Telegehirn

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Huzzah for Mr. Wiary!

Heute vor 15 Jahren erfand er das Wiary und ich gratuliere überschwänglich dem Erfinder. Das sich der Name Wiary nicht etablieren konnte, ist nicht wirklich seine Schuld, denn er war mehr als ein Jahrzehnt auf der ganzen Welt für Frieden und Eierkuchen im Einsatz und in der Zwischenzeit wurde seine Idee gestohlen und in Blog umbenannt. Auf das die nächsten 15 Jahre genauso so fruchtbar werden. In der nächsten Woche verrate ich dann, wie und wann, einige meiner Freunde und ich das Internet erfanden.


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J’Accuse!

Ich klage heute mal keine Antisemiten, Antizionisten, Antiimperialisten, Rassisten, Faschisten (Ob rot oder braun.) oder Diktatorenfreunde an. Ich möchte auf einen sehr beschämenden Vorgang hinweisen, denn ein schlimmer sexueller Denunziant treibt in der Blogosphäre sein Unwesen. Jetzt ist diesem sexuellen Denunzianten die Maske vom Gesicht gerissen worden. Wieder einmal hat die political correctness gesiegt.

Wie heißt es?

Den Sexisten eine kleben!

Immer feste druff…


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Gegendarstellungen auch in Blogs angekommen

Gegendarstellungen findet man meist in Zeitungen und manchmal werden auch welche im Fernsehen verlesen. Aber in einem Blog habe ich bisher auch noch keine gelesen. Eines war aber klar: das so ein Nerd wie Marcel Bartels der erste Blogger sein würde, der eine Gegendarstellung bringen muss.

Wenn ich das gewusst hätte…dann wären harte Maßnahmen gegen diesen Nerd gar nicht nötig gewesen, oder?


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Dreiklassenwahlrecht?

In einer Pressemitteilung des Libertären Instituts und von Andre Lichtschlag, dem Herausgeber von eigentümlich frei, wird der Entzug des Wahlrechts für “Nettostaatsprofiteure” gefordert. Die Kernaussage der Erklärung:

Vielleicht sollte ernsthaft über folgende Idee nachgedacht werden: den Entzug des Wahlrechts für alle Nettostaatsprofiteure. Wählen dürfen demnach in Zukunft nur noch die Nettosteuerzahler, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der privaten Wirtschaft. Ein solcher Wahlrechtsentzug für die Unproduktiven wurde bereits in den 70er-Jahren von Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek angedacht und kürzlich von Ökonomieprofessor Hans-Hermann Hoppe aus Las Vegas präzisiert.

Das ausgerechnet der Nettostaatsprofiteur Hoppe mit dabei ist, wo er doch an einer staatlichen Universität in Las Vegas tätig ist, sollte einem schon die Sinnentleertheit der Forderung deutlich machen. Nun könnte man sich fragen, ob es sich nicht um eine Posse handelt. Eine wohl durchdachte Provokation eben, denn nichts regt den nichtwählenden Kleinbürger mehr auf, als wenn ihm jemand sein, nicht genutztes und so verachtetes, Wahlrecht streitig machen will. Andererseits ist diese Thema doch zu wichtig und zu bedeutend, als das man darüber Scherze machen oder Possen reissen dürfte. Vergessen wir nicht liebe Mitverschwörer: Wir sind in Deutschland. Jenes Land das den humorlosen Witz erfand.

Die Forderung des Libertären Instituts würde faktisch die Wiedereinführung des Dreiklassenwahlrechts bedeuten. Auch sind Nettostaatsprofiteure überdurchschnittlich oft Nichtwähler und in Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit ist die Wahlbeteiligung meistens sehr niedrig. Deshalb nehmen viele der Nettostaatsprofiteure die Forderung des Libertären Instituts vorweg und bleiben den Wahlen fern.

Die Reaktionen innerhalb der Blogosphäre sind deutlich. Der Fordererung des Libertären Instituts wird deutlich eine Absage erteilt. Doch es gibt, mal wieder, eine Ausnahme.

So findet Rayson, von den Bissigen Liberalen, eindeutige Worte und macht klar, daß die Nettotransferempfänger (Sehr hübsches Wort) in den meisten Fällen nicht freiwillig in diese Lage geraten sind, sondern von der Politik und Lobbyverbänden in diese Zwangslage gebracht werden. Zum Abschluss resümiert Rayson:

Nein, dieses Niveau an menschenverachtender Selbstgerechtigkeit, das Lichtschlag (lassen wir doch die Maskerade sein) da offenbart, diskreditiert ihn, seine Zeitschrift, sein Institut und die ganze Baggage der Hoppe-Pferdchen. Für immer. Das ist nicht liberal, das ist auch nicht libertär. Das ist faschistisch.

Die Freiheitsfabrik zieht einige Beispiel heran und entlarvt die Schwachstellen der Forderung “Weniger Demokratie wagen” und Bodo Wünsch bezeichnet die Presseerklärung als illiberale Geschreibsel und verweist darauf, daß die “Libertäre Plattform in der FDP” (LP/FDP) nie eine solche Pressemitteilung autorisiert hat. Auch Oliver Luksic erteilt der “libertären” Forderung eine klare Absage und betont die Wichtigkeit des allgemeinen Wahlrechts:

Das allgemeine Wahlrecht eine ist Errungenschaft, für die gerade Liberale gekämpft haben, die ich nicht aufgeben will- was auch meiner Meinung nach ( zu Recht) dem Grundgesetz wiedersprechen würde.

Greg B. Grabinski erkennt, wohl als einziger Blogger, die Satire innerhalb der Forderung und glaubt, daß man damit die Demokratie retten könne.

