mit einem Schlag hat sie der ganzen Welt gezeigt, daß sie eine eher halbintelligente und vollständig humorlose Bizarrgruppierung ist; eigene Flyer wären da viel teurer gewesen. Andererseits weiß ich nicht, wie viele Bären- oder Hamsterhalter jetzt in die SPD eintreten. Oder aus ihr raus? Keine Ahnung …

….

Der Trierer Medienblog schliesst sich der Kritik am Vorgehen des SPD-Vorsitzenden an und schreibt recht überzeugend:

Meiner Ansicht nach ist das Vorgehen Beck’s ungerechtfertigt. Der alte Satz “Satire darf alles, solange sie nur trifft”, greift, denn diese Satire trifft zweifellos. Wer hat beim Anblick des bärtigen, gemütlich wirkenden Rheinland-Pfälzers nicht schon mal an einen Bären gedacht. Durch sein politisches Amt ist Beck außerdem eine Person des öffentlichen Lebens, die sich eine (auch kritische oder satirische) Auseinandersetzung mit seiner Person eher gefallen lassen muss als ein Privatmann. Den Aufruf “Knallt die Bestie ab!” kann man hier auch keinesfalls als Aufruf zu einer Straftat ansehen, da das potentielle Zielpublikum der Titanic durchaus in der Lage ist, die Aufforderung als Satire zu dekodieren.

Der heuteblog schliesst sich der allgemeinen Kritik an Beck an und kommt zu dem Schluß:

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!

Fresse halten ist ein gutes Stichwort. Es gibt ja auch Blogs, die das nichts so sehen wie der Mainstream der Blogosphäre. Und das ist gut so! Denn was wäre die bunte Welt der Blogs, ohne die Sektierer und deren verschrobenen Deutungen der Realität. Auch wenn es noch so schmerzt, aber solche Blogger braucht das Land. Meistens ist es so, daß das genaue Gegenteil von dem richtig ist, was dort vertreten wird. So bald man mit ihnen einer Meinung ist, wird es gefährlich. Ich will hier keine Namen nennen. Ein Blick auf meine Nerd-Blogroll sollte genügen.

In meinem gestrigen Post (hier gibt es auch das verbotene Titelbild) über den Streit zwischen der Titanic und Kurt Beck hatte ich auch ein paar Reaktionen anderer Blogger vorgestellt. Die meisten sind der Meinung, das Beck vollkommen überzogen reagiert hat. Doch es gibt einen Blogger der anderer Meinung ist. Es war der einzige Blog, den ich gestern fand, der sich gegen die Titanic stellte. Ich schrieb gestern über den Blog Begleitschreiben:

Begleitschreiben verirrt sich im gutmenschlichen Dickicht und versteigt sich zu einem fragwürdigen Vergleich:

Man stelle sich ein Titelbild auf der Bild-Zeitung mit einem Farbigen vor: Knallt ihn ab. Das würde von denen, die so heftig für die Meinungsfreiheit eintreten und fast kollektiv Herrn Beck Humorlosigkeit bescheinigen, bestimmt als Affront aufgefasst und zu Recht auf das heftigste bekämpft werden.

Schlimm genug, daß Begleitschreiben hier mit dem Wort “Farbigen” die Terminologie der Rassisten verwendet. Aber egal. Wer nicht zwischen BILD und Titanic differenzieren kann und eine solch typisch deutsche Humorlosigkeit beweisst, dem ist nicht mehr zu helfen. Man merkt die WM ist für Deutschland vorbei und nun widmen sich die Kleinbürger wieder den wirklich wichtigen Dingen. Herr Beck hat schon mal ordentlich vorgelegt.

Schon beim Schreiben hatte ich das Gefühl, daß hier eine heftige Reaktion zu erwarten ist. Doch nichts passierte. So dachte ich. Doch Gregor Keuschnig hatte längst einen Kommentar abgegeben. Doch dieser blieb im Askimet-Spam-Filter hängen und wurde erst heute morgen von mir entdeckt und befreit. Ich hatte es schon geahnt: Gregor Keuschnig hatte längst den Vorwurf der Zensur erhoben:

Interessant die Phase der Denunziation in der Bloggosphäre. Gemäss Telegehirn“ (sic!) – dem „libertären Blog“ verwende ich die Sprache eines Rassisten, weil ich das Wort „Farbige“ verwende und übe mich in „Gutmenschentum“ (ein Begriff, den Victor Klemperer in der LTI eindeutig als Vokabular der Nationalsozialisten zuordnet). Da soll ich wohl demnächst dem Zensor Betreiber vorher eine politisch-korrekte Version zuschicken, damit er sein libertäres Mütchen kühlen kann.