Die Ausnahme bildet der Blog der angeblich politisch Unkorrekten. Diese übernehmen fast unkommentiert den Text von Lichtschlag und Co. und unterstreichen damit wieder einmal ihre antidemokratische Haltung.

Als Fazit bleibt zu sagen, daß die Forderung nach einem Ausschluß von Nettostaatsprofiteuren vom Wahlrecht eine unsinnige, wenig hilfreiche und selten dämliche Forderung ist. Doch auch einige der Reaktionen sind als hysterisch zu bezeichnen.

Besonders am äussersten linken Rand der Blogosphäre kriecht jetzt die eine oder andere politisch inkontinente Ratte aus ihrem Loch und bringt gleich eine ganze Partei in Zusammhang mit der Presseerkärung des Libertären Instituts. Volksverhetzung und Verleumdung sind eben das Steckenpferd der Etatisten und Nationalisten, egal ob rinks oder lechts.

Den “Libertären” um Andre Lichtschlag und nicht nur denen, möchte ich noch folgendes Zitat mit auf den Weg geben:

Mit einem Wort, wir weisen alle privilegierte, patentierte, offizielle und legale Gesetzgebung, Autorität und Beeinflussung zurück, selbst wenn sie aus dem allgemeinen Stimmrecht hervorgegangen sind, in der Überzeugung, daß sie immer nur zum Nutzen einer herrschenden und ausbeutenden Minderheit gegen die Interessen der ungeheuren geknechteten Mehrheit sich wenden können.

In diesem Sinne sind wir wirklich Anarchisten.

Michail Bakunin aus “Gott und der Staat


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Endlich wird durchgegriffen: Hitler und der päpstliche Nuntius abgeführt

Auch wenn das Durchgreifen 70 Jahre zu spät kommt: besser spät als nie…

Am Mittwoch zog der Aktionskünstler Wolfram P. Kastner zusammen mit dem Lektor Georg Ledig durch München. Kastner war als päpstlicher Nuntius und Ledig als Hitler verkleidet. Eigentlich sollte die Aktion geheim bleiben, doch ein Münchener Radioreporter plauderte die Aktion einen Tag vorher aus. So war die Polizei in höchster Alarmbereitschaft und wartete gespannt auf die Ankunft des Führers in der Hauptstadt der Bewegung.

Schon kurz vor der Ankunft des Führers nahm die Polizei, angeführt von den Beamten des Kommissariat 142, einen Mann fest, der Flugblätter von Wolfram P. Kastner verteilte. In dem Flugblatt wird die Trennung von Staat und Kirche, sowie die Kündigung des Reichskonkordats von 1933 gefordert. Dieses Konkordat ist bis heute gültig und sichert der Kirche zahlreiche Privilegien.

Angesichts des bevorstehenden “Staatsbesuchs” von Joseph Ratzinger in Bayern ist die Ordnungsmacht besonders “sensibel” und griff entschieden durch. Die SZ berichtet weiter:

Staatsschutzbeamte in Zivil nahmen sich dann Kastner selbst vor. Zwar ist der gegen jedwede Bevormundung resistent, angesichts der bulligen Beamten, die ihn einkreisten, versuchte sich der Künstler lieber aufs Rausreden. Erstens veranstalte er lediglich eine Kunstaktion, zweitens verteile er keine Flugblätter und drittens stelle er gar keinen Papst dar, sondern einen päpstlichen Nuntius. Somit könne er den Papst gar nicht beleidigen, gab der jetzt fast fröhliche Kastner in seinem weißen Kirchenkostüm zu Protokoll.

So konnte die Polizei nicht viel machen, was sie jedoch nicht daran hinderte die beiden Künstler bei ihrer Aktion weiterhin massiv “zu begleiten”:

Zivilbeamte nahmen jede Äußerung auf, um Beweise für ein beleidigendes Verhalten Kastners zusammen zu bekommen.

Kennt man ein solches Verhalten staatlicher Organe nicht eher aus der Zeit der DDR? Aber es kommt noch besser. Denn die Polizei hatte nur ein Ziel: die Störer loszuwerden. An die Wand stellen schied schon alleine deswegen aus, weil es zu viele Zeugen gab und es natürlich vollkommen aussergesetzlich wäre. Aber auch in Bayern ist die Polizei im Besitz von Phantasie und dann wird sich eben mal schnell etwas zusammengebastelt:

Der rettende Einfall aus polizeilicher Sicht kam dann Kommissariatsleiter Werner Maier. Am Marienhof leitete er Kastner und Ledig plötzlich in Richtung Polizeipräsidium um. Eine richtige Festnahme traute sich Maier zwar nicht, doch handle es sich hier um eine nicht angemeldete Versammlung. Der Einwand des Duos, man sei doch nur zu zweit, und an einer Versammlung müssten mindestens drei Leute teilnehmen, ließ Maier nicht gelten. Im Präsidium war der Spaß endgültig vorbei: Kastner und Ledig mussten die Kostüme abgeben. „Gefahrenabwehr“, hieß es bei der Polizei.

Damit war der Besuch des Führer in der Hauptstadt der Bewegung beendet. Das die Polizei München eine ganz neue Rechtslage geschaffen und hat und jetzt auch Ansammlungen von zwei Menschen als anmeldungspflichtige Versammlung definiert, ist ein Durchbruch im Demonstrationsrecht. Jetzt können auch zwei Menschen eine Demo anmelden und durchführen. Da soll mal einer sagen, daß Bayern nicht führend in Sachen Bürgerrechte wäre.

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