Ich bitte davon abzusehen mir Posts zur Zensur vorzulegen. Dazu fehlt mir die Zeit. Lieber Herr Keuschnig, was haben Sie denn gegen Libertäre? Hat Ihnen mal einer die Freundin ausgespannt oder haben Sie einfach eine Überdosis Marx im Blut? Ihre Gründe sind mir vollkommen egal und das Sie anfangen mental zu onanieren, wenn Sie sich Gedanken über das Wort Telegehirn, seine Bedeutung und Herkunft machen, ist ein Zeichen für Ihre argumentative Not. Sie sind nicht der erste Blogger, der sich darauf stürzt und meint über etwas schreiben zu können, worüber er eigentlich gar nichts weiß. Ich kann Ihnen gerne etwas behilflich sein. Telegehirn geht nicht auf jenen urtümlichen Computer Mr. Altus/Telegehirn zurück. Vielmehr beziehe ich mich auf den Kurzfilm die Blumeninsel/Insel der Blumen aus dem Jahr 1989. Ich verlinke auch eine Seite mit weiteren Informationen. Ich kann ihnen auch gerne eine Privatkopie zukommen lassen. Sie sollen ja nicht in Dummheit sterben. Aber lassen Sie mich zu dem von Ihnen verwendeten Wort „Farbigen“ kommen. Mir fiel das Wort sofort auf und ich musste an Kewil denken und seinen Angriff auf den braunen Mob. Daher meine harte Kritik. Der Begriff des Gutmenschen hat heutzutage eine vollkommen andere Bedeutung als zu Zeiten Klemperers.

Einen Kommentar hier oder einen Trackback oder einen Hinweis setzt er natürlich nicht. Mein Kommentar ist nicht angekommen; ich nehme mal an, ein technischer Defekt. Oder man will unter seinesgleichen bleiben. Auch gut.

Wie Sie in meinem Post lesen können, habe ich zahlreiche Blogs zitiert und mitnichten habe ich die Zeit in allen einen Kommentar zu hinterlassen. Ein Trackback wird normalerweise von WordPress automatisch gesetzt. Ich habe das jetzt noch einmal manuell bei mir eingefügt. Sollte bei Ihnen nichts angekommen sein, dann sollten Sie einmal Ihre Software überprüfen. Es war also kein technischer Defekt, sondern, wie ich schon oben geschrieben habe, ist ihr Kommentar im Spam-Filter hängengeblieben. Warum das so passiert ist, kann ich Ihnen nicht sagen, aber die Ursache dürfte wohl eher bei Ihnen zu suchen sein. Sie hätten mir auch eine Mail schicken können oder ist Ihnen das zu anstrengend und könnte Ihre Opferrolle gefährden?

Naja, wer eine derartig verqueres Weltbild hat… Interessanterweise wird wenige Zeilen später wird von „Du bist Meinungsfreiheit“ gesprochen – dabei ist es ja exakt das, was man nicht will.

Entschuldigen Sie bitte, aber wer einen solchen Unfug über Peter Handke schreibt, der sollte sich einmal Gedanken über das eigene verquere Weltbild machen. Es heisst richtig: „Du bist die Meinungsfreiheit„. Die dahintersteckende Ironie ist Ihnen wohl auch nicht begreiflich zu machen. Aber verteidigen Sie nicht das Verbot der Titanicausgabe? Dann wollen Sie doch keine Meinungsfreiheit?!?

Interessanter Gedanke parallel dazu – gerade in Foren und Blogs: Diejenigen, die am lautesten nach „Demokratie“ und „Meinungsfreiheit“ rufen, sind oft identisch mit denjenigen, die repressiv oder hinterrücks agieren.

Jetzt werden Sie aber frech und beginnen mir Dinge zu unterstellen die so nicht richtig sind. Weder agiere ich repressiv noch hinterrücks. Das grenzt an „Verleubnung“. Da kann ganz leicht der Justizbus bei Ihnen vorfahren. Ich denke, daß Sie keine Kritik vertragen.

Vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal die Gelegenheit, den Betreiber dieses Blog „zum Abschuss freizugeben“. Selbstverständlich nur rein satirisch.

Das ist schon längst geschehen. Der „etablierte Starblogger“ „ca“ hat damit gedroht mich anzuzünden. Dabei fehlt leider seitens des geistesgestörten „ca“ jegliches Element der Satire. Nicht das ich jetzt sonderlich Angst hätte. Durch solche Vollidioten lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Kritik und auch solche Angriffe muss man schon aushalten können.
Lieber Gregor Keuschnig,

Sie sollten sich noch einmal den Kommentar von Fellow Passenger durchlesen. Am besten lesen Sie ganz langsam. Hier ein Auszug:

Ihrem Vergleich mit der „Bild“ vermag ich nicht zu folgen. Wäre der beanstandete Titel so wie er ist in „Bild“ erschienen, wäre das nicht hinnembar, weil die „Bild“ (warum auch immer) als Tageszeitung gilt und man annehmen müsste, die Aufforderung sei ernst gemeint.

Dafür braucht es keinen „Farbigen“. Den Begriff beanstandet Telegehirn völlig zurecht, denn er ist diskriminierend. Das ist er weil er die Menschen in Weiße und den Rest teilt, ohne diesem Rest zuzugestehen, verschiedener Hautfarbe zu sein.

Ich bin mir nicht ganz sicher in welche politische Schublade ich Sie einordnen soll. Aber eines ist sicher: Sie sind ein Gutmensch. Ihr Beitrag „Betrachtungen eines vermutlich Überempfindlichen„, ist ein Paradebeispiel für das moderne Gutmenschentum. Dort ziehen sie einen Vergleich zwischen Gesten von Franz Beckenbauer, die er in der aktuellen Yello-Strom-Werbung macht und einer Geste Hitlers aus den letzten Tagen des Diktators, als er im Garten der Reichskanzlei Hitlerjungen auszeichnete. Jetzt weiß ich es: Sie sind das linke Gegenstück von Kewil